Wie komme ich darüber hinweg?

  • Ich habe heute ein Telefonat geführt mit einem betroffenen Mann, der hier im Forum seine Geschichte gepostet und sich dann aber zurückgezogen hat. Sein Argument war, dass er einerseits nicht der Typ Mann sei, der gerne in einem Forum diskutiert.
    Außerdem sehe er zwar, dass wir hier zwar darüber reden, wie Leiden in Zukunft verhindert werden können, eines jedoch vermisst er:
    Er hätte gerne mehr darüber erfahren, wie man als unglücklich beschnittener Mann aus seinem seelischen Tief herauskommt.

    Ich weiß, dass Sätze wie "Kopf hoch, das wird schon wieder" alles andere als hilfreich sind. Was aber ist hilfreicher?
    In meinem Falle hat die reine Erkenntnis, woher meine Probleme kommen, schon vieles bewirkt. Allein diese Erkenntnis hat mich letztendlich geheilt. Damit bin ich aber eher ein Ausnahmefall.

    Was ist mit den Männern, die sich sehr darüber im Klaren sind, dass ihre Beschneidung schuld ist an Depressionen und sexuellen Problemen?
    Wie kann denen geholfen werden, die sich in ihr Loch verkriechen? Können wir hier etwas tun?


    Ich bitte um rege Diskussion!

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Prinzipiell gilt für die Wege, aus einem seelischen Tief herauszufinden, das durch eine Beschneidung ausgelöst wurde, nicht viel nderes als für die Wege aus einem seelischen Tief heraus aufgrund anderer Ereignisse. Diese Wege sind individuell und sehr unterschiedlich. Einen einfachen "Trick" gibt es (leider) nicht. Auf alle Fälle ist ein Stück Eigenaktivität notwendig. Viele Wunden heilt die Zeit, aber nicht alle, und manchmal kann man die Heilungszeit durch eigene Aktivität auch verkürzen. Manche möchten das mit sich alleine abmachen, aber oft, bei tieferen Tiefs, sollte man sich Hilfe von Aussen suchen. Depressionen sind heutzutage eine Volkskrankheit und man ist damit beileibe nicht allein.

    Wenn man im Forum ein bisschen sucht, kann man so einige Selbstbeschreibungen finden, wie sie Weguer oben angedeutet hat, z.B. auch in den Berichten der Betroffenen. U.U. kann man hier per PM Kontakt aufnehmen oder Guy kann einen individuellen Thread einrichten. Übrigens hat das Forumsmitglied Traubenzucker zum Thema "seelisches Tief" hier einige sehr differenzierte Beiträge geliefert.

    Was mich selbst betrifft, so haben mir geholfen: ein einfühlsamer Freund, eine einfühlsame Freundin und eine einfühlsame Psychotherapeutin. Diese zu finden, hat seine Zeit gebraucht, und ein bisschen Glück war auch dabei. Ich bin zwar nicht alle Probleme losgeworden, aber immerhin bin ich ganz zufrieden.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Auf alle Fälle ist ein Stück Eigenaktivität notwendig.

    Das stimmt definitiv. So mancher schafft das aber offensichtlich nicht, und die Frage ist, wie man sich aufraffen kann. Die Phasen der Wut und der Verzweiflung und das Gefühl, man sei von der Welt betrogen worden, sind wichtige Schritte auf dem Weg, das Unrecht, das einem widerfahren ist, zu verarbeiten. Denn die Gefahr, in diesem Loch "Alles ist schlecht" stecken zu bleiben, ist groß.

    ein einfühlsamer Freund, eine einfühlsame Freundin und eine einfühlsame Psychotherapeutin. Diese zu finden, hat seine Zeit gebraucht, und ein bisschen Glück war auch dabei.

    Darin liegt sicher ein Schlüssel. Bei Männern ist jedoch leider oft das Problem, dass es ihnen schwer fällt, über sich, über Gefühle und vor allem über intime Probleme zu reden.

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  • Manchen können Internetforen helfen, die es ja praktisch zu jedem Problem gibt. Dort werden auch "Tipps&Tricks" für den Alltag ausgetauscht, wie man sich - als ersten Schritt - selbst helfen kann. Man kann da ja auch nur mitlesen, ohne sich beteiligen zu müssen. Wie ich schon schrieb, Depression ist eine Volkskrankheit - man teilt sie mit vielen Anderen. Das muss man sich genauso klar machen wie, dass es heutzutage eine ganze Reihe von recht erfolgreichen Hilfsmöglichkeiten gibt, um da rauszukommen. Darüber kann man in diesen Foren nachlesen.

    Ja, vielen Männern fällt es schwer, über Gefühle zu reden, besondern natürlich, wenn es um ihr "bestes Stück" geht. Aber auch hier kann das Internet hilfreich sein, sich darüber auszutauschen. Immerhin hat man ja schon einen Riesenschritt gemacht, wenn man den Grund für die eigene Depression (in diesem Fall: die Beschneidung) kennt. Vielleicht ist das schon die halbe Miete. ^^

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  • Auch ich habe in diesem Forum das Gefühl bekommen, dass man sehr viel Zeit für die politische Diskussion aufwendet. Dies ist sicherlich sehr lobenswert, dem Betroffenen welcher seelische Probleme bzw. sexuelle Probleme hat bringt dies herzlich wenig.

    Ich habe vor einigen Monaten meine Erfahrungen auf diesem Forum geteilt gehabt in der Hoffnung, es würde jemandem helfen. Es wäre schön, wenn Andere ebenfalls ihre Erfahrungen teilen würden.

    Vielleicht macht es sogar Sinn, eine weitere Rubrik "Wie gehe ich damit um" zu eröffnen.


  • ...dem Betroffenen welcher seelische Probleme bzw. sexuelle Probleme hat bringt dies herzlich wenig.

    Was würde denn aus Deiner Sicht dem Betroffenen mit diesen Problemen helfen und was könnte/sollte das Forum dafür zur Verfügung stellen? Was hat Dir geholfen und worin hat das Forum Deine Erwartungen enttäuscht?

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  • Erst mal muss ich festhalten, dass es sehr löblich ist, dass wir so eine Diskussion in diesem Forum führen können. In anderen Foren (egal welches Thema) ist dies nicht ohne weiteres möglich.

    Was würde denn aus Deiner Sicht dem Betroffenen mit diesen Problemen helfen und was könnte/sollte das Forum dafür zur Verfügung stellen? Was hat Dir geholfen und worin hat das Forum Deine Erwartungen enttäuscht?

    Es kommt immer darauf an, was für ein Problem man hat. Ich habe "glücklicherweise" keine psychischen, sondern nur sexuelle Probleme. Als ich zu realisieren begann, was die Ursache dafür ist, habe ich erst mal danach gesucht, was andere für Probleme haben und wie sie damit umgehen. In Deutscher Sprache habe ich dazu leider nichts gefunden und die einzige Information die ich dazu finden konnte, war in Englisch.

    Ich denke, wenn unter "Forum für Betroffe" ein Eintrag "Wie geht man damit um" wäre hilfreich für Leute, die in erster Linie nur lesen möchten. Damit es funktioniert, müssten in erster Linie die hier aktiven Leute über ihre Erfahrungen schreiben und aktiv pflegen. Ich wäre sicherlich bereit, meinen Beitrag dazu zu leisten.

  • Mir geht es ähnlich, ich falle immer wieder periodisch in ein Loch. Währendessen beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema und male mir oft aus, was wohl wäre, wenn mir meine Eltern diesen Schlamassel erspart hätten. Ich kann mir z.B. kaum Fotos aus meiner Kindheit anschauen, da ich dadurch immer sofort daran denken muss, dass damals noch alles anders war.... Da hilft auch die Behandlung mit Antidepressiva nicht viel. Wenigstens muss ich nicht mehr täglich den Frust des Scheiterns ertragen, da ich keine Libido mehr habe.

    "The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing"

  • Als ich zu realisieren begann, was die Ursache dafür ist, habe ich erst mal danach gesucht, was andere für Probleme haben und wie sie damit umgehen. In Deutscher Sprache habe ich dazu leider nichts gefunden und die einzige Information die ich dazu finden konnte, war in Englisch.

    Mich würde interessieren, wo diese Seite ist und ob Du davon profitieren konntest bzw. wenn ja, wovon Du profitiert hast.

    Mir geht es ähnlich, ich falle immer wieder periodisch in ein Loch.

    Kannst Du sagen, wodurch das ausgelöst wird?

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  • Kannst Du sagen, wodurch das ausgelöst wird?

    Schwierig zu sagen. Ich denke, es ist hauptsächlich Neid auf Männer, die das haben, was ich niemals mehr haben kann. Und das sind eben die meisten in unserer Gesellschaft, da hier nur eine Minderheit verstümmelt ist.

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  • ...das haben, was ich niemals mehr haben kann.

    Ich kenne einige Paare, bei denen Sex keine bzw. nur einen sehr geringe Rolle spielt. Die sind nicht "verklemmt", geschweige denn neurotisch (und auch nicht alt). Die haben eine Menge Spass miteinander. Aber das ist wahrscheinlich kein Trost für Dich...

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    Einmal editiert, zuletzt von werner (24. November 2013 um 17:13)

  • Meine ganz eigene Art, mit all dem fertig zu werden, ist, mich damit zu beschäftigen. So paradox das vielleicht zunächst klingen mag, entfernte sich meine Beschneidung immer mehr, je mehr ich sie an mich heranließ.
    Ich habe meine Geschichte hier geteilt, ich schreibe auf Facebook und in Kommentarspalten darüber, mit Freunden, mit Fremden, die es hören wollen.
    Ich schreibe mir meine Geschichte von der Seele.
    Das benötigt Zeit, es funktioniert nicht von Heute auf Morgen. Aber je länger ich mich damit befasse und je öfter ich es ausspreche, desto weniger Kontrolle hat es über mich, desto mehr hole ich mir diese Kontrolle zurück.
    Natürlich trägt auch meine Resensibilisierung dazu bei. Es ist ein Zusammenspiel vieler Komponenten, wichtig ist jede.

    Ich weiß, dass das zunächst nur für mich gilt. Ein Freund von mir, der ebenfalls beschnitten ist und sehr darunter leidet, kann mit meiner Art, damit umzugehen, nichts anfangen. Ihn schmerzt es nur noch mehr, sich immer wieder damit zu beschäftigen. Und genau darum muss jeder seinen eigenen Weg finden.

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  • Meine ganz eigene Art, mit all dem fertig zu werden, ist, mich damit zu beschäftigen. So paradox das vielleicht zunächst klingen mag, entfernte sich meine Beschneidung immer mehr, je mehr ich sie an mich heranließ.

    Es KLINGT vielleicht paradox, aber es IST nicht paradox, finde ich. Es kann aber, wie Du auch schreibst, einige Zeit dauern und es kann sehr schmerzhaft sein. Diese Zeit und den Schmerz mit anderen (einer/einem) zu teilen, der einfühlsam reagiert, kann sehr hilfreich sein.

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  • Hallo zusammen. Ich bin am Wochenende auf dieses Forum gestoßen, nach dem ich mal wieder eine ziemlich frustrierende Situation im Schlafzimmer mit meiner Freundin erlebt habe. Und schon alleine die Tatsache das ich mich in einigen dingen die Artikel hier behandeln, wiedergefunden habe, hat mich ein wenig von dem Schmerz erkennen lassen, von dem ich seit ich denken kann nicht wusste wo er her kommt. Da ich der Meinung bin dass man sich eines "Problems" ersteinmal bewusst werden und dann annehmen muss bevor es bearbeitet oder geheilt werden kann, war ich über diese Tatsache schon sehr dankbar.ich bin heute 29 und wurde mit 2 1/2 Jahren auf Grund einer Phimose beschnitten. Ich bin am Anfang meiner bearbeitungsphase und ich kann auch nur empfehlen sich Menschen zu öffnen denen man vertraut. Allerdings fände ich es sehr hilfreich wenn auch hier eine art Therapeutenliste oder ähnliches gepostet werden könnte, welche sich überhaupt mit diesem Thema auskennen. Natürlich benötigt jeder Mensch etwas anderes um Vertrauen zu können, aber auf Empfehlungen von anderen hört man doch am ehesten. Allen weiterhin gute Gespräche und kraftvolles annehmen der Umstände wie sie momentan sind

  • Hallo Will.i.am und herzlich (welcome)
    hier in unserem Forum!
    Dein Vorschlag einer Therapeutenliste ist so nicht ganz einfach umzusetzen. Meld Dich mal bei mir, vielleicht kann ich Dir trotzdem helfen.
    Ich wünsch Dir auf Deinem Weg viel Kraft und hoffe, dass Du Dich bei uns wohl fühlst!

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  • Schön, dass Du den Weg in dieses Forum gefunden und Dich gemeldet hast.
    Eine Therapeutenliste existiert nicht.
    Allerdings gibt es Publikationen dazu, z.B. von Hans-Joachim Lenz oder Prof. Matthias Franz. Google die mal oder schau nach Beiträgen zu denen hier im Forum.
    Natürlich muss jeder seinen eigenen indiviuellen Weg finden, mit dem Erlebten und dessen Folgen in der Gegenwart klarzukommen.
    Mir hat die Gemeinschaft mit anderen Betroffenen, die ich hier im Forum kennengelernt hat, sehr weitergeholfen.
    Es tut gut, sich nicht erklären zu müssen.
    Es tut gut, dass man sich unter Betroffenen mit Respekt begegnet.
    Es tut gut, zu bemerken, dass es irgendwann selbstverständlich wird, über etwas zu sprechen, für das man u.U. jahrzehntelang keine Worte fand.
    Ach die Solidarität intakter Männer und von Frauen ist mir sehr hilfreich.

    Immer mehr Betroffene melden sich. Mittelfristig müssen in allen Großstädten Stammtische und Selbsthilfegruppen enstehen. Oder noch besser: betreffende Vereine für Jungen und Männer müssen dies VON SICH AUS anbieten.
    Dazu braucht es noch viel Lobbyarbeit.
    Aber gerade auf der Ebene der Hilfsangebote für Jungen und Männer begegnen wir häufig großer Offenheit.

    Ich hoffe, Du findest hier vieles für Deinen Weg.

    Für aktive politische Arbeit gibt es auch einen Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener:

    http://www.die-betroffenen.de

    und einen gerade neu gegründeten Verein:

    intaktiv


  • Dein Vorschlag einer Therapeutenliste ist so nicht ganz einfach umzusetzen. Meld Dich mal bei mir, vielleicht kann ich Dir trotzdem helfen.

    Ich find's schade, dass wir ausgerechnet in diesem Thread von diesem Angebot nichts erfahren...


    Zum Thema "Therapeuten, die sich mit diesem Thema auskennen": Ich glaube, dass dem ein Missverständnis zugrundeliegt, wobei natürlich im Prinzip der Wunsch, der Therapeut solle "sich auskennen", absolut berechtigt ist. Schliesslich ist er der "Fachmensch".

    Andererseits kann sich kein Therapeut realistischerweise mit Allem und Jedem auskennen. Es sollte jedoch bei einem GUTEN (!) Therapeuten die Bereitschaft, vielleicht sogar die Neugier vorhanden sein, mit einem Thema, das für den Patienten zentral, ihm selbst aber nicht geläufig ist, vertraut zu werden. Diese Bereitschaft kann im sog. Erstgespräch "getestet" werden. Wenn man es schafft, den Therapeuten auf das Thema "Beschneidung" anzusprechen, sieht/spürt man ja, wie er reagiert. Darauf sollte man sich verlassen. Dies ist umso wichtiger, als dass besonders durch ein Beschneidungstrauma die Vertrauensfähigkeit berechtigterweise (!) sehr beschädigt wurde.

    Es haben sich zwar in der Beschneidungsdebatte bedauerlicherweise nur wenige Therapeuten öffentlich zu Wort gemeldet. Wenn doch, habe ich den Eindruck gewonnen, dass ihnen die psychologischen Beschädigungen durch die Beschneidungen erheblich vertrauter sind, als es in der Öffentlichkeit bekannt ist ( als Beispiel: Prof. Franz).

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  • Ich find's schade, dass wir ausgerechnet in diesem Thread von diesem Angebot nichts erfahren...


    werner: Ganz einfach, weil ich kein "Angebot" machen kann. Ich fühle mich nicht in der Position, "offiziell" zu empfehlen. Wir sind hier kein Medizinportal. Drum möcht ich sowas nicht öffentlich machen.
    Ich kann aber grundsätzlich drei, vier Therapeuten nennen, von denen ich weiß, dass sie fähig sind, mit unserem Thema umzugehen.

    Ich z.B. war bei einer Therapeutin, der "vor mir" diese Problematik gänzlich unbekannt war. Durch meinen Fall ist sie aber sensibilisiert und wird beim nächsten Betroffenen gezielt reagieren können. Also kann ich sie empfehlen. Ich weiß aber aus Mails, die ich von anderen betroffenen Männern erhalten habe, dass es Psychotherapeuten gibt, die auch schon mal mit Ablehnung reagieren und das Trauma herunterspielen. Einer schrieb mir, die Therapeutin habe gesagt, "anderen gehe es doch viel schlechter". Es ist leider nicht so, dass Psychotherapeuten, allein aufgrund ihrer Ausbildung, automatisch ausreichend empathiefähig sind. Dein Hinweis auf das "Erstgespräch" ist sehr wichtig. Die Chemie muss stimmen, sonst wird die Situation nur verschlimmbessert.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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  • @ Weguer

    Danke für die Verdeutlichung, die ich an dieser Stelle für sehr wichtig halte. Nur sollte sie dann auch öffentlich gemacht werden. ;)

    Ich stimme Dir absolut zu, dass wir hier "offiziell" keine Empfehlung für bestimmte einzelne Therapeuten aussprechen sollten/ können, noch nicht einmal für bestimmte Therapiemethoden.
    Die Adressen von Therapeuten am eigenen Wohnort kann man heutzutage wohl problemlos aus dem Internet ziehen. Wenn ich mich recht erinnere, werden die ersten drei "Schnupper"-Stunden ohne Gutachten problemlos von den Krankenkassen übernommen. Überweisungen sind heutzutage nicht mehr nötig. Man kann direkt den Therapeuten aufsuchen.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Mich würde interessieren, wo diese Seite ist und ob Du davon profitieren konntest bzw. wenn ja, wovon Du profitiert hast.

    Das ganze fing ja damit an, dass es während dem Sex trocken war und meine Frau Schmerzen hatte und niemand konnte ihr sagen, von wo die Schmerzen kommen. Eher zufällig auf der Webseite von Betty Dodson und Carlin Ross hatte ich einen Artikel gefunden (finde den Link nicht mehr), der erklärte, dass die Beschneidung beim Mann zu vaginaler Trockenheit führt. Beim umsehen auf deren Website bin ich dann auf das Video The Benefits of Foreskin gestossen.

    Zu diesem Zeitpunkt wusste ich dann, dass die Vorhaut eine tolle Sache ist, ich konnte aber nicht so recht glauben, dass unser Problem vom fehlen meiner Vorhaut kommt. Irgendwann stiess ich auf die Webseite Sex As Nature Intended it, die auf ziemlich anschauliche Weise erklärt, was das Problem ist. Die optische Aufmachung der Webseite und wie die Informationen vermittelt werden ist so eine Sache, dafür spricht sie klare Worte.

    Als ich dann das Buch Sex As Nature Intended It gelesen hatte und den Fragebogen von meiner Frau beantwortet liess (ihre ehrlichen Antworten waren im ersten Moment ziemlich hart für mich), ging uns beiden dann ein Licht auf.

    Am meisten geholfen hat definitiv das Buch (inkl. Fragebogen) und die Webseite. Ich konnte mich darin selber erkennen und konnte von den beschriebenen Problemen direkt auf mich schliessen.

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