Als bei der Regeluntersuchung U9 meines Sohnes eine Phimose festgestellt wurde, wollte der damalige Kinderarzt sofort einen Termin für die Beschneidung festmachen. Meine Frau holte sich zum Glück eine zweite Meinung bei Dr. Bürst in Deggendorf ein.
Ihre felsenfeste Überzeugung, dass eine Beschneidung nur das definitiv letzte Mittel sein dürfe, waren der Beginn meines Umdenkens vom naiven Befürworter zum überzeugten Gegner der Vorhautbeschneidung.
Letzte Woche habe ich ein längeres Telefonat mit ihr geführt und ihr für alles gedankt, was sie - ohne es zu wissen - für mich getan hat.
Im Laufe dieses Gespräches bekräftigte sie noch einmal, dass sie einer medizinisch nicht indizierten Beschneidung niemals zustimmen und diese auch selbst niemals durchführen würde und sie medizinisch auch für äußerst unethisch hält. Zudem betonte sie, dass bei einem Säugling eine ausreichende Schmerzbekämpfung nicht möglich sei.
Ich kann Eltern aus der Gegend um Deggendorf nur raten, im Falle des Falles diese kompetente und engagierte Medizinerin aufzusuchen.
Im Interesse ihrer Söhne!
Dr. Bürst, Deggendorf
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Zudem betonte sie, dass bei einem Säugling eine ausreichende Schmerzbekämpfung nicht möglich sei.
Alle Ärzte wissen das - ALLE. Dass es Ärzte gibt, die ohne medizinische Indikation trotzdem Beschneidungen durchführen, ist und bleibt ein Skandal.
Danke für Deinen Bericht!
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So, wie mein eigener Urologe.
Als ich ihm von meiner Beschneidung und meinen Problemen erzählte, nickte er die ganze Zeit und sagte anschließend: Ja, das hab ich schon oft gehört. Ich habe viele Männer wie sie in meiner Praxis".
Auf meine Frage, ob er denn auch medizinisch nicht notwendige Beschneidungen durchführe, schaute er mich ganz verdutzt an und meinte: "Ja, selbstverständlich! Wenn es verlangt wird, mach ich das. Diese Leute glauben ja schließlich, dass sie sonst nicht in den Himmel kommen!"Das war mein letzter Besuch dort.
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"Ja, selbstverständlich! Wenn es verlangt wird, mach ich das. Diese Leute glauben ja schließlich, dass sie sonst nicht in den Himmel kommen!"
Wenn mein Glaube es mir sagt, dass ich nur ohne Penis in den Himmel komme, würde dieser Urologe es machen?

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Darauf würd inzwischen nichts mehr verwetten wollen...
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Na, wenigstens war er ehrlich und außerdem hört sich das nich nach diesem Wahn als einzige Methode an.
Und, wenn es erwachsene sind, die meinen, es für ihren Glauben/Gott tun zu müssen, bei sich selbst... -
Und ich war bei vielen Urologen, und die sagten mir immer, sie hätten noch nie einen Beschnittenen mit Problemen gehabt...
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Die gesamte Debatte hat dazu geführt, das man ohne Scham vom Penis gesprochen hat, und anders als in Kategorien von länger, dicker, usw.
Der Mann als verwundbares Wesen ist entdeckt worden und das hat vielen Betroffenen den Mut gegeben, ihre Betroffenheit auszusprechen.
Und das wird jetzt in weiter zunehmendem Maße passieren.
Die Herren und wenigen Damen Urologen werden dann bald nicht mehr sagen können "Sie sind der Erste".
Genauso, werden Eltern nicht mehr sagen können "damals machte man das eben, es hatte nur Vorteile". -
Ich hatte gestern diese gesamte Diskussion in unser neues Unterform kopieren wollen, leider hab ich offenbar nur den letzten Beitrag kopiert und dadurch die gesamte Diskussion verfälscht.
SO sollte das eigentlich richtig aussehen.
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