Neuewissenschaftliche Erkenntnisse haben in den letzten3–4 Jahren unsere Therapieempfehlungen wesentlich beeinflusst. Die Innsbrucker Kinderurologie und Dermatologie konnte gemeinsam mit unserem Krankengut nachweisen, dass bei Kindern schon in ca. 35 % HPV-Viren (humanes Papilloma-Virus) im inneren Vorhautblatt nachweisbar sind. Diese Viren docken an die Dendriten der Langerhanszellen unmittelbar unter der fragilen Schleimhaut, die im Vergleich zur Glans oder äußeren Vorhaut nur eine dünne Keratinschicht aufweist, an.
Namhafte Infektiologen raten deshalb heute großzügig zur Zirkumzision aus medizinischer Indikation zur Prophylaxe und Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen. Sie wird als Alternative zur HPV-Impfung verstanden. Brian Morris spricht bereits 2007 von der Zirkumzision als biomedizinischem Imperativ im 21. Jahrhundert. Neueste Studien beweisen, dass durch eine Zirkumzision das Infektionsrisiko für HIV um 50 %, für HPV um 30 % und für Lichen sklerosus um 100 % abgesenkt werden kann. Vorhautverklebungen werden auf Wunsch nach Auftragen einer lokalanästhetischen Salbe gelöst (Präputiolyse).
http://www.bhslinz.at/media/pdf_bhsl…cht_ew04_sb.pdf
Linz, Österreich: Barmherzige Schwestern beschneiden auf Wunsch der Eltern ab einem Jahr
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Von der Definition der Krankheit - über die Behandlungsempfehlungen bis hin zum Diskurs der Auswirkungen der Zirkumzision steht alles im krassen Gegensatz zur medizinischen Forschung und - wie die jüngsten Ereignisse zeigen- zur Kondensmeinung europäischer Kinderärzteverbände - ja selbst zur Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendchirurgie.
Und ausgerechnet Mr Riccabona muss einen beim "Urologisches Winterforum der LMU München, Tegernsee, Februar 2012" einen Vortrag über "Vorhautprobleme bei Kindern" halten und sein Unwissen verbreiten.
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Brian Morris spricht bereits 2007 von der Zirkumzision als biomedizinischem Imperativ im 21. Jahrhundert.
Biomedizinisches Imperativ des 21 Jh.?
Wohl eher kulturell-medizinischer Unsinn aus dem 19 Jh. auf dem bestem Weg DAS ethische Tabu des 21. Jahrhunderts zu werden! -
Wohl eher kulturell-medizinischer Unsinn aus dem 19 Jh.
Oder kulturell-religiöser Unsinn aus der Bronzezeit ???

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Das Infektionsrisiko für Lichen sclerosus (0, weil das gar keine Infektionskrankheit ist) kann um 100% abgesenkt werden? Wow!
Lichen sclerosus ist eine seltene Krankheit, die Frauen 5-7 mal häufiger betrifft. Sie tritt meistens im mittleren Lebensalter auf. Eine prophylaktische Zirkumzision wegen LS wäre Wahnsinn (bzw. ärztliche Beutelschneiderei).35% HPV bei Kindern? Das ist ja sensationell, man sollte die Linzer für den Nobelpreis vorschlagen!

"Namhafte Infektiologen raten deshalb ... Brian Morris"
LOL, Morris, ja der ist Infektiologe, der versucht laufend Eltern zu infizieren, bzw. zu verseuchen. Mit dem Verstümmelungsvirus. Ich würde aber eher berüchtigt als namhaft sagen.
Der besondere Kracher:
ZitatVorhautverklebungen werden auf Wunsch nach Auftragen einer lokalanästhetischen Salbe gelöst (Präputiolyse)
Schwere Kindesmisshandlung als "Wunschbehandlung"? Gibt es keine Staatsanwälte in Linz?
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Zitat
Ohne Paulus wäre das Ritual möglicherweise auch heute noch im Christentum üblich.
Und warum haben Muslime und Juden in tausend Jahren keinen "Paulus" zustande gebracht? War doch wohl Zeit genug!
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Dr. Riccabona ist seit 1. Oktober 2012 in Rente.'http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Marcus-Riccabona-Nicht-nur-Arzt-mit-goldenen-Haenden;art4,974652'
Nix Rente, sondern gewechselt zum Klinikum Grosshadern in München:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Urologische-Kl…/de/Phimose.pdf
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Die Rente muss halt erst noch verdient werden.

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Zitat
Peter ist ein munteres Kind
Never change a running system!
ZitatWenn die Vorhaut nur zum Teil entfernt wurde, bleibt sichtbar, dass ein Eingriff vorgenommen wurde
Logik? Sichtbarer als bei der kompletten Entfernung geht ja wohl nicht.
Der große "Nachteil" der Teilentfernung aus Sicht der Vorhaut-Dämonisierer a la Riccabona ist natürlich, dass die Restaurierung dann einfacher ist.
ZitatUnd wenn Peter in die Schule kommt, ist alles so wie bei seinen Freunden
Geht Peter auf die Koran-Schule?
ZitatViele Eltern stehen der Operation heute wesentlich aufgeschlossener gegenüber, vor allem, wenn sie aus hygienischen oder präventiven Gründen vorgenommen wird.
Wunschdenken? Belege für diese Behauptung?
Und deswegen legen sich die Väter auch gleich mit auf den OP-Tisch, weil's doch so hygienisch ist? Und wie sehen das die betroffenen Kinder? Ach, die werden ja nicht gefragt. Deswegen muss das ja auch unbedingt schon mit vier gemacht werden, ganz wie Serientäter Dr. Isik bei Maischberger sagte - die wollen das dann (später) nicht mehr.
Oder geht es vielleicht um Eltern, die das aus rituellen Gründen wollen und gerne die 300-400€ sparen, zu Deutsch um Betrug an den Kassen? -
Ich denke hier müssen wir wirklich aktiv werden.
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Nicht nur im Müncher Merkur verbreitet Riccabona gefährliche Falschinformationen
ZitatSehr häufig kommen auch kleine Jungen mit einer zu engen Vorhaut in die Sprechstunde, der Fachbegriff dafür ist Phimose. „Bei Säuglingen und Kleinkindern ist es völlig normal, dass sich die Vorhaut nicht zurückziehen lässt“, erklärt Riccabona. „Aber spätestens mit drei Jahren sollte sich das ändern.“ Und falls nicht? Dann gibt es kortisonhaltige Salben, um die Vorhaut weicher zu machen. In 60 bis 80 Prozent der Fälle ist das allein ausreichend. Wenn nicht, gibt es unterschiedliche OP-Methoden. Entweder werden an der verengten Stelle einer oder mehrere Einschnitte gemacht, die Vorhaut wird dabei erhalten, allerdings verengt sie sich in bis zu 20 Prozent der Fälle erneut. Entfernt man die Vorhaut komplett, gibt es dieses Risiko nicht.
Also auch im Jahre 2013 propagiert Marcus Riccabona als urologischer Oberarzt nachgewiesenermaßen falsche Angaben zur Vorhautentwicklung inklusive einer 3-Jahres-Frist, die nicht nur im krassen Gegensatz zur medizinischen Primärforschung sondern mittlerweile auch der Empfehlungen und Leitlinien der relevanten deutschen und internationalen Fachverbände stehen.
Die Angabe höhere Rezividizrate im Falle der Triple Inzision ist ebenfalls falsch. Die Rezividzrate - das Risiko der erneuten Verengung der Restvorhaut - besteht bei der teilweisen Zirkumzision nicht bei Triple Inzision.
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Das Klinikum der "barmherzigen"? Schwestern wo man ganz unbarmherzig ohne deren Einwilligung an den Genitalien von Jungen ab einem Jahr herumsäbelt (man scheint da regelrecht "beschneidungsgeil" zu sein) hat schon ganz spezielle Ärzte.
Z.B. einen Kinderurologen namens Josef Oswald.
"Seltsamerweise" gefällt dem die Studie von Morten Frisch et al. in der nachgewiesen wird, dass es keine Korrelation zwischen einer VA aus "nicht medizinischen" Gründen oder wegen "Phimose" und STDs gibt ganz und gar nicht.Conflict of Interests?

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1802-4463#
Denn bei den vorhaut-erbarmungslosen Brüdern und Schwestern ist bei einer Vorhautverngung die Zirkumzision "die operative Therapie der Wahl". Und sonst natürlich auch "wenn es die Eltern wünschen"
ZitatNamhafte Infektiologen raten deshalb heute großzügig zur Zirkumzision aus medizinischer Indikation zur Prophylaxe und Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen.
OK; die Namen der "namhaften" Infektiologen werden schamhaft verschwiegen, aber das lässt darauf schließen, dass auf die Art finanziell minderbemittelten verstümmelungsbegehrenden Eltern unter die Arme gegriffen und die Kassen beschissen werden.
BTW:
In den ersten drei Lebensjahren werde eine Phimose, mit Ausnahme der symptomatischen oder einer zusätzlichen Fehlbildung des Harntraktes, nicht therapiert...
Hm, und der Umkehrschluss? Ab drei wird das Messer gewetzt, auch in allen unsymptomatischen Fällen?
So, so. "Arzt mit goldenen Händen". Ja, man scheint gut daran zu verdienen. Urologen gehören ja eh zu den Spitzenverdienern unter den Ärzten.
Schon 2010 stellte Ursula Schersch also die abschließende Frage:
ZitatAber auch wenn die Zirkumzision gehandhabt wird wie Eingriffe in der ästhetischen Chirurgie, unterscheiden sich die Operationen in einem Punkt: der Durchführung an nicht einwilligungsfähigen Säuglingen und Kindern. Bleibt also die Frage ob eine medizinisch nicht notwendige Operation an einem nicht zustimmenden Patienten durchgeführt werden darf oder soll.
Von Wegen das wäre "vor Köln" nie in Frage gestellt worden!
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Ich habe echt das Gefühl, dass Oswald die Studienergebnisse nicht gefallen, und er deshalb nach Strohhalmen greift.
Zitat von OswaldEin sinnvoller Endpunkt dieser Studie wäre eine Korrelation der in unseren Breiten wesentlichen Inzidenz des Zervixkarcinoms mit dem Zirkumzisionsstatus unter Berücksichtigung auch asymptomatischer HPV-Infektionen gewesen. Dies erscheint auch im Hinblick auf die nach wie vor niedrigen HPV-Impfraten beim Knaben wesentlich: nur letzteres wird, wie sich z.B. in Australien zeigt, eine epidemiologische Konsequenz im Sinne einer Reduktion von Malignomen im Genitalbereich bewirken.
Bei der Studie ging es darum, das Verhältnis zwischen Beschneidungstatus und sexuell übertragbaren Krankheiten bei Männern zu untersuchen. Was will er jetzt schon wieder mit dem Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs) - einer Krankheit bei Frauen?
Oswald kritisiert hier also, dass etwas nicht untersucht wurde, was gar nicht Teil des Ziels der vorliegenden Studie war. Das ist ungefähr so, als ob eine Studie über Häufigkeit einer Krankheit bei Kindern durchgeführt wurde, und ein Rezensent kritisiert es als "Begrenzung der Studie", dass sie keine Daten zur Häufigkeit der Krankheit bei Erwachsenen liefert. Nein, Krankheiten bei Frauen wurden einfach nicht untersucht. Live with it. Davon abgesehen, wäre eine Untersuchung des Zervixkarzinomsrisiko bei Frauen und der Beschneidung auf Basis dieses Studiendesigns gar nicht möglich. Wir erinnern uns: Diese Studie beruht auf Daten des dänischen Gesundheitssystems. Es gibt zwar sicherlich auch eine Datensatz der Gesundheitsdaten von dänischen Frauen - aber in diesem wird ganz sicher nicht die Anzahl und Dauer der Sexualpartner registriert, geschweige denn deren Beschneidungstatus.
Einer von Oswalds Hauptkritikpunkte ist ferner das "Nichterfassen von asymptomatischen HPV-Infektionen"
Auch eine Erfassung von asymptomatischen HPV-Infektionen wäre im Ramen des Studiendesigns schlicht umöglich. Wegen asymptomatische HPV-Infektionen gehen Menschen nicht zum Arzt und diese werden dann auch in keine Gesundheitsdatenbank eingespeist. Aber warum in aller Welt sind asymptomatische HPV-Infektionen so ungemein wichtig?!
HPV-Infektionen sind nämlich keine Krankheiten. Die meisten HPV-Infektionen werden vom Immunsystem ausgeschaltet (Clearing).
Es ist viel eher ein Problem, dass die meisten in jüngster Zeit veröffentlichen Studien zum Thema HPV und Beschneidung eigentlich nur noch den HPV-Status untersuchen, während die wenigen verfügbaren Untersuchungen zeigen, dass die Häufigkeiten der durch diese Infektionen möglicherweise bedingten Krankheiten - Warzen und Gebärmutterhalskrebs - in keinem Zusammenhang mit der Beschneidung stehen, oder durch die Beschneidung teilweise sogar noch erhöht werden.
Studien über die Beschneidung und die Häufigkeit von Genitalwarzen zeigten immer wieder, dass die Beschneidung die Häufigkeit von Genitalwarzen entweder nicht beeinflusst oder sogar erhöht.
Es wurden kaum noch Studien über das Risiko von Gebärmutterhals und der Beschneidung durchgeführt. Die meisten Studien zu diesem Thema stammen noch aus den 1960ern, und zeigten immer wieder, dass die Beschneidung keine Auswirkung auf das Gebärmutterhalskrebsrisiko von Frauen hatte. (Dunn & Buell 1958) (Stern 1961), (Aitkin-Swan et al. 1965) (Terris et al., 1973).
Die neueste, mir bekannte Studie, die tatsächlich das Risiko zwischen Beschneidungstatus und dem Gebärmutterhalskrebs untersuchte, war die Studie von Castellague et al aus dem Jahre 2002. Das liegt schon wieder 20 Jahre zurück.
Diese Studie stellte fest, dass die Beschneidung die Häufigkeit von Gebärmuterhalskrebs lediglich bei jenen Frauen senkte, deren Partner ein besonders "risikoreiches" Sexleben (Vorgeschichte von mehr als 6 Sexualpartner, Kontakt zu Prostituierten) hatten.Quellen:
Dunn JE, BullL P. Association of cervical cancer with circumcision of sexual partner J Natl Cancer Inst. 1959 Apr;22(4):749-64.
Stern, E., and Dixon, W.J.: Cancer of the cervix–a biometric approach to etiology. Cancer 14:153-160, Jan.-Feb., 1961.
Boyd JT, Doll R. A Study of the Aetiology of Carcinoma of the cervix uteri.RI. Br J Cancer. 1964 Sep;13(3):419-34.
Aitken-Swan J, Baird D. Circumcision and cancer of the cervix. Brit J Cancer 1965;XIX(2):217-26.
Terris M, Wilson F, Nelson Jr, JH. Relation of circumcision to cancer of the cervix. Am J Obstet Gynecol 1973;117(8):1056-66. -
Das Credo "Jungenverstümmelung gegen Gebärmutterhalskrebs" wird von interessierter Seite schon seit langer Zeit propagiert. Lange vor "AIDS", als das mit der Verhinderung der "Selbstbefleckung" und "Gehirnerweichun"g nicht mehr so richtig zog.
Ich erinnere mich schon in den 60er Jahren in der deutschen Ausgabe von Reader's Digest einen Artikel gelesen zu haben wo dieser Bullshit verbreitet wurde.
Die Sache ist psychologisch ganz einfach: Vermeintlicher Schutz von Frauen zieht 100 mal mehr als tatsächlicher Schutz von Männern.
Das ist alles schlicht Teil der großen Vorhaut-Dämonisierungskampagne zum Schutz der Tradition.Oder (siehe oben) zur Erhalt einer Einkommensquelle.
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Die Sache mit dem Gebärmutterhalskrebs ist die das es zuerst hieß es wäre das Smegma was dieses verursacht. Dann hat man die HPV Erreger entdeckt.
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