Alter Hut würde ich sagen. Diese Studie hätte es jedenfalls nicht gebraucht um zu widerlegen, dass Beschneidung angeblich auf wundersame Weise gegen eine HIV-Infektion schützt.
Ein Blick in die USA reicht dazu. Kein westliches Land hat so hohe Neuinfektionszahlen mit HIV und eine vergleichbar hohe Beschneidungsrate.
Die physiologischen Gründe liegen ja auch auf der Hand: Wer beschnitten ist, verzichtet öfters auf einen Gummi, um überhaupt noch irgendwas zu fühlen. Davon abgesehen praktizieren beschnittene Männer dort häufiger Analverkehr, welcher mit einer höheren Ansteckungsgefahr korreliert. Im us-zentrischen Subreddit r/askgaybros bekommt man leicht den Eindruck, es gäbe keinerlei andere Sexpraktiken mehr zwischen zwei Männern. Vermutlich ist es die einzige Möglichkeit für viele, wenigstens noch irgendwas zu spüren. Um die Ausbreitung von HIV einzudämmen, gibt es heutzutage wesentlich effizientere und vor allem humanere Methoden als MGM. Na ja, VMMC ist eben wirklich amerikanischer Kulturimperialismus.
Lesenswerter und neuer Artikel aus dem Commentarium bei Foregen: Circumcision stateholders in Africa