Brit milah vs Brit Periah

  • denn die Mütter können es nicht ertragen.

    weil sie in ihrem innersten genau spüren und wissen, dass es falsch ist...

    Ich meine aber er hat schon Beschneidungen beigewohnt

    Ist es nicht auch bei jüdischen Beschneidungen notwendig, dass eine bestimmte Anzahl Männer anwesend sein muss? Auch hier handeln im Tätermodus erspart nachdenken im Opfermodus? Und wenn man alle auch zu Tätern macht, nicht mehr hinterfragbar...

    Bei Frauenbeschneidungen doch dasselbe? Es wird innerhalb der Geschlechter weitergegeben...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • klar das meinte ich mit der Aussage der Mütter, das zeigt doch wie unnormal es ist!

    Ja bei jüdischen Beschneidungen müssen welche dabei sein, aber dort wo er herkommt wird es um den achten Tag im Krankenhaus gemacht es muss halt einer mit um das Kind festzuhalten.
    Ich habe eine Freundin gefragt die dort aufgezogen wurde (Vater hat sie und ihre schwester im alter von vier und fünf Jahren nach Nigeria mitgenommen sie wuchsen da ohne Mutter auf, aber sie ist so ganz anders!! sie versteht vieles besser als mancher der hier wohnt und sich nicht vorstellen kann was dort unten so los ist und welche Auswirkugen es hat, aber sie ist absolut nicht abgestumpft, und der Grund ist mit Sicherheit das sie die ersten Jahre eben nicht so aufgewachsen ist, und hier in ihrem Geburtsland eben die ersten Jahre nicht so viele Traumata und so eine schlimme Erziehung erlebt hat, wir haben schon so oft drüber geredet und sie weiss das sie anders ist als die Frauen dort unten konnte es sich aber nie erklären. Aber sie hat die Traumata die sie dort erlebt hatte in einem Alter erlebt wo im Gehirn schneinges in Sachen Emotionen, Empathie usw entwickelt war. Und bei nem Baby was beschnitten wird ist da ja noch nichts entwickelt und bleibt da verkümmert (Babys sind von natur aus egoistisch und kenen natürlich keine eigenen Empfindugen von Empathie und Mitgefühl, das ist fürs Baby eben überlenswichtig aber mit der Hirnreifung entwckelt sich durch selber erfahren und der natürlichen weiterentwicklung bestimmter strukturen usw. Und das wird durch Traumata gestoppt, durcheinander gebracht usw.

    sollte hier jemand MRTs von sich haben (schädel) ich hätte Interesse am draufschauen, Daten wie Name usw brauche ich nicht aber ich würde gern das was ich gelernt habe und meine "Theorien" dazu weiter "erforschen" interessant wäre wenn da unter beschnittenen Menschen Paralellen wären in den Hinrstrukturen.

    Ich hatte von meinem Mann die MRT Bilder und von da an war mir klar das entweder ein ganz schlimmes Traumata in den ersten ca 3 Monaten stattgefunden haben muss, oder er als Baby zu oft die "Erziehung" seiner älteren Geschwister mitbekommen hat (die Misshandlunen die aber dort unten eben einfach schlicht weg Erziehung sind).
    Ich habe lange überlegt ob ich fragen soll ob in den ersten drei Monaten seine Mutter mal im Krankenhaus war oder ein Unfall passiert ist wo er bei war... aber das brauche ich nicht mehr, es ist natürlich klar welches Traumata stattgefunden hat. Das ich nciht vorher auf die Idee gekommen bin..... und das andere Erwähnte folgte dann (beobachten der Behandlung der älteren Geschwister dann das selber erfahren diese Behandlung als dann die jüngeren Geschwister nachkamen) Aber sein achter Tag war der Anfangspunkt, da ist was kaputt gegangen, und konnte sich nie mehr erholen, nicht mal ein wenig, wie es evtl gewesen wäre wenn alles andere Liebevoll gewesen wäre.

    Man merkt ich habe sehr viel Redebedarf, ...

    Im übrigen im Gegensatzu zur Klassischen Beschneidung (weil du Juden erwähntes) finde ich das es Mohels gibt die es um einiges besser hinbekommen als es eben bei traditionellen radikalbeschneidungen so ist.
    Sie gehen mit dem Kind ganz anders um, und sind auch viel schneller, jeder Schritt sitzt wird schnell ausgefüht, das Kind wird einigermassen gut abgelenkt. Ich will damit nicht sagen das ich es gut finde, aber ich habe in der Hinicht Respekt, da ich es eben anders kenne aus eben der Kultur meines Mannes oder aus dem was man über die typischen Beschneidungen in Amerkika liesst, oder sieht.
    Manche Mohels machen es leider auch schon so, aber manche machen vorn den Schnitt, und ehe man hinguckt ist alles vorbei (vorhaut hinterm Glanz, nicht alle schneiden da mehr ab manche schieben nur)
    Nachdem ich viele andere Beschneidungen gesehen habe (ich verarbeiten solche Dinge wenn ich genau weiss wie es abläuft .... durch ansehen) war ich dann doch von einigen Mohel Beschneidungen leicht positiv überrascht.


    Ja genau es ist dann in so einer Kultur nicht mehr hinterfrag bar, was so erschreckt ist das die Leute NICHTS wirklich NICHTS über die Vorhaut wissen, GAR NICHTS, die wissen nicht mal wie ein Penis mit Vorhaut aussieht. Meine Freundin sagte obwohl sie der Beschneidung bewohnen musste, das sie "a slight idea" hat wie es aussieht. Das es doppelt liegt, keine Ahnung, das Haut vorhängt keine Ahnung. Die wissen teils nicht mal was weggeschnitten wird. Mein Neffe: ach ich dachte man schneiden die Haut komplett weg (bis oben, also auch die Schaft haut, keine ahnug ob er sich beim waschen oder pinkeln nicht anschaut) der Neffe ist 24 also kein Kleinkind mehr.

    Sie wissen überhaupt nicht wie es unbeschnitten aussieht, sie wissen aber das es besser ist, das es gesünder ist und das ein unbeschnittener Penis stinkt und Krankheiten überträgt.
    Ich wette das nicht mal die Männer wissen was ihnen genau fehlt (also ich meine damit nicht das sie so aufgeklärt sind in Sachen wie viel Nerven da sind, sondern sie wissen nicht mal bis wo die Haut fehlt, bis wo sie wäre wenn sie noch da wäre, und das ihnen zwei Schichten fehlen)
    Das erschreckt mich dann auch noch dazu, keine Ahnung haben aber meinen sie wissen besser über die Vorhaut bescheid als die die ihr ganzes Leben mit Vorhaut leben und mit Vorhaut habenden Männern um sich rum (und Söhnen etc)

  • Er muss doch dann wissen wie schlimm es muss, aber genau das wird es sein, die Empathie wird mit beschnitten, buchstäblich Teile im gehirn bleiben unterentwickelt zurück durch Traumata als Baby.


    Stopp, Halt, zurück auf Anfang ;)

    Wir reden von Deinem Mann, den Du sicherlich liebst und davon abgesehen hast Du mich offenbar falsch verstanden. Mit der Beschneidung im Denken, ging es mir nicht um einen Verlust an Empathie, sondern eher um eine Art Konditionierung. Dein Mann traut sich vermutlich gar nicht mehr kritisch über seine Religion nachzudenken.

    Es gibt die These, dass die Beschneidung im Säuglingsalter die Schmerzwahrnehmung verändert und psychologisch betrachtet kann wohl der furchtbare Schmerz der Beschneidung auch das Urvertrauen verletzen. Die Überlegung, dass die Beschneidung wie bei Abraham beschrieben wesentlich weniger schmerzhaft oder unproblematischer sein könnte, wage ich zu bezweifeln. Nach der Beschneidung wird es sich nicht verhindern lassen, dass ständig Urin an die Wunde kommt, die dann wohl wie Hölle brennt. Säuglinge haben aber noch nicht gelernt mit Schmerzen umzugehen.

    Die Beschneidung ist übrigens im neuen Testament nicht abgeschafft, sondern nur keine Pflicht mehr. Daher wird z.B. auch bei den koptischen Christen noch heute oft beschnitten.

    Der Grund warum aber Beschneidungen in der Religion wohl so wichtig sind, wird wohl sein, dass ein Kind im Erwachsenenalter sich leicht von der Religion der Eltern abwenden kann, aber niemals in der Lage ist, seine Stigmatisierung in Form der Beschneidung rückgängig zu machen. Und damit dieses Vorhaben auf für die nächsten Jahrtausende so bleibt, wurde aus der Brit Milah die Brit Periah.

    Wir reden also von einem "Verein", dem es scheinbar wichtiger ist, dass seinen Mitglieder lebenslang eine Kennzeichnung aufgedrückt wird, statt dass man sich Gedanken darüber macht, wie man die Leute alleine durch den Glauben lebenslang an sich binden könnte.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Über Religion und Beschneidung mag ich eigentlich gar nicht reden, aber ein Paar Sachen würden mich schon interessieren...

    Die Beschneidung ist übrigens im neuen Testament nicht abgeschafft, sondern nur keine Pflicht mehr

    Wird Beschneidung im neuen Testament überhaupt noch erwähnt?

    Als eifrigem Kirchgänger ^^ ist mir seit ich mich mit Beschneidung auseinandersetze was aufgefallen, da heißt es dann immer "der Dingens des neuen und ewigen Bundes"...äh und was ist mit dem alten Bund? soll den Jesus mal erwähnt haben? Vielleicht hat er den auch abgelehnt, sogar bekämpft...und ich bin mir sicher das es einige auch heutzutage gibt, die alle Intaktivisten am liebsten ans Kreuz nageln würden (wenn denn noch möglich)

    Der Grund warum aber Beschneidungen in der Religion wohl so wichtig sind, wird wohl sein, dass ein Kind im Erwachsenenalter sich leicht von der Religion der Eltern abwenden kann

    Glaub ich nicht, beschnitten wurde schon vorher, vor es Religion gab, hat man dann wohl als göttliches, nicht zu hinterfragendes Gebot verkappt...
    Der Berliner Psychologe W.Albrecht schreibt dazu:


    "Bei der Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung werden entweder zeitnah nach der Geburt oder zu einem späteren Zeitpunkt Operationen am Genital des Kindes bzw. der/des Jugendlichen ohne der/dessen vollgültiges Einverständnis vorgenommen. Die Gründe dafür werden teilweise religiös ummäntelt, fußen aber in der Regel auf Traditionen aus vorhistorischer Zeit und haben zum Ziel, die sexuelle Erregbarkeit und die Ausbildung von erotischen Phantasien zu hemmen oder ganz zu unterdrücken. Die psychosexuelle Entwicklung wird auf diese Weise nicht nur gestört, sondern teilweise ganz unterbunden, sodass eine Autonomieentwicklung der Betroffenen nur eingeschränkt oder kaum möglich ist.
    Die Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung stammt also aus vorhistorischer Zeit und hatte zum Ziel, mit steinzeitlichen Methoden, die Unterwerfung der einzelnen Mitglieder einer Ethnie unter den Zwang des Kollektivs zu erleichtern. In manchen Ethnien war und ist nur die Beschneidung des männlichen Gliedes durch die Abtrennung der Vorhaut (Zirkumzision) üblich, in anderen Ethnien werden die weiblichen Genitalien (Klitoris und Schamlippen) ganz oder teilweise entfernt."

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Als eifrigem Kirchgänger ^^ ist mir seit ich mich mit Beschneidung auseinandersetze was aufgefallen, da heißt es dann immer "der Dingens des neuen und ewigen Bundes"...äh und was ist mit dem alten Bund? soll den Jesus mal erwähnt haben?


    Du erinnerst Dich sicherlich noch an Benni, der leider viel zu früh gestorben ist. Er hat die Geschichte mit den Bündnissen mit Gott mal etwas näher erläutert. So wie ich dies dann verstanden habe, wurde jedes Mal, wenn dem Volk Juda oder Israel etwas Schreckliches widerfahren ist ein neuer Bund geschlossen. Im alten Testament herrscht vorwiegend der Glaube, dass Gott die Menschen immer wieder für ihre Sünden bestrafen würde. Daher wird wohl auch akribisch versucht möglichst jeden greifbaren Bund zu erfüllen bzw. wurde wohl auch die Zwangsbeschneidung 2.0 bzw. Brit Periah eingeführt.

    Im neuen Testament wird übrigens auch die Beschneidung Jesu beschrieben (Lukas 2,21). Es gibt ja daher noch teilweise den christlichen Feiertag "Die Beschneidung des Herrn".

    Bezüglich Deines Zitats von W. Albrecht herrscht ja in vielen Religionen die Vorstellung, dass die Sexualität die Menschen vom Glauben abhalten würde. Bereits im alten Testament spielen Frauen daher keine Rolle, weil man sie aufgrund ihrer sexuellen Reize als Gefahr für den rechten Glauben angesehen hatte. Und deshalb auch nur die Beschneidung von allem was "Männlich" ist.

    Das Dogma, dass Glaube und Sexualität in der Religion im Widerspruch stehen, sieht man aus meiner Sicht einerseits in der Beschneidung bzw. in den christlichen Kirchen z.B. beim Zölibat. Nach meinem Wissen war es nur Paulus, der ja auch die Beschneidung als verzichtbar beschrieben hat, der im Grunde grob gesprochen dazu aufrief, dass sich Ehepaar salopp gesagt in der Ehe austoben sollen (1. Korinther 7, 1-9). Es gibt hier aber ein kleines Problem. Vermutlich wurden auch Schriften unter dem Namen Paulus veröffentlicht, die gar nicht aus seiner Feder stammten.

    Wer die Bibel wörtlich nimmt, hält nur die Asche in seinen Händen. Das Feuer des Glaubens egal welcher Ausprägung (Judentum, Christentum, Islam oder jeder andere Glaube) kann nur der erleben, der mit dem Herzen sieht. So jedenfalls meine persönliche Meinung.

    Daher sehe ich es auch als absolut unbeachtlich, welche Form der Beschneidung die Richtige sein soll, weil Asche nun einmal Asche bleibt und nicht aufs neue zu brennen beginnen kann.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

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