Veranstaltung von Brian Earp über Beschneidung an der Universität Oxford

  • Zitat

    I conclude with a discussion of the similarities and differences between male and female forms of genital cutting, and I argue that anyone who is committed to the view that infant male circumcision is morally permissible must also accept the moral permissibility of some (though not all) forms of female genital cutting.

    Der Gute wagt aber ganz schön was damit :D Selbst bei ausreichender Begründung wird es bestimmt einen "Aufschrei" geben und ihm gesagt, dies seien zwei verschiedene Dinge.
    Aber interessant zu sehen, wie viel derartige Veranstaltungen es mittlerweile doch gibt. Gab es diese schon bevor die "Beschneidungsdebatte" begann? Naja, ich hoffe mal Herr Earp wird Erfolg mit der Veranstaltung haben und wenigstens ein paar Leute mehr aufklären.

  • Der Gute wagt aber ganz schön was damit :D Selbst bei ausreichender Begründung wird es bestimmt einen "Aufschrei" geben und ihm gesagt, dies seien zwei verschiedene Dinge.


    Das Hinterfragen der Differenzierung zwischen männlicher und weiblicher Zwangsbeschneidung gehört zu den strategisch geschicktesten Zügen in der Debatte. Man drängt damit Befürworter Schritt für Schritt zurück bis zur Stufe der Gottgewolltheit. Da sind sie dann eigentlich so gut wie entwaffnet, sofern sie noch willens sind, zwischen Rechtsstaat und Gottesstaat zu unterscheiden.

    Ein Aufschrei des Gegners ist meistens ein gutes Zeichen. Selten werden da schlagkräftige Argumente nachgereicht.

  • Mittlerweile hat sich im Anschluss an den Audio-Podcast eine sehr interessante Diskussion zwischen Brian Earp und einem Kommentator entwickelt. Dieser Kommentator ist nicht unbedingt Beschneidungsbefürworter, kritisiert aber massiv einige Argumentationsmuster der Intaktivisten, z.B. den Umgang mit Studienergebnissen und die Bezeichnung von Beschnittenen als verstümmelt. Wie es seine Art ist, widerlegt Brian Earp ihm in ruhiger und völlig sachlicher Art ein Argument nach dem anderen.

    Im Anschluss finden sich zusätzliche Beiträge bekannter Intaktivisten wie Ronald Goldmann, Robert Darby und anderen.

    Ein lesenswertes Beispiel von Diskussionskultur!

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

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