ZitatIn einem in Münster beschlossenen Positionspapier verweisen die Säkularen Grünen darauf, dass in Deutschland Kinder mittlerweile als selbstständige Grundrechtsträger*innen anerkannt sind. Betont wird, dass das Selbstbestimmungsrecht von Kindern unbedingt zu respektieren ist, auch und gerade bei Entscheidungen, die lebenslang irreversibel sind. Die Säkularen Grünen heben in dem Positionspapier hervor, dass bei lebenslang wirksamen Eingriffen bei Kindern die Elternrechte nachrangig gegenüber den Rechten der Minderjährigen sind. Die Menschenrechte von Kindern sind aber auch vorrangig gegenüber religiösen und traditionellen Praktiken. Eine Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen wird abgelehnt und für alle Kinder ein gleichermaßen wirksamer Schutz gefordert. Das Positionspapier ruft zur Unterstützung humanistischer menschenrechtlich orientierter Positionen bei Muslimen und Juden auf.
Vollversammlung Säkulare Grüne
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endlich mal auf die Pauke hauen. Haben doch bestimmt Rechtsanwälte dabei-auf gehts!!
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Hier gibt es noch ein ausführliches Hintergrundpapier der Säkularen Grünen:
http://saekulare-gruene.de/wp-content/upl…eschneidung.pdf -
Die Grünen machen die klassische eierlegende Wollmilchsau. Sie haben für jeden etwas. Für die Muslime, für die Juden haben sie Multikulti bzw. den 1631d (über 50% der Grünen haben für den Scheiß 1631d gestimmt). Und die grünen ChristInnen haben dafür gesorgt, dass es in 2012 keine große Debatte gab, das wurde aufs nächste Jahr, und dann auf St. Nimmerlein verschoben.
Und für die Verstümmelungsgegner haben sie die Säkularen.
Sie versuchen an allen Ufern zu weiden. -
und wenn da so viele Richtungen sind, sind sie auch nicht wählbar. Nachher haben nämlich die Befürworter das Sagen und säkularen halten das Ma**l.
Schade, schade, dass diese Partei sich so entwickelt hat - für mich - nicht mehr wählbar
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wird ja durch die Stellungnahme offensichtlich.
Sie haben nur in der Parteispitze ausschließlich Gegner. In der Basis sind viele ihrer Themen durchaus mehrheitsfähig.
Die Parteispitze bekämpft jegliche Thematisierung von MGM und die Säkularen brauchen unbedingt Unterstützung von innen und aussen, um den Druck zu erhöhen, die Partei zurück auf menschenrechtlichen Kurs zu bringen. -
Zitat
In der Basis sind viele ihrer Themen durchaus mehrheitsfähig.
Die Parteispitze bekämpft jegliche Thematisierung von MGM und die Säkularen brauchen unbedingt Unterstützung von innen und aussen, um den Druck zu erhöhen, die Partei zurück auf menschenrechtlichen Kurs zu bringen.
Wenn die Grünen so basisdemokratisch sind wie sie behaupten, warum schickt die grüne Basis dann nicht einfach ihre kinderverstümmelnde Parteispitze in die Wüste? -
Ändern wird sich nur was, wenn es innerhalb der im Bundestag vertretenen Parteien engagierte Menschen und Gruppen gibt, die für das Ziel der unteilbaren Menschenrechte einstehen. Die Parteien sind auch nur ein Spiegel der Gesellschaft. Und so wie die große Mehrheit unserer Mitbürger das Thema Genitalbeschneidung bei Jungen noch immer als vernachlässigenswert empfindet ( " Find ich ja auch nicht gut, aber sooo schlimm und wichtig ist das ja nun auch nicht" dürfte wohl die Haltung der meisten unserer Mitbürger sein ) , so wird das auch in den Parteien sein. Um so wichtiger ist es, diejenigen in den Parteien, die unser Anliegen unterstützen und Aufklärungsarbeit leisten, zu unterstützen und zu ermutigen. Mir ist jedenfalls sonst noch keine innerparteiliche Gruppe bei anderen Parteien bekannt, die so ein klares Positionspapier entworfen hat.
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Die Parteien sind auch nur ein Spiegel der Gesellschaft.
Da stimme ich jetzt nicht zu.
"Die Parteien tragen zur Willensbildung des Volkes bei". Eine nette Idee.
Sonst hätten wir im Bundestag ebensolche 70% dagegen gehabt.
Aber die Initiative hier trägt tatsächlich zur Willensbildung des Volkes bei. -
Ich mag die Grünen nicht sonderlich, aber Diskurse innerhalb einer Partei sind für mich lebendige Demokratiekultur. Unser Thema muss erkämpft werden, und zwar überall. In der Politik, in der Medizin, in der Rechtswissenschaft. Wer hier an leichtes Spiel glaubt, ist ein hoffnungsloser Träumer. Immer wieder hört man den Vorwurf: "aber es hätte doch schon vorgestern mit einem Handstreich alles in unsere Richtung umgekrempelt gewesen sein müssen!" Bis hin zu: "das Verfassungsgericht soll spätestens übermorgen über 1631d entscheiden und dann ist alles wieder gut, weil die in unserem Sinne entscheiden werden!" Das wäre sicher schön. Hätte, wäre, sollte. Aber die Realität sieht anders aus.
Die eigentliche Aufklärungsarbeit hat gerade erst begonnen und jeder, dem das Thema wirklich wichtig ist, sollte sich nach Kräften und Möglichkeiten daran beteiligen.
Ich bin froh darüber, dass sich die säkularen Grünen so klar positioniert haben und wünsche ihnen viel Kraft, Durchhaltevermögen und letztlich Erfolg.
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Zitat
Wenn die Grünen so basisdemokratisch sind wie sie behaupten, warum schickt die grüne Basis dann nicht einfach ihre kinderverstümmelnde Parteispitze in die Wüste?
Basisdemokratisch sind die Grünen auf dem Papier. Realpolitik sieht aber natürlich so aus, dass alles, was dem kurzfristigen Machterhalt des Spitzenpersonals gefährlich werden könnte, bekämpft wird. Kritische Anträge werden schon im Vorfeld von Parteitagen in Ausschüsse verwiesen und so verhindert, dass darüber überhaupt verhandelt wird. Auch die Grünen sind mittlerweile ein träges, schwerfälliges Gebilde, und die "Promis" nutzen die gleichen Tricks der Lüge, des Drucks und Aussitzens, wie es Helmut Kohl nicht besser konnte. Und viele an der Basis sind zwar damit unzufrieden, aber lassen sich schon leicht einschüchtern, bei einer richtigen Revolte wieder als Chaospartei diffamiert zu werden und sich so politische Einflussmöglichkeiten zu verspielen.
Ein Hauch von Basisdemokratie ist damit verwirklicht, dass überhaupt ein solches Positionspapier entstanden ist und nun beworben werden kann.
Wie picard72 richtig sagt: es ist das einzige Gremium einer im Bundestag vertretenen Partei, das sich eindeutig für gleichen Schutz aller Kinder vor jeglicher Genitalverstümmelung positioniert hat.Wir dürfen bei allem Frust und allem Zorn über §1631d nicht die nötigen kleinen wichtigen Schritte in die richtige Richtung übersehen. Und ein solcher ist mit diesem Papier erfolgt.
Das muss nun gepusht werden, es bietet eine Chance!
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Sonst hätten wir im Bundestag ebensolche 70% dagegen gehabt.
Umfragen sind das eine. Klar, wenn Du die Leute auf der Staße direkt fragst, was sie von Beschneidung halten, werden die meisten natürlich sagen, dass sie dagegen sind. Den allermeisten ist dieses Thema aber unwichtig. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die meisten Bundestagsabgeordneten, die für das Gesetz gestimmt haben, dies nicht getan haben, weil sie Beschneidung gut finden. Sondern weil sie die Staatsräson ( " jüdisches Leben in Deutschland muss weiterhin möglich sein" ) höher bewertet haben.
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Sondern weil sie die Staatsräson ( " jüdisches Leben in Deutschland muss weiterhin möglich sein" ) höher bewertet haben
Ja, der Begriff der "Staatsräson" zieht ja seit 2012 seine Schleimspur durch die juristische Diskussion.
Dabei heißt "jemanden zur Räson bringen" ja nichts anderes, als jemanden zur VERNUNFT bringen.ZitatHerkunft:
von französisch raison → fr, „Vernunft“, dieses von gleichbedeutend lateinisch ratio
Und das Verstümmeln von Kindergenitalien hat nun mal mit VERNUNFT rein gar nichts zu tun, das ist hochgradig irrational.
"Staatsräson" ist ein machiavellistischer Begriff. Der Begriff "Staatsräson" in diesem Zusammenhang impliziert, dass eine konsequente Strafverfolgung von Körperverletzung zum Zusammenbruch des Staates oder zum Bürgerkrieg führen würde.
Das ist einfach nur lächerlich. -
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die meisten Bundestagsabgeordneten, die für das Gesetz gestimmt haben, dies nicht getan haben, weil sie Beschneidung gut finden. Sondern weil sie die Staatsräson ( " jüdisches Leben in Deutschland muss weiterhin möglich sein" ) höher bewertet haben.
Ich glaube eher, dass die Sicherung der eigenen Abgeordnetendiäten für viele Abgeordnete eine hohe Motivation war, dem "Beschneidungsgesetz" zuzustimmen. -
Oben Schwarz, unten Grün.
http://abgeblogged.rz-etelsen.net/ -
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Hab länger mit mir gehadert, ob ich das hier reinstellen soll, ist eigentlich OT. Meine Bitte an die Admin, schmeißt es sofort raus, wenn ihr meint es ist hier fehl am Platz. Ist zwar schon älter, die Forderung besteht aber immer noch, und mich ärgert es maßlos....
https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressem…_ID_238017.html
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Danke für den Hinweis. Von diesem inakzeptablen Sachverhalt hatte ich bisher keine Kenntnis. Wie bei der "Beschneidung" scheint hier die Nicht-Kenntnis mit eine der Haupthürden zu sein, die es zu überwinden gilt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einer Bevölkerungsumfrage eine solche Tierbehandlung nicht allumfassend kritisiert würde. Analog zur "Beschneidung" ein Sachverhalt, bei dem juristische Handhabe und Zielsetzung (§1 Tierschutzgesetz) auf Kosten eines Lebewesens weit auseinanderdriften.
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Es geht mir hier nicht vordergründig um den Tierschutz, sondern um die Doppelmoral bei den Grünen. Betäubungslose Ferkelkastration nogo, aber betäubungslose Beschneidung an einem 8 Tage altem Säugling....

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Ohne sachgemäße Betäubung... Das ist ja unerträglich! Jetzt ist aber Schluß!
Wir hatten hierzu schon mal was...
Trotzdem möchte ich höflich darauf hinweisen, dass es in diesem Threat um ein Papier geht, in dem eine Arbeitsgruppe der Grünen die Abschaffung des Unrechtsparagraphen 1631d fordert, also ausnahmsweise mal nicht um unsere politischen Gegner...
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