Und ich dachte immer es liegt an mir...

  • Theresa

    Ich finde es gut, dass Du Dich nicht von auch noch so gut gemeinten Ratschlägen unter Druck setzen lässt. DEIN Weg ist DEIN Weg. Du kennst Dich und Deinen Mann viel besser als alle anderen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Gelegenheit geben wird, allein schon deshalb weil BEI DIR etwas in Gang gekommen ist.:)

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • R(h)einwein

    Ich habe von den Voraussetzungen für die THERAPIE (!) gesprochen, und von sonst nichts. Selbstverständlich hat die Umgebung jedes Recht, auf Änderungen hinzuwirken, und selbstverständlich ist Therapie nur EINE von vielen Möglichkeiten.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • @ werner

    das war kein Angriff auf Deine Aussage, die habe ich richtig verstanden, sondern eine Ergänzung. Ich denke es ist für jemanden, die/der in dem Konflikt steht, was sie/er in ihrer/seiner Situation tun kann, hilfreicher, wenn sie/er im Zweifelsfall weiss, dass sie/er sehr wohl einen Anspruch darauf hat, ihre/seine Lage zu verändern. Sonst könnte man das auch missverstehen: er/sie will nichts ändern, also lass sie/ihn in Ruhe. Was richtig ist, kommt auf den Einzelfall an. Und da gibt es dann noch mehr Gesichtspunkte.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Sonst könnte man das auch missverstehen: er/sie will nichts ändern, also lass sie/ihn in Ruhe.

    Ok, es war mir wichtig, meine Aussage auf die Therapie zu beschränken. Bis dahin kann es ein langer Weg sein. Ich kann mir vorstellen, dass manchmal auch erst der/die Partner/in für sich eine Therapie ( oder etwas anderes) braucht, um den Weg zum Betroffenen zu finden (und sein/ihr Recht zur Sprache zu bringen).

    (Sorry, Guy:))

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • @ Guy

    hast ja Recht, aber wenn man die vermännlichende Wortwahl vermeiden will??!! :?: - Außerdem habe ich auf Deine große Lesekompetenz vertraut. :rolleyes:

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  • manchmal auch erst der/die Partner/in für sich eine Therapie ( oder etwas anderes) braucht, um den Weg zum Betroffenen zu finden (und sein Recht zur Sorache zu bringen).

    Denke ich auch. Und dann kann sich auch herausstellen, dass da noch ganz andere Hindernisse im Wege stehen und die Beschneidung eine von mehreren Belastungen ist. So etwas können wir hier im Forum nicht heraus finden.

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  • für mich ist es jetzt nicht so einen Riesen Problem, dass ich ihn mit aller Gewalt vor den Kopf stoßen muss, auch wenn ich jetzt mit ihm rede, es ändert nichts, er bleibt beschnitten und wird es auch immer sein. Nur falls er mir mal wieder Vorwürfe macht, oder er sich wunder, dass mit ihm etwas nicht stimmt, dann kann ich ihn darauf aufmerksam machen.

    Das stimmt, am Zustand beschnitten sein, ändert sich gar nichts. Aber allein dieses Wissen, welches wir jetzt haben, befreit uns von dem Gefühl schlechte und unfähige Liebhaberin zu sein. Manche leben, wie du 20 Jahre damit und das ist schlimm genug Schuldgefühle zu haben, für etwas, was ihm seine Eltern angetan haben. Deshalb wäre es gut, sollte er mit Vorwürfen kommen, ihn mit den Tatsachen zu konfrontieren.
    Deshalb wäre es gut, ihm die Augen zu öffnen, damit auch er sich nicht schlecht und event. als Versager fühlt, wie meiner! X(

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • In den Artikel werden aber zwei der wichtigsten Aspekte nicht bzw. nicht ausreichend gewürdigt.

    1. Der Traumatisierte muss die Therapie,d.h. die ihn mit der Erinnerung an das Trauma konfrontiert, selbst WOLLEN.

    2. Der Traumatisierte muss ein Höchstmass an Vertrauen zum Therapeuten, der ihn begleitet, haben.

    1) Das setzte ich aber voraus, dass eine Therapie erst dann hilfreich und nützlich ist, wenn der Betroffene sie selber will und das ist erst dann der Fall, wenn er selber darunter leidet. Vorher macht es keinen Sinn! 2) Und auch ist es wichtig einen einfühlsamen und verständnisvollen Therapeuten zu finden. Es ist enorm wichtig, sich aufgehoben, verstanden und wertgeschätzt zu fühlen aber auch gewürdigt für das zugefügte Leid und Unrecht!

    Vielleicht genügt das schon und ein emotionaler Heilungsprozess wird in Gang gesetzt! Ich kann mir nur vorstellen, wie erleichtert diese Männer sein können, wenn sie sich vertrauensvoll an jemanden wenden, statt Jahrelang die schweren "Steine" in sich zu tragen, sondern sie abzuwerfen und zu erkennen, was ihnen angetan wurde!

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  • Wenn jemand mit einem verdrängten Trauma gut lebt, dann ist es Unsinn, ihn mit der Nase darauf zu stoßen. Wenn aber seine Umgebung unter den Wirkungen dieses Traumas leidet, dann kann sich schon die Frage stellen, ob die Umgebung, die/der PartnerIn nicht ein Recht hat, auf eine Änderung hinzuwirken. Der Weg ist dabei das Entscheidende. Es gibt welche, die zu einem Erfolg führen und andere nicht.

    Das ist richtig und bei mir und Theresa ist es wohl so, dass wir beide die Ursache der sex. Störungen erkannt haben, nicht der Betroffene selbst. Hätten wir nichts entdeckt und erkannt, so wäre alles beim Alten geblieben. Aus diesem Grund haben wir das Recht zumindest mit dem Partner über die Erkenntnisse zu reden und ihm klar zu machen, dass es dafür Verantwortliche gibt - und das ist weder er noch ich!

    Lohnt es sich jahrelang mit einer nicht gut und schön funktionierenden Sexualität zu leben, lohnt es sich Schuldgefühle und schlechtes Gewissen zu haben, welches andere haben müssten aber ganz sicher nicht der Betroffene selber und seine Partnerin? Lohnt es sich, dass wir beide seelisch darunter leiden und uns schlecht fühlen und uns für schlechte Liebhaber zu halten, weil andere auf sich Schuld geladen haben und ungeschoren davon kommen wollen?

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
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  • @ Aphrodite

    Lohnt es sich jahrelang mit einer nicht gut und schön funktionierenden Sexualität zu leben,...?

    Die Frage kannst nur Du Dir beantworten. Es wäre zumindest ein großes Opfer. Vielleicht gibt es auch andere Seiten in Eurer Beziehung, die für Dich viel wichtiger sind, so dass Du diese Einschränkung akzeptierst, in der für Dich keine Veränderung möglich erscheint. Einen Versuch, die Dinge zum Besseren zu wenden, ist es allemal wert. Allerdings würde ich in meiner Beziehung dem Partner nur sagen, was mir in unserer Beziehung fehlt und dass mir das sehr wichtig ist und ihn nach seiner Meinung dazu fragen, ihm also noch keine Erklärung anzubieten, weil er dann vermutlich eher "zu macht". Allein so eine einfache offene "Mitteilung" erfordert schon viel Mut und Feingefühl.

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  • Aphrodite

    Ja, mit dem Hin- und Herschieben von "Schuld" sollte man/frau aufhören. Es sollte nicht "DEIN Problem" sein, sondern "UNSER Problem". Hast Du klasse auf den Punkt gebracht. :)
    Wenn man/frau es aber NOCH nicht schafft, sollte man sich das nicht vorwerfen. Kommt Zeit, kommt Tat. :)

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  • Aphrodite

    Ja, mit dem Hin- und Herschieben von "Schuld" sollte man/frau aufhören. Es sollte nicht "DEIN Problem" sein, sondern "UNSER Problem". Hast Du klasse auf den Punkt gebracht. :)
    Wenn man/frau es aber NOCH nicht schafft, sollte man sich das nicht vorwerfen. Kommt Zeit, kommt Tat. :)

    Mit Schuld meinte ich nicht mich als erwachsene Frau und ihn als erwachsenen Mann, sondern die Verantwortlichen in seiner Kindheit - i.d.R. sind das die Eltern oder Grosseltern.

    Wenn ich einem Jungen die Vorhaut abschneide, dann habe ich "Schuld" auf mich geladen, auch wenn mir das in dem Moment nicht bewusst ist, auch wenn mir die Folgen für sein gesamtes Leben nicht klar sind - weder die physischen noch die psychosexuellen. Ich frage mich, ob die Eltern nicht die Pflicht hätten, sich besser und gründlicher zu informieren, statt sofort dem Kinderarzt, der eine Beschneidung bei Phimose sofort empfiehlt, zu vertrauen.

    Vor allem aber sollen sie sich nicht nur einseitig informieren und die lauthals propagierten "Pro-Argumente" berücksichtigen, sondern auch die "Contra-Argumente". Würden die Eltern zustimmen, wenn sie wüssten, dass einige oder viele, wenn sie erwachsen sind, eine viel schlechtere Sensitivität in der Eichel haben und sie deswegen, entweder Schwierigkeiten in ihren Partnerschaft haben oder aber langsam beginnen - aus Angst die Partnerinnen wund zu vög****ln und ihnen Schmerzen zuzufügen und aus sexueller Frustration - die körperliche Nähe zu vermeiden? Unwahrscheinlich, ich denke sie würden andere Lösungen suchen und nicht sofort einer Beschneidung zustimmen!

    Dass es zu PTBS kommen könnte, darüber müssten die Eltern auch informiert werden. Schliesslich haben wir das Beispiel von "Weguer", dass es zu Depressionen, Suchtverhalten bis hin zu Suizidversuchen kommen kann, wenn man ansonsten ein anderes Trauma ausschliessen kann. Ganz neutral müssen sie über alle Aspekte der Beschneidung informiert werden, weil gerade die Eltern die Verantwortung für ihren Jungen haben. Aber wer informiert sie genauestens? Machen sich nicht auch schlecht informierte Kinderärzte und Urologen mitschuldig?

    Vor allem ist das auch deswegen so enorm wichtig, weil man die Vorhaut nicht wieder dran kleben kann! :cursing:

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    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Genau Ahprodithe, das ist momentan der wichtigste Punkt, die Eltern die ihre Kinder beschneiden lassen wollen, gehören aufgeklärt!
    In der Familie meines Mannes, beschneiden sie nur aus Tradition, mein Mann hat noch nie eine Moschee von innen gesehen, ist aber beschnitten. Die Frauen kennen nur die Vorteile, die man(n) ihnen sagt, ihnen fallen die Nachteile auch nicht auf, weil sie nichts anderes kennen.
    Und ich befürchte nur wir Frauen und Männer, die beides kennen, und ihre Gehirnwäsche überwinden, wissen was der Unterschied ist. Und so lange wir schweigen, wird sich nichts ändern.

  • Aphrodite

    Hm, habe ich missverstanden?

    Zitat

    "Mit Schuld meinte ich nicht mich als erwachsene Frau und ihn als erwachsenen Mann, sondern die Verantwortlichen in seiner Kindheit - i.d.R. sind das die Eltern oder Grosseltern".


    ICH meinte natürlich Schuld, die sich Partner gegenseitig für ein unbefriedigendes Sexualleben geben. Ja, die wirkliche Schuld liegt natürlich woanders. Gegen DIESE Schuldigen sich zu wenden, kann auch sehr viel Mut verlangen (die die ja auch so geliebten Eltern und Grosseltern, wie Du schreibst).

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • ICH meinte natürlich Schuld, die sich Partner gegenseitig für ein unbefriedigendes Sexualleben geben. Ja, die wirkliche Schuld liegt natürlich woanders. Gegen DIESE Schuldigen sich zu wenden, kann auch sehr viel Mut verlangen ( die die ja auch so geliebten Eltern und Grosseltern, wie Du schreibst).

    Absolut, die Paare machen sich bestimmt gegenseitig Vorwürfe für das schlechte Sexualleben! Die Männer fühlen sich wohl als Versager, ihre Partnerin nicht zum Höchstgefühl gebracht zu haben und die Frauen fühlen sich als schlechte Liebhaberin, weil auch er wohl nicht immer oder im Laufe der Jahre immer seltener beim Liebesakt den Höhepunkt erreicht.

    Und niemand hat eine Ahnung, woran es liegt....bis der Mann oder die Frau beginnt sich Gedanken zu machen und sich auf die Suche nach Antworten begibt und die tatsächlichen "Schuldigen" bzw. Verantwortlichen erkennt. Das Unheil nahm seinen Lauf in der Kindheit des Mannes! Ich kann mir auch vorstellen, dass es genauso zu sexuellen Störungen kommen würde, wenn die Frau beschnitten ist, aber der Mann nicht. Sie würde sicherlich Schmerzen haben oder die Penetration so gut wie unmöglich werden lassen.

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
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  • Zitat von »werner«
    ICH meinte natürlich Schuld, die sich Partner gegenseitig für ein unbefriedigendes Sexualleben geben. Ja, die wirkliche Schuld liegt natürlich woanders. Gegen DIESE Schuldigen sich zu wenden, kann auch sehr viel Mut verlangen ( die die ja auch so geliebten Eltern und Grosseltern, wie Du schreibst).
    Absolut, die Paare machen sich bestimmt gegenseitig Vorwürfe für das schlechte Sexualleben! Die Männer fühlen sich wohl als Versager, ihre Partnerin nicht zum Höchstgefühl gebracht zu haben und die Frauen fühlen sich als schlechte Liebhaberin, weil auch er wohl nicht immer oder im Laufe der Jahre immer seltener beim Liebesakt den Höhepunkt erreicht.

    Und niemand hat eine Ahnung, woran es liegt....bis der Mann oder die Frau beginnt sich Gedanken zu machen und sich auf die Suche nach Antworten begibt und die tatsächlichen "Schuldigen" bzw. Verantwortlichen erkennt. Das Unheil nahm seinen Lauf in der Kindheit des Mannes! Ich kann mir auch vorstellen, dass es genauso zu sexuellen Störungen kommen würde, wenn die Frau beschnitten ist, aber der Mann nicht. Sie würde sicherlich Schmerzen haben oder die Penetration so gut wie unmöglich werden lassen.

    Hallo Aphrodite, das Problem liegt tiefer, es geht nicht um dieses Hochgefühl, nach 20 Jahren sind mein Mann und ich ein eingespieltes Team, wir wissen was wir tun müssen damit wir beide was fühlen. Aber es ist einfach nicht so intensiv, wie mit einem intakten Mann, er hat nicht die gleiche Leidenschaft, dass kommt vielleicht hin, wenn er davor heimlich Pornos schaut, aber wenn man das als Frau dann mitbekommt, tut es auch weh.
    Ich hatte gerade mit meiner Türkischen Schwägerin ein sehr offenes intensives Gespräche, sie hätte 2 beschnittene Männer, mit einem davon war es eine Katastrophe, mit dem andren war es sehr schön, wir haben uns dann über dieses sehr schön unterhalten, was bei mir sehr schön war und was sie für sehr schön hält. Und es ist wirklich traurig, es ist einfach kein Vergleich, und auch sie dachte es liegt an ihr, dass sie keinen Höhepunkt erreichen kann. Sie hat auch noch nie mit jemand darüber geredet, weil die Frauen ja stolz auf ihre tollen Männer sind, weil sie eben den besseren Ruf haben als Intakte.
    Neulich erzählte ihr ein junger Türke dass er ein toller Liebhaber sei, weil er lang und kräftig zustoßen kann, wir sahen uns nur an und sagten nur, "auwa".
    Ich hab hier im Forum gelesen, dass nur 15% der Männer mit ihrer Beschneidung Probleme haben aber ich halte es für ein Gerücht, es ist als würde man sagen, es waren nur 15% der Blinden die kaum was sehen, den andern 85% Blinden geht es blendend.

  • Aber es ist einfach nicht so intensiv, wie mit einem intakten Mann, er hat nicht die gleiche Leidenschaft, dass kommt vielleicht hin, wenn er davor heimlich Pornos schaut, aber wenn man das als Frau dann mitbekommt, tut es auch weh.
    Ich hatte gerade mit meiner Türkischen Schwägerin ein sehr offenes intensives Gespräche, sie hätte 2 beschnittene Männer, mit einem davon war es eine Katastrophe, mit dem andren war es sehr schön, wir haben uns dann über dieses sehr schön unterhalten, was bei mir sehr schön war und was sie für sehr schön hält. Und es ist wirklich traurig, es ist einfach kein Vergleich, und auch sie dachte es liegt an ihr, dass sie keinen Höhepunkt erreichen kann. Sie hat auch noch nie mit jemand darüber geredet, weil die Frauen ja stolz auf ihre tollen Männer sind, weil sie eben den besseren Ruf haben als Intakte.
    Neulich erzählte ihr ein junger Türke dass er ein toller Liebhaber sei, weil er lang und kräftig zustoßen kann, wir sahen uns nur an und sagten nur, "auwa".
    Ich hab hier im Forum gelesen, dass nur 15% der Männer mit ihrer Beschneidung Probleme haben aber ich halte es für ein Gerücht, es ist als würde man sagen, es waren nur 15% der Blinden die kaum was sehen, den andern 85% Blinden geht es blendend.

    Ja irgendwie ist der Liebesakt mechanischer habe ich das Gefühl, ohne richtige Hingabe! Aber, ich kann noch sagen nur, ca. 30% der Frauen oder sogar bisschen weniger erreichen den Höhepunkt rein vaginal - egal ob die Männer beschnitten oder intakt sind. Bei den meisten Frauen, muss noch die Klitoris stimuliert werden.
    Dennoch wird in der dänischen Studie von 2011 erwähnt, dass Frauen schlechter den Höhepunkt erreichen und 8x häufiger über Schmerzen klagen und dass es Penetrationsschwirigkeiten gibt. Die Männer haben offensichtlich keine Schmerzen aber erreichen den Höhepunkt 3x schlechter als intakte.

    Studie beweist: Beschneidung verschlechtert Sex bei Männern und Frauen - Beschneidung von Jungen

    Ich denke auch, dass die Dunkelziffer höher ist als die 15%. Nur können die Männer das nicht wissen, weil viele noch vor der Pubertät beschnitten wurden und den Liebesakt nur als Beschnittener kennen! Wenn die Männer sagen sie hätten keine Probleme so stimmt das aus ihrer Sicht natürlich, weil die Eichel so unempfindlich geworden ist und sie deshalb, wie dieser junge Türke sagt, lang und kräftig zustossen kann. Er muss lang und kräftig zustossen, er hat keine andere Wahl, weil er sonst kaum etwas fühlt. Dafür aber haben die Frauen das Gefühl wund zu sein und sogar Schmerzen, dass sie den Akt unterbrechen müssen. Diese zwangsbeschnittenen Männer beginnen erst dann etwas zu fühlen, wenn bei der Frau die Schmerzen beginnen.

    Dieser Mann kennt und beschreibt den Unterschied
    Beschneidung mit 18: Im Bett mit und ohne - taz.de

    Der Syrer Riad Sattouf beschreibt die Taubheit in der Eichel
    „Meine Beschneidung war der Horror“ - Bremen Kultur - WESER-KURIER

    Zitat

    Der Sensibilitätsverlust, den eine Beschneidung für den Mann mit sich bringt, sollte endlich zur Sprache kommen. Nur so kann sich etwas in den Köpfen bewegen. Ich sage oft zu meinen unbeschnittenen Freunden, dass ich meine Eichel an Beton reiben könnte, ohne dabei Schmerzen zu verspüren. Sie fallen dann meistens in Ohnmacht.

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
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  • Zitat

    "Ich hab hier im Forum gelesen, dass nur 15% der Männer mit ihrer Beschneidung Probleme haben"


    Es gibt Umfragen, da sind es deutlich mehr. Und es gibt die Regel, dass nirgendwo mehr gelogen wird als bei Umfragen zur sexuellen Zufriedenheit - und zwar immer in Richtung " toll". Und wenn die Frauen sich ihren Männern gegenüber nicht äussern, haben sie ja auch keinen Grund, sich nicht " toll" zu finden. Dass Frauen sich gegenseitig untereinander versichern (müssen?), was für einen tollen Mann sie haben, verhindert ja eigentlich auch ein Offenlegung der Probleme. Schade.

    Theresa

    Ich meine Dich nicht persönlich, sondern grundsätzlich: dass bei der Beschneidung das " Schweigen" der Mütter auf das " Schweigen" der Ehefrauen trifft, weist auf die enthaltene patriarchalische Machtkonstellation hin. Vielleicht haben wir diesmal das Glück, dass bei dieser Frage nicht - wie so oft - die Frauen (allein) vorangehen müssen. Trotzdem wäre es schön, wenn es nicht nur eine Bewegung " Mothers against Circumvision", sondern auch eine Bewegung "Married Women against Circumcision" geben würde. NOCH besser wäre eine Bewegung "Couples against Circumcision". [Blockierte Grafik: webkit-fake-url://5C21DD97-3696-410C-980D-B605534357CA/imagepng]

    Hm, Aphrodite war 2 Minuten schneller als ich :)

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Es gibt Umfragen, da sind es deutlich mehr. Und es gibt die Regel, dass nirgendwo mehr gelogen wird als bei Umfragen zur sexuellen Zufriedenheit - und zwar immer in Richtung " toll". Und wenn die Frauen sich ihren Männern gegenüber nicht äussern, haben sie ja auch keinen Grund, sich nicht " toll" zu finden. Dass Frauen sich gegenseitig untereinander versichern (müssen?), was für einen tollen Mann sie haben, verhindert ja eigentlich auch ein Offenlegung der Probleme. Schade.

    Stimmt ja, zu keiner Umfrage, wird mehr gelogen als bei Umfragen zur sexuellen Zufriedenheit. Wer gibt schon offen zu, dass er und sie häufiger Sex will, dass die Männer alle potente Hengste sind und überall und jederzeit können, dass sie nie unter einer Ejakulation praecox leiden, dass sie überhaupt keine Erektionsstörungen haben und dass sie leicht und mühelos zum Orgasmus kommen? Wer gibt das schon zu? Das wissen, wenn überhaupt, nur Urologen und Sexualtherapeuten!

    Nur Frauen trauen sich darüber untereinander zu reden, aber sagt ein Mann seinem besten Freund: "Hör mal der kleine in der Hose will nicht hochkommen oder es ist harte Arbeit zum Orgasmus zu kommen und es dauert eine Ewigkeit!" Welcher Mann gibt das zu, er will sich nicht mal selber das eingestehen! Und die Frauen sagen ihren "Prinzen" gar nichts, um sie ja nicht zu kränken. Aber mit Schweigen, wird es nicht besser und schöner!

    Eben alle tun so als hätten sie das schönste und perfekteste Sexualleben. Das ich nicht lache :rolleyes:

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