Bildungsbürgerliche Rassisten

  • http://www.tagesspiegel.de/politik/portra…us/8977946.html

    Zitat

    In Großbritannien fragt man sich, wenn es Probleme gibt: Wie können wir das organisieren, wie können wir zum Beispiel die Klitorisbeschneidung von Mädchen verhindern? Deutsche fragen: Was ist deutsche Identität?“ Deutschland brauche einfach „mehr Pragmatismus“.

    Nein, in Deutschland fragt man sich, wenn es Probleme gibt: Wie können wir das organisieren, wie können wir zum Beispiel die Vorhautbeschneidung von Jungen verhindern? Aber es wird ja weiter geleugnet, dass es Probleme gibt. Das Kölner Urteil gab es ja auch nur, weil es ja überhaupt keine Probleme gibt.

  • Aus einem Kommentar zur im Artikel vorgestellten Studie.


    Fazit: reine Propaganda, von Journalisten unkritisch übernommen. Hier die Studie:

    http://salihalexanderwolter.de/wp-content/upl…sellschaft1.pdf

    Es wurden übrigens nicht 10 Juden intervievt, sondern sieben Juden und drei Muslime. Diese Personen waren (* heisst: Name geändert - beide Personen sind Rabbiner)


    Baruch Goldstein*
    David Cohen*
    Mike Delberg
    Alexander Hasgall
    Mustafa Yoldaş
    Sergey Lagodinsky
    Zülfukar Çetin (!)
    Salih Alexander Wolter(!)
    Levi Salomon
    Shlomit Tulgan

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Die Jüdische Allgemeine schürt hier Ressentiments gegen wissenschaftliche Eliten in Deutschland.

    Ohne auch nur ein konkretes Beispiel zu benennen, dass diese infamen Unterstellungen trüge.

    Es werden gerade diejenigen angegriffen, die sachlich auf wissenschaftlicher Grundlage argumentieren.

    Daraus ist dann wohl zu schließen, dass medizinische Sachverhalte für die Jüdische Allgemeine antisemitisch sind.

    Die Verstümmelungsopfertäter sind so hilflos in ihrer Argumentationsnot, so gefangen in ihrer eigenen Verstrickung, dass sie jetzt offensichtlich einen Kampf gegen Wissenschaft und Aufklärung einleiten.

    Das ist so traurig.

  • Im Christentum hat auch so einiges seine Wurzeln, wir würden den meisten heute lebenden Christen aber durchaus zutrauen, die Schöpfungsgeschichte anders zu interpetieren. Ich verstehe insofern nicht, wie der HInweis auf Kreationisten für die Diskussion hilfreich sein soll.

  • Sicherlich hat die gesellschaftliche Haltung in Deutschland gegenüber dem Judentum nach dem Holocaust den Eindruck erweckt, dass man immer und über alles blind hinweg schauen würde. Das dem aber nicht so ist und der Gleichheitsgrundsatz dafür sorgt, dass den Grundrechten von Kindern mit Eltern, welche einem arabischen Glauben angehören, auch in Bezug auf ihre körperliche Unversehrtheit in den Blickpunkt der öffentlichen Debatte geraten sind, ist daher wenig verwunderlich. Es war daher wohl reichlich naiv, dass hier viele "geglaubt" haben, dass eine Körperverletzung mit lebenslangen Folgen unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit für immer unantastbar sei.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Ich verstehe insofern nicht, wie der HInweis auf Kreationisten für die Diskussion hilfreich sein soll.

    Ich halte ihn für hilfreich. Er zeigt auf, wie die Dogmatik der Fundamentalisten in allen Religionen, die sich der buchstäblichen Interpretationen der Schriften bedient, eine Gefahr für den öffentlichen Frieden werden kann.
    Einige beispiele: in den USA machen sich Kreationisten für einen Biologie- und Geologie-Unterricht stark, der vor ca. 6.000 Jahren den Anfang allen irdischen Daseins setzt.
    Für mich gehören diese Dinge in den Bereich des privaten Glaubens. Sobald Sie an Einfluss gewinnen und in der Gesellschaft Fakten setzen, auch für Menschen, die daran nicht glauben, ist für mich die Grenze des Tolerierbaren erreicht. Der kleinste gemeinsame Nenner, an dem man sich orientieren kann, sind beweisbare wissenschaftliche Fakten, die jeder zu akzeptieren hat, solange er sie nicht widerlegen kann. Auf dieser Basis kann ein für alle verbindliches allgemeines Gesetz entstehen.
    Der Link zur Beschneidung ist evident. Der Glaube dass Abraham mit 99 die Erleuchtung kann, sich selbst zu verstümmeln ist für mich soweit in Ordnung. Dass man aber an seiner Empfehlung festhält, alles Männliche bis in alle Ewigkeit zu stutzen, ist für mich nicht akzeptabel und geradezu übergriffig. Und genau darauf fußt der Wahnsinn des 1631d.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Guy, mein Problem mit dem Satz ist, dass es Kreationismus ein jüdisches Phänomen wäre und für Juden heutzutage weitreichend relevant wäre und dass Herrn Öktems Aussagen vor einem kreationistischen Hintergrund getätigt worden sind.

  • mein Problem mit dem Satz ist, dass es Kreationismus ein jüdisches Phänomen wäre

    Ach so, OK, verstanden. Der Satz ist sowieso ein Wenig unsinnig, da man bei den anderen "Weltreligionen" von "abrahamitischen" Religionen redet, deren extremste Anhänger eben kreationistischen Neigungen nachgehen. Spezifische jüdisch ist das also nicht.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Zitat von werner
    Zitat

    Finanziert wurde die Studie mitunter von der Open Society Foundation, einem Verband des US-Milliardärs George Soros.

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/12/495872…eber-dem-staat/

    Ein Schelm, wer jetzt an Soros familiären Background denkt!
    Sonst sagt man ja schon mal "Wer bezahlt bestimmt".
    Aber das ist sicher alles Zufall.

    There is no skin like foreskin

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