• Zitat von LiLi1316

    ist das eine ausreichende Begründung?? ich würde sagen nein!!!

    Das sehe ich ganz genauso wie Du. Mir ging es nur darum, dass ich die Aussage Deiner besten Freundin, man könne einen Arzt verklagen, weil er entgegen der gültigen Leitlinie gehandelt hat, für zu pauschal und falsch halte.
    Aber nach allem, was ich von Deinem Fall kenne, sehe ich für Dich in der Tat ausreichend Handhabe für eine Klage.
    Ob das ein für Dich gangbarer Weg ist, musst natürlich Du entscheiden. Aber ich hielte es für durchaus sinnvoll, wenn derartigen Fehlbehandlungen verstärkt per Klageweg begegnet würde. Der beste Weg, sowas in Zukunft zu unterbinden, scheint tatsächlich über die Geldbörse der Verstümmler zu gehen. Weder Appelle noch wissenschaftlich fundierte Argumente scheinen hier zu wirken.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Ein ähnliches Verfahren sehe ich bei der Entfernung der Weisheitszähne bei Teenagern. In meinem Freundes und Bekanntenkreis wurden Reihenweise die Weisheitszähne mit 16 bis 19 entfernt.
    Mein Zahnarzt meinte auch die müssen bei mir raus. Ohne ein Röntgenbild gemacht zu machen. Ich habe mich dagegen entschieden.
    Andere Zahnärzte haben später festgestellt das die Weisheitszähne grade durchgekommen sind.

  • Ein ähnliches Verfahren sehe ich bei der Entfernung der Weisheitszähne bei Teenagern. In meinem Freundes und Bekanntenkreis wurden Reihenweise die Weisheitszähne mit 16 bis 19 entfernt.
    Mein Zahnarzt meinte auch die müssen bei mir raus. Ohne ein Röntgenbild gemacht zu machen. Ich habe mich dagegen entschieden.
    Andere Zahnärzte haben später festgestellt das die Weisheitszähne grade durchgekommen sind.

    Hach, ja... bei mir brach damals einer gerade durch - der Zahnarzt meinte, der müsste unbedingt raus. Der würde schreckliche Probleme bereiten. Da wäre gar kein Platz für da (dabei war da eigentlich Platz). Und hat ihn gezogen.
    Ich Blödmann hätte rauslaufen sollen aus der Praxis. Der wollte mir die anderen drei auch gleich ziehen, mit der selben Begründung. Das habe ich gerade noch abgebogen. Die sind heute noch drin. (oder waren sie gar nicht angelegt?) Ohne Probleme.
    Ein anderer Zahnarzt wollte mir etliche Zähne anbohren und mit Füllungen versehen. Die wären kariös.
    Da bin ich rausgelaufen.
    Lange Zeit später war ich bei einem anderen Zahnarzt - alles gesund! Und das sind sie heute noch - ohne Füllung oder Krone.
    Der andere Zahnarzt brauchte offensichtlich Geld. Das Wartezimmer war gähnend leer. Außerdem "Wer Sorgen hat, hat auch Cognac", was man bei dem geringen Abstand gut riechen kann.

    Fazit: Man darf Ärzten / Zahnärzten nicht blind vertrauen. Aber man soll ärztlichen Rat auch nicht einfach in den Wind schlagen, das ist gefährlich. Aber wenigstens sich informieren, und eine zweite Meinung einholen.

    There is no skin like foreskin

  • weil nichts mehr geholfen hat!

    Liebe LiLi1316, ich wollte auch ganz bestimmt nicht sagen, dass die Entfernung der Mandeln in manchen Fällen nicht sinnvoll und notwendig ist.
    Bei mir war das definitiv nicht der Fall. Das ging auf unsere Mutter zurück. Man findet dann immer einen willfährigen Arzt, besonders, wenn man privat versichert ist.
    Fünf überflüssige Operationen (Mandeln/Blinddarm) mussten wir Geschwister über uns ergehen lassen.

    Ich habe meiner Mutter (inzwischen längst verstorben) deswegen keine Vorwürfe gemacht - nützt ja nüscht.

    Ich kann auch nicht sagen, dass ich gefühlt körperlich darunter leide. Obwohl man nie genau weiß, was das langfristig für Auswirkungen hat. vielleicht hätte ich die eine oder andere Erkältung (Mandeln) weniger gehabt, oder die eine oder andere Magen-Darm-Infektion (Appendix) weniger.
    Man muss aber auch bedenken, dass es sowohl bei Mandel- als auch bei Blinddarmoperationen von Kindern Todesfälle gegeben hat.
    Und es gibt andere Komplikationen.
    Schon allein daher verbieten sich unnötige Operationen an Kindern.
    Mich stört es auch einfach, dass mir etwas genommen wurde, was mir gehörte und was einen Sinn hat. Und zwei Krankenhausaufenthalte, die beschissene Äther-Narkose und die Schmerzen sind für ein Kind nicht witzig.

    Auf dem Sektor müsste der Staat mit seinem grundgesetzlichen Wächteramt viel genauer hinschauen. Aber der hat ja gerade erst das Jungengenital weitgehend freigegeben. Eine Amputation als Kindeswohl definiert.

    Mit der Erwähnung des Münchhausen-Helfer-Syndroms wollte ich wirklich kein Salz in deine Wunden streuen.
    Wir alle treffen im Leben Entscheidungen, die sich später als falsch oder gefährlich herausstellen.
    Wenn es keine gravierenden Auswirkungen hatte, kann man sagen - Glück gehabt! Wir alle treffen auch Entscheidungen, die wir später bereuen. Ich glaube dir selbstverständlich, dass du nur das Beste wolltest.

    Was mit deinem Sohn geschehen ist kannst du nicht mehr ändern, aber ich finde es toll, dass du dich dafür einsetzt, dass das nicht noch mehr Jungen passiert!

    There is no skin like foreskin

  • @Poorman

    DieVorhautist dicht mit nerven durchsetzt und keinesfalls nur ein Stück Haut was man nicht braucht.

    Insgesamt verbleibt nach einer Vorhautamputation nur noch etwa ein Viertel der ursprünglichen Sensitivität des Penis.

    Als Kind „beschnittene“ Männer geben dennoch oft an, sich nicht beeinträchtigt zu fühlen: Sie haben schlicht keinen Vergleich oder anders gesagt die kennen es nicht anders.

    Männer, denen die Vorhaut im Erwachsenenalter entfernt wurde, empfinden den Unterschied vor und nach der Operation oft als sehr drastisch und vergleichen ihn z. B. mit dem Sehen in Farbe und in Schwarz-Weiß.

    Einmal editiert, zuletzt von Jannis (13. Mai 2021 um 19:21)

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