Hallo Männer,
danke für eure Rückmeldungen....
Ich merke, dass ich im Moment nicht die Kraft habe, da gerichtliche Schritte einzuleiten. Ich habe genug damit zu tun, psychisch mit der ganzen Scheiße klarzukommen und meine doch auch gefährdete Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Für mich sehr beängstigend.
Baba, ich spüre an der Vorhaut schon was, sie ist sehr sensibel, aber nicht so sehr im Sinne von Lust, zumindestens nicht mehr, wie jedes andere nicht verhornte Stück Haut an meinem Körper.
Ich stehe halt für die Erfahrung, wie sehr das Frenulum für Lustgefühle zuständig ist.
Wenn ich die Kraft habe, werde ich nochmal zu einem Urologen gehen, um den zu fragen, was da bei mir gemacht wurde. Eine Verlängerung (Frenulotomie) oder eine Entfernung (Frenulektomie). Irgendwie will ich das wissen, weil verabredet war eben "nur" eine Verlängerung. Und bei mir sieht das halt so aus, als ob der das wirklich weggesäbelt hat. Ob ich, falls der eben nur eine Verlängerung gemacht hätte, anders oder mehr fühlen würde, das kann ich nicht berichten.
Mich interessiert das schon. Denn: Sagen wir mal, ein erwachsener Mann muss sich entscheiden, sich beschneiden zu lasen, dann muss er doch auch entscheiden, was mit dem Frenulum passiert.
Ich weiß auch nicht,....
Bezüglich der Aufklärung. Also mündlich hat der Typ mich nicht aufgeklärt, ich glaube unterschrieben habe ich was, weiß ich aber nicht mehr. Und wenn dann eben irgendsowas von wegen die sexuelle Empfindung kann sich verändern...
Ich wusste damals, dass ich meine Vorhaut eigentlich nicht verlieren will, und der Arzt sagte, wir könnte das mit der Verlängerung des Bändchens ja mal probieren. Ich habe jetzt gelesen, dass es den Rat gibt, bei Phimose wenn es sein könnte, dass das Bändchen zu kurz ist, erst dieses Problem zu behebn zu versuchen, weil sonst vielleicht umsonst eine Beschneidung gemacht wird. Ich weiß jetzt, dass dieser Arzt das gemacht hat.
Dass dann meine schon bestehende Narbe Probleme bekommen kann, darüber hat er mich nicht informiert und ich hätte das nicht für möglich gehalten.
Und wenn das nicht so diffus formuliert wäre, wie die Erfahrung kann sich beträchtlich verändern.....?!
Hallo, wenn der mir gesagt hätte oder ich unterschrieben hätte, Junge, du kannst z.B. 70% deiner Empfindungsfähigkeit verlieren, dann hätte ich das wahrscheinlich nicht gemacht!
Wenn ich also die Kraft hätte würde ich nochmal zu Urologen rennen, um eine klare Antwort auf die Frage zu bekommen, ob das jetzt eine Frenulotomie oder eine Frenulektomie war. Ich würde dann zu dem Arzt gehen und mir zeigen lassen, was ich da unterschrieben habe und ihm dann eindrücklich beschreiben, was diese Operation mit meinem Leben gemacht hat und vielleicht würde ich ihn wirklich anklagen, denn manchmal habe ich wirklich Angst mit der ganzen Scheiße meine Arbeitsfähigkeit zu verlieren und da täte mir dann ein bisschen Schmerzensgeld gut....
Was mich zusätzlich noch verrückt macht ist, dass es sich halt manchmal nicht nur so anfühlt, dass die alte Narbe brennt, sondern so, als ob dieser Nerv, der durch das Frenulum lief irgendwie weh tut. Was man da dann machen kann. Wieder keine Ahnung, noch ne Baustelle.
Puh, soweit mal, wo ich grad stehe.
Ich habe erkannt, dass ihr hier mit dem Teil meiner Erfahrung, der intakte Empfindungsfähigkeit kannte und verlor nichts sagen könnt.
Um Bilder zu finden....ich glaube ein Junge, der mit nur einem Arm aufwächst und sein Leben lang immer nur einen Arm hat, der weiß einfach nicht, wie es ist zwei Arme zu haben. Er kann versuchen, es sich vorzustellen. Ich habe in diesem Bild etwa 30 Jahre mit 2 Armen gelebt (Solange lebe ich meine Sexualität) und jetzt ist einer Weg, aber mein ganzes Körpersystem will mit ihm greifen, sucht ihn, erinnert sich genau, wie es sich anfühlte, mit ihm greifen zu können, aber er ist weg.
Ich weiß nicht, welches Schicksal schwerer ist, aber ich habe auch aufgehört zu vergleichen....
Und doch hilft es mir, euch hier zu lesen, denn ich habe so die Schnauze voll davon, immer wieder zu hören, Mensch, das hat bei dir doch vielleicht eine psychische Komponent und und und, die Menschen können und wollen es oft nicht glauben und das macht einsam...
Was ich in meinem Fall noch schwierig finde ist, dass diese letzte OP ja selbstentschieden war. Es war ja keine Zwangsbeschneidung....
Wie kann ich also mir selbst vergeben, dass ich mir das angetan habe.
Nun, ich wurde Opfer verharmlosender Aufklärung eines Urologen, das erkenne ich für mich mehr und mehr.
Aber mit wieviel Unwissenheit und fehlführenden Ratschlägen wurde ich konfrontiert.....
Nicht von Ärzten, sondern von Freunden und bekannten...
- Mensch vielleicht machst du ja unnötig ein Problem daraus, wir haben auch unseren Sohn beschneiden lasse.
- Mach das doch, ich hatte in letzter Zeit nur beschnittene Männer und unsere Kinder lassen wir auch beschneiden, so
11-12 ist ein guter Zeitpunkt
- Diese vielen Stimmen, die davon berichten, sie hätten gehört, dass das sogar besser wäre...
- Mensch, das wird für dich eine Befreiung sein
Ach ja, ihr kennt das alles ja!
Also, ich erkenne, dass ich schon durchaus als Erwachsener noch, mich selbstentschieden zum Opfer gemacht habe, aber darin auch einfach Opfer kollektiver Unwissenheit war.
Das ist mir wichtig, um mir selbst diese Entscheidung vergeben zu können!