Die (Be-) Deutung der Beschneidung von Jungen

  • Dann bin ich wohl vorwiegend im Hier und Jetzt verhaftet. Das mag mit meinem eher bodenständigen und weniger mythologischen Beruf zu tun haben.

    Die einzige Verbindung von weiblicher Unreinheit und der mythologischen Bedeutung des Blutes zur Beschneidung ist für mich, daß beides irgendwo in gruseliger Vergangenheit entstanden ist und irgendjemand es unerläßlich findet, Tradition nicht als die Weitertragung des Feuers sondern die Anbetung der Asche zu sehen.

    Ich klinke mich hiermit aus dieser Diskussion aus, weil ich ihren Bezug zum 21. Jahrhundert, zum Zeitalter der Kinder- und Frauenrechte, nicht verstehe.

  • Trotzdem würde ich meinen, dass die Frage nach der weiblichen Unreinheit und der mythologischen Bedeutung des Blutes weit mehr mit dem Thema Beschneidung zu tun hat als Threads über Martin Luther...

    werner

    Du bestehst immer auf klare Fakten und vermischst hier zwei Dinge. Die weibliche Unreinheit im religiösen Sinne (Nidda) hat mit der Menstruation zu tun, welche hier als Absterbeprozess angesehen wird.

    Die Beschneidung ist ein Teilmenschenopfer. Statt des Erstgeborenen werden von allen Jungen die Vorhäute geopfert. Ob das Opfer größer ist, wenn der Junge mehr Schmerzen dabei erleidet, ist nicht klar belegt. Was aber als gesichert angesehen werden kann ist, dass Frauen wegen ihrer Unreinheit nicht das "Privileg" besitzen, beschnitten zu werden.

    Kannst Du uns aber bitte erklären, wo Du einen Zusammenhang zwischen der Beschneidung und der weiblichen Unreinheit siehst.

    Anmerkung: Bei diesem Posting beziehe ich mich ausschließlich auf die jüdische Glaubensauffassung.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

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