Vergewaltigungsopfer von katholischen Kliniken abgewiesen

  • Was diese Zeitungsmeldung mit Beschneidung zu tun hat?

    Vielleicht der Umstand, dass während der Beschneidungsdebatte sehr viele nach Religionsfreiheit gerufen haben.

    Vielleicht aber auch der Satz:

    "Sollte der Fortbestand der katholischen Kirche wirklich von gelebter Barmherzigkeit abhängen, ist mit ihrem Ableben stündlich zu rechnen."

    Vergewaltigungsopfer abgewiesen: "Geheimnis zölibatärer Priesterkaste" - n-tv.de

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • ...ja, Herr Schubert hat ein ganz klares und deutliches Statement abgegeben. Meinen herzlichen Dank dafür!

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Die SPD-Kirchenbeauftragte Kerstin Griese äußert sich zu dem Kölner Skandal via Facebook.

    Die Art und Weise, wie Frau Griese diesen grauenhaften Vorfall zum Anlass nimmt, "Werbung" für die evangelische Kirche und die SPD zu machen, finde ich einfach nur widerlich.

    Was sie jetzt als "verquere Moralvorstellung" anprangert, speist sich genauso aus der Religion wie die Beschneidung, deren "Moralvorstellung" sie noch vor ein paar Monaten mit dem Argument der Religionsfreiheit vehement verteidigt hat. Wie damals schon vorausgesagt, werden in Zukunft noch andere Beschneidungsbefürworter die Doppelzüngigkeit ihrer Moral unter Beweis stellen.

    Ich habe übrigens in der Vergewaltigungsopferdebatte bereits einige antikatholische Stimmen gehört. :whistling:

    Kerstin Griese (SPD)

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Vorsicht werner, das Hören von Stimmen ist in der Regel nur Menschen mit psychischen Problemen und Regierungschefinnen vorbehalten... ^^

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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  • Zitat

    Werner schrieb:
    "Wie damals schon vorausgesagt, werden in Zukunft noch andere Beschneidungsbefürworter die Doppelzüngigkeit ihrer Moral unter Beweis stellen."

    Wie Recht du doch hast, Werner, und wie schnell das geht. AFP-Meldung: "Chef des Marburger Bundes kritisiert Kölner Kliniken". War da nicht was? Mit welchem Recht kritisiert ausgerechnet der Marburger Bund die Katholiken ?(
    Die AFP-Meldung zitiert dann auch noch die beiden Grünen-Abgeordneten Birgit Biggi Bender und Beate Müller-Gemmeke, die in die gleiche Kerbe hauen, von einem "Skandal" und einem "ethisch völlig unstrittigen Recht auf Behandlung" sprechen und wieder einmal das kirchliche Arbeitsrecht ändern wollen. Am 12.12.12 schien ihnen das ethisch genauso unstrittige Recht auf körperliche Unversehrtheit noch nicht so klar gewesen zu sein. Jedenfalls wollte Frau Müller-Gemmeke "den Religionsgemeinschaften nichts von außen aufzwingen". Irgendwie seltsam!
    Wir haben doch hier im Beschneidungsforum die Stellungnahmen der PolitikerInnen von damals gesammelt. Man sollte ihre erstaunlichen Lernfortschritte und Wandlungen nun ebenfalls dokumentieren. Hat sich eigentlich Volker Beck schon gemeldet? Der wohnt doch in Köln und macht manchmal den Eindruck, dass er mit den Katholiken eh ein Problem hat. Wär doch jetzt ne gute Gelegenheit für ihn, seinen Anti-Katholizismus raus zu lassen und für die Menschenrechte einzutreten.
    Ansonsten bin ich nur noch gespannt, wann Herr Graumann sich zu Wort meldet und sich als Dankesschuld für die Religionsfreiheit der katholischen Kirche stark macht ;) Ach, wenn nicht alles so traurig wäre.
    Ich persönlich sehe da bei manchen Leuten doch eine ziemliche Ungleichbehandlung des Christentums gegenüber anderen Religionen!

    AFP: Chef des Marburger Bundes kritisiert Kölner Kliniken

    Die frühere Stellungnahme von Beate Müller-Gemmeke zu Religionsfreiheit, Glaubensfragen und Beschneidung:
    Müller-Gemmeke: eine der schwierigsten Entscheidungen

    Die Haltung von Kerstin Griese zur Beschneidung:
    Interview mit Kerstin Griese

  • Seinerzeit benötigte Kardinal Meisner, der bekanntlich um ein prägnantes Wort nie verlegen ist, nur wenige Tage, um sich vehement gegen das Kölner Urteil zur Beschneidung zu äussern. In der aktuellen Debatte um die Abweisung von Vergewaltigungsopfern in seinem Erzbistum schweigt der Kardinal jedoch bis heute.
    Wir müssen also auf frühere Aussagen Meisners zurückgreifen, z.B. auf diese:

    "Nächstenliebe ist kein Freundlichkeitsbrei."

    Interview mit Kardinal Meisner: "Ich bete jeden Abend fr die Terroristen" - SPIEGEL ONLINE

    Wäre dieser Satz nicht ein schönes Motto für katholische Krankenhäuser bzw. Orte, an denen Beschneidungen stattfinden?

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Kaum war mein Hinweis auf das Schweigen des Kardinals im Beschneidungsforum erschienen, entschuldigte sich Meisner per Presseerklärung. :rolleyes:

    Erzbischof Joachim Kardinal Meisner: Beschmender Vorgang darf sich nicht wiederholen

    "Ich bin aber überzeugt, dass wir diese Position des absoluten Lebensschutzes nicht relativieren dürfen, weil wir sonst die Menschenwürde insgesamt relativieren. Sie ist unteilbar. Auf ihr ruht unser Bild vom Menschen als Ebenbild Gottes, unser Verständnis von der menschlichen Person und nicht zuletzt das Fundament unserer freiheitlichen Gesellschaft. Der Ruf unseres Gewissens verpflichtet uns, alles zu tun, dass die Entscheidung immer zugunsten des Lebens ausfällt."

    In der Praxis sieht das dann so aus:


    Mutter und Ärzte exkommuniziert

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • ...weil wir sonst die Menschenwürde insgesamt relativieren. Sie ist unteilbar. Auf ihr ruht unser Bild vom Menschen als Ebenbild Gottes, unser Verständnis von der menschlichen Person und nicht zuletzt das Fundament unserer freiheitlichen Gesellschaft...

    Völlig richtig Herr Kardinal! Die Menschenwürde darf nicht relativiert werden. Wo kämen wir hin, wenn z.B. Jungen plötzlich weniger wert wären, kein Recht mehr hätten auf ihren unversehrten Körper, nur weil manche Religionsvertreter sich das wünschen? Nein Herr Kardinal, das wäre ein inakzeptabler Skandal. Schön, dass wir hier einer Meinung sind!

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Wie ausserordentlich tröstend muss es doch für eine durch eine Vergewaltigung schwanger gewordene Frau sein, wenn sie durch das Austragen des Kindes "das Fundament unserer freiheitlichen Gesellschaft" sichert. Genauso wie es das beschnittene Kind trösten sollte, dass seine Beschneidung den "Rechtsfrieden" sichert, und es die Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester trösten sollte, dass ihr Schweigen den inneren Zusammenhalt der Kirche sichert. X(

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • und ich könnte nur koxxxxx

    obwohl es ja in den medien war - ich glaube so richtig ist das gar nicht eingesunken, was da eigentlich passsiert ist

    Viele Grüße aus dem Rhein-Neckar-Raum

    Ich

  • ein böses erwachen für die, die glaubten, die kath. kirche wäre im 21. jahrhundert angekommen.

    merke: es gibt keine religion, die sich den humanistischen prinzipien unterordnet.

    wieso nicht? weil sie dann überflüssig wäre.

    Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

  • Wie am 18. Januar schon prophezeit. Es war nur eine Frage der Zeit. Unser spezieller Liebling Volker Beck hat sich zu Wort gemeldet.

    Zitat Spiegel:
    "Der Parlamentsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, sagte, Kritik an der Kirche mit dem Holocaust zu vergleichen, sei "einfach daneben".

    Empörung über Äusserung zu "Pogromstimmung" von Erzbischof Müller - SPIEGEL ONLINE

    Und fast genauso gut Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
    "Vergleiche mit dem Holocaust sind geschmacklos, wenn es um unterschiedliche Auffassungen in unserer Gesellschaft zu aktuellen Fragen wie auch der Rolle der Ehe, Familie und eingetragenen Lebenspartnerschaften geht", sagte die FDP-Bundesjustizministerin.

    und Claudia Roth darf natürlich auch nicht fehlen:
    "Der Chefideologe des Vatikans klingt, als wolle er die katholische Kirche am liebsten wieder in das Mittelalter zurückbeamen."

    Als es um die seltsamen Riten anderer Religionsgemeinschaften ging, klang das aber alles noch ganz, ganz anders. Was für eine Heuchelei!

  • Der ZDJ legte damals Wulf, der noch Ministerpräsident war, den Rücktritt nahe. Er sollte jetzt mit dem Papst genauso verfahren.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Also, ich würde mich mit dem Rücktritt des Papstes nicht zufrieden geben :) Da würde ich noch weiter oben ansetzen. So schlimm wie dieser Müller sich geäußert hat. Schließlich verwaltet er als Glaubenspräfekt die Glaubenslehre!!!

  • Roth und Beck sind Polit-Profis und jetzt positionieren sie sich wieder, um jene zurückzugewinnen, die sie während der Beschneidungsdebatte vergrault haben. Dabei setzen sie auf den Vergessenseffekt.

    Und dass der ZDJ sich still verhält gehört zum stillschweigenden Vertrag, sich gegenseitig kein Haar zu krümmen. Andere würden sagen "keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus".

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)

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