Meine Beschneidung, meine Verstümmelung, meine Kastration im Namen Gottes

  • Nein. (Deine Frage ist nicht blöd sondern berechtigt) Die Juristen müssen sich ihre eigene Meinung über die Rechtslage bilden und diese dann auf Verfassungsprinzipien gründen. Denn sie können im Falle eines anhängigen Verfahrens ein Gesetz dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorlegen, falls sie es für unwirksam halten (dieses Verfahren nennt man "Normenkontrolle").

    Darüber hinaus muss jetzt schon daran gearbeitet werden, wichtigen Schaltstellen wichtige Informationen zukommen zu lassen - auch das Verfassungsgericht arbeitet am Ende aller Tage nicht von einem abgelegenen Stern aus.

  • Also das Forum ist einfach abgefahren.
    Auf der Startseite gibt es jetzt eine globale Ankündigung.

    Die kann man global (also auf jeder Seite) aktivieren oder nur auf der Startseit. Letzteres habe ich gewählt.

    Wenn ihr jetzt noch, im nächsten Post, den Text formulieren wollt, der da rein soll (Maria.... darf ich bitte? ^^ )

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • ...Du meintest ich soll einen Text formulieren, der dann auf der Startseite erscheint? Oder machst Du das und verwendest dafür meine Formulierungen und Links? Guy, ich bin zwar eine Frau, aber ich mag dieses männliche Attitüde, eine klare Ansage zu machen. :D

    Zudem denke ich, dass es nützlicher sein könnte, den Deutschen Richterbund sowie die Professoren anzuschreiben, die sich das Thema Knabenbeschneidung zum Steckenpferd gemacht haben, als Strafanzeige zu erstatte. ;)

  • aber ich mag dieses männliche Attitüde, eine klare Ansage zu machen


    Gut, ich bin zwar geübt in Venus-Deutsch, aber ich schalte gerne und ohne Schwierigkeit auf Mars-Deutsch um.

    Du formulierst gut, Maria, also bitte ich Dich, einen 3-Zeiler zu bauen, der eventuell in ein bestimmtes Thema lenkt, das wir zuvor noch schaffen können, unter "Rechtliche Aspekte", wo nur wenige Schreibrechte haben, damit dort klare und zusammenhängende Anweisungen stehen, wie man sowas am Besten macht und warum man es macht.
    Dafür kann ich auch einzelne vorhandene Posts dorthin kopieren.
    Wäre das eine gute Methode? :love: ?
    Gibt es bessere Vorschläge?

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Können wir hier einen Trend machen, in denen Informationen und Hilfen für Männer, die ihre Ärzte anzeigen wollen, zusammengetragen werden?

    genau das war der Vorschlag von Baba... ein eigenes Thema.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Genau das habe ich gemeint. Meine Strafanzeige zieht sich schon über drei Seiten und es wird sehr lange dauern bis mein juristischer Weg zuende ist. Ich habe mir etwas vorgestellt, wo man kurz und knapp lesen kann, was man für eine Anzeige braucht, was man den Polizisten sagt, wenn sie die Anzeige nicht aufnehmen wollen, welche Anwelte sich auf dieses Recht spezialisiert haben, dass man beim Amtsgricht gratis eine Inhaltsprüfung der Vorwürfe bekommt und gegebenenfalls auch Prozesskostenhilfe bekommt und so weiter.

  • Ich LIEBE Mars-Deutsch! :P

    Also dann mein Vorschlag:

    Bitte melden Sie sich als Betroffener bei Juristen zu Wort!

    Um die Rechtslage der Beschneidung zu beurteilen, ist es auch für Juristen wichtig, Leidensgeschichten Betroffener zu kennen. Juristen müssen sich eine eigene Meinung über eine Rechtslage bilden können - und zwar gerade jetzt! Dafür ist es wichtig, dass sie nicht von falschen Tatsachen ausgehen - wie etwa der, Beschneidung sei harmlos und sie diene dem Kindeswohl.



    1. Der Deutsche Richterbund

    Im Deutschen Richterbund sind Richter und Staatsanwälte vereinigt. Falls es tatsächlich dazu kommen sollte, dass ein Gesetz pro Beschneidung verabschiedet wird, hat ein Gericht bei einem anhängigen Verfahren die Möglichkeit, dieses Gesetz dem Verfassungsgericht zur Prüfung vorzulegen - wenn es der Ansicht ist, das Gesetz sei verfassungswidrig. Zu dieser Ansicht muss das Gericht aber erst einmal kommen.

    Die Leidensgeschichten beschnittener Männer sind von großer Bedeutung, wenn es darum geht, die Beschneidung Minderjähriger rechtlich zu bewerten. Auch wenn es sehr ungewöhnlich sein mag, dem Richterbund Erfahrungsberichte zukommen zu lassen und wenn wir nicht wissen, wie er damit umgehen wird, halten wir diese Informationen für sinnvoll.

    Gerne dürfen Sie den hier vorformulierten Brief verwenden, in dem Sie Ihren Erfahrungsbericht einbetten können (wenn und soweit Sie sich mit dem vorgegebenen Inhalt identifizieren):


    "Deutscher Richterbund
    Herrn Oberstaatsanwalt Christoph Frank
    Kronenstr. 73/74
    10117 Berlin

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrter Herr Oberstaatsanwalt Christoph Frank,

    Ich halte das Urteil des LG Köln für richtig und kann die Wertung Ihrer Kollegen nur unterstützen, dass das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit nicht durch religiöse Überzeugungen der Eltern beeinträchtigt werden darf. Ich bin auch beschnitten worden. Weil einige Befürworter der Beschneidung argumentieren, sie diene dem Wohl des Kindes, habe medizinische Vorteile und würde keine Beeinträchtigungen nach sich ziehen, möchte ich Ihnen hiermit meinen Fall schildern. Ich hoffe, dass Ihnen das bei der Beurteilung der Rechtslage hinsichtlich der Beschneidung von Jungen weiterhelfen wird. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    (Fallbeschreibung)

    Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass auf der Internet-Seite "www.beschneidung-von-jungen.de" einige medizinische Studien zu dem Thema aufgeführt werden, deren Inhalt ich durch meine eigene Erfahrung bestätigen kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    (...)"


    Das ist nur ein Service und soll Sie nicht daran hindern, Ihren Brief vollständig selbst zu formulieren.
    Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie UNBEDINGT selbst und persönlich Erfahrungen mit Beschneidung gemacht haben müssen!
    Das "Zumüllen" des Richterbundes mit allem anderen ist kontraproduktiv! Dann werden auch die wichtigen Mitteilungen der Beschnittenen überlesen!



    2. Universitäten

    Wir halten es für sinnvoll, Professoren, die sich schon lange und intensiv mit dem Thema Beschneidung befassen, solche Beschreibungen zukommen zu lassen. Deren rechtliche Wertungen finden Gehör - bei Gerichten, Anwälten und Ermittlungsbehörden. Nicht selten können sich Juristen, die sich gegen Beschneidung aussprechen, auf nichts anderes berufen als auf die Beschreibung Necla Keleks über die Beschneidung ihrer Cousins.

    Wir empfehlen daher beschnittenen Männern, folgende Juristen anzuschreiben und ihnen von ihrem Fall zu erzählen:


    Prof. Dr. iur. em. Rolf Dietrich Herzberg
    Postfach 102148
    44721 Bochum


    Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Günter Jerouschek

    Friedrich-Schiller-Universität
    07737 Jena


    Prof. Dr. Holm Putzke, LL.M.
    Nikolakloster (Raum 430)
    Innstraße 40
    94032 Passau


    Bitte schreiben Sie NUR dann, wenn Sie aus eigener, persönlicher Erfahrung von den Folgen der Beschneidung berichten können!

    Edited 12 times, last by Maria Werner (August 23, 2012 at 5:42 PM).

  • .. ich darf Babas Einwand wie folgt umsetzen:

    Gerne dürfen Sie den hier vorformulierten Brief verwenden, in dem Sie Ihren Erfahrungsbericht einbetten können (wenn und soweit Sie sich mit dem Inhalt identifizieren können):
    (...)

  • Also, Die Startseite ist geändert, mit dem Einleitungstext von Maria, der dann auf das neue Thema verzweigt.

    Allerdings habe ich das Thema gegen Antworten gesperrt, um zu vermeiden, daß dort diskutiert wird.

    Solltet ihr da was posten, bitte an mich oder Nephalim per Private Message schicken. Wir stellen das dann dort rein.
    Baba, den Text deiner Anzeige könntest du als Word-DOC hier posten, als Vorlage/Beispiel, damit man es den Leuten möglichst einfach macht. Ich verschieb den Post dort hin.

    Überhaupt könnt ihr hier posten, mit dem Einleitungssatz,
    "bitte nach Thema "Bitte melden Sie sich als Betroffener bei Juristen zu Wort!" verschieben."

    OK?

  • Admin, mit dem vorformulierten Brief hatte ich das gemeint, was ich weiter oben aufgeführt hatte, darum waren da die Pünktchen.

    Bei den unteren Pünktchen kommen dann noch die Adressen alle rein.

    Warte, ich mache das gleich mal noch... :rolleyes:

  • So, ich hab mit meiner ehemaligen Kinderärztin geredet. Das ist ja eine ganz liebe Dame. Sie hat mich sofort erkannt und wusste noch meine ganze Krankheitsgeschicht auswendig.

    Ergebnis:
    Meine Krankenakte ist noch vorhanden. Sie hatte Unterlagen über ein Beratungsgespräch wegen einer Wunschbeschneidung, die aber nicht bei ihr in der Praxis stattfand. Meine Vorhaut war ohne Aufwand abziehbar --> keine Phimose. Sie hat mich auf mein Untersuchungsheft für Kinder hingewiesen. In dem steht auch, dass ich mit fünf keine Phimose hatte. Jetzt fühle ich mich auch sicherer, da das Krankenhaus mich jetzt nicht mehr wegen Verleumdung anzeigen kann. Ich war zu aufgebracht und habe zu überstürzt gehandelt.

    Aber sie war sehr überrascht, dass es sexuelle Probleme mit der Beschneidung geben kann. Die Dame ist mittlerweile ziemlich alt und wusste scheinbar nichts von Nerven in der Vorhaut oder von Absterben der Nerven in der Eichel. Auch ihr hat es sichtlich leid getan, mein Unglück zu sehen. Sie hat versprochen neue Studien zu studieren um Eltern besser aufklären zu können. Ich habe in den letzten Wochen so viele schlechte Ärzte gesehen, dass es gut tat eine zu finden, die sich wirklich um ihre Patienten kümmert und das beste für sie wünscht.

    Ich werde einen Brief an meine Krankenkasse vorbereiten und sie auffordern andere Krankenkassen über den Betrug zu informieren. Auch werde ich mich mit der Ärztekammer in Verbindung setzen.

  • Hallo Baba, freut mich zu hören. Auch wenn mich die Ahnungslosigkeit Deiner ehemaligen Kinderärztin erschüttert, sie ist kein Einzelfall. Das merk ich in meiner Forenarbeit immer wieder.
    Viele Ärzte bringen ihr Studium irgenwie hinter sich und sind dann bis zu Rente fertig mit ihrer Ausbildung. Da gibts noch so viel zu tun...

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

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