Ö1: "Nur ein Stück Haut?"

  • Zitat

    Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

    Nur ein Stück Haut?
    Von Gabriele Anderl

    Im Judentum und im Islam gilt die Beschneidung von Buben als zentraler Bestandteil der religiösen Pflichten. Auch in vielen nicht islamisch geprägten Gesellschaften Afrikas ist dieser Brauch weit verbreitet. Meist als Initiationsritus, der die Aufnahme des Jugendlichen in die Gemeinschaft der erwachsenen Männer symbolisiert.
    Für Juden besiegelt die Zirkumzision, "Brit Mila", den Bund mit Gott. Sie wird am achten Tag nach der Geburt von einer speziell ausgebildeten Person, dem Mohel, der oft gleichzeitig Arzt ist, durchgeführt. Muslimische Buben werden vielfach erst später, jedenfalls aber vor Vollendung des 14. Lebensjahres beschnitten, mit oder ohne Betäubung. Sie werden mit festlichen Kostümen bekleidet, das Kinderzimmer wird für die Feier aufwendig geschmückt. - Vor allem in europäischen Ländern wird die religiös motivierte Beschneidung Minderjähriger in den letzten Jahren kontrovers diskutiert.
    Ein konkreter Vorfall in Österreich zeigt, dass bei Komplikationen rasch der Vorwurf laut wird, ein Kind werde einem medizinisch nicht notwendigen Eingriff und damit vermeidbaren Gefahren ausgesetzt. Die Beschneidung sei eine Verletzung fundamentaler Kinderrechte. Andererseits steht der Verdacht im Raum, dass dieses Argument gerade in Ländern mit einer langen Geschichte des Antisemitismus und anderer Formen religiöser Intoleranz besonders lautstark artikuliert wird.

    "Andererseits steht der Verdacht im Raum, dass dieses Argument gerade in Ländern mit einer langen Geschichte des Antisemitismus und anderer Formen religiöser Intoleranz besonders lautstark artikuliert wird."

    Ja, nee ist klar. Die lauteste Kritik kommt ja aus dem Iran und von der Hamas und der Hisbollah... :thumbup:

    Verletzung fundamentaler Kinderrechte - andererseits - Antisemitismus.
    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

    http://oe1.orf.at/player/20170903/485437

    There is no skin like foreskin

  • Zitat

    Im Judentum und im Islam gilt die Beschneidung von Buben als zentraler Bestandteil der religiösen Pflichten.

    Und das in der Reihe:

    Zitat

    Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

    Was haben religiöse Pflichten mit Wissenschaft zu tun? Bei Religiösen Pflichten geht es nicht um Wissen- sondern um Glaubenschaft!

    Oder ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich ein gewisser Herr Abraham im greisen Alter von 99 Jahren ohne Brille selbst die Vorhaut amputiert hat und anschließend seine gerade mal 90 Jahre junge Frau geschwängert hat, die bis dato unfruchtbar war und dann im Alter von 175 Jahren verstorben ist?

    There is no skin like foreskin

  • Boah, das war ja noch schlimmer als ich befürchtet hatte, noch schlimmer als unsere deutschen ÖR - ich habe es gleich mal verschoben - einseitiger geht kaum noch. 8o =O <X :S :rolleyes: *Brech* :wacko: :FP01 *Kotz*

    Müssen die Ösis auch Zwangsabgaben für solchen billigen Propagandaschrott bezahlen?

    Aber offenbar ging es um eine andere, beinahe tödlich verlaufene Komplikation bei einem Jungen der Bluter ist.

    There is no skin like foreskin

  • Man hat ja auch nur Jungenverstümmelungs-Fans zu Wort kommen lassen und keinen einzigen Kritiker.
    Ausgewogenheit? Können wir nicht - wir können nur Meinungsmache!

    Was für ein Scheiss.


    Richtig, und um den Scheiß nachträglich zu hören soll man auch noch 39 Euro abdrücken, die haben ja einen Knall :rolleyes: :

    http://oe1.orf.at/programm/20170904/485495

    Garniert mit einem Bild von lehmverkrusteten schwarzen Jungen in Afrika, und dann geht es nur um Judentum und Islam.

    There is no skin like foreskin

  • Zitat

    Andererseits steht der Verdacht im Raum, dass dieses Argument gerade in Ländern mit einer langen Geschichte des Antisemitismus und anderer Formen religiöser Intoleranz besonders lautstark artikuliert wird.

    Das beste Beispiel sind ja die USA mit Intact America, Bloodstained Men, Foreskin Pride Paraden, Jews against Circumcision, der 2011er Initiative in San Francisco.... Die USA, das Land mit einer langen Geschichte des Antisemitismus und anderer Formen religiöser Intoleranz... :rolleyes:

    There is no skin like foreskin

  • Schön, wie sich da Eltern und Ärzte gegenseitig die Schuld in Schuhe schieben. Auf die Idee, dass Eltern nicht ohne Grund operieren lassen und Ärzte nicht ohne Grund operieren und somit beide Seiten schuld sind, kommt wohl niemand.

  • Bei der Autorin scheint es sich um die Historikerin Gabriele Anderl zu handeln.
    Dieser wurde im Vorjahr der Leon Zelman Preis verliehen.
    Zelman war langjähriger Leiter des Jewish Welcome Service in Wien:

    Zitat

    Ihr Engagement und ihre Empathie spiegeln sich nicht nur in ihrer wissenschaftlichen Arbeit wider sondern auch in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement für die Menschenrechte“, so die Begründung der Jury.

    Dass Kinder auch Menschen sind und auch Rechte haben, so weit reicht ihre Empathie offenbar nicht.

    Zitat

    Die Auszeichnung...
    Sie ergeht an Personen, Projekte und Organisationen, die sich für Dialog, Erinnern und das Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus verdient gemacht haben.

    Na, dann muss man natürlich auch ganz doll mit Antisemitismus!!!!einself-täterä!!! kommen, und damit kommt Anderl auch prompt.

    https://www.ots.at/presseaussendu…gabriele-anderl

    Kritiker oder unter ihrem Verlust leidende Männer kamen nicht zu Wort, und so konnten sich Gabriele Anderl, der Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Wien Schlomo Hofmeister, Carla Amina Baghajati (Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Religionsinspektorin, Mitglied des obersten Rates der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich) und der Kinderarzt Timothy Smolka (Gründer des jüdischen Chors in Wien - in der Sendung sangen dann auch alle wunderschön im Chor :D ) elegant und ungestört gegenseitig die Bälle zuwerfen.
    Journalismus wia in Saudi-Arabien.

    There is no skin like foreskin

  • Ja, die Mutter ist ja auch auf die Idee gekommen, dass die Ärzte was falsch gemacht haben könnten. Aber an die eigene Nase fasst sich da niemand. Hätten sich nur eine der beiden Seiten richtig verhalten, wäre das alles nicht passiert und das Kind wäre gesund und glücklich gewesen.

  • Noch ein paar Ergänzungen zu dieser Propagandasendung:

    Zitat


    Beide [Hofmeister und Baghajati] betonen die fundamentale Bedeutung der Beschneidung von Jungen in ihrer jeweiligen Religion zukommt.
    Und doch flammen immer wieder heftige Debatten rund um das kleine Stück Haut auf....

    Ja seltsam, über dieses "kleine Stück" bei Mädchen auch.
    Hier wird schon klar, dass die Titelfrage "Nur ein Stück Haut?" rhetorisch gemeint war. Im Sinne von Anderl & Co. ist es sogar nur ein kleines Stück Haut.
    Keine Rede von den vielfältigen Funktionen der Vor-Haut (die nicht einmal auch nur bei ihrem Namen genannt wird, keine Rede vom Frenulum, keine Rede davon, dass es sich bei dem angeblich kleinen Stück um rd. 50% der erogenen Oberfläche des Penis handelt.

    Zitat


    Das folgende Posting in einer Wiener Tageszeitung ist noch vergleichsweise dezent formuliert:
    "Rechtslage hin oder her - für mich ist das brutale Verstümmelung eines kleinen und völlig wehrlosen Wesens ohne jede medizinische Notwendigkeit - und so etwas wird in einer "humanen" Gesellschaft geduldet - wirklich abstoßend".

    An dieser Stelle soll sich der Zuhörer wohl wieder mal gefälligst empören - natürlich nicht über die Genitalverstümmelung von Jungen, sondern über das Posting.
    Allerdings handelt es sich objektiv um ein "kleines und völlig wehrlosen Wesen" es geschieht objektiv "ohne jede medizinische Notwendigkeit", es handelt sich bei der Amputation von sensiblem, funktionalen und gesunden Gewebe von der Genitalien von Kindern logischerweise um eine "Verstümmelung", wie "brutal" das passiert hängt von den Umständen ab.
    "Abstoßend" ist eine solche Kindesmisshandlung für alle, die Empathie für Kinder haben und die kein kulturelles Brett vor dem Kopf haben.
    Für die Vorhaut ist sie auf alle Fälle "abstoßend", für immer.

    Und dann gleich der nächste Satz, der das Postings vermtl. der Absurdität überführen soll:


    Zitat

    Manche Schätzungen gehen davon aus, dass fast ein Drittel der männlichen Weltbevölkerung beschnitten sei.


    Ach so, ist klar, wenn das mit einem Drittel der Jungen gemacht wird kann das ja gar nicht eine brutale Verstümmelung eines kleinen und völlig wehrlosen Wesens ohne jede medizinische Notwendigkeit sein, ist ja logisch.

    https://www.google.de/search?q=circu…s&tbm=isch&sa=X

    https://ulwaluko.co.za/Photos.html

    Weil eine eine brutale Verstümmelung ja nur mit 1/15 der kleinen und völlig wehrlosen weiblichen Wesen gemacht wird.

    Zitat


    ....oder einfach auch hygienischen Gründen.

    Was die Seife für dieses "kleine Stück Haut" kostet! Und das Wasser! Sollte man die Ohren nicht auch gleich..? Und bei Mädchen, all diese Hautfalten da unten, was sich da alles ansammeln kann!

    There is no skin like foreskin

  • Ich denke, es ist deutlich geworden, dass es sich hier um eine gezielt tendenziöse Sendung handelt.
    Eine faktenbasierte und Empathie für die Opfer empfindene Sichtweise soll verhindert und generell delegitimiert werden.

    Das ist reaktionär und klingt als sei die Welt irgendwann im letzten Jahrhundert stillgestanden.

    Über so etwas Hilfloses kann man nur den Kopf schütteln.

    Informationen lassen sich nicht aufhalten.

  • Zitat

    Ob dem Kind mit dem Eingriff Schmerz zugefügt wird Schlomo Hofmeister, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Wien sieht gerade bei der frühen Beschneidung, wie sie im Judetum üblich ist keinen Grund zur Sorge.
    "Wenn es korrekt durchgeführt wird - das ist immer die Voraussetzung, dass die Beschneidung korrekt durchgeführt wird und auch die Bandage korrekt gelegt wird, hat da Kind bereits wenn die Bandage gelegt wird meistens keine Schmerzen mehr und schläft ein oder trinkt bei der Mutter und ist ruhig.


    Kein Wort von Betäubung, kein Wort, dass dem Jungen Alkohol verabreicht wird.
    Kein Wort von hochrotem, schmerzverzerrten Gesicht und minutenlangem fortissimo-Gebrüll.


    Zitat

    Schlomo Hofmeister geht davon aus, dass mehr als 99% aller jüdischen Männer beschnitten sind.

    Noch mehr? So 99,99%?

    Seltsam Michael Brenner, der sich auf dem Gebiet eigentlich auskennen sollte schätzte, "dass die Mehrheit der Juden in Deutschland nicht beschnitten ist"


    Zitat

    Abraham... der Gemäß der Überlieferung im Alter von 80 Jahren...

    Mal 80 Jahre, mal 99 Jahre, ach, was weiß man schon genau... Hauptsache, kaputt machen!

    Zitat von Hofmeister

    Der Mohel...hat..ausgebildet zu sein... um die Beschneidung sowohl entsprechend den medizinischen Standards als auch gemäß der jüdischen Vorschriften korrekt durchführen zu können"

    Et voilà, die Quadratur des Kreises!
    Zumal die "jüdischen Vorschriften" auch noch je nach Fraktion unterschiedlich gesehen werden. Z.B. "natürlich ohne Betäubung!" oder mit "oral suction"....

    Zitat

    Der Wiener Politikwissenschaftler und Islamexperte Thomas Schmiedinger...übte in einem Kommentar in der Wiener Zeitung heftige Kritik an dem, was er atheistischen Fundamentalismus nennt.

    So kann man Dinge auch auf den Kopf stellen!
    Wenn etwas "fundamentalistisch" ist, dann die bronzezeitliche Tradition, gesunden Kindern die Genitalien zu verstümmeln in der heutigen Zeit noch durchzuführen.

    Zitat

    Die "männliche" Beschneidung werde von den neuen Atheisten dazu missbraucht, Juden und Muslime zu diabolisieren.

    Atheisten? Wenn 70% der Deutschen BGM verboten sehen wollen und ca. 2/3 der Deutschen religiös sind braucht man keine höhere Mathematik um zu kapieren, dass die Jungenverstümmelung auch von der Mehrheit der religiösen Deutschen abgelehnt wird.

    Wenn etwas "diabolisiert" wird, dann die Vorhaut. Mit allen Mitteln.

    Zitat

    Sie würden dabei an Jahrhundertealte antisemtische Stereotype von angeblich blutrünstigen und archaischen Praktiken dieser Religionen anknüpfen.

    Ja freili, diese "hochaktuelle" alte Klamotte von den geschlachteten Christenkindern (blood libel) darf nimmermehr fehlen!

    Und natürlich muss der auch von Juden kritisierte Holocaust-Vergleich von Ariel Muzicant wieder aufgewärmt werden, man ist sich für nichts zu schade bei Ö1:

    Zitat

    Ein Beschneidungsverbot wäre der Versuch einer neuerlichen Schoa, einer Vernichtung des jüdischen Volkes gleichzusetzen, nur dies mal mit geistigen Mitteln.

    There is no skin like foreskin

  • Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus ob so viel Ignoranz und bewussten Falschaussagen.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Naja man kennt das doch.
    Dieses bewusste Wegschauen und im eigenen "Toleranz"-Gefühl masturbieren.
    Dabei die Stirn runzeln und sich als Bewahrer von Werten aufspielen. Und ausblenden, auf welchem Rücken das alles ausgetragen wird.

    Damit meine ich die zuständige Redaktion.

    Dass religiöse Lobbyisten ihre Thesen aufstellen und dabei vor keiner (Selbst-)Manipulation zurückschrecken, ist nichts Neues.

  • Es war noch viel unterirdischer als ihr euch vorstellen könnt!

    Nach meinem Empfinden ging es in der Sendung darum, die Jungenverstümmelung als "unabdingbar" hinzustellen (alles was mit der jüdischen oder muslimischen BGM zu tun hat, wird mit einer beschwingten, fröhlichen, geradezu euphorischen Stimme vorgetragen), ganz besonders aber darum, die Befürworter kindlicher genitaler Autonomie in möglichst drastischer Weise zu diffamieren.

    Allerdings haben die mir mit ihrem Javashit mitten drin den Browser weggeschossen, und da ich immer einige tausend Tabs geöffnet habe ^^ dauerte es lange, bis der wieder hoch kam. So konnte ich einen Teil der Unterstellungen gar nicht aufzeichnen.

    Zitat

    "...und Schächten. In beiden Fällen"..."Heute ist es auch nicht mehr so modern, sich als Antisemit zu geben, weil man kann sich dann als Anti-Moslem ausgeben und das kommt viel besser an in der Öffentlichkeit."

    Zitat

    2012 war die Debatte von Deutschland auch auf Österreich übergeschwappt, wo sie ebenso polarisierte.

    Seht her, das kommt alles von den Piefkes! Und polarisieren ist doch schlecht, böse, oder?

    Zitat

    Carla Amina Baghajati vom obersten Rat der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich meint dazu:

    Zitat von Baghajati

    Ich würde mir wünschen, dass gerade auch in Europa, wo man stolz auf den Wert der Aufklärung ist man erkennt, dass zum Aufgeklärtsein auch gehört, dass es keinen Aufklärungsfundamentalismus geben darf im Sinne von "Religion ist am besten in der Mistkübel der Geschichte"


    Ebenso hat vermutlich vor 400 Jahren die Kurie reagiert, als Galileo Galilei keck behauptete, die Erde bewege sich um die Sonne. Und später, als Darwin mit der Evolutionstheorie kam...

    Das reale Leben ist kein Wunschkonzert, aber wenn Baghajati sich was wünscht kann ich mir ja auch was wünschen:
    Ich würde mir wünschen, dass Baghajati aufhörte Feindbilder an die Wand zu projizieren, die es so gar nicht gibt. Dass sie es schaffte zu differenzieren zwischen Schutz von Kindern vor Schmerz, Angst, Trauma, Verletzung auf der einen und Atheismus auf der anderen Seite.
    Und dass sie begriffe, dass Aufklärung das genaue Gegenteil von Fundamentalismus ist. "Aufklärungsfundamentalismus" ist wie " Dunkel war’s, der Mond schien helle", ein Oxymoron.

    Zitat

    Wie eng das Thema Beschneidung mit Vorurteilen gegen bestimmte religiöse Gruppen verflochten ist zeigen Beobachtungen des Wiener Kinderarztes Timothy Smolka im Zusammenhang mit mediziisch indizierten Beschneidungen bei Phimose also Vorhautverengungen:

    "wenn der Urologe sich das angeschaut hat und gesagt hat: "da bleibt nur noch eine Zirkumzision" bei manchen Eltern dann gehandelt wurde um jeden Millimeter, es wurde nicht ausgesprochen, aber es war ganz klar, dass sie Angst gehabt haben, dass das Kind wie ein Jude oder ein Moslem ausschaut.

    Ach, es wurde nicht ausgesprochen? Herr Smolka ventiliert hier seine anti-antisemitischen Phantasien?
    Auf die Idee, dass es den intakten Vätern klar sein könnte, dass die Vorhaut Sinn und Funktionen hat kommt der Gründer des jüdischen Chors in Wien erst gar nicht?
    Vielleicht sollte die Eltern besser eine zweite Meinung einholen bei einer angeblichen Phimose?

    Zitat

    Dabei werde mit ganz unverdächtigen Vokabeln wie dem Kindeswohl, Kinder- und Menschenrechten OPERIERT, doch gleichzeitig die Frage aufgeworfen, ob die Beschneidung überhaupt mit den europäischen Grundwerten vereinbar sei.


    Äh, operiert? Wer bitteschön operiert? Bzw. amputiert?
    "Doch gleichzeitig" - wo ist denn der Gegensatz?
    Sind Kindeswohl, Kinder- und Menschenrechte jetzt keine europäischen Grundwerte mehr?
    Und dass die Frage nach der Vereinbarkeit aufgeworfen wird ist "verdächtig"?

    Zitat von Baghajati

    Es gibt Vokabeln, die mir persönlich auch sehr, sehr wichtig sind, z.B. die Vokabel "Kindeswohl". Ich bin selbst im Bildungsbereich tätig und das Kindeswohl und die Kinderrechtskonvention sind mir ganz, ganz wichtige Texte nach denen ich handle und deren Rechte ich auch gesichert sehen möchte.
    Aber wenn im Diskurs die Vokabel dann in einer Weise gebraucht wird, dass sie doch eher darauf abzielt Religionsfreiheit für bestimmte Gruppen ein Stück abzugraben, dann wird es ungemütlich.


    Was mir hier verdächtig vorkommt ist das "sehr, sehr" und das "ganz, ganz" - das ist mir verdächtig dicke. Das zeugt von Unsicherheit. Wie das Pfeifen im dunklen Keller.

    Stehen einzelne Religionsgemeinschaften über dem Gesetz? Hat man nicht von der Religionsfreiheit der Zwölf Stämme ein Stück abgegraben? Ungemütlich, dass der Staat da eingegriffen hat?

    Dann wird es ungemütlich? Ungemütlich wird es für Babys, wenn das Messer durchs Fleisch gezogen wird. Das stelle ich mir sehr ungemütlich vor.
    Ungemütlich ist auch die Angst von kleinen Jungen vor der GM, sind die unvermeidbaren Schmerzen, die hypersensible Eichel, UNGEMÜTLICH! Recht ungemütlich können auch Komplikationen und Spätfolgen sein.

    There is no skin like foreskin

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