"Sie müssen sich dem 21. Jahrhundert anpassen"

  • Die Beschneidung der jüdischen Babys ist ein fragwürdiges Ritual

    Hä? Warum nur "jüdischen"? Und warum nur Babys, nicht aller Jungen? Und warum nur "fragwürdig"?

    Zitat

    Synagogen sind wie christliche Kirchen kein rechtsfreier Raum.

    Sollte man meinen, die Realität ist anders. Außer, wenn der Herr Pastor sich in der Kirche an Kindern vergeht...

    Zitat

    Früher war es ein brutaler Eingriff, der ohne Betäubung durchgeführt wurde. Eine Art Folter am eigenen Kind. Heute wird die Beschneidung bei den Juden meist unter einer lokalen Betäubung durchgeführt.

    Tatsächlich? Emla-Quacksalbe ist keine angemessene Anästhesie und darf an den Genitalien von Kindern lt. Gebrauchsinformation gar nicht angewendet werden.

    Lt. EMA ethisch inakzeptabel.

    Und wie viele Traditionalisten lehnen überhaupt jede Art von Schmerzlinderung ab, weil es die ja zu Abrahams Zeiten auch nicht gab und an dem Ritual nichts geändert werden darf?

    Zitat

    Es stellt sich die Frage, weshalb die Eltern und Rabbiner nicht warten, bis die Gläubigen volljährig sind und selbst über ihren Körper entscheiden können

    Die Frage beantwortet sich ganz einfach: weil die "Gläubigen" (falls sie das überhaupt dann (noch) sind) das in aller Regel dann nicht wollen. Und das wird von der Community als Katastrophe gesehen. "Toe the line!" ist die Devise, es darf niemand ausscheren. Man würde sich ja sonst nackt um die Eichel fühlen. Es würde einem klar werden, dass man beraubt wurde. Und das tut weh.

    Allerdings gibt es auch jüdische Eltern, die nicht nur ihre Töchter, sondern auch ihre Söhne ganz lassen. Das ist im höchsten Maße zu begrüßen!

    There is no skin like foreskin

  • Jetzt geht die Jüdische Allgemeine auf die Entwicklung in Belgien ein.

    Das ist nicht normal

    Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

    Stimmt, habe ich gedacht: Normal ist das nicht.

    Dass man dem gesunden Nachwuchs Teile des Genitals kaputt macht, ein solchermaßen widersinniges Verhalten, das ist nicht normal. Das gibt es bei keiner Tierart. Und auch bei der großen Mehrheit der Menschen nicht.

    Allerdings ist die Einleitung irreführend. Sluszny bezieht das nicht auf BGM, sondern auf den besonderen Schutz jüdischer Einrichtungen in Belgien.


    Normal ist, dass blutige Operationen durch Ärzte durchgeführt werden. Meistens durch Fachärzte, durch Chirurgen, Hautärzte, Urologen, Orthopäden...

    Durch Menschen, die die allgemeine Hochschulreife erlangt haben mit einer ausreichenden Note (strenger NC), mindestens eine intensive, sechs Jahre und drei Monate dauernde Ausbildung durchlaufen haben und dann die ärztlichen Prüfungen bestanden haben.

    Und dann ggf. noch die Facharztausbildung, s.o.

    Das ist normal! (Und das ist gut so)

    Und war es bis 2012 in Deutschland auch. Dann hat man ein Sonder-Extrawurst-Gesetz geschaffen, was bei einer einzigen Operation erlaubt, (und dann noch geschlechtlich diskriminierend) dass diese durch eine Person, die kein Arzt ist und deren Qualifikation nicht staatlich überwacht wird durchgeführt werden darf.

    In Belgien gilt immer noch, dass Operationen nur durch Ärzte durchgeführt werden dürfen. Ohne unsinnige Ausnahme. Das ist auch im Sinne des Patientenschutzes völlig logisch.

    Es gibt überhaupt keinen Grund, sich darüber aufzuregen. Aber seit Wochen wird da Druck gemacht. Bin gespannt, ob Belgien einknickt.

    Bis jetzt hat diese Taktik noch immer geklappt, allerdings sind die Belgier als Dickköpfe bekannt, hoffentlich halten sie stand!


    Regina Sluszny hackt dann noch ordentlich auf "diesem Herrn Friedman" herum "der der jüdischen Gemeinschaft nur Ärger bereitet".

    Zitat von Sluszny

    Wenn man keine Juden mehr hier haben will, braucht man nur die Brit Mila verbieten, voilà.

    Als ob in Belgien um ein Verbot der Jungenverstümmelung ginge! Nein! Die ist (leider) auch in Belgien erlaubt. Es geht um Qualifikation, Ausbildung, hygienische Standards, staatliche Kontrolle, Sicherheit.

    Diese "Drohung" "Dann müssen wir gehen!" kennen wir noch von 2012. Es bleibt jedem Menschen überlassen, ob er in einem Land leben möchte wo Kinder ohne geschlechtliche Diskriminierung vor Genitalverstümmelung geschützt werden. Wer das nicht möchte wird nicht aufgehalten werden. Aber darum geht es z.Zt. in Belgien (leider) nicht.


    Und dann wird mal wieder die wahre Motivation der Gegner von GM in Frage gestellt, der abgedroschene Wahtaboutismus mit dem Piercing, irgend was in der Art musste kommen, man hätte darauf wetten können.


    Zitat

    Es gibt Leute, die sagen, man sollte die Beschneidung stärker regulieren, zum Schutz der Kinder. Was erwidern Sie?
    Ich bin einverstanden. Aber darum geht es hier nicht. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Piercings sind auch erlaubt, sie sind legal.

    Ei, wer macht denn Genitalpiercings bei Kindern? Z.B. einen Ring durch die Klitorisvorhaut bei einem acht Tage alten Mädchen? Und was passiert,wenn so etwas bekannt wird?

    Die Hölle bräche los!

    Piercing bei nicht zustimmungsfähigen Kindern gehören verboten! Auch bei Piercings kann es zu schwerwiegenden Infektionen kommen, im Extremfall kann ein Kind anschließend lebenslang ein Pflegefall sein, alles schon vorgekommen. Schluss mit dem Quatsch!

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  • Die Entscheidung, ob Anklage erhoben wird ist erst mal vertagt, wird wohl erst im Herbst entschieden. Aufgeschoben heißt nicht so selten aufgehoben.

    Entscheidung vertagt: Ob jüdische religiöse Beschneider vor Gericht gestellt werden, bleibt vorerst offen - Belgieninfo
    Von Jürgen Klute Eigentlich sollte die zuständige Gerichtskammer in Antwerpen am 18. Juni entscheiden, ob die zwei jüdischen religiösen Beschneider, auch Mohel…
    belgieninfo.net

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  • Nach der Schnarre kommt die Schnurre: Katharina von Schnurbein mit ihrer Standard-Platte:

    Zitat

    Bei einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch zur Anklage gegen drei jüdische Beschneider in Belgien warnte die Antisemitismusbeauftragte der Europäischen Kommission, dass ein Verbot dieses Brauchs faktisch jüdisches Leben verbieten würde.

    Das ist mal wieder eristische Dialektik. Gleich der erste der 38 Kunstgriffe, die Erweiterung:

    Zitat

    Der Gegner versucht also eine mutatio controversiae (Veränderung der Streitfrage) durchzuführen, indem er von etwas anderem redet als der Behauptung, die aufgestellt worden ist.

    Ein Verbot der Jungenverstümmelung steht in Belgien (leider) überhaupt nicht zur Debatte.


    Und dann folgt noch die übliche Demagogie und die alternativen Fakten...

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  • Folgt man der Berichterstattung von De Morgen (Onrust groeit in Joodse gemeenschap over besnijdenissen: ‘De vraag is of Joden het recht hebben om Joods te leven’) , dann wurde die von Friedman kritisierte Art der Beschneidung auf der Konferenz nicht einmal erwähnt. Laut De Morgen-Redakteur Bruno Struys bezeichnet Regina Sluzny vom Forum der jüdischen Organisationen Friedman als einen kranken Menschen. Das klingt eher nach Diskreditierung denn als Bemühung um eine Verständigung auf sachlicher Ebene und nach dem Start einer Kampagne. Die weitere Berichterstattung von Struys bestätigt diesen Eindruck.

    Ah, ja. Was man nicht erwähnt - das gibt es nicht. "Nicht erwähnen" - so halten es die Medien in Deutschland ja inzwischen auch am liebsten, was die Entrechtung von Jungen angeht. Und diesbezügliche Leserkommentare nicht veröffentlichen oder löschen. Weil, das Thema ist ja "heikel". <X


    Zitat

    Bemerkenswert an dieser Konferenz ist der Versuch der EJA, von der eigentlichen Frage, um die es geht – nämlich die nach der Rechtmäßigkeit einer spezifischen archaischen From der Beschneidung – abzulenken.

    Halten die die Belgier eigentlich für strunzdoof, dass die das nicht merken?

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  • Ist Bill White wie sein Idol Donald Trump vom Schlag "Dealmaker"?

    Lautet der nächste Deal: Lizenz zum Waffenbau gegen Einstellung des Strafverfahrens gegen die beiden Kinderverstümmler?

    Bei der Kooperation geht es um die Frage, ob möglicherweise das wallonische Unternehmen FN Herstal eine Lizenz für die Produktion im limburgischen Zutendaal erhält.

    Natürlich nutze der Botschafter das Gespräch mit König Philippe auch dazu, sein derzeitiges Lieblingsthema anzusprechen: Die Klage gegen zwei jüdische Beschneider (Mohels) in Antwerpen.


    Zitat

    Wie beide belgischen Blätter – HLN und Nieuwsblad – berichten, erklärte der Botschafter am Mittwoch gegenüber Journalisten, dass er davon ausgehe, dass diese Frage auf gesetzgeberischem Wege gelöst werde. Laut White werde es eine Regelung geben wie in Israel und Deutschland, wo Mohels eine Genehmigung erhielten, ähnlich wie Tätowierer.

    Bullshit. Tätowierung von nicht zustimmungsfähigen Kindern kann als gefährliche Körperverletzung geahndet werden. Genau so sollte es bei Genitalverstümmungen (geschlechtsunabhängig) gehandhabt werden, je nach Eingriff auch als schwere Körperverletzung. Seriöse Studios tätowieren nicht unter einem Alter von 16 Jahren.

    Nicht Mohels haben in D eine Genehmigung erhalten sondern (unter sechs Monaten) alle, die von irgend einer Religionsgesellschaft (z.B. auch christlicher) dafür "vorgesehen" sind.

    Mit dem Zusatz, dass sie für den Eingriff wie ein Arzt qualifiziert sein sollen. Was ein offensichtlicher Widerspruch in sich ist. Sie dürfen, wenn sie kein Arzt sind nicht mal eine Betäubungsspritze setzen.

    Zitat

    Anscheinend hat sich der US-Botschafter vorher nicht sachkundig gemacht. Denn dann hätte er gewusst, dass die von dem Antwerpener Oberrabbiner Moshe Friedman angestoßenen Klagen gegen die beiden Mohels nach den in Israel geltenden Standards für Beschneidungen berechtigt sind

    Da hat sich eher belgieninfo nicht sachkundig gemacht. Metzitzah b’peh, das Absaugen mit dem Mund des Verstümmlers am Penis des wehrlosen Jungen ist in Israel keineswegs illegal und wird praktiziert. Wurde sogar vom Oberrabbinat empfohlen.


    Zitat

    Dem entsprechend geht auch in Israel die Staatsanwaltschaft gegen Mohels vor, die sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten, wie zuletzt im Frühjahr 2026 nach einem Todesfall infolge einer Beschneidung. Der für den Todesfall verantwortliche Mohel wurde verhaftet, wie die The Jerusalem Post am 1. April vermeldete („Mohel arrested for death of baby linked to circumcision“).

    Oha! Offenbar geht es um Moshe Deri.

    Aber erst, wenn das x-te Kind "in die Grube gefallen ist" und dieses mal besonders tief. Erst mal lässt man den Mann 40 Jahre lang pfuschen, obwohl längst bekannt ist, dass es immer wieder zu gravierenden Komplikationen kam. Ein Land wie Belgien kann den Schutz der Kinder im Land nicht an ein anderes Land delegieren!

    Leider, leider, gehe ich jede Wette ein, dass, man in Belgien schließlich einknicken wird. Da wird von Seiten der USA mit Zuckerbrot und Peitsche gearbeitet werden.

    There is no skin like foreskin

  • Bei Goldschmidt werden die "Argumente" immer drolliger. Jetzt soll sich der belgische Gesundheitsminister, indem er sich nicht in die unabhängige Justiz einmischt bei den Muslimen einschmeicheln wollen.


    “And to be clear: We, as a government, will never interfere with ongoing legal proceedings,” he added.

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