ZEIT-Leser Avi Steinberg über sich und seine Familie

  • "In einer aufgeklärten Gesellschaft, in der die Menschenwürde das höchste Gebot ist, ist diese Tradition moralisch nicht vertretbar und sollte strafbar sein. Die Beschneidung verstößt zudem gegen das hohe Gebot der Nächstenliebe, das ja gerade im Judentum betont wird.", so Avi Steinberg.

    Damit ist nun wirklich ein Fass für die Diskussion innerhalb des Judentums aufgemacht. Avi Steinberg äußert sich als ZEIT-Leser. In der ZEIT hatte sich auch Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, geäußert und in puncto Beschneidung gefragt: "Wir haben so vieles abgeschafft, was in der Thora steht, warum nicht auch das?" Da habe ich schon gedacht: WOW!

    Manche haben Kramers Meinung sehr fragwürdig mit dem Umstand kritisiert, dass Kramer ja (nur) zum Judentum konvertiert sei und keinen jüdischen Stammbaum habe. Nun äußert sich der Ur-Ur-Urenkel einer im orthodoxen Judentum hoch geachteten Autorität, des Chatam Moses Sofer Schreiber (1762 Frankfurt am Main - 1839 Pressburg/Bratislava). Und Avi Steinberg weist auch gleich den Weg für die halachische Diskussion, indem er sagt: "Die Beschneidung verstößt gegen das hohe Gebot der Nächstenliebe." WOW !!!

    Hier ein Bild seines Ur-Ur-Urgroßvaters auf einer slowenischen Briefmarke:
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  • Ich finde den Artikel deswegen so schön, weil er so unaufgeregt ist. Niemand wird beschuldigt, verurteilt, angegriffen. Er stellt fest, wie es war und fragt sich, ob es weiterhin so sein muß.
    Ein ganz großes Lob!
    Ob in den nächsten Tagen das Kontrastprogramm kommt?

  • Bei manchen Artikeln würde ich statt von "Gegenfeuer" eher von" vorsätzlicher Brandstiftung" oder " Heckenschützenmentalität" sprechen....
    Warten wir es ab.....

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