Beiträge von fsx100

    Alter Hut würde ich sagen. Diese Studie hätte es jedenfalls nicht gebraucht um zu widerlegen, dass Beschneidung angeblich auf wundersame Weise gegen eine HIV-Infektion schützt.
    Ein Blick in die USA reicht dazu. Kein westliches Land hat so hohe Neuinfektionszahlen mit HIV und eine vergleichbar hohe Beschneidungsrate.
    Die physiologischen Gründe liegen ja auch auf der Hand: Wer beschnitten ist, verzichtet öfters auf einen Gummi, um überhaupt noch irgendwas zu fühlen. Davon abgesehen praktizieren beschnittene Männer dort häufiger Analverkehr, welcher mit einer höheren Ansteckungsgefahr korreliert. Im us-zentrischen Subreddit r/askgaybros bekommt man leicht den Eindruck, es gäbe keinerlei andere Sexpraktiken mehr zwischen zwei Männern. Vermutlich ist es die einzige Möglichkeit für viele, wenigstens noch irgendwas zu spüren. Um die Ausbreitung von HIV einzudämmen, gibt es heutzutage wesentlich effizientere und vor allem humanere Methoden als MGM. Na ja, VMMC ist eben wirklich amerikanischer Kulturimperialismus.

    Lesenswerter und neuer Artikel aus dem Commentarium bei Foregen: Circumcision stateholders in Africa

    Shingo und Adam Lavine aus dem advisory board von foregen haben jetzt auf der Basis der Arbeit von Adler und Van Howe Klage eingereicht:

    Our advisers Adam and Shingo tell us that their lawsuit has been filed this week! The suit is based on Peter Adler’s groundwork laid out in his Cornell Journal of law and Public Policy article and other experts’ legal arguments. More information will be published soon so keep an eye out! If you’re interested in reading more about the case you can check out their site created to spread the word at circumcisionisafraud.com, and read an article that was posted last month on Commentarium summarizing some of the main points here.

    Ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt. In cutting cultures wie den USA bringt es erfahrungsgemäß nicht viel, wenn man die besseren Argumente auf seiner Seite hat.

    Neue Seite basierend auf dem Paper: circumcision is a fraud
    Video auf youtube, welches eine gute Zusammenfassung der wichtigsten Argumente enthält: Circumcision is a Fraud

    Auf der Seite oben ist sogar ein subreddit verlinkt, welches jüngst eingerichtet wurde.

    Hat die Beschneidung Auswirkungen auf das Liebesleben? Manche Männer berichten über verstärkte Höhepunkte beim Geschlechtsverkehr (Orgasmen). Auch vermehrte Ausdauer beim Geschlechtsverkehr wird angegeben.

    Das ist ja mal eine absolut unfassbar dreiste Lüge. Sämtliche seriösen, wissenschaftlichen Studien belegen das exakte Gegenteil. Insbesondere die Arbeiten von John R. Taylor und McGrath wären hier zu nennen. Die Nerven zum Triggern der sexuellen Reflexe sitzen fast ausschließlich in Teilen der Vorhaut, hier wären das gefurchte Band und das Frenulum bzw. frenulare Delta zu nennen. So ein unhaltbarer, sachlich falscher Dreck ist genau der Grund, warum es hier andauernd neue Leidensgeschichten gibt. Ich habe erst gestern wieder so eine Leidensgeschichte von einem deutschen Mann auf Reddit gelesen.

    Dieses Geschreibsel strotzt nur so vor Fehlinformationen. Man könnte wirklich glauben, die haben bei Morris und Krieger abgeschrieben. Nach der Lektüre hat erst mal mein Sandsack dran glauben müssen, das ist wirklich absolut unfassbar. Fuck, dabei wollte ich mir heute einen ruhigen Abend machen.

    Hat jemand von Euch Lust + Zeit diese Urologenvereinigungen per E-Mail darauf hinzuweisen, dass die Informationen weder der Leitlinie noch der Realität entsprechen und denen ein paar sachlich fundierte Unterlagen zukommen zu lassen??

    Mir juckt es natürlich unter den Fingern, leider bin ich zur Zeit beruflich stark eingebunden und will mich da nicht unnötigerweise reinsteigern. Zeitnah kann ich leider nicht darauf reagieren, aber vermutlich sind diese Unterseiten eh schon länger im Netz.

    Mir gehen diese ständigen BGM-Taufvergleiche der BGM-Befürworter so was von auf den Zeiger.

    Dass Verstümmelungs-Befürworter diesen Vergleich zur Verharmlosung von BGM anstellen, war mir leider nicht bis eben nicht so wirklich bewusst. Ich verstehe aber das Argumentationsmuster dahinter völlig. Es ist natürlich haarsträubend, wenn jemand behauptet, dass BGM genauso harmlos wie eine Kindstaufe ist und man deshalb beides erlauben müsste. Es war absolut nicht in meinem Sinne, mit diesen Leuten in eine Kerbe zu schlagen.

    Ich kann mich mit den „Argumenten“ unserer Gegner leider nicht so intensiv beschäftigen wie du, da es mich doch recht stark triggert und aus der Bahn reißt. Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.

    Die Taufe verändert weder den Körper noch die Psyche.

    Das habe ich doch auch geschrieben:

    Aus der Kirche kann man aber idealerweise austreten, genitalverstümmelt bleibt man(n) ein Leben lang.

    Holla, die Taufe wird durch "Gehirnwäsche" aufrechterhalten?

    Was ist denn Religion anderes als Gehirnwäsche? Taufe und religiöse Erziehung gehen in der Regel Hand in Hand. Ich wüsste niemanden, der religiös erzogen wurde und nicht getauft ist, zumindest nicht unter den Anhängern von abrahamitischen Religionen.

    Meinetwegen können Taufe, Religion und Genitalverstümmelung in den Orcus der Geschichte befördert werden. Zumindest die ersteren beiden stellen für sich genommen keine Menschenrechtsverletzungen mit körperlichen Langzeitschäden dar.
    Ich sage es mal so: Dass ich mal getauft wurde, habe ich nicht positiv bewertet, es hat mich aber im Gegensatz zur Zwangsverstümmelung nicht sonderlich gestört. Noch bevor ich mein eigenes Einkommen hatte, bin ich aus der Kirche ausgetreten.
    Sowohl die Taufe als auch die kindliche Genitalverstümmelung sind aber zu 100% fremdbestimmt und fast niemand wählt sowohl das eine oder andere im späteren Leben aus eigener Entscheidung. Parallelen gibt es da durchaus.

    Vielleicht sind Beschneidung und Taufe ja doch vergleichbarer, als man so dachte.

    Beides kann man recht gut miteinander vergleichen. Taufe und Beschneidung passieren meistens fremdbestimmt und auf Wunsch der Eltern. Ob es dem Wunsch des Kindes entspricht, getauft und/oder beschnitten zu sein, wird nicht berücksichtigt.
    Ein weiterer gemeinsamer Aspekt von beiden Traditionen: Im Erwachsenenalter entscheidet sich niemand mehr selbstbestimmt dafür. Die Anzahl der Männer, die sich freiwillig und "einfach so" beschneiden lassen, dürfte ähnlich verschwindend gering sein wie die Anzahl der Erwachsenen, die sich taufen lassen.
    Beides wird nur durch Zwang und Gehirnwäsche aufrecht erhalten. Aus der Kirche kann man aber idealerweise austreten, genitalverstümmelt bleibt man(n) ein Leben lang.

    Na ja, beschnittene Männer brauchen eben dieses sexuelle Kopfkino, da die mechanische Stimulation alleine nicht mehr ausreicht, um überhaupt zum Orgasmus zu kommen. Sie kompensieren damit den Mangel an Sensorik durch mentale Stimulation. Das hat auch zur Folge, dass beschnittene Männer tendenziell eher zu ausgefallenen Sexpraktiken und Fetischen neigen. Außerdem konsumieren sie mehr pornografisches Material. Sich zurücklehnen und durch sanfte Berührungen die angenehmen Gefühle genießen und sich dabei treiben lassen können sie ja nicht mehr. Diese spielerische Leichtigkeit dürfte leider den meisten beschnittenen Männern fremd sein.

    Hallo Chrisi,

    herzlich willkommen hier im Forum und danke für deinen Beitrag. Deine Geschichte zeigt einmal mehr, warum der Gesetzgeber solche Elternwuschbeschneidungen durch entsprechende Gesetze unterbinden muss. Es ist leider die traurige Realität, dass nicht wenige Beschneidungen im Kindesalter deswegen stattfinden, weil es den sexuellen Präferenzen der Eltern (insbesondere Mütter) entspricht. Außerdem denken viele Eltern, dass sie so die Sexualität ihrer Söhne eindämmen/kontrollieren können. Das passiert gerade in sehr konservativen Elternhäusern recht oft. Deine Geschichte erinnert mich an wenig an meine eigene. Meine Mutter hat auch mal behauptet, dass ihr der Kinderarzt den Eingriff wegen "Phimose" empfohlen hat. Heute weiß ich, dass sie gelogen hat, da in meiner Region fast niemand sonst beschnitten ist. Die Behauptung, dass der Arzt diesen Eingriff empfohlen hat, ist so ein Märchen, dass Eltern ihren Söhnen dann gerne mal auftischen. Kann mir nicht vorstellen, dass es viele Kinderärzte speziell aus unserem Kulturkreis gibt, die tatsächlich zur Beschneidung raten.
    Vermutlich bist du ja jetzt etwas älter und auch reifer. Vor diesem Hintergrund kannst du deine Mutter ja noch mal mit dem Thema konfrontieren und ihr klar machen, wie sehr dich dieser von ihr fremdbestimmte Eingriff täglich belastet. Es wäre auch mal interessant zu wissen, wie dein Vater zu der Sache steht und warum er es nicht verhindert hat.

    Zum Thema Restoring findest du hier ein recht gutes Unterforum. Da du ja noch recht viel innere VH zu haben scheinst, ist deine Ausgangslage gar nicht mal so schlecht. Glück im Unglück sozusagen. Für welche Methoden auch immer du dich entscheidest: sei diszipliniert und bleibe am Ball.

    Viel Glück!

    Hallo RedMarcel,

    herzlich willkommen hier im Forum. So wie es auf den Bildern ausschaut, hast du ja noch einiges an beweglicher Haut, auch wenn nicht mehr viel vom Frenulum und innerer Vorhaut vorhanden ist. So eine Hautreserve ist sehr von Vorteil, weil man damit direkt mit dem Tragen von Restoration Devices beginnen kann. Falls du in der englischen Sprache sattelfest bist, kannst du ja mal auf http://www.reddit.com/r/foreskin_restoration vorbei schauen oder auch hier im Unterforum stöbern, welches Weguer bereits verlinkt hat. Du wirst dich bei deiner Restoration-Reise vor allem auf den Rest der inneren Vorhaut konzentrieren müssen. Dazu kann man sich manueller Methoden bedienen oder Inflation benutzen. Was auch immer du machst, es kommt auf die Kontinuität und Disziplin dabei an.

    Viel Erfolg!

    Es ist immer wieder erfreulich, wenn das Thema von den Medien mal wieder aufgegriffen wird. Seit §1631d wird es ja mehr oder weniger totgeschwiegen. Ich kann mich spontan nur an eine Fernsehreportage auf Spiegel TV online erinnern, in der auch ein User hier aus dem Forum zu Wort kam. Man kann wirklich nur hoffen, dass so eine Reportage dann auch entsprechend kritisch und ohne Schönfärberei ausfällt. Nur so kann ein Umdenken in der Gesellschaft letztendlich bewirkt werden. Ich hoffe zudem, dass dieser Aufruf für reichlich Zuschriften sorgt. Obwohl ich zu dem Thema endlos viel zu sagen habe, bin ich nicht mutig genug, um bezüglich dieser Sache vor die Kamera zu treten. Deshalb: Hut ab und größten Respekt an jeden hier, der es sich traut! Haut rein Leute! Ich hoffe ja, dass in den 2020ern der Kipppunkt bezüglich MGM endlich mal erreicht wird.

    Aber mal ganz ohne Sarkasmus: Welche Probleme kann eine "Rüsselvorhaut" denn tatsächlich mit sich bringen?

    Ich wüsste keine Probleme, die direkt aus der Länge der Vorhaut resultieren. Sofern alles geschmeidig ist und sich die Vorhaut komplett zurück ziehen lässt, ist alles im grünen Bereich.

    Über den ästhetischen Aspekt kann man sich natürlich streiten. Für mich persönlich ist eine lange Vorhaut eines der besten Geschenke, dass einem Mutter Natur machen kann. Es ist quasi ein natürliches Sexspielzeug. Davon abgesehen sind Männer mit einer sehr langen Vorhaut oft besonders empfindsam. Vermutlich liegt es daran, dass da einfach viel mehr erogenes Gewebe dran ist. Außerdem ist immer alles geschützt, da sich die Vorhaut auch bei einer vollständigen Erektion oft nicht von alleine zurück zieht. Ich persönlich bin extrem neidisch auf Besitzer einer langen "Rüsselvorhaut".

    Da ich eine lange Rüsselvorhaut hatte, die noch dazu gestunken hatte brauche ich euch nicht zu erzählen, wie angewidert alle Frauen waren.

    Na ja, dieser fischige Geruch liegt dann aber eher an einem "Bedienfehler". Ich hatte lange Zeit die Angewohnheit, mich mit Kernseife zu waschen beim Duschen. Nachdem ich mit dem Restoring so weit fortgeschritten war, dass ich wieder eine permanente Teilbedeckung der Eichel hatte, bekam ich immer diesen intensiven, fischigen Geruch. Seitdem ich mich im Intimbereich nur noch mit warmen, klaren Wasser wasche, ist dieses Problem beseitigt. Die Akkumulation von Smegma dauert übrigens normalerweise 36-48 Stunden. Da muss man schon ein ziemliches Schweinderl sein, bis man das sieht und riecht. Ich kann nicht bestätigen, dass eine lange Vorhaut automatisch auch ein hygienisches Problem darstellt. Ja, es riecht etwas, allerdings verflüchtigt sich dieser Geruch immer recht schnell beim Sex und ist keinesfalls störend, eher im Gegenteil.

    Warum misst die Gesellschaft bei Frauen und Männern mit unterschiedlichem Maß? Erfüllt sowas nicht mehrere Straftatbestände?

    So ist es. Die Schreiber in solchen Fetischforen bewegen sich eindeutig in einem strafrechtlich relevanten Bereich, da sie ja oft über den Eingriff an minderjährigen, nicht zustimmungsfähigen Kindern phantasieren. Das Schlimme ist ja, dass solche Eltern besonders seit §1631d solche Phantasien einfach in die Realität umsetzen können, ohne dass man sie strafrechtlich dafür belangen kann. Ein paar Ärzte, die moralisch korrumpiert genug sind und bei der Umsetzung helfen, finden sich problemlos. Eben weil man ihnen nicht so einfach ans Bein pinkeln kann. Da wird dann einfach die Gefälligkeitsdiagnose "Phimose" ins gelbe Heftchen geschrieben und gut ist. Die Jungen können sich später vermutlich eh nicht mehr genau daran erinnern, ob wirklich ein Problem vorlag und das Beweismittel selbst wird dabei ja beseitigt und landet im Biomüll. Deswegen muss dieser unsägliche Paragraph abgeschafft und inhaltlich ins Gegenteil verkehrt werden. Keine Beschneidungen mehr bei Minderjährigen ohne strenge Indikationsstellung. (Sexuelle) Selbstbestimmung ist hier das Zauberwort. Die muss in einem modernen, säkularen Land wie Deutschland wieder möglich sein.

    Die Eichel fühlt sich nicht nur weniger sensibel, sondern auch "qualitativ" anders an, es ist schwer zu beschreiben. Könnte theoretisch ein Nerv verletzt worden sein?

    Dafür gibt es eine ganz einfach Erklärung. Durch das Frenulum läuft der Nervus pudendus (Schamnerv), der in die Eichel mündet und somit auch deren Signale weiter leitet. Leider sieht man auf den Bildern, dass dein Frenulum und somit auch der Schamnerv durchtrennt wurden.

    Das heißt mit anderen Worten: Beschneidung mitsamt Durchtrennung/Entfernung des Frenulums amputiert nicht nur das wichtigste erogene Gewebe des männlichen Körpers, sondern stört auch die Reizweiterleitung aus den Teilen, die danach noch vorhanden sind. Leider sind sich dieser Tatsache auch viele Intaktivisten nicht gewahr.

    Ebenso wird natürlich die frenulare Arterie, die die Eichel mit Blut versorgt, dabei durchtrennt. Das hat zur Folge, dass die Eichel nach einer solchen Beschneidung oft sehr schnell eine andere Farbe bekommt. Sie wird danach einfach nicht mehr richtig durchblutet, was sich besonders bei sexueller Betätigung bemerkbar macht. Bei vielen intakten Männern wird die Eichel bei starker sexueller Erregung knallrot, bei Beschnittenen verändert sie kaum/gar nicht ihre Farbe. Außerdem fehlt dieses typische Pochen beim Orgasmus in der Eichel und im Frenulum, falls diese Arterie zerstört wird.

    Sauer machen mich insbesondere Personen wie die schon mal angesprochene Anja144, deren geistige Ergüsse man überall im Internet unter demselben Pseudonym findet. Oft in der gleichen Formulierung. Überall schreibt sie, wie sie ihren Freund zur Beschneidung wegen seiner Rüsselvorhaut überredet hat und dass sie jetzt auch endlich ihre beiden Söhne beschnitten hat. Man stelle sich vor, ein Mann würde eine Frauenbeschneidung von seiner Partnerin fordern. Ich finde es unfassbar.

    Ich hoffe ja schwer, dass es sich bei diesen Personen um Fakes handelt. Leider spricht einiges dagegen. Es gab mal so eine Dame, die eine eigene Webseite samt angeschlossenem Forum unterhalten hat. Auf der Webseite hat sie Fotos von sich und ihrem minderjährigen Sohn gepostet, im Forum haben sich vermeintliche Mütter darüber ausgetauscht, wie sie ihre eigenen Söhne "hoch und straff" haben beschneiden lassen, dass sie auch ja niemals Freude an der Masturbation empfinden. Leider ist mir der Name dieser guten Frau entfallen, in der Internet Wayback Maschine kann man die Seite eventuell noch aufrufen. Ich bin mal eher zufällig auf dieses Forum gestoßen und mir wurde bei der Lektüre wirklich speiübel. Teilweise waren auch Bilder von Penissen dort zu sehen, die definitiv nicht zu erwachsenen Männern gehörten. Ich kann nur hoffen, dass das Forum hochgenommen wurde und die Verantwortlichen eingebuchtet wurden.

    Generell ist es leider so, dass Beschneidung besonders im Mittelalter und auch im viktorianischen Zeitalter gerne dazu genutzt wurde, um männliche Sexualität zu kontrollieren. Ich habe die schlimme Befürchtung, dass viele Eltern dies auch heute noch tun. Ich habe hier im Forum ja schon mal auf die regionalen Unterschiede hinsichtlich der Beschneidungsraten in Deutschland philosophiert. In Süddeutschland sind Menschen insgesamt deutlich religiöser und sexuell gesehen eher prüde eingestellt. Dort sind auch die Beschneidungsraten mit Abstand am höchsten. Die Besatzung durch die Amerikaner spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Hier gab es mal einen Benutzer, der im Norden von BW gelebt und davon berichtet hat, dass vor allem Söhne aus strengen und autoritäten Elternhäusern oft beschnitten sind.

    Bei den Fetischisten handelt es sich ja auch um Leute, die dadurch sexuelle Machtphantasien zum Ausdruck bringen. Man sieht das oft an der Ausdrucksweise. Oft wird beschrieben, wie jemand mit Rüsselvorhaut (besonders viel erogenes Gewebe) radikal und unfreiwillig beschnitten wird, um dessen Sexualität zu unterdrücken. Das ganze ist wirklich ziemlich krank und fällt in den Bereich von sexueller Deviation, welcher oft mit diversen Persönlichkeitsstörungen korreliert.

    Was diese Plattform betrifft, habt ihr mich dankenswerterweise vor einem Jahr vorgewarnt. Ich habe das aber auch oft in dem subreddit r/circumcision und anderen subreddits gelesen. Oder sind die ähnlich unterwegs wie Eurocirc? Zumindest kam mir das dort etwas neutraler vor, ich kann mich aber auch irren.

    Leider liegst du mit deiner Vermutung richtig. Dort tummelt sich das gleiche Publikum an Beschneidungsfetischisten rum wie auf Eurocirc. Dieser Fetisch existiert nicht nur innerhalb des deutschen Sprachraums. Zu deinem Fall: ziemlich suboptimal gelaufen würde ich sagen. Ich kann mich an deine Geschichte noch gut erinnern. Wir haben uns für den Erhalt deiner Vorhaut ziemlich ins Zeug gelegt. Zum Thema Restoring hat Weguer schon das wichtigste geschrieben. Du kannst damit anfangen, sobald die Narbe belastbar und vollständig verheilt ist. Da in deinem Fall offenbar nur noch wenig inneres Vorhautblatt da ist, wirst du dich bezüglich des Restorings besonders stark darauf fokussieren müssen. So wie vorher wird es leider definitiv nie wieder werden. Viel Erfolg.

    Kann nicht nachvollziehen wie die vermeintliche "Gutmensch"-Klientel bei der taz so empathielos sein kann. Oder schwingt da die Antipathie allem männlichen gegenüber mit?!

    Na ja, die TAZ spricht ja bekanntlich vor allem die linke/linksliberale Fraktion der Gesellschaft an. In diesem Lager stellt man für gewöhnlich die Bedürfnisse von Gruppierungen über die von Individuen. Die Genitalverstümmelung von Jungen sieht man dort als heißes Eisen, dass man nicht anfassen will. Dahinter steckt die Angst, dass die Kritik an der Beschneidungspraxis im Allgemeinen als Kritik an religiösen Minderheiten interpretiert werden könnte. Man will schließlich auf keinen Fall eins mit der Antisemitismuskeule übergebraten bekommen, deshalb hält man zu dem Thema den Mund. Bezüglich der Doppelstandards ist man sowieso auf einem Auge blind.

    Studien sind sowieso schwachsinn egal welche

    Studien liefern wissenschaftlich belastbare Fakten. Schwachsinnige Studien gibt es natürlich auch, wie z.B. alles, was von Morris, Krieger und Bossio kommt.

    Noch mehr Schwachsinn steht nur noch in den von dir angesprochenen Erotikforen:


    was ich aber nie verstehen werde, wieso dann in anderen Foren (zb Erotikforen) die Beschneidung von Männern so hochgelobt wird? dort hört man aussagen wie, Habe heftigere Orgasmen etc.. kann länger (muss aber nicht)

    Wir wissen nicht, von wem solche Aussagen stammen. Womöglich haben solche Forenschreiber bereits seit ihrer Kindheit einen reduzierten Schniedel und setzen bewusst solche gefakten Erfahrungsberichte in die Welt, um ihr eigenes Ego zu pushen.
    Meine Erfahrung, basierend auf Beobachtungen ist da eine ganz andere. Der Orgasmus von beschnittenen Männern ist meiner Einschätzung nach 30-50% kürzer und auch deutlich weniger "heftig". Intakte Männer erleben häufig Ganzkörperorgasmen, die bis in den kleinen Zeh spürbar sind und heftige Nachwirkungen mit sich ziehen. Darunter fallen z.B. wackelige Knie, Zittern oder das postorgasmische Kichern, welches ich noch nie bei einem beschnittenen Mann beobachtet habe.

    Passend zum Thema hier ein kleines Video:

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    Ich habe in meinem vorigen Beitrag einen früheren Kommentar von mir verlinkt, in dem ich Studien zitiere, die auf die Bedeutung der Vorhaut bezüglich der sexuellen Reflexe des Mannes eingehen. Bitte lies dir sowohl diesen Beitrag von mir durch sowohl als auch die verlinkten Studien. Danach sollten alle Fragen zum Thema "Orgasmus und Beschneidung" geklärt sein.

    Ich würde gerne herausfinden, ob die Behauptungen einiger Männer objektiv gesehen gerechtfertigt sind oder ob sie subjektiver natur sind. Fakt ist, dass gefühlt 95% aller beschnittenen Männer damit gar keine Probleme haben.

    Nur weil kaum Männer über Beschwerden klagen, darst du nicht davon ausgehen, dass sie nicht existieren. Ich habe bereits oben schon geschrieben, dass die meisten dieser Männer bereits in der Kindheit beschnitten wurden. Sie waren damals noch nicht sexuell aktiv und wissen deswegen nicht, was man ihnen damals genommen hat. Zudem sind die allermeisten dieser Männer heterosexuell, weshalb sie niemals Erfahrungen mit intakten Penissen sammeln werden. Weguer hat oben bereits die Studie von Sorrels verlinkt, in der die Berührungsempfindlichkeit von beschnittenen und intakten Penissen miteinander verglichen wurde. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass durch die Amputation der Vorhaut der sexualsensorisch empfindsamste Teil des Penis amputiert wird. Der Eingriff ist zwangsläufig mit erheblichen Folgen für die sexuelle Empfindsamkeit verbunden. Wie schwer diese Folgen ausfallen, mag individuell verschieden sein.

    Falls du noch weitere Quellen möchtest, verweise ich hiermit auf einen von mir geschriebenen Kommentar im Strang Suche Arzt zur Abschätzung von physiologischen Schäden der Beschneidung.

    Ich beschäftige mich mit dem Thema mittlerweile seit 21 Jahren und kann meine Aussagen sowohl durch wissenschaftliche Erkenntnisse wie auch durch persönliche Erfahrungen untermauern.

    Bestes Beispiel sind Impfgegner.

    Impfgegner verdeutlichen sehr gut, auf welchem Niveau sich Beschneidungsbefürworter wie Brian J. Morris bewegen. Ihre Weltsicht begründen beide Fraktionen auf einem Gebilde aus Lügen und Fiktion. Morris, Krieger, Bossio und co. liefern mit ihrer junk science genau den Input, den man in "cutting cultures" wie Israel und den USA hören will, um diese Praxis dort am Leben zu erhalten. Beschneidung ist eine Tradition, die durch Ignoranz aufrecht erhalten wird.

    Wenn ich beim Sex schlechte Vibes im Kopf habe, bekomme ich keine Erregung.

    Dieses Problem haben natürlich vor allem beschnittene Männer, da sie ihren fehlenden sensorischen Input durch mentale Stimulation kompensieren müssen.

    Sie sagen meine Vorhaut sei "zu viel". Wenn sie mich z.B. oral befriedigen, habe ich keine Schmerzen, aber es ist auch nicht angenehm...und das verunsichert die Frauen.

    Und warum verunsichern dich deren Aussagen? Was hättest du denn gewonnen, wenn nach dem Eingriff zwar dein Penis den Frauen gefällt, er aber nicht mehr richtig funktioniert?
    Dass Frauen einen beschnittenen Penis bevorzugen, halte ich sowieso für ein Gerücht. Das ist ein Märchen, dass einem Zirkumfetischisten gerne ab und an mal auftischen. Frauen, die sowohl über Erfahrungen mit intakten wie auch beschnittenen Partnern verfügen, bevorzugen im Verhältnis 10:1 die intakte Variante. Ich frage mich gerade, mit welchen Frauen du dich überhaupt abgibst.

    Im übrigen ist es so, dass die Dunkelziffer derer, die mit Ihrer Beschneidung unglücklich sind, sehr hoch.

    So ist es. Männer sind darauf konditioniert, möglichst keine Schwächen zu zeigen. Erst recht nicht, wenn es um die eigene sexuelle Leistungsfähigkeit geht. Männer, die seit ihrer Kindheit beschnitten sind, haben oft keine Vorstellung davon, was man ihnen da überhaupt genommen hat. Falls solche Männer dann doch irgendwann aufwachen, werden sie oft sehr unglücklich enden. Siehe folgende Studie von Brian D. Earp.

    Ich kann wirklich nur meine Vorredner hier zitieren:

    ... lass es bleiben

    Sonst lesen wir hier eventuell bald deine persönliche "Horrorgeschichte".