QuoteIn diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum. Die Redaktion möchte diese Zeit Revue passieren lassen und jeden Monat auf einen Artikel oder ein Thema hinweisen, der beziehungsweise das die Gesellschaft mitverändert hat. So begann im hpd die öffentliche Debatte um die Vorhautbeschneidung von Jungen.
hpd: Die Debatte über die Beschneidung
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Das ist insofern speziell, als er ein Ritual seiner eigenen Glaubensbrüder anprangert.
Diese haben selbstredend keine Freude an ihrem "Nestbeschmutzer", denn sie schätzen es nicht, wenn öffentlich über das umstrittene Ritual diskutiert wird und weltliche Gerichte sich mit ihren religiösen Praktiken und Lehren befassen.
QuoteSynagogen sind wie christliche Kirchen kein rechtsfreier Raum. Denn es stellt sich die legitime Frage, ob die Beschneidung von Knaben gegen Gesetze und Menschenrechte verstoßen.
QuoteEs stellt sich die Frage, weshalb die Eltern und Rabbiner nicht warten, bis die Gläubigen volljährig sind und selbst über ihren Körper entscheiden können.
Diese Frage lässt sich leicht beantworten: weil die meisten Volljährigen das dann nicht mehr wollen. Ihre Genitalien gut finden, so wie sie sind. Und die Älteren dann als die Beraubten, als die Opfer dastehen.
QuoteWegen der jahrhundertelangen Verfolgung der Juden, speziell auch wegen ihrer Vernichtung während des Zweiten Weltkrieges, wagen es viele Politiker und Meinungsführerinnen nicht, Missbräuche anzuprangern. Sie befürchten, als Antisemiten gebrandmarkt zu werden.
Was, verdammt, können die kleinen Jungen für die Verbrechen der Nazis? Warum sollen die dafür büßen?
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