Kerstin Griese (SPD)

  • Das ist nichts Neues. Frau Griese macht sich der Volksverhetzung und der Beleidigung der allermeisten Beschneidungsgegner schuldig.

    "In Beschneidungsdebatte wurde Antisemitismus sichtbar". Was für ein Quatsch! wo waurde ds sichtbar, mit welcher Inzidenz?

    Zitat

    Griese wundert sich vor allem über den missionarischen Eifer atheistischer Verbände im Streit um Beschneidungen, etwa im Zuge der Kampagne "Mein Körper gehört mir!


    Aha, die religiösen Eiferer sind also wir und unsere Partner! Die läuft echt auf dem Kopf!


    Zitat

    "Das macht mir auch deshalb so viel Angst, weil sich diese atheistische oder laizistische Haltung nicht darauf beschränkt, Religionsfreiheit zu fordern: Sie will Dritten auch das Recht auf Religion absprechen."


    Das ist ja wohl der Gipfel der demagogischen Kunst...
    Wir wollen das Recht absprechen an Dritten seine religiösen Phantasien auszuleben

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Frau Griese hat "Äusserungen" gehört, Frau Merkel "Stimmen" - antisemitische natürlich. Ross und Reiter nennt sie nicht. Meint sie vielleicht das Beschneidungsforum?

    Machen wir es doch einfach mal umgekehrt: in der Beschneidungsdebatte habe ich Stimmen gehört, die die Menschenrechte, die Kinderrechtskonvention und das Grundgesetz aushebeln und den Religionen bestimmende Macht in Staat und Gesellschaft einräumen wollen. Einige Stimmen haben Atheisten den Schutz des Grundgesetzes abgesprochen und sie zu Freiwild erklärt. Es hat Stimmen gegeben, die Eltern die unbeschränkte Verfügungsmacht über den Körper ihrer Kinder geben wollen.

    Wo ich diese Stimmen gehört habe? Äh,hm,äh, da müsste ich doch mal, wo war das noch gleich? Aber gehört habe ich sie - das steht fest. 8|

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Ich denke es ist sehr viel perfider.

    Die Studie, auf die sich Frau Griese bezieht fragte unter anderem nach der Zustimmung zu Aussagen wie
    "Noch heute ist der Einfluss der Juden zu groß." oder "Die Juden versuchen jetzt, aus dem Holocaust Vorteile zu ziehen."

    Antisemitismus: So antijdisch sind die Deutschen - SPIEGEL ONLINE


    Im Hinblick auf unser Thema ist es bezogen auf den ZdJ eher schwer diese Schlüsse nicht zu ziehen...

    Gruß
    Hickhack

  • Beschneidung ist medizinisch gesehen eine Qual für die Kinder. Hätten Sie sich mal medizinisch nur ein Stück weit damit auseinandergesetzt bevor Sie sich dazu äußern Frau Griese.

  • Ich denke es ist sehr viel perfider.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…n-a-869519.html

    Dass es Antisemitismus bei uns gibt, hat niemand bestritten. Perfide ist, dies mit der Beschneidungsdebatte in Verbindung zu bringen. Die Studie der Ebert-Stiftung wurde im August erhoben, als die Beschneidungsdebatte schon in vollem Gang war. Trotzdem hat sich keine Steigerung des Antisemitismus im Vergleich zu früheren Jahren ergeben.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Noch heute ist der Einfluss der Juden zu groß.

    Wenn man das bejaht, dann bejaht man zugleich, der Einfluss sei schon "damals" zu hoch gewesen. Damit wird eine Filiation des heutigen "Antisemitismus" zum historischen Antisemitismus hergestellt.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • "Noch heute ist der Einfluss der Juden zu groß." oder "Die Juden versuchen jetzt, aus dem Holocaust Vorteile zu ziehen."

    Diese Fragestellung halte ich nicht für sonderlich geeignet, um Antisemitismus nachzuweisen. Für Israel und einige jüdische organisationen kann man durchaus diesen Eindruck haben. "Die Juden" gibt es genau so wenig, wie "die Deutschen, Amerikaner, Araber, Palästinenser". Eine derart pauschalisierende Aussage ist erstmal nur schwachsinnig ist, da unrichtig. Ob sich dahinter Antisemitismus verbirgt, müsste wohl noch gesondert geprüft werden, der kann muss aber nicht dahinter stecken. Das ist die Problematik solcher Fragebögen: ob sie das auch messen, was sie zu messen vorgeben.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • "Die Juden" gibt es genau so wenig, wie "die Deutschen, Amerikaner, Araber, Palästinenser"

    vielleicht sind die sozialen Gesellschaften von morgen die zerstrittenen Gruppen von heute. Irgendwann wird der Mensch ganz grau sein -diese Farbe entsteht nämlich, wenn man alle Farben mischt. Doch es kann ja eigentlich gar nicht anders kommen, als daß "Rassen" sich auflösen, weil innerhalb eines Volkes die Menschen immer individueller werden. Und wenn man Reinweins Gedanken mit denkt, kommt man zu dem Schluß, daß es nur ein paar Völkergruppen gibt: Asiaten, Afrikans und Europäer (ich hab bestimmt was übersehen) Dann gibts also irgndwann keine "Cinesen", "Südamerikaner" oder "Franzosen" mehr. Dann heißt es : " Vegetarier, Atheist, Lobbyist oder Kulturliebhaber" !?

  • Zitat

    Hat nicht die Beschneidungsdebatte gezeigt, wie schnell antisemitische Topoi wieder aktuell werden können?


    Der Ball wird zugeworfen, der Ball wird gefangen!

    Zitat von Kerstin Griese

    Ich habe noch nie in meinem Leben eine Debatte erlebt, die so unterirdisch, so emotional und auch so antisemitisch geführt wurde. Dieses Thema hat ein Fass geöffnet: Alle, die schon immer etwas gegen Juden und Muslime sagen wollten, haben es offen ausgesprochen. Ich war erschrocken, wie wenig Verständnis und Verstehenwollen über jüdische Identität quer durch alle Parteien existierte.

    War die 2012 in einem anderen Film? Rumgedruckst wurde im Bundestag, Tabu war das, worum es eigentlich ging: die Vorhaut und das Frenulum, und deren Funktionen. Und hinterher sind sie sich alle um den Hals gefallen, wie "respektvoll" sie doch mit dem Thema umgegangen wären.

    "Durch die Parteien"? 70% der Abgeordneten haben für die Genitalverstümmelung von Jungen, für die grundgesetzwidrige Entrechtung aller Jungen gestimmt!

    Marlene Rupprecht in Ehren, aber sie konnte nicht verhindern, dass auch 61% der SPD sich erblödet haben, und nur 22% den Mumm hatten dagegen zu stimmen. Von daher gönne ich der SPD, für die das Thema BGM ja angeblich "gegessen" ist von Herzen, dass sie jetzt bei der Bundestagsqualderwahl auch mal radikal "beschnitten" wurde.

    Und jetzt will uns Griese auch noch "mehr religiöse Erziehung" verordnen....

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/29616

    There is no skin like foreskin

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