Bei Kinderrechtsverletzungen muss weltweit "Null Toleranz" gelten.

  • weiß jemand,ob UNICEF nicht sogar mit ihren Anit-Aids Kampagnen nicht auch die Verstümmelung von Knaben unterstützen?

    Ich konnte dazu nichts finden.


    Das operative Schneiden an Kindergenitalen ohne medizinische Indikation ist für Unicef nach wie vor nur bei Mädchen eine Kinderrechtsverletzung.

    Viele Grüße aus dem Rhein-Neckar-Raum

    Ich

  • Vielleicht war ich zu böse:

    Zitat

    Zitat: "Bei Kinderrechtsverletzungen muss weltweit "Null Toleranz" gelten. Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt und Terror gegen Kinder müssen weltweit geächtet und verfolgt werden. Jedes Kind braucht Schutz und Hilfe im Krieg.
    Und in jedem Land der Erde muss Gewalt an Kindern ausdrücklich verboten werden."

    Das sehe ich auch so. Warum setzt sich UNICEF nicht endlich ein, Beschneidung an KINDERN zu verbieten.
    Mädchenbeschneidung ist grausam, ja, aber hier ist alles verboten, selbst das anpieksen der Klitorisvorhaut. Finde ich so auch völlig in Ordnung, nur das wieder mal die Jungen "vergessen" werden. Schließlich wurde erst 2012 es für legal erklärt, das unter 6 Monaten Jungen sogar von Nichtärzten beschnitten werden dürfen. Das mit der ärztlichen Kunst hält sich ja in Grenzen, Zuckerwasser, Wein und Emlasalbe, die weder wirklich wirkt noch zugelassen ist, überzeugt da nicht wirklich. Schmerzhaft ist die Prozedur, viele Kinder fallen in den Schockzustand. Hier mal etwas zum Thema Babys und Schmerzempfinden: Entwicklung der Schmerzempfindung beim Embryo u. Baby


    http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Praenatalpdf.pdf

    http://www.focus.de/gesundheit/new…aid_663630.html

    http://www.n-tv.de/wissen/Schmerz…icle347942.html

    http://www.kinderkrankenpflege-netz.de/aktuell/schmerz_fg.shtml


    Es ist ein Skandal, dass Sie da nicht laut aufschreien.

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • ist die Beschneidung aus allen anderen Gründen als die einer dringenden medizinischen Notwendigkeit.
    Das werden die auch noch begreifen. Irgendwann.
    Und dann sollte man sie teeren und federn, für die heutige Scheinheiligkeit und Verlogenheit. :cursing:

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Zitat

    UNICEF tritt dafür ein, dass das Kindeswohl als vorrangiger Gesichtspunkt gelten muss. Wir sagen auch, dass Kinder bei allen sie betreffenden Entscheidungen einbezogen werden sollen. Bei nicht-einwilligungsfähigen Kindern muss bei der Entscheidung das Kindeswohl in den Vordergrund gestellt werden. Dies gilt unserer Ansicht nach auch bei der Einhaltung religiöser Traditionen.

    Gleichzeitig muss man sehen, dass Beschneidungen von neugeborenen Jungen auf Empfehlungen der WHO in Ländern des südlichen und westlichen Afrika als Gesundheitsvorsorgemaßnahmen z.B. zur Prävention von Infektionen und HIV durchgeführt werden. Diese grundsätzlich andere Perspektive armer Entwicklungsländer mit hoher HIV-Rate, schlechten hygienischen Bedingungen und mangelhafter medizinischer Versorgung muss UNICEF genauso berücksichtigen.

    Du kannst Dir sicher sein, dass wir das Thema sorgfältig verfolgen.

    https://www.facebook.com/media/set/?set…88644503&type=1

  • Zitat

    Gleichzeitig muss man sehen, dass Beschneidungen von neugeborenen Jungen auf Empfehlungen der WHO in Ländern des südlichen und westlichen Afrika als Gesundheitsvorsorgemaßnahmen z.B. zur Prävention von Infektionen und HIV durchgeführt werden.

    Von dem Standpunkt, dass "Negerkinder" Kinder zweiter Klasse, weniger schützenswert, mit weniger Rechten ausgestattet sind sollte man im 21. Jh. doch wirklich mal runter kommen. Entweder alle Menschen, Männer, Frauen, gleich welcher Herkunft haben ein Recht auf vollständige Genitalien oder niemand. Das ist unteilbar.

    There is no skin like foreskin

  • Zitat

    Du kannst Dir sicher sein, dass wir das Thema sorgfältig verfolgen.

    Translates: "Du kannst sicher sein, dass wir ggf. noch auf den abfahrenden Zug aufspringen"

    Grauenhafte Einstellung für professionelle "Kinderschützer".

    There is no skin like foreskin

  • Oft gibt es aber keine einfache Antwort darauf, was genau das Beste für das jeweilige Kind ist.

    Ja eben! Wer weiß das schon so genau, ob Genitalverstümmelung nicht vielleicht doch das Allerbeste ist für ein Kind? Kann man's wissen? :wacko:

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • aber Links sind schnell entfernt oder führen ins Nirwana. Dann müsste so ein Video schon so plaziert sein,dass man dies selbst verwaltet.



    Halte ich für eine gute Idee! Wo könnte man das platzieren? Bei MOGIS vielleicht?

    Viele Grüße aus dem Rhein-Neckar-Raum

    Ich

  • Nur für den Fall, dass dort auch zensiert wird....

    • 13. Juli 2014 17:59 Uhr
      Tobias SpenglerSehr geehrte Frau Bücker,

      erst einmal recht herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Bitte entschuldigen Sie meine reichlich späte Antwort. Nichtsdestotrotz wird Ihre Antwort dem Thema nicht einmal ansatzweise gerecht! Auf ein paar Aspekte der nicht medizinisch indizierten Beschneidung männlicher Minderjähriger möchte ich nachfolgend eingehen:

      Viele Beschneidungen werden ohne jegliche schmerzlindernde Maßnahmen durchgeführt (1). Auch die rituelle Beschneidung im Judentum erfolgt in aller Regel ohne jedwede Betäubung. Unicef hat sich bis heute nicht ein einziges Mal zur betäubungslosen Beschneidung von Jungen geäußert. Warum eigentlich nicht?

      Eine Vielzahl der vorgenommenen Beschneidungen werden von Nicht-Medizinern durchgeführt. Der deutsche Gesetzgeber hat dies mit §1631 d Abs. 2 BGB sogar explizit per Gesetz erlaubt. Einen Nachweis über entsprechende medizinische Fachkenntnisse müssen die Beschneider, die selbst keine medizinische Ausbildung haben, nicht erbringen. Unicef hat sich bis heute nicht ein einziges Mal darüber geäußert, dass männliche Minderjährige auch von Nicht-Medizinern beschnitten werden dürfen! Warum eigentlich nicht?

      Bis heute empfiehlt keine einzige Mediziner-Organisation (Med-Orga) die Beschneidung gesunder Jungen bzw. die allermeisten Med-Orga lehnen derartige Beschneidung mit Verweis auf die UN-Menschenrechtskonvention sowie die Un-Kinderrechtskonvention strikt ab (2). Unicef hat sich bis heute nicht ein einziges Mal zu den Ausführungen der solcher Med-Orga geäußert! Warum eigentlich nicht?

      Unicef stellt die männliche Beschneidung gerne als 'kleinen Eingriff' dar, verschweigt aber konsequent die Risiken des Eingriffs. Im schlimmsten Fall stirbt der Junge durch die Beschneidung, so 2006 in Hamburg geschehen.(3) 2010 musste einem 10-jährigen Jungen nach einer religiösen Beschneidung – durchgeführt von einem Arzt – etwa 1/3 des Penis amputiert werden!(4) Weitere Fälle erspare ich Ihnen und mir. Jeder einzelne ist einer zuviel! Unicef hat sich bis heute nicht ein einziges Mal zu diesen katastrophalen Beschneidungen geäußert! Warum eigentlich nicht?

      Viele beschnittene Männer empfinden ihre Beschneidung als Genitalverstümmelung und organisieren sich in entsprechenden Organisationen. Ich verweise hier nur einmal auf 'Intactnews'(5) und Jonathan Friedman.(6) Unicef hat sich bis heute nicht ein einziges Mal zu diesen Männern geäußert! Warum eigentlich nicht?

      Die Vereinten Nationen (UN) definieren 'Weibliche Genitalverstümmelung'(7) folgendermaßen:
      „Female genital mutilation (FGM) comprises all procedures that involve partial or total removal of the external female genitalia, or other injury to the female genital organs for non-medical reasons. “ Demnach unterscheiden die UN zwischen Genitaloperation und Genitalverstümmelung nur anhand des Kriteriums der medizinischen Notwendigkeit bzw. Nicht-Notwendigkeit! Die Eingriffstiefe ist unerheblich! Sämtliche medizinisch nicht notwendigen Eingriffe am Genital eines Menschen stellen eine Menschenrechtsverletzung dar und werden deswegen auch konsequent Genitalverstümmelung genannt! Bei Kindern greift daher der Art. 24 Abs. 3 der UN-Kinderrechtskonvention! Unicef hat sich bis heute nicht ein einziges Mal explizit darüber geäußert warum die Beschneidung weiblicher Minderjähriger ungeachtet der Eingriffstiefe der Bescheidung nach Art. 24 Abs. 3 der UN-Kinderrechtskonvention verdammt werden soll während die nicht-medizinisch notwendige Beschneidung männlicher Minderjähriger aber nicht unter dem o.g. Artikel fallen soll! Warum eigentlich nicht?

      Liebe Frau Bücker, ich hoffe doch sehr, dass Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen und auf meine Fragen in aller Ausführlichkeit eine Antwort geben.

      1) http://www.youtube.com/watch?v=MDuDhkiDdns

      2) http://circumstitions.com/Docs/aap-12-europe.pdf

      3) http://www.youtube.com/watch?feature=…d&v=j31qmrffBNU

      4) http://www.express.de/duesseldorf/ho…58,4742926.html

      5) http://intactnews.org/

      6) http://www.youtube.com/watch?v=5DRsJXJop5I

      7) http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs241/en/


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      09. Juli 2014 10:39 Uhr
      Kerstin Bücker, UNICEF DeutschlandLieber Tobias, lieber Dieter,

      vielen Dank für Eure Kommentare. Kurz etwas Hintergrund zum Thema Jungenbeschneidung: Jedes Kind hat das Recht darauf, an wichtigen Entscheidungen, die es betreffen, beteiligt zu werden. Ist das aufgrund seines Alters nicht möglich, liegt die Verantwortung bei den Eltern. Hier appellieren wir, das Kindeswohl und die Gesundheit des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen. Oft gibt es keine einfache Antwort darauf, was genau das Beste für das jeweilige Kind ist. Und da UNICEF weltweit arbeitet, müssen wir die Perspektive von Industrie- und Entwicklungsländern einbeziehen. Wichtig ist uns, dass in der Debatte das Kindeswohl vorrangig berücksichtigt wird – auch bei der Einhaltung religiöser Traditionen.

      Auch zum Thema Kinderarbeit einige Informationen: Kinderarbeit lässt sich nicht verbieten, genauso wenig wie Armut – da sind wir Realisten. In den vergangenen Jahren ist es jedoch durch viele Maßnahmen und Partner gelungen, Kinderarbeit um ein Drittel zu reduzieren – dazu hat auch UNICEF beigetragen. Aber noch immer müssen heute weltweit 168 Millionen Kinder arbeiten, die Hälfte von ihnen unter ausbeuterischen Bedingungen. Kinderarbeit ist dann schädlich, wenn sie Gesundheit und die Entwicklung der Kinder gefährdet, zum Beispiel weil sie nicht in die Schule gehen können. Hintergrund: In Bolivien arbeitet mehr als jedes vierte Kind unter 14 Jahren, gleichzeitig werden fast 90 Prozent der Kinder in die Grundschule eingeschult.

      Um Kinderarbeit zu überwinden ist ein Bündel von Maßnahmen notwendig – gesetzliche Regelungen, gute Schulen, Aufklärung etc. UNICEF organisiert zum Beispiel in vielen Ländern Unterricht so, dass ein Kind parallel durch leichte Tätigkeiten zum Lebensunterhalt der Familie beitragen kann. Aus Sicht von UNICEF darf die offizielle Zulassung von Ausnahmen für Kinder unter 14 Jahren in Bolivien nicht dazu führen, dass noch mehr Kinder arbeiten müssen. Auch darf diese Regelung Arbeitgeber und Eltern nicht dazu verleiten, die Bedeutung von Schule gering zu schätzen. Man wird die Konsequenzen des Gesetzes deshalb sehr genau beobachten müssen.

      Nochmals danke für Eure Nachfragen und Euer Engagement für Kinderrechte!
      Kerstin Bücker


    • [Blockierte Grafik: http://www.unicef.de/blob/11816/9431ef04c4225d39ac3ae040ac6a12c2/anonymer-user-data.png]
      08. Juli 2014 16:10 Uhr
      Tobias SpenglerUnicef fordert:

      "Gewalt gegen Kinder muss überall und in allen Formen gesetzlich verboten und verfolgt werden."

      Und was ist mit der Gewalt an männliche Kinder in Form der Beschneidung? Die ist in Deutschland mit §1631d BGB Ende 2012 legalisiert worden und unicef schweigt hierzu beharrlich! Toller Einsatz von unicef für die Rechte von Kindern!

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • UNICEF hat geantwortet:

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