Also, ich bin eher vorsichtig mit dem Wort "Verstümmelung" in öffentlichen Diskussionen - viele beschnittene Männer fühlen sich dadurch nämlich abgewertet. Manche fühlen sich selbst ja ganz ok mit ihrem Zustand und wenn ich sie dann als Verstümmelte bezeichne, finden sie das nicht in jedem Fall toll. Auch muss man sich überlegen, auf welchem Horizont die durchschnittliche Leserschaft steht und welche Wirkung meine Wortwahl auf sie hat - auf die Befürworter nehme ich indes keine Rücksicht. Dass die immer heulen, wenn man nicht von harmloser, traditionsreicher Körperveredelung spricht, dürfte klar sein. Da bin ich hart: nicht mein Problem! Die Dinge müssen beim Namen genannt werden. "Vorhautamputation" ist erst mal ein guter Kompromiss in manchen Diskussionen, je nachdem halt.
Gleichwohl geht es hier um Genitalverstümmelung, um nichts anderes. Wo es angebracht ist, muss das auch gesagt werden. Gerade wenn Beschnittene selbst davon sprechen, haben das die anderen halt zu fressen. Ende der Blümchen-und-Bärchen-Romantik.