Birgit Stampfl: Die männliche Beschneidung als religiöses Ritual und ihre Infragestellung

  • Ich hatte hier eine ausführliche Erwiderung auf dieses unterirdische Traktat geschrieben - aber dann, mal wieder - "Ihre Sitzung ist abgelaufen" alles futsch ;(

    Noch mal wühle ich mich nicht durch diesen Stuss:

    Birgit Stampfl "Die männliche Beschneidung als religiöses Ritual und ihre Infragestellung"

    Voll HOS-pflichtig, da wird nichts ausgelassen!

    http://jusguide.info/wp-content/upl…agestellung.pdf

    http://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/downl…alFilename=true

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Wenn ich auf Deinen Link klicke, bekomme ich die Meldung


    Zitat


    OOPS! THAT PAGE CAN’T BE FOUND.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Ich habe es gurchgelesen. Der gröste Teil ist religiöser Tand und beschreibt nur die Historie. Am Schluss kommen pseudorechtliche Aspekte und Politisches Geschacher. Die Betroffenen und erst recht die negativ Betroffenen werden mit keinem Wort erwähnt. Muss man also nicht lesen.
    Alfred

    Die Menschheit war schon immer bereit, Themen im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit zu diskutieren. Je mehr eine Frage uns alle berührt, umso mehr gilt daher, dass selbst kluge Menschen behaupten, die Frage existiert überhaupt nicht.--Samuel Butler--

  • Mal wieder das übliche Geseier, dass es den BGM-Gegnern doch in Wahrheit gar nicht um den Schutz von Kindern, sondern um ganz was anderes geht. Kein Wunder,wenn man sich von den Heinz-Jürgen Voß, Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter und ihrer Hetze "mitnehmen" lässt. Wenn man schon fanatische Circumfetischisten wie Brian Morris und Jake Waskett als Beleg für etwas bringen muss, das ist der Offenbarungseid.

    Zitat

    In bekannt populistischem
    Ton äußert sich Holm Putzke

    Hallo? Ist das jetzt eine wissenschaftliche Arbeit oder ad hominem?


    Zitat

    Heinz-Jürgen Voß dazu:
    „Vielmehr findet die Debatte in einem Rahmen statt, der von normativen Setzungen und von
    Herrschaft geprägt ist. In diesem Rahmen haben nicht alle Menschen die gleichen
    Möglichkeiten zu sprechen. Beispielsweise fanden die jüdischen und muslimischen
    Jugendlichen aus Kreuzberg kaum Gehör, im Gegensatz zu einer finanzkräftigen Elite...

    Also hauptsächlich Gehör fanden Graumann, Kramer, Mazyek, Deusel, Latasch, die Zentralräte, diverse Rabbiner, sogar der Jona Metzger aus Israel, diverse Imane, Theologen, sowohl vorm Rechtsausschuss als im Ethikrat. Männer, die an den Folgen ihrer "Beschneidung" leiden kamen selten zu Wort, im Rechtsausschuss und im Ethikrat sowieso nicht. Dazu noch israelische, türkische, US-amerikanische Politiker...


    Holm Putzke wird dann auch noch als publicity-geil hingestellt:


    "Ein Interpretationskreis schloss sich" - was für ein Bumerang!

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Ich bin da nochmal drauf gestoßen: diese "Masterarbeit" von Birgit Stampfl ist wirklich erschütternd schlecht und einseitig.

    Aber klar, was soll man an einer Katholisch-Theologischen Fakultät schon schreiben wenn man nicht seinen akademischen Abschluss riskieren will?

    Ob Stampfl auch der Meinung ist, dass schwule Männer hinzurichten und Ehebrecherinnen zu steinigen sind? Steht auch alles im alten Testament!

    Zu Maimonides schreibt Stampfl lediglich:

    Zitat

    Nach Maimonides führt ein unbeschnittener Mann sein gesamtes Leben in Sünde, doch mit der Auslöschung wird er erst bei seinem Sterben bestraft.

    Aha. Wenn er tot ist wird er "ausgelöscht".

    Sie bringt nicht etwa diese Zitate:


    Similarly with regard to circumcision, one of the reasons for it is, in
    my opinion, the wish to bring about a decrease in sexual intercourse and a
    weakening of the organ in question, so that this activity be diminished and
    the organ be in as quiet a state as possible.

    Oder:

    Zitat von Maimonides

    The bodily pain caused to that member is the real purpose of circumcision

    Oder:

    Zitat von Maimonides

    The fact that circumcision weakens the faculty of sexual excitement and sometimes perhaps diminishes the pleasure is indubitable. For if at birth this member has
    been made to bleed and has had its covering taken away from it, it must
    indubitably be weakened.

    Weil - das hört sich ja nicht so nett an. Das passt ihr offenbar nicht ins Konzept. Rosinenpickerei.

    Auch nicht:

    Zitat von Maimonides

    It is hard for a woman with whom an uncircumcised man
    has had sexual intercourse to separate from him.

    Ei, warum das denn nur? Weil der intakte Penis für Frauen beim Sex angenehmer ist?


    Und Maimonides gibt auch Gründe an, warum ein Junge als Baby verstümmelt werden soll, nicht später - ganz wie der Beschneidungspezialist Dr. Isik: Wenn die älter sind wollen die das nicht mehr. Die Selbstbestimmung des Mannes über seine Genitalien soll verunmöglicht werden.

    Babys wollen allerdings auch nicht, dass ihnen so nahe an ihren Hoden heftige Schmerzen zugefügt werden. Deswegen die Mimik und das Gebrüll.

    Zitat von Maimonides
    Code
    For this there are three wise  reasons. The first is that if the child were let alone until he grew up, he  would sometimes not perform it.

    Sometimes? Wohl eher: fast immer! Warum sollte ein Mann sich von etwas trennen was er schätzen gelernt hat?

    Zitat
    Code
    The second is that a child does not suffer 
    as much pain as a grown-up man....

    Längst widerlegter Quatsch. Für ein Baby ist das auch viel erschreckender weil es das nicht einordnen kann.

    Dann argumentiert M., dass es den Eltern bei einem Baby leichter fallen würde, weil sie ein Baby nicht so lieben wie ein einjähriges Kind.

    Zitat
    Code
    For the love of the father 
    and of the mother for the child when it has just been born is not like their 
    love for it when it is one year old...

    Wenn man schon Maimonides anführt, dann sollte man ruhig noch etwas mehr von ihm bringen, das rundet das Bild ab!

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Selbstbestimmung 30. Oktober 2026 um 18:32

    Hat den Titel des Themas von „Die Beschneidungsthematik im Religionsunterricht“ zu „Birgit Stampfl: Die männliche Beschneidung als religiöses Ritual und ihre Infragestellung“ geändert.
  • Zitat

    In der modernen Gesellschaft wird die Beschneidung häufig aus
    prophylaktischen Gründen vorgenommen, um beispielweise einer Vorhautverengung
    (Phimose) vorzubeugen.

    Bullshit! Nicht um einer Verengung vorzubeugen, sondern um eine solche Zu behandeln.

    Aber nach den neuen "modernen" Leitlinien nur, wenn es ernsthafte gesundheitliche Probleme durch die Verengung gibt und diesen nicht anders abgeholfen werden kann. Eine Verengung wächst sich in aller Regel bis zur Pubertät von selbst aus.

    Zitat

    Bei der Beschneidung im Kindesalter geht es primär um eine
    Vorbeugungsmaßnahme gegen Infektionen von Vorhaut und Eichel, Harnwegsinfektion,
    Phimose, Paraphimose oder Lichen sclerosus (eine Hauterkrankung).

    Nein, es geht überhaupt nicht um Vorbeugungsmaßnahmen. Es geht darum, dass der Sohn "so sein soll" wie der Vater. Dass der Vater sich nicht als Opfer fühlen muss. Und im weiblichen Fall, die Tochter so wie die Mutter. Doch sie werden nie so sein wie ihre Eltern.

    Der größte Risikofaktor für eine Genitalverstümmelung ist das, was mit Vater bzw Mutter gemacht wurde.

    Zitat

    Bei erwachsenen
    Männern soll durch diesen Eingriff die Gefahr gemindert werden, sich mit einer
    Geschlechtskrankheit anzustecken. Außerdem könne dadurch Karzinomen an Penis und Prostata vorgebeugt werden

    Dieser Unsinn wird ja leider ständig wiederholt. Komischerweise ist die Inzidenz von Geschlechtskrankheiten in den USA, wo zeitweise 90% der Jungen verstümmelt wurden weit höher als in Europa, wo die große Mehrheit der Männer genital vollständig ist.

    Der Peniskrebs ist eine eher seltene Krankheit alter Männer. Wer davor Angst hat kann sich selbstbestimmt zirkumzidieren lassen. Aber im Fall einer retrahierbaren Vorhaut ist diese Angst unbegründet, die Wahrscheinlichkeit extrem niedrig und nicht höher als bei vorhautlosen Männern. Das mit dem Prostatakrebs ist schlicht ein MÄRCHEN.

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Zitat

    Petra Schnüll formuliert es folgendermaßen: „Das
    anatomische Äquivalent zu „weiblicher Beschneidung“ wäre die teilweise oder komplette Amputation des Penis und nicht ʻlediglichʼ der Vorhaut“

    Petra Schnüll irrt.

    Von der Klitoris kann maximal 1/10 entfernt werden, der Rest ist intern. Es werden je nach Traditionsgemeinschaft z.T nur 1-2mm der Klitorisspitze entfernt. Eine Frau mit reduzierter Klitorisspitze ist in der Lage den Geschlechtsverkehr zu vollziehen, ein Mann ohne Penis ist das nicht. Es gibt Frauen, die nach Beschneidung der Klitorisspitze im Kindesalter von völlig zufriedenstellendem Sexualleben berichten. Genau wie im Kindesalter vorhautberaubte Männer haben sie keine Vergleichsmöglichkeit. Beide, Klitorisspitze und Vorhaut sind mit einer hohen Dichte von Nervenenden versehen. Beide sind wichtige Bestandteile des sexuellen Erregungssystems. Beide gehören dem Kind, nicht den Eltern und nicht der "Stammesgemeinschaft".

    Zitat

    Ursula Spuler-Stegemann spricht außerdem von dem
    „Phänomen, dass die [weibliche] Beschneidungen in manchen Gegenden des Sudan gerade unter Städterinnen und Akademikerinnen wieder ein Comeback feiern

    Ach, seltsam - es heißt doch immer Bildung würde gegen diese Tradition helfen!


    Zitat

    Warum sich Frauen FGM
    unterziehen bzw. FGM an Mädchen praktiziert wird, zeigt sich an den Gesellschaftsstrukturen in den diversen Ländern. FGM ist dort eng verbunden mit dem sozio-ökonomischen Status einer Frau.

    Frauen unterziehen sich in den seltensten Fällen einer "Beschneidung". Warum wird das vorangestellt? In aller Regel sind nicht einwilligungsfähige Mädchen betroffen.

    Sozio-ökonomischen Status?

    Das ist bei BGM nicht anders, siehe z.B. die Xhosa.

    Zitat von Nelson Mandela

    In meiner Tradition kann ein Unbeschnittener nicht die Güter
    seines Vaters erben, er kann nicht heiraten, er kann keine
    Stammesrituale leiten. … ein nichtbeschnittener Mann gilt
    überhaupt nicht als Mann, sondern als ein Knabe.

    Das ist ja eine "nette" Tradition!

    Zitat

    Zunächst ist hier jene Form der weiblichen Genitalverstümmelung zu nennen, die nicht sehr häufig praktiziert wird: die milde Sunna. Dabei versteht man das „Einstechen, Ritzen oder Entfernen der Vorhaut der Klitoris (vergleichbar der männlichen Vorhautbeschneidung)“

    Da versucht Stampfl diese Formen zu marginalisieren. "Nicht sehr häufig" ist falsch. Sie findet in Teilen Asiens zig-millionenfach statt.
    "vergleichbar der männlichen Vorhautbeschneidung" - findet Stampfl denn die Klitorisvorhautbeschneidung gerechtfertigt? Da KNEIFT sie.

    Zitat

    In den meisten Fällen erfolgt FGM vor dem Eintritt der Pubertät,
    im Alter von etwa vier bis zwölf Jahren.

    Ja, kiekste! In diesem Alter findet in den Regionen, wo GGM praktiziert wird auch BGM statt.

    Zitat

    Vermutlich wird der Eingriff deshalb in einem so
    frühen Alter durchgeführt, weil die Mädchen unter dem Gehorsam des Familienverbandes stehen, somit keinen Widerstand leisten und den Eingriff wahrscheinlich auch gar nicht erst infrage stellen

    Seltsam, genauso verhält es sich in Bezug auf Jungen!

    Zitat

    Im Qurʼān, dem Gesamtwerk der Offenbarungen an Muḥammad, wird die „weibliche Beschneidung“ mit keinem Wort erwähnt

    Und die Genitalverstümmelung von Jungen auch nicht. So what?

    Zitat

    Fachleute kritisieren an der FGM im Islam vor allem, dass hierbei das höchste Gebot der Scharia (das islamische Gesetz), nämlich die hurma, die „körperliche Unversehrtheit“, nicht gewahrt wird

    Soll man jetzt lachen oder weinen? Wird die „körperliche Unversehrtheit“ von Jungen denn gewahrt?

    Zitat

    Das wirkt sich besonders auf die Lebensgestaltung von Männern und Frauen aus und ist mitunter ein Grund, warum FGM in diesen Kulturen weiterhin existiert: ein Mädchen bzw. eine Frau, die sich FGM entzieht, wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Sie wird niemanden finden, der sie heiratet. Für eine Frau in Afrika bedeutet dies ein Scheitern ihrer Existenz

    Ja, schlimm. Bloß intakten Männern geht es in vielen "beschneidenden Kulturen" ebenso, s.o.. So what?


    Zitat

    Der Eingriff dient quasi der Reinigung. Hanny Lightfoot-Klein dazu: „Die Teile,
    die ihnen abgeschnitten werden, so erklärt man ihnen, sind übelriechende Unreinheiten, und wenn sie erst einmal die Beschneidung hinter sich haben, würden sie sauber und süß riechen, rein sein und sicherlich dem Mann gefallen, den sie dann heiraten werden“

    Ja, guck! Und auf die gleich Weise wird die Vorhaut dämonisiert.

    Zitat

    In vielen Ethnien ist man auch der Auffassung, dass sich FGM positiv auf den
    Gesundheitszustand einer Frau auswirke...

    Just diese Narrative halten sich gegenüber BGM auch hartnäckig, werden sogar von Stampfl selbst repetiert.
    Es gibt über die angebliche Schädlichkeit von Vorhaut und der Klitorisspitze jede Menge Aberglauben. Man muss ja Genitalverstümmelung irgendwie rechtfertigen.

    Bei dem länglichen Versuch, GGM als ganz total was anderes als BGM darzustellen legt Stampfl eine Bauchlandung nach der anderen hin.


    Zitat

    Es ist nochmals darauf hinzuweisen, dass der Eingriff keineswegs mit der männlichen Beschneidung gleichzusetzen ist.

    Das betont Stampfl laufend. Durch ständige Wiederholung soll der Leser eingelullt werden und das schließlich glauben.

    Es gibt allerdings viel mehr Parallelen als Unterschiede. Aber es kann nicht sein, was nicht sein darf!

    Was Stampfl seltsamerweise gar nicht auffällt: dass es GGM nur dort gibt, wo es auch BGM gibt. Wenn man gegen GGM vorgehen will muss man gegen beides vorgehen.

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Zitat von Birgit Stampfl

    Abraham war neunundneunzig Jahre
    alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde...

    Und für das gibt es natürlich verifizierbare, wissenschaftliche Beweise?

    "Beschnitten wurde"? Als er sich angeblich selbst beschnitten hat. Ohne Brille! Ein Wunder, dass er das überlebt hat! Dass von seinem Penis etwas übrig geblieben ist.
    Und dann hat er angeblich mit seiner 90-jährigen Frau ein Kind gezeugt. Noch ein Wunder!

    Glaubt Stampfl das ernsthaft?
    Glaubt sie auch, dass die Welt innerhalb von sieben Tagen entstanden ist, wie es auch in jenem Buch Genesis steht, wo auch die Geschichte von Abraham und Sarah steht? Was die Wissenschaft seit langem komplett anders sieht? Ja, wenn man Erzählungen wissenschaftlich überprüfen kann fallen sie oft in sich zusammen! Die römisch-katholiche Kirche hat ja auch 400 Jahre gebraucht um zu kapieren, dass die Sonne sich nicht um die Erde dreht...

    Und auch die "Sklaven" sollen verstümmelt werden - ob sie das wollen oder nicht. Ist Sklavenhaltung heute noch erlaubt? Nein, noch eine menschenfeindliche Tradition die abgeschafft wurde. Aber das zeugt aus welcher grausamen Zeit diese Vorschrift stammt. Als auch Homosexuelle und Ehebrecherinnen hingerichtet bzw ermordet wurden.


    Wohlgemerkt, wenn Menschen glauben, dass vor tausenden Jahren eine 90-Jährige Frau schwanger wurde und ein Kind gebar oder, dass die Welt an sieben Tagen entstand, dass der "erste" Mensch aus einem Klumpen Lehm entstand und die "erste" Frau aus einer Rippe - die meisten Menschen sehen das anders, aber so etwas zu glauben ist legitim. Genitalverstümmelung von Kindern aber ist nicht OK. Genauso wenig wie die Züchtigung von Kindern oder die Verweigerung von lebensrettenden Bluttransfusionen für Kinder.
    Kinder haben ein Recht darauf in der Schule die wissenschaftliche Sicht über die Welt- und Erdgeschichte und die Evolution zu erfahren.
    Auch, wenn das ihren religiösen Eltern nicht passt. Die Religionsfreiheit hat Grenzen. Aber das ist wohl an einer "Katholisch-Theologischen Fakultät" schwer vermittelbar.

    Stampfl geht auch auf die Beschneidungsdebatte im Judentum im 19. Jahrhundert ein. Wo sich die Reformer (im Sinne einer Abschaffung) leider nicht durchgesetzt hatten. Aber von Abraham Geiger - nix!

    Zitat von Abraham Geiger

    I am unable to support circumcision with any conviction, just because it has always been so highly regarded. It remains a barbaric, bloody act which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice which once consecrated the procedure has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal practice that should not continue no matter how much religious sentiment may have clung to it in the past. Today, it is perpetuated only by custom and fear, to which we surely do not want to erect temples


    Interessant ist, wie Stampfl mit dem Thema "Schmerz" umgeht. Der Schmerz wird fast völlig ausgeblendet. Es gibt ein Unterkapitel "Schmerz, Psyche und Trauma" aber - da geht es nicht um den Schmerz während und nach dem Übergriff. Sondern um das "Schmerzgedächtnis".
    Und es schließt mit

    Zitat

    Außerdem ergab eine Studie aus dem Jahr
    2012, dass die jeweiligen kulturellen Gegebenheiten in jenem Land, in dem die beschnittenen Jungen aufwachsen, ausschlaggebend für eine gesunde Psyche sind – ist die Beschneidung in der jeweiligen Gesellschaft sozial bzw. kulturell verankert, wirkt sich dies positiv auf den psychischen Gesundheitszustand der betreffenden Jungen aus

    Und diese "Studie" ist, man ahnt es - von Morris und Waskett. Nicht wegen seines intakten Penis gemobbt zu werden wirkt sich positiv aus? Würde niemand verstümmelt gäbe es auch kein Hänseln und kein Mobbing!

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

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