Möglich. Z.T geht das auch in Richtung Fetischismus. Es gibt da einen "Club" im Internet mit bezeichnendem Namen. Ist verpartnert mit einem hier einschlägig bekannten Fetisch-Forum. Ich erinnere mich, dass da vor etlichen Jahren einige Leute angemeldet waren. Ich hätte mich da nicht anmelden können, zur Anmeldung musste man per Nacktfotos beweisen, dass man vorhautlos war. Da ging es um den Fetisch "vorhautloser Penis", das war da Kult. Und nach Aussage eines angemeldeten waren die Teilnehmer zu geschätzt 95% homo- oder bisexuell. Da ging es auch um "Dominanz und Unterwerfung", da wurden "Sklaven" gesucht..
Ich habe da kein Problem mit, mein Motto: "Jedem das seine!". Der Knackpunkt ist der, wo es um Kinderrechte geht. Dort wurde man z.T. angegangen, wenn man sich für Kinderrechte einsetzte.
Was Homosexualität angeht bin ich Outsider, ich habe nur den Eindruck, dass es unter schwulen Männern zwei Lager gibt. Männer, die sich entschieden für genitale Autonomie einsetzen und dann die vom Typ Volker Beck, die sich vehement, geradezu fanatisch. dagegen einsetzen. Aber diese Lager gibt es eben bei den Heteros auch. Aber bei heterosexuellen Männern gibt es wohl nicht diese Faszination des vorhautlosen Penis, die es bei einem Teil der schwulen Männer offensichtlich gibt.
Beim Thema Fetisch muss man sehr vorsichtig sein. Die Bandbreite ist extrem vielfältig. Weil sich da ein paar Leute in einem Club treffen, hat das keine Bedeutung. Das findet man auch bei Heteros. Dass ich in meinem Alter immer noch mit Sneakern und Hoodie herumlaufe, könnte man auch als Fetisch interpretieren. Hier kommt wieder das CSD-Beispiel zum Tragen. Die Paradiesvögel und Selbstdarsteller sind nicht die breite Masse der Homosexuellen bzw. was es da sonst noch gibt. Dazu kommen noch die Trittbrettfahrer. Man sieht sie halt im Fernsehen und auf der Straße. Die Zahl derer, die sich von dieser »queeren Community« nicht vereinnahmen lassen wollen, wird auch lauter. Ich hasse es auch, dass man als Schwuler immer mit irgendwelchen Tucken, Siff- und Ledertypen in einen Topf geworfen wird. Wobei ich sowieso in einer Parallelwelt lebe und bestenfalls Beobachter bin. Wie denn, wenn das Ding kaputtgemacht wurde? Vielleicht ein kleiner positiver Punkt, dass ich im Prinzip ungeoutet lebe.
Unter schwulen Männern gibt es genauso Lager wie unter anderen Männern und Frauen. Wer am lautesten schreit, wird gehört und baut ein Bild in der Öffentlichkeit auf. Volker Beck ist mit Sicherheit kein Repräsentant.
Das mit den Kinderrechten, bzw. ich sage Minderjährigenrechten, ist ein entscheidendes Thema. Mit der Volljährigkeit kann jeder mit seinem Körper machen, was er will. Abschneiden, tätowieren oder sich einen Stahlträger durch den Zipfel schießen. Jeder, wie er will. Wenn es dann schiefgeht, dann ist es selbst entschieden. Diese Entscheidung kann man nur treffen, wenn man bis dahin einen unversehrten und funktionstüchtigen Körper hat.
Aber um zum ursprünglichen Thema zurückzukommen:
In meiner Ausführung ging es vor allem darum, wie kompliziert ich ein solches Studiendesign sehe. Ich benötige immer eine große Menge an Teilnehmern. Wenn aber gerade da, wo extrem viele Betroffene unterwegs sind, die Möglichkeit der Teilnahme riskant ist, wird es schwierig, ein brauchbares Ergebnis zu bekommen.
Bei der Wahrnehmung ging es mir darum, dass ein Mann ein männliches Geschlechtsteil, auch eines Gegenübers, immer anders wahrnehmen wird als es eine Frau würde. Deswegen kann die Wertung auch eine andere sein, wenn man sich in der Zweisamkeit mit dem gleichen Geschlecht beschäftigt. Gerade beim Thema Beschneidung, spielt das eine besondere Rolle.
Hier im Forum geht es immer um Wahrnehmung. Was spüre ich, was spüre ich nicht, was sehe ich, was sehe ich nicht, was will ich nicht sehen, was belastet mich, was enttäuscht mich, was macht mich wütend, was macht mich neidisch, usw. Praktisch jeder Thread geht genau darum.