Es gibt keine reine Rubrik für Medien, deshalb habe ich es Thematisch hier eingestellt:
Beschneidung: Nur ein Stück Haut? - I reporter
Auch die Kommentare sind interessant.
Es gibt keine reine Rubrik für Medien, deshalb habe ich es Thematisch hier eingestellt:
Beschneidung: Nur ein Stück Haut? - I reporter
Auch die Kommentare sind interessant.
Das Video hatte ich vor fünf Jahren schon mal gesehen.
Die Kommentare wurden anscheinend vor einem Monat "pausiert".
Man kann die Kommentare nach Datum sortieren und sieht dann die zuletzt aufgelaufenen. Die sind wohl überwiegend ablehnend "muss jeder selbst entscheiden". Leider gibt es auch einen sehr abstoßenden Kommentar "an die Wand stellen und erschießen". Man weiß nicht, wer hinter so etwas steckt. Das ist so irre, das könnte auch von einem agent provocateur sein.
Bei der Schilderung der jüdischen Frau - kein Wort über Betäubung.
Dieser Marcel: "wie bin ich im Glück, dass ich keine Vorhaut habe!"
Könnte ich auch sagen: "wie bin ich im Glück, dass ich keinen Appendix habe!"
"wie bin ich im Glück, dass ich keine Rachenmandeln habe"
Wäre genauso grotesk. Mir ist das geklaut worden, und Marcel auch. Hat alles wichtige Funktionen.
Ich könnte verstehen, wenn Marcel sagte: "Ich vermisse meine Vorhaut nicht".
Denn er hat ja nie bewusst einen intakten Penis und die Sensibilität der Vorhaut und mit Vorhaut erlebt. Ich kann auch verstehen, dass es einfacher ist, selbst zum Täter zu werden (würde seinen Sohn auch "beschneiden" lassen) als sich als das zu empfinden, was man tatsächlich ist: Opfer einer Beraubung.
Begründung seiner VA: nicht religiös, sondern "irgendwann mal werden halt all beschnitten - fertig!". Also bloß nicht drüber nachdenken, bloß nicht in Frage stellen!
"Da gibt es keine Frage" - sollte es aber. Wer sein Handeln nicht hinterfragt macht es sich zu einfach.
Den Täter-Opfer-Kreislauf am Laufen halten. Weil - ja was?
Quote from MarcelIch hoffe natürlich, dass meine Söhne dann eine ähnliche Erfahrung machen werden - und wenn's nicht so ist, dann kann man auch drüber reden
Und dann: "Schön, dass wir mal drüber gesprochen haben"? Davon wächst die Vorhaut nicht wieder nach.
Dann kann man nichts mehr ändern. Warum überlässt er diese Entscheidung nicht seinen Söhnen? Wie Dr. Isik so schön sagte: "die wollen das dann nicht mehr".
Und dann ist der Vater ohnmächtig - er hat die Sache nicht mehr in der Hand. Das Zeitfenster hat sich geschlossen. Davor haben viele Angst. Vor dem Machtverlust.
Und, dass die Söhne "da unten" anders sind als sie. Und, dass es ihnen bestens damit geht. Dass dann Neid aufkommt. Dass einem schließlich doch klar wird, dass man Opfer geworden ist.
Das deucht mir so bekannt.
Unser Forum scheint doch nicht so unbedeutend zu sein, wie manchmal behauptet wurde...![]()
Was mich etwas gestört hat war dieses unterschwellige leicht-spöttische Grinsen des Moderators bei der Unterhaltung mit dem Restorer.
Professor Stehr bringt es auf den Punkt:
QuoteWas man daran ablesen kann...unter welchem Druck, unter welchem Leidensdruck solche Menschen - junge Männer sind's ja meistens - stehen. Weil die machen das auch nicht weil's lustig ist, ja?
Für die ist es auch eher peinlich, für die ist es lästig, es ist möglicherweise auch mit Schmerzen verbunden - aber sie machen es trotzdem.
Und daraus kann man ablesen, dass die wirklich ein Problem haben - sonst würden sie es nicht machen
Und deswegen gibt es da auch nichts zu grinsen.
Quotereporter wird produziert von WDR und funk. funk ist ein Gemeinschaftsangebot der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF)
Eigentlich sollte jeder Mann, der einen Artikel oder eine Sendung über BGM macht offenlegen, ob er selbst intakt oder vorhautlos ist. Das ist, was die Perspektive angeht nicht unwichtig. Und, falls er vorhautlos ist - warum.
Ähnliches hatte Ronald Goldman schon gefordert. Bleibt aber fast regelmäßig im Dunkeln.
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