Weigerung Sohn zu beschneiden kostet eine Israelin 140$/Tg

  • Zitat

    Sein Kommandeur rief ihn extra an und teilte ihm mit, er brauche sich nicht zu genieren, weil er intakt sei.

    coole Reaktion. Sein Immigrationshintergrund hat da womöglich miteingespielt. Bei einem gebürtigen Israeli könnte dies, grade unter den Kameraden, vielleicht doch anders aussehen.

    Art. 2 GG:
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.

  • Bei einem gebürtigen Israeli könnte dies, grade unter den Kameraden, vielleicht doch anders aussehen.


    Da bin ich mir nicht so sicher. Er erzählt, dass oft Leute, wenn er am FKK-Strand liegt und nicht so viel los ist, zu ihm kommen und mal kucken wollen. Er erklärt dann, wie das Ding aussieht und funktioniert. ;)
    Und die Orthodoxen gehen ja eh nicht zur Armee.

  • Nunmehr wurde der säkulare Oberste Gerichtshof (vermutlich so etwas wie bei uns der BGH) angerufen:

    Zitat

    An Israeli woman appealed to the Supreme Court on Wednesday against a rabbinical ruling that ordered her to circumcise her one-year-old son, the Justice Ministry said, in the first case of its kind.

    Reuters

  • "The child is now one year old and was not originally circumcised eight days after being born due to medical problems."
    "“It seems that the will of the woman in preventing the circumcision is
    connected to trying to force [her] husband to [agree to] her claim for
    reconciliation,” the rabbinical judges wrote, saying however that this
    “will certainly distance the husband from wanting reconciliation.”"

    Bin mir grad nicht sicher, aber ich meine irgendwo gelesen zu haben, daß sich beide einig waren, den Sohn nicht beschneiden zu lassen, bis es zu der Trennung kam und der Vater auf die Beschneidung nun besteht um der Mutter sozusagen noch einen mitzugeben... Ich muss das nochmal suchen.
    In dem Sinne erscheinen mir die Zitate wie ein weichgewaschenes umgeschreibe... beschneidung habe wegen medizinischer gründe nicht stattgefunden... mutter wehre sich jetzt um dem vater eins reinzudrücken...

  • aus http://www.gonnen.org/?p=422 :

    Avigdor Feldman Interview about Elinor's Appeal to The High Court of Justice

    Orly Vilnai: By the way, how come he has reached the age of one and still not circumcised?

    Avigdor Feldman: They did not circumcise him because he was born
    prematurely. Then the mother was against circumcision, and as long as
    they lived together, the father respected her objection to circumcision,
    but now they are in the midst of a divorce battle, and the father
    raised the circumcision as a weapon in the divorce battle.

  • Die Argumente und Blickwinkel der einzelnen Beteiligten dieser Diskussion sind wirklich bemerkenswert.

    Zitat

    Avigdor Feldman: So, things can develop in such a way that the whole question of circumcision will be examined, I mean, people, our society today is very pluralistic, we’re not talking about the society that was here in the 1950’s and the 1960’s, so people will begin to ask themselves why are we circumcising in the first place, what is this thing.

    Guy Meroz: It’s about time. But, you know, there are the struggles in Germany…

    Avigdor Feldman: Exactly. The rabbis, by the way, wrote in their verdict: “We shall not join the nations of the world who carry out actions against circumcision.” I guess the High Court of Justice will issue an interim order, they will not force her to circumcise until a hearing will take place. What will the decision be, it’s hard to tell.

  • Avigdor Feldman ist israelischer Menschenrechtsaktivist.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Zitat

    A message from Elinor:

    Dear supporters - Shalom

    As most of you already know, the latest on the Brit Milah case is as follows:
    An appeal has been filed to The High Court of Justice last Wednesday, and yesterday an interim injunction was issued regarding the ruling of the rabbinical court. I finally can breath a little. No doubt these are nerve wracking days. It’s not easy at all. I recall that moment on Sunday when I first posted about this case with tears in my eyes so I couldn't even see what I was writing and I asked your kind help.
    No doubt you have done and still do a sacred and faithful work and thanks to you I am here and you give me strength and power in such a remarkable way in this insane battle.
    I hug you all a huge hug and say again thank you thank you thank you from the bottom of my heart!
    With great appreciation,
    Elinor

    (translated by Eran Sadeh)

  • [video]

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    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Hab mir das Video grad angesehen. Wenns nicht so traurig wär, müsste man über diese groteske Situation wirklich lachen.
    Währen Eran Sadeh ein Argument nach dem anderen bringt, hat sein Gegenüber nichts anderes auf Lager als: Es ist seit mehr als 4.000 Jahren so, es ist jüdisches Gesetz, es ist Elternrecht.
    Eran Sadeh: Danke!  :thumbup:

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Wenns nicht so traurig wär, müsste man über diese groteske Situation wirklich lachen.Währen Eran Sadeh ein Argument nach dem anderen bringt, hat sein Gegenüber nichts anderes auf Lager als: Es ist seit mehr als 4.000 Jahren so, es ist jüdisches Gesetz, es ist Elternrecht.

    Der fängt schon an mit: "I'm not a doctor, I'm professor." Dann unterbricht er Eran ständig und muss von der Moderatorin zurückgepfiffen werden. Er versucht, das Judentum und das Überleben des Judentum krampfhaft an der abgeschnittenen Vorhaut kleiner Jungen festzumachen und leiert die üblichen Dogmen runter. Die Behauptung, überall dort, wo Beschneidung aufgegeben worden war, sei das Judentum als solches verschwunden, halte ich für gewagt. Ich habe noch nie davon gehört, dass eine Gruppe Juden irgendwo die Beschneidung aufgegeben hat und dann bei dieser Gruppe das Judentum vom Erdboden verschwunden ist. Das erscheint mir doch arg an den Haaren herbeigezogen zu sein. Als Eran von sich sagt, er sei Jude und sein Sohn auch, versucht der Typ das ins Lächerliche zu ziehen nach dem Motto: "du ißt gern Falafel."

    Die Moderatorin gefällt mir durchaus gut, sie greift Erans Argumente mehrmals auf.


  • Währen Eran Sadeh ein Argument nach dem anderen bringt, hat sein Gegenüber nichts anderes auf Lager als: Es ist seit mehr als 4.000 Jahren so, es ist jüdisches Gesetz, es ist Elternrecht.

    Er hat natürlich nichts anderes auf Lager, weil es einfach nichts anderes gibt. Die medizinischen "Argumente" zählen in der Religion ja nichts.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Interessant ist auch, dass Prof. Jacobovici sagt, man bezeichne "andere" nicht als Barbaren, sondern als "Unbeschnittene". Aha. Unbeschnittene sind quasi Barbaren, hat man dir die Vorhaut amputiert, bist du ok und gehörst dazu.
    Er argumentiert auch nicht etwa mit sachbezogenen Argumenten, sondern fast durchgehend, mit wenigen Ausnahmen, mit religiösen Überzeugungen.

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