Ist der bekannt? Praxis ist am Tegernsee.
Dr. Andreas Busse
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Ist der bekannt? Praxis ist am Tegernsee.
Nein, aber die Fragen, die Herr Busse bekommt, zeigen leider eine Schattenseite der deutschen ärztlichen Praxis:So frägt dort eine Mutter:
Hallo Herr Dr. Busse,
Zitatich hatte Ihnen bereits im März schon einmal geschrieben, weil mein 5jähriger Sohn wegen einer Phimose beschnitten werden soll. Dies hatte mir damals mein Kinderarzt bei der U9 geraten.
Sie hatten mich damals in meinen Zweifeln, der OP zuzustimmen, bestärkt und mir die Verwendung von Hormon- oder Kortisonsalben empfohlen. Heute
waren wir beim Urologen, der ebenfalls zur OP rät. Auf meine Frage nach diesen Salben hat er dies als völligen Blödsinn abgetan und gesagt, er
würde mir keinesfalls solche Salben verschreiben, weil die eh nicht helfen würden. Ich bin verzweifelt, weder mein Kinderarzt noch der
Urologe gibt mir das Rezept für diese Salben. Ich möchte jedoch die OP auf keinen Fall machen lassen, zumal mein Sohn bis jetzt keinerlei
Probleme, Entzündungen o. ä. hatte. Ich werde quasi durch Verweigerung des Rezeptes zur Operation regelrecht "gezwungen". Der Urologe hat mich
mit den Worten entlassen: wollen Sie, dass Ihr Sohn mal Probleme mit den Mädels hat? Was soll ich tun? Einen zweiten Urologen aufsuchen? Einen Homöophaten? Ich nehme gerne jeden Ratschlag an.Ein fünf-jähriger Junge hat -für sein Alter vollkommen normal, eine physiologische Phimose oder eine Präputialverklebung oder beides. Und wegen diesem physiologischen, natürlichen Zustand, sollen ihm jetzt ein Teil seines Penis entfernt werden.
Ein Junge, der eigentlich überhaupt keiner Behandlung bedarf, wird aufgrund fehlerhaften Wissen für krank erklärt und darüber hinaus werden bewährte konservative Therapiemaßnahmen von vornherein verschwiegen oder abgewertet!
Die Mutter selbst wäre nie auf den Gedanken kommen ihren Sohn beschneiden zu lassen, sie scheint bewundernswert skeptisch zu sein, aber zwei unwissende Ärzte erklären ihren gesunden Sohn für genial krank und fehl-gebildet.Das ist wirklich ein trauriges Beispiel dafür, wie einige Mediziner leider - sei es aus Unwissen oder wegen anderen Gründen- ein künstliches Krankheitsbild, und unnötige Operationen erzeugen.
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Danke, Sokrates, für Deinen aufmerksamen Blick. Ich möchte nur hinzufügen, dass Busse selbst überhaupt kein Anhänger unnötiger Beschneidungen ist. Umso schlimmer wirkt der Kontrast zu mancher seiner Kollegen, von denen hier die Eltern berichten. Ich denke, gerade deshalb kann man die Seite von Busse empfehlen.
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Und hier die Antwort von Herrn Busse:
Zitat
"Liebe B.,die Kollegen scheinen leider nicht auf der Höhe der Zeit zu sein. Ich kann Ihnen nur raten, dass Sie es an der nächsten Universitätskinderchirurgie versuchen, die sollten eigentlich wissen, dass das mit den Salben der Weg der ersten Wahl ist.
Alles Gute!;"
Recht hat er! -
Universitätskinderchirurgie
Ich hoffe, das war die richtige Empfehlung...
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Das hoffe ich auch.
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Zitat
"Ihre Sorge ist völlig unbegründet. Auch beschnittene Männer können Sex genießen und haben eher länger etwas davon."
http://www.rund-ums-baby.de/kinderarzt/Beschneidung_378332.htm -
Es kommt sogar noch besser: Wir können sogar Kinder zeugen, kuck mal an!
Aber mal im Ernst:
Schön wärs jetzt noch, wenn mal anerkannt würde, dass es DEN beschnittenen Mann nicht gibt. Manche genießen das "länger können", weil sie die Gefühlseinbußen durch das Fehlen ihrer Vorhaut als nicht so schlimm empfinden. Doch niemand kann voraussehen, wie der einzelne beschnittene Mann reagieren wird, in einem Jahr, in zehn Jahren. Niemand kann garantieren, dass nicht größte Empfindungsstörungen die Folge sind oder die Partnerin an der verstärten Reibung leidet.
Aber Hauptsache, der Mann kann länger.
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