Selbstverständlich. Man folgt der bisherigen Argumentationslogik, lockert das Betäubungs- und Arzneimittelrecht und macht es zugänglich für Jedermann.
Grundgesetz konformes Kiffen und Fixen für jedefrau/jedermann?
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Selbstverständlich. Man folgt der bisherigen Argumentationslogik, lockert das Betäubungs- und Arzneimittelrecht und macht es zugänglich für Jedermann.
Grundgesetz konformes Kiffen und Fixen für jedefrau/jedermann?
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Der Berliner Jurist Sven Grossmann glaubt, den Mängeln des Beschneidungsgesetzes mit einer Änderung des Betäubungs- und Arzneimittelrechts zu Leibe rücken zu können.
" Durchgeführt werden die Beschneidungen in Deutschland durch in Israel ausgebildete traditionelle Beschneider, sog. Mohalim. Im Rahmen ihrer Ausbildung werden ihnen sowohl medizinische, als auch religiöse Kenntnisse vermittelt. Von Ärzten durchgeführte Zirkumzisionen werden nicht als rituell anerkannt und entfalten somit nicht die erforderliche konstitutive Wirkung " (Zitat)
Deutlicher kann man nicht mehr sagen, dass es sich hier um ein archaisches, voraufklärerisches Ritual handelt.
"Es kann an dieser Stelle somit festgehalten werden, dass nicht die zur Auflösung des Spannungsverhältnisses geführte Auseinandersetzung mit den dargestellten Interessen den Weg zu einem verfassungsrechtlich einwandfreien Ergebnis ebnete, sondern dass das bereits feststehende Ergebnis von Beginn an den Zugang zu einer (in verfassungsrechtlicher Sicht) aufrichtigen Debatte versperrte. " "Die religiös motivierte Beschneidung ist weltweit in keinem Staat untersagt.[43] Dass gerade Deutschland die traditionelle jüdische Beschneidung vor dem erwähnten Hintergrund schlicht nicht strafrechtlich verfolgen kann, ist somit eigentlich selbsterklärend. Der damit einhergehende, enorme außenpolitische Ansehensverlust durfte und konnte vom Gesetzgeber nicht riskiert werden und musste daher verhindert werden."(Zitate)
Deutlicher kann man nicht darauf hinweisen, dass es sich bei der Legalisierung der Beschneidung um schieren Rechtsopportunismus handelt.
"Insoweit handelt es sich eben nicht um eine ureigene Angelegenheit der Glaubensgemeinschaft, sondern schlicht um den weltlichen Akt der Amputation der Penisvorhaut und somit um einen operativen, medizinischen Eingriff.[5]
Dass man es den Mohalim dann zwar erlaubt, mit einem Skalpell die Penisvorhaut eines acht Tage alten Kindes zu durchtrennen, ihnen den Umgang mit Betäubungsmitteln aber nicht zutraut, hat beinahe schizophrene Züge.[58] " (Zitate)
Zutreffend bemerkt.
"Vieles spricht dafür, dass § 1631d BGB insgesamt nicht mit geltendem Verfassungsrecht vereinbar ist. Insbesondere die Menschenwürde, die körperliche Unversehrtheit, aber auch das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Kindes, sowie dessen Recht auf eine gewaltfreie Erziehung sind durch diese enorme Ausdehnung der Einwilligungskompetenzen der Eltern in einem Maße betroffen, das im Sinne eines umfassenden Schutzes des Kindes nicht hinnehmbar ist. " (Zitat)
Wie wahr.
".... könnte der Tatbestand des § 223 Abs. 1 StGB, bei Durchführung einer medizinisch nicht erforderlicher Beschneidung eines nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes, entfallen, wenn
1. Die Erziehungsberechtigten sich mindestens zwei Tage vor Durchführung des Eingriffs umfassend über die Risiken und Folgen der Beschneidung bei einer unabhängigen Stelle[67] beraten und aufklären lassen und der die Beschneidung durchführenden Person eine dementsprechende Bescheinigung vorlegen,
2. die Beschneidung von einem Arzt oder einem staatlich anerkannten Beschneider einer Religionsgemeinschaft[68] durchgeführt wird und
3.
der Eingriff nach den Regeln der ärztlichen Kunst, einschließlich Betäubung und umfassender Schmerzbehandlung erfolgt.
Auf dieser Grundlage könnte auch eine Änderung des Betäubungs- und Arzneimittelrechts angedacht werden, durch die es ermöglicht werden könnte, die Mohalim dazu zu verpflichten, anstelle der von ihnen bislang zur Schmerzlinderung üblicherweise verwendeten Kombination aus EMLA-Cremes, Zäpfchen und eines in süßen Wein getunkten Schnullers,[70] eine tatsächliche Lokalanästhesie durchzuführen.
Es müsste ganz grundsätzlich entschieden werden, ob eine Beschneidung durch medizinische Laien zugelassen werden soll oder nicht. Hierfür müssten die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die insbesondere in einer staatlichen Überprüfung und Sicherstellung der erforderlichen Fähigkeiten zur fachgerechten Durchführung des Eingriffs zu erblicken sind." (Zitate)
Nach all den klugen und richtigen Ausführungen zur Verfassungswidrigkeit des § 1631 d verblüfft die Schlussfolgerung:
Wie können denn durch die Einbeziehung eines Arztes in den Beschneidungsvorgang und durch medizinische Schnellkurse für Laienbeschneider die (Grundrechts-)Verletzungen der Menschenwürde und des Persönlichkeitsrechts, des Rechts auf körperliche Unversehrtheit, auf gewaltfreie Erziehung usw. geheilt werden? Das ist doch juristischer Humbug.
Aus einer alten EMMA, also mit ihrem Segen erschienen. Man lese und e, das feministische Verhältnis zu Jungen - da ist die Genitalverstümmelung dann ggf. nur noch das Tüpfelchen auf dem i.
Zitat aus empfohlenem Link:
"MARIA MAGDALENA ROUSSEAU (Name der Autorin)
P.S.: Weil ich so furchtbar realistisch bin, ist dieser Name natürlich erfunden."
Der Name ist Programm: Maria Magdalena "Die Evangelisten erwähnen sie als Begleiterin Jesu und Zeugin der Auferstehung"."Maria Magdalena gleichberechtigt neben Jesus" "Im Thomasevangelium (Vers 114) wird überliefert, dass Simon Petrus „Mariham“ (Maria Magdalena) aus der Mitte der Jünger fortschicken wollte, denn „Frauen sind des Lebens nicht würdig“. Jesus soll daraufhin geantwortet haben: „Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen“, denn „jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen“.(Wikipedia). Das zeugt von einem wahrhaft großen feministischen Anspruch. Hat sie dabei etwas übersehen oder ist es ihr (unbewusstes?) Programm? In ihrem Artikel beschreibt sie ja ausführlich, wie sie ihre Töchter vermännlichen, ihren Sohn dagegen verweiblichen will.
Und dann Rousseau: in seinem Bildungsroman "Émile" trat er dafür ein, Kinder und Jugendliche sich selbst und der Natur zu überlassen, um sie von den korrumpierenden Einflüssen der Zivilisation fern zu halten. Heute würde sich das Jugendamt einschalten, weil eine Verwahrlosung der Kinder zu befürchten wäre. Tatsächlich wirkt sie aber nach ihrem eigenen Zeugnis massiv auf die Kinder ein, um ihre feministische Ideologie an ihnen zu vollziehen. Mich erinnert das mehr an eine Erziehungsdiktatur à la Lenin.
Der Artikel ist mit Traumtöchter überschrieben. Traumatöchter würde es wohl besser treffen.
Hier noch ein Link mit einem lesenswerten Kommentar zu A. Schwarzers alterstarrem Feminismus:
nicht in Ägypten?
Folgendes Zitat kann ich dazu anbieten:
"Die Ägypter beschnitten ihre Sklaven, um sie herabzuwürdigen und als Sklaven kenntlich zu machen. Alle Nachkommen der Sklaven wurden ebenfalls beschnitten. Nach der Bibel (Gen. 17, 10-14) wurde die Beschneidung unter den Israeliten schon von ihrem Stammvater Abraham eingeführt, der meist auf etwa 1.800-1600 v. Chr. datiert wird. Neuere Forschungen gehen davon aus, dass erst unter Mose, also etwa 1.400-1.200 v. Chr. beziehungsweise erst während der babylonischen Gefangenschaft um etwa 600 v. Chr. die Juden diese Praktik übernahmen und ritualisierten. Dadurch wurde die Beschneidung von Neugeborenen ("Brit Mila"), die am achten Tag nach der Geburt stattzufinden hat, zur Pflicht."
Gefunden unter:
http://www.ehrfurcht.de/ sexlex.php/ zirkumzision--geschichte-der-beschneidung.html
Ich selbst habe diese Erkenntnis aus einem vor kurzem ausgestrahlten Fernsehbeitrag zu den Ursprüngen des Judentums erfahren. Aus dem Mund eines Archäologen oder Religionshistorikers. Es ging um eine Gegenüberstellung von Aussagen des Alten Testaments und neueren archäologischen Forschungsergebnissen.
Hallo O.H.
für das Anliegen kann ich noch einen Link anbieten, falls noch nicht bekannt:
www.mogis-verein.de
Der Verein äußert sich regelmäßig zu dem Thema und hat in seinem Kreis auch eine Reihe von Betroffenen.
vor x-tausend Jahren hat Abraham
Die Beschneidung ist nach meinen bescheidenen geschichtlichen Kenntnissen von jüdischen Propheten in der Zeit der babylonischen Gefangenschaft propagiert und eingeführt worden. Sie diente vermutlich zur Abgrenzung gegenüber den Babyloniern, weil die Propheten befürchteten, die Juden könnten in der Fremde ihre Identität verlieren. Und die Propheten haben es dann dem armen Abraham angedichtet, der sich dagegen nicht mehr wehren konnte. Aber sie haben sich eben erfolgreich dessen großer Autorität bedient.
Ach ja, klar, bedauernswerter Einzelfall...
.... und hat sicher ganz andere Ursachen! ![]()
In meiner klinischen Praxis haben sich Männer nie über besondere Probleme beklagt. Und wenn ich deren medizinische Vergangenheit suche, dann wird immer ein Ereignis vergessen, das ist die CC, die ich dann entdecke, wenn ich sie untersuche.
Das ist doch der klassische Fall der Verdrängung eines traumatischen Ereignisses. Wie kann man nur so blind sein? Letztlich ja dadurch, dass man eine ideologische Brille auf hat, die nur die gewünschten Bilder durch lässt, was zugleich den Vorteil hat, dass man weiterhin um des Geldes Willen schnibbeln darf ohne irgendwelche Gewissensbisse.
Bei diesem wie auch einigen anderen jüdischen Autoren gewinnt man den Eindruck, ihr Hauptthema sei die ständige Entlarvung von antisemitischen Strömungen allerorten. Wie sie hinter jeder kritischen Äußerung sogleich infamen, versteckten oder offenen Antisemitismus hervorkratzen, das hat schon einen regelrecht rituellen Charakter und ist zudem oft nicht frei von Selbstbejammerung. Fast erscheint es so, als bräuchten diese Autoren sowohl echten als auch erfundenen Antisemitismus zur Aufrechterhaltung ihrer eigenen Identität. Man sollte solche Kommentare deshalb für das nehmen, was sie sind: das nach dem Mund reden - oder besser das nach dem Auge schreiben - einer bestimmten Leserklientel. Nicht jedoch als eine ernsthafte Diskussionsgrundlage.
Liebe Freundinnen und Freunde
meine Antwort kommt so spät, weil ich die große Freude hatte, den ganzen Tag das Haus voll zu haben, was ich nur dank des unermüdlichen Einsatzes meiner lieben Frau bewältigen konnte.
Mein Dank für Eure lieben Glückwünsche und für die freundliche Anerkennung ist dafür jetzt um so herzlicher. Auch ich schätze die engagierte und nachhaltige Arbeit gemeinsam mit Euch und Ihr seid mir so ans Herz gewachsen, dass mir ohne den Kontakt mit Euch etwas wichtiges fehlen würde. Ich hoffe - nein ich bin sicher -, dass wir mit unserem Anliegen am Ende Erfolg haben werden.
LG R(h)einwein
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„Künftig wird das Verfahren aber an Bedeutung gewinnen und vor allem Kindern aus Ländern mit schwachen Justizsystemen bei der Verwirklichung ihrer Rechte helfen“, ist Weber überzeugt.
Ich frage mich, ob das Jungen vor dem Beschneidungsritual schützen kann. Jungen wie Tahsin werden sich nicht nach Genf wenden, wenn sie ungeduldig auf den Tag ihrer Beschneidung warten, weil sie ihnen die Erwachsenen schmackhaft gemacht haben. Und Säuglinge erst recht nicht. Welchen Stellenwert könnte also die Beschwerdemöglichkeit im Kampf gegen frühkindliche Beschneidung haben?
Ich hoffe auf einen Aufschrei auch von feministischer Seite
.... auch noch aus einem anderen Grund: bei diesem Beschneidungs-Initiationsritus wird der Junge als Prinz eingekleidet und groß gefeiert. Für Mädchen gibt es etwas Vergleichbares nach meiner Kenntnis nicht. Das heißt aber, da feiert das Patriarchat fröhliche Urständ. Vielleicht ringen sich Feministinnen dazu durch, schon aus diesem Grund zu fordern, dass das Beschneidungsritual abgeschafft wird.
Wird der KiKa unseren Kindern demnächst auch das kulturelle Verständnis für FGM und für Hinrichtungen näher bringen? Einschließlich der ausführlichen Argumentation der Befürworter und Praktizierer? Erst wenn das unseren Kindern authentisch aus den betreffenden Kulturkreisen näher gebracht wurde, können die sich eine eigene Meinung drüber bilden? (Eine schäbige Rechtfertigung!)
Da KiKa dieses sicher nicht tun und zwar mit den gleichen Argumenten, die in diesem Forum gegen die Ausstrahlung des Beitrages vorgebracht wurden, entlarvt sich die Redaktion selbst als unreflektierte Handlangerin einer zutiefst inhumanen religiösen Tradition.
Eine Misshandlung ist jede Tat an einem Menschen oder Tier, die dessen körperliche Unversehrtheit oder dessen Wohlbefinden mehr als unerheblich beeinträchtigt.
Der Definition schließe ich mich gern an. Das Merkmal der Erheblichkeit sehe ich aufgrund der Berichte, die in diesem Forum eingestellt wurden, wegen der Folgewirkungen als gegeben - auch wenn die Beschneidung im Idealfall absolut schmerzfrei erfolgen sollte.
Danke für den aufschlussreichen Beitrag. Die Windungen, die die Kritiker von Dr. Pabst vollführen, sind groteske intellektuelle Verrenkungen.
sind die Befürworter aufgefordert, den exakten Ablauf der rituellen Beschneidung zu beschreiben, und die Wirksamkeit von schmerzbekämpfenden Massnahmen wissenschaftlich darzustellen. Solange dies nicht erfolgt ist, kommt die rituelle Säuglingsbeschneidung aus dem Geruch, eine Kindsmisshandlung zu sein, nicht heraus.
Aus dem Geruch der Kindesmisshandlung käme die rituelle Säuglingsbeschneidung vielleicht heraus, wenn sie schmerzfrei erfolgt. Aber nicht aus dem Tatbestand der ungerechtfertigten Körperverletzung. Mir ist wichtig, dieses gleichzeitig zu betonen, damit niemand daraus ableitet, es ist alles nicht so schlimm, wenn es nur schmerzfrei zugeht.... "das bisschen Haut und es tut gar nicht weh".
Dass nicht in allen patriarchalischen Gesellschaften verstümmelt wird, ist kein Argument. Die jeweiligen Sitten und Gebräuche sind natürlich verschieden.
Aber es ist ein Beweis dafür, dass MGM und FGM eben nicht dem Patriarchat systemimmanent sind. Sonst müssten sie dort überall auftauchen. Und wenn eine Theorie davon ausgeht, dass man zuerst das Patriarchat bekämpfen muss, dann kann sie wegen einer Fehleinschätzung eigentlich nur scheitern.
Ich jedenfalls habe nicht behauptet, dass man erst das Patriarchat abschaffen müsste, um die Beschneidung abzuschaffen.
Unterstelle ich auch nicht. Ich wollte Deine Argumentation ergänzen.
Das mit der Unterdrückung gilt entweder für beide MGM und FGM, oder für keines von beiden.
Zitat
Die Beschneidung der Knaben ist kein Symbol der Unterdrückung, wie etwa die Beschneidung von Mädchen,sondern ein Zeichen des Überlebenskampfes und des Bekenntnisses. Darin liegt der Unterschied. Deswegen
werten wir auch unterschiedlich.
Was ich zur Patriarchalismus-Diskussion anmerken möchte, ist folgendes:
Ja, es gibt patriarchalische Phänomene. Aber hier findet doch offensichtlich eine systemkritische Ideologisierung eines Phänomens statt. Das zeigt sich gerade im letzten Zitat, wo diese "gesellschaftskritische" Theorie herhalten muss, um einem Teil der Gesellschaft - nämlich den Männern - den Schutz im Namen einer neuen Moral zu verweigern, um also Körperverletzung an denjenigen zu rechtfertigen, die die gleichen Rechte für sich wie für Frauen/Mädchen reklamieren. Männer werden damit zum neuen Feindbild. Feinde stehen außerhalb des Schutzes der Gemeinschaft (zumindest in einer "geschlossenen" Moral). Das genau ist die Funktion von Ideologien: zu rechtfertigen, warum diejenigen, die auf der "richtigen" Seite stehen, das Recht haben, diejenigen auf der "falschen" Seite auszugrenzen, sie zu benachteiligen, zu diskriminieren, ihre körperliche Integrität zu verletzen. Das Muster ist immer das gleiche, ein paar Beispiele.
Religion/Ideologie ______Sündenfall __________________ Heilung des Sündenfalls ______Feinde ______________Sanktionen/Folgen
Christentum ____________Essen vom Baum der Erkenntnis ____Gnade aufgrund christlichen ____die Ungläubigen, Ketzer __z.B. Inquisition
______________________________________________________Lebenswandels
Rousseau ______________Verlassen des Naturzustandes ______zurück zur Natur _______________Repräsentanten der ______z.B. rasende Guillotine
___________________________________________________________________________________damaligen Gesellschaft
Rousseau, Marx et.al. ____Arbeitsteilung ____________________Vernichtung des Kapitalismus __Revisionisten, Kapitalisten _z.B. stalinistische Säuberungen
_______________________Privates Eigentum an ______________Imperialisten
_______________________Produktionsmitteln
Feminismus _____________Erfindung des Patriarchats _________Abschaffung des Patriarchats ___Patriarchen, gelegentlich__ z.B. Beschneidung von Knaben
___________________________________________________________________________________überhaupt die Männer_________ist OK
Mann kann auch in der Ökologie- und anderen Bewegungen vergleichbare Denkansätze finden.
Es geht nicht darum, dass jedem Ansatz etwas richtiges innewohnt. Es entsteht immer dann ein Problem, wenn daraus eine monokausale, ideologisierte Gesellschaftstheorie gemacht wird, wenn die Theorie jeden, aber auch jeden gesellschaftlichen Konflikt erklären und durch Beseitigung des einen, grundlegenden "Konstruktionsfehlers" heilen will. Sie wird dann so abstrakt, allgemein, meist inhuman und durch ihre Unschärfe untauglich zur Änderung gesellschaftlicher Verhältnisse. Deshalb empfehle ich immer, ein Problem klar zu definieren und direkt anzugehen.
Dazu einen Rückgriff in die Geschichte: um die Wende zum 20. Jahrhundert gab es zur Überwindung der massiven frühkapitalistischen Verelendungserscheinungen zwei politische Strömungen: die kommunistische, die das "kapitalistische System" überhaupt zerstören wollte und die sozialdemokratische, die konkrete kleine Schritte zur Verbesserung der Lage der Arbeiter verfolgte: wir wissen, dass die sozialdemokratische Bewegung die erfolgreichere und humanere war.
Ich denke, dass ein entsprechender Weg auch bei der Abschaffung vom MGM und FGM schnelleren Erfolg verspricht, als die ganze Patriarchalismus-Diskussion.
Es geht nicht um Religion, es geht nicht um Patriarchat, es geht um körperliche Unversehrtheit und genitale Autonomie.
Und man darf sicher die Frage stellen, ob man die FGM und MGM nicht durch direkte Tabuisierung leichter und schneller aus der Welt schaffen kann, als dadurch, dass man zuerst das Patriarchat weltweit abschafft. Schließlich wurde auch in bestimmten Ländern z.B. die Steinigung für Ehebruch abgeschafft, obwohl dort die patriarchalen Strukturen noch immer "fröhliche Urständ" feiern.