Hah, danke! Genau das habe ich mir auch immer gedacht. Bei Amerikanern hört man ja ständig sowas wie: "Ich kenn da jemanden, der jemanden kennt, der ständig Infektionen dort hatte und somit haben wir es bei unserem lieber Sohn direkt machen lassen".
Beiträge von AnMeS
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Zitat
In dieser Fernsehsendung wird gezeigt, wie toll das Produkt ist:
Ja, diese Sendung habe ich schon zum Thema Beschneidung gesehen. Es wurden nur die typisch-amerikanischen Gründe genannt (sei hygienischer und eine Entscheidung die nur die Eltern treffen dürfen,...) und letztendlich lief es darauf hinaus, dass nichts gegen die Beschneidung spricht. Ach und es wurde natürlich auch öfter gesagt, es sei nur "a flap of skin".
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Interessant auch mal einen Bericht zu lesen, welcher nicht ständig die VA mit den tausenden Jahren der Tradition, Hygiene und Religionsfreiheit (dieses Argument verstehe ich absolut nicht, da die RF ja Personen nicht dazu berechtigt ihre religiösen Riten an anderen Personen durchzuführen) versucht zu rechtfertigen. Der Arzt hat alle Gründe und Nachteile der VA beschrieben, sogar die sexuellen Folgen. Danke für den Link, da der Bericht zeigt, dass sich in diesem Thema immer noch etwas tut.

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Ich finde es unglaublich, dass die VA niemals bei sowas angesprochen wird. Desweiteren ist doch "nur" rund ein Viertel (oder sogar weniger)der weiblichen Genitalverstümmelung das oft beschriebene Horrorszenario mit anschließendem Zunähen(und natürlich mit der alten, rostigen Rasierklinge). Der Großteil der FGM-Praktiken ist Entfernen oder Einritzen der Klitorisvorhaut und/oder Schamlippen, welche sogar weniger schwere Folgen haben als MGM. Aber wie ich in diesem Forum bereits entdeckt habe ignorieren Politiker und andere Befürworter diese Fakten oder plappern das Argument der "Unvergleichbarkeit" selbst dann noch nach. Außerdem meine ich mal gelesen zu haben, dass FGM auch "Hygiene- und Gesundheitsvorteile" hätte (nur bei mangelnder Allgemeinhygiene, wie auch bei MGM).
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Ach so okay, ich dachte schon ihn stört einfach, dass ihm ein wichtiger
Teil seiner Genitalien fehlt. Das Problem der erschwerten Masturbation lässt sich bestimmt auch irgendwie auf psychische Störungen zurückführen
. Naja, jetzt mal wieder ernst, ich dachte auch erst, es gäbe nur Vorteile beschnitten zu sein, bis ich meine ersten sexuellen Erfahrungen hatte... 
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Ich habe mir den angegebenen Facebook-Link mal angeschaut und...ich verstehe die amerikanische Sichtweise absolut nicht. Immer diese Argumente wie: "Damit er so aussieht wie sein Vater", "Er ist mein Sohn, also ist das meine Entscheidung" oder "Er bekommt sonst später keine Freundin"
. Das ist ja letztendlich nur eine Mischung aus Ignoranz und Überheblikgeit (Intakt wäre unhygienisch, hässlich, etc.). Gut, dass sich das auch dort drüben mehr und mehr ändert... -
Vielleicht eine dumme Frage, aber...das ist doch nicht echt, oder?
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Zitat
I conclude with a discussion of the similarities and differences between male and female forms of genital cutting, and I argue that anyone who is committed to the view that infant male circumcision is morally permissible must also accept the moral permissibility of some (though not all) forms of female genital cutting.
Der Gute wagt aber ganz schön was damit
Selbst bei ausreichender Begründung wird es bestimmt einen "Aufschrei" geben und ihm gesagt, dies seien zwei verschiedene Dinge.
Aber interessant zu sehen, wie viel derartige Veranstaltungen es mittlerweile doch gibt. Gab es diese schon bevor die "Beschneidungsdebatte" begann? Naja, ich hoffe mal Herr Earp wird Erfolg mit der Veranstaltung haben und wenigstens ein paar Leute mehr aufklären. -
Hallo HaWeHa,
ja es war eine Art Zerissenheit. Zum einen fühlte ich mich als Außenseiter, ich war anders als alle anderen Jungs und anders als meine Freunde, deswegen erzählte ich nie etwas über meine VA und versteckte dies. Zum anderen habe ich mich bereits im Alter von ca. 10 Jahren damit befasst, bin dabei jedoch nur auf die Pro-Beschneidungs-Propaganda gestoßen und glaubte somit all die Lügen, dachte es gäbe eigentlich nur Vorteile. Ich habe mich also zur gleichen Zeit geschämt, anders zu sein, dachte jedoch das ich später Vorteile durch die VA haben werde.
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Ich wurde im Alter von 5 Jahren beschnitten, da ich an Phimose "litt". Mir wurde erklärt, dass mein Penis nach der Operation anders aussehen würde, dies jedoch nicht schlimm wäre und "nur ein Stück Haut entfernt wird". Nach der OP hatte ich tagelang Schmerzen und traute mich mehrere Wochen nicht meinen Penis anzugucken, sodass ich mit geschlossenen Augen urinierte(ja, das hat geklappt) und beim Baden etwas darüber legte. Ich hatte eine dicke Kruste auf der Eichel ,auf die nach Anweisung der Kinderärztin noch eine Art Tuch mit Salbe gelegt werden sollte. Dies war so schmerzhaft für mich, dass mein Vater mich festhalten musste, während meine Mutter diese anlegte und somit meine Angst noch verstärkt wurde.
Als ich dann in der zweiten Klasse Schwimmunterricht hatte war mit bereits lange bewusst, dass ich anders war. Ich schämte mich beim Umziehen und hatte in meiner gesamten Schulzeit Angst, dass jemand mein Geheimnis herausfindet. In meiner frühen Jugend dachte ich noch es wäre ein Vorteil beschnitten zu sein. Ich schenkte den Behauptung der besseren Hygiene und des längeren "Durchhaltens" beim Sex Glauben, da die einzigen sexuellen Erfahrungen für mich in diesem Alter (11-17) Masturbation waren. Bereits zu dieser Zeit musste ich Spucke,Cremes,etc. verwenden um mich zu befriedigen. Als ich im Alter von 18 meine erste Freundin hatte (ja, ich war ein Spätzünder) dachte ich erst weiterhin es hätte nur Vorteile, beschnitten zu sein, da Mädchen dies ja angeblich bevorzugten und man nicht zu schnell kommt.
Nun kam der erste Sex, pure Enttäuschung. Es war der erste Sex für uns beide und ich hoffte nicht zu früh zu kommen. Als ich jedoch voll eingedrungen war, lautete mein erster Gedanke:"Wie, das ist das wovon alle ständig reden und alle so toll finden?" - Ich spürte fast nichts, außer Wärme. So dauerte mein erster Sex ca. 1 1/2 Stunden, wobei ich nach dieser Zeit abbrechen musste, da meine Freundin wund wurde und es ihr Schmerzen bereitete. Ich bin nicht zum Orgasmus gekommen, was sich die nächsten 8-9 mal auch nicht änderte. Wir versuchten neue Stellungen und Techniken. Oralsex war für mich auch nicht besser, das meiste was ich spürte war wieder Wärme.
Das größte Problem war ich selber. Ich dachte, es könne nicht an mir liegen und sie sei "zu weit" oder mache alles falsch, da ich bis dahin von keinem Mann gehört hatte, der nicht zum Orgasmus kommt. Dies habe ich zwar nie laut gesagt, war ihr gegenüber jedoch offensichtlich sauer. Ich suchte nach Rat im Internet ,stieß auf Seiten wie diese, sammelte Informationen, wie z.B. über die Wichtigkeit und Anatomie der Vorhaut und stellte fest, dass ich der Verursacher des Problems bin. Ich habe bis heute nie mit meiner Freundin über meine Beschneidung gesprochen. Zum Orgasmus komme ich beim Sex bis heute , 1 1/2 Jahre später(19), auch nur per Hand(mit viel Gleitgel), wobei der gesamte Akt selbst dann mindestens 60 Minuten dauert. Ich weiß, dass meine Freundin gegen Beschneidung ist, da sie letztes Jahr bei den Fernsehnachrichten, über die Beschneidungsdebatte, fassungslos sagte "Wie können die denn nur ihre Kinder beschneiden?". Diese Chance nutze ich jedoch nicht, um mit ihr zu reden, ich schwieg aus Scham. Im Moment denke ich über "foreskin-restoration" nach, da ich keine andere Möglichkeit für ein besseres Sexleben sehe.
Somit denke ich, die Beschneidung hatte insgesamt einen durchaus negativen Einfluss auf meine Entwicklung bezüglich Selbstvertrauen und sexueller Offenheit(z.B. gegenüber meiner Freundin).Nun, das ist meine Geschichte und ich hoffe durch die Veröffentlichung Bewusstsein für die Probleme bezüglich der Beschneidung zu schaffen.