Die Folgen der U11

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    • Die Folgen der U11

      Guten Tag liebe Mitglieder des Forums.
      Ich bin Nik, 19 Jahre alt und wurde mit 10 Jahren beschnitten. Ich frage mich oft, ob dies denn überhaupt nötig war und wie es wohl wäre, wenn ich eine Vorhaut hätte. Ich lese seit einiger Zeit im Forum und habe mich nun entschieden, auch meine Geschichte hier zu veröffentlichen.

      Meine Mutter war immer sehr besorgt um mich und schleppte mich auch regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen. Ich hatte einen netten, älteren Kinderarzt. Dieser ging dann auch eines Tages in seinen verdienten Ruhestand und eine junge, engagierte Kinderärztin übernahm die Praxis. Fortan musste ich dann immer zu der neuen Ärztin.
      Als ich 10 Jahre alt war, stand für mich die U11 bei der Ärztin an, die U10 hatte, glaub ich, noch mein vorheriger Kinderarzt gemacht.

      Bei der Untersuchung stellte sie dann auch fest, dass meine Vorhaut nicht zurückzuziehen ist und das meine Mutter mit mir deswegen ins Krankenhaus müsste, um das operieren zu lassen. Ich war absolut nicht begeistert, als ich Krankenhaus und operieren hörte. Meine Mutter war natürlich gleich sehr besorgt und machte schnellstens einen Termin.

      Als der Tag der Operation gekommen war, fuhr meine Mutter mit mir ins Krankenhaus. Ich durfte vorher nichts mehr essen und trinken. Im Krankenhaus angekommen, wurden wir empfangen und mussten noch in einem Zimmer warten. Ich war sehr unruhig und je länger es dauerte, desto schlimmer wurde es. Ich wollte nicht in diesem Krankenhaus sein und erst recht nicht operiert werden. Irgendwann fing ich an zu weinen und zu schreien, dann kam eine Krankenschwester und brachte meiner Mutter eine Tablette, die sie mir geben sollte. Als ich diese geschluckt hatte, gingen bei mir gleich die Lichter aus. Als ich ziemlich benommen wieder zu mir kam, lag ich auf einer Liege in einem anderen Raum und eine Krankenschwester stand neben der Liege. Sie sagte dann, dass es gleich losgehen kann. Kurz darauf kam noch eine andere Person dazu und ich bekam eine Spritze in den Zugang, der mir in den Arm gelegt wurde, während ich benommen war. Schon wieder gingen bei mir die Lichter aus.
      Als ich wieder wach wurde, war meine Mutter bei mir im Aufwachraum. Ich musste dann noch eine Zeit lang da liegen bleiben und der Arzt schaute auch nochmal nach mir und ich musste vor ihm in ein Gefäß pinkeln. Danach durfte meine Mutter mit mir nach Hause fahren.
      Zuhause fingen die Schmerzen dann erst richtig an. Am nächsten Tag sollten wir wieder zur Kontrolle zum Arzt, da wurde erklärt, dass ich mich nicht so anstellen soll und ein bisschen Schmerzen normal sind. Nach einigen Tagen kam der Verband dann ab und ich spürte die Eichel bei jeder Bewegung. Dies dauerte auch noch einige Wochen, bis alles wieder „normal“ war.

      Ich frage mich heute nur, ob dies alles nötig gewesen ist. Ich hatte ja eigentlich keine Probleme. Die Vorhaut war wahrscheinlich zu eng, aber das hat mich ja damals nicht gestört. Ich verstand überhaupt nicht, warum ich deswegen operiert werden musste. Die Vorhaut wurde komplett entfernt und auch das Bändchen ist weggeschnitten worden.

      So, dass war meine Geschichte. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

      Lg Nik

      The post was edited 1 time, last by NikSerof ().

    • Hallo NikSerof,
      willkommen bei uns und hab Dank dafür, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst. :)
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Hallo Nik,

      auch von mir noch ein herzliches Willkommen, und vielen Dank für das teilen deiner Geschichte hier im Forum.

      Deine Frage ob das nötig war...eine beschwerdefreie Phimose ist NIE behandlungsbedürftig...sagt auch die aktuelle Leitlinie. Leider ist das bis heute noch nicht bei allen Ärzten angekommen...

      Ich hoffe mal, dass durch diesen Eingriff damals nicht auch noch anderweitige Probleme für dich entstanden sind...

      Weiß nicht, ob das was für dich ist...aber diese Kinderärztin, existiert die noch? Wenn ja...könntest du dir vorstellen, zu ihr zu gehen, ihr das zu sagen, was du hier geschrieben hast, dazu noch auf die aktuelle Leitlinie zu Phimose verweisen? Oder auch nur per Mail und die entsprechenden Links vielleicht auch zum BVKJ Flyer "Mann oh Mann"? Ärzte wissen das meist nicht besser, haben es halt so gelernt...

      Aber nur wenn es keine Belastung für dich ist! Vielleicht kann anderen Jungen damit erspart bleiben, was dir wohl unnötigerweise widerfahren ist...

      Alles Gute, und nochmal meinen herzlichen Dank
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Außer, dass die Operation wahrscheinlich unnötig war und ich nicht verstand, warum dies gemacht werden musste, sind mir keine weiteren Probleme dadurch entstanden.

      Die neue Leitlinie gab es damals aber noch nicht, oder?

      Die Kinderärztin existiert bestimmt noch, da müsste ich mich schlau machen. Zuletzt war ich vor 3 Jahren dort, zur J2.

      Ich könnte mir vorstellen, ihr dies auch zu sagen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass dies viel bringt. Ein Versuch wäre es natürlich wert.
      Ich werde mich da mal schlau machen und mir dies überlegen.

      Lg Nik
    • Nun, diese aktuell gültige Leitlinie erschien im Herbst 2017. Es wird also in Bezug auf ihre damalige Diagnose nichts bringen. Jedoch kannst Du ihr damit zeigen, dass sie aus heutiger Sicht falsch lag und - sofern sie die neue Leitlinie nicht kennen oder beachten sollte - noch immer falsch liegt. Und für heutige Entscheidungen hat das sehr wohl Relevanz. Für ihre "Patienten", die mit den Folgen leben müssen als auch für sie, die sich dadurch eventuell Schadensersatzforderungen ausgesetzt sieht.
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    • Ich gehe mal davon aus, dass sie heute anders handeln würde. Die Leitlinie sollte sie ja kennen. Meines Wissens ist es aber auch nicht verpflichtend, nach einer Leitlinie zu handeln. Ich weiß nicht ob das was bringt und fände es sogar etwas anmaßend, wenn ich als Laie einer studierten Ärztin sagen sollte, wie sie zu handeln hat. Ich meine, wie soll das denn bei ihr ankommen, wenn ich da mit der Leitlinie ankomme und ihr das gebe? Das sieht dann doch so aus als würde ich sagen wollen, dass sie keine Ahnung von ihrem Beruf hat. So stößt man doch garantiert nicht auf offene Ohren.
    • Hallo NikSerof,

      willkommen hier im Forum.
      Weißt du, was mich schockiert? Es ist die Tatsache, dass sich hier in letzter Zeit Berichte von jungen Männern um die 20 häufen, die unter der Scheindiagnose "Phimose" im Kindesalter ihrer Vorhaut beraubt wurden. Ich habe bereits im Jahr 2000 sehr gut über die negativen Folgen einer Vorhaut-Amputation bescheid gewusst. Taylors Arbeit, die erstmals die nervale Ausstattung der Vorhaut unter die Lupe nahm, stammt aus dem Jahr 1997 und man konnte bereits um die Jahrtausendwende im Netz nachlesen, dass die Vorhaut sexuell äußerst wichtig ist und Beschneidungen im Kindesalter unnötig bzw. die meisten Vorhautverengungen vor Abschluss der Pubertät keiner Behandlung bedürfen. Ärzte haben den hippokratischen Eid geschworen. Sie dürfen demnach durch ihre Behandlung keinen Schaden anrichten und müssen nach ihrem besten Gewissen handeln. Dazu zählt es auch, dass man sein Fachwissen immer auf dem Laufenden hält. Genau das hat aber deine Kinder"ärztin", wie viele andere auch, offenbar unterlassen. Ich bin z.B. in der IT-Branche tätig. Obwohl ich keinen Eid geschworen habe und viel weniger Verantwortung trage, weiß ich, dass ich mein Wissen immer up to date halten muss, um auch morgen noch relevant zu sein. Sowas sollte man von Ärzten dann erst recht erwarten können, oder? Es gibt wirklich keine Profession, für die ich so wenig Respekt und so viel Verachtung übrig habe, wie die Medizin.

      Nachtrag: Es gibt hier einen User, der rechtliche Schritte geben seinen Verstümmler eingeleitet hat. Wie weit er gekommen ist, weiß ich nicht. Dazu möchte ich dir auch raten, auch wenn es dir nichts mehr hilft. Wer anderen unnötigerweise solch ein Leid zufügt, darf nicht ungeschoren davon kommen.
    • NikSerof wrote:

      Ich gehe mal davon aus, dass sie heute anders handeln würde. Die Leitlinie sollte sie ja kennen. Meines Wissens ist es aber auch nicht verpflichtend, nach einer Leitlinie zu handeln. Ich weiß nicht ob das was bringt und fände es sogar etwas anmaßend, wenn ich als Laie einer studierten Ärztin sagen sollte, wie sie zu handeln hat. Ich meine, wie soll das denn bei ihr ankommen, wenn ich da mit der Leitlinie ankomme und ihr das gebe? Das sieht dann doch so aus als würde ich sagen wollen, dass sie keine Ahnung von ihrem Beruf hat. So stößt man doch garantiert nicht auf offene Ohren.

      Lieber NikSerof

      Ich will dich nicht zwingen oder nötigen etwas zu tun, was Du nicht tun möchtest. Ich kann mir vorstellen, einen Artz wegen einer Fehldiagnose zu konfrontieren, erfordert einiges an Mut und Überwindung, und ist für manchen auch ein in psychisch-seelischer Hinsicht schwieriges Unterfangen.

      Aber wenn es nur daran liegt, dass du glaubst, als Laie hättest Du kein Anrecht, eine studierte Ärtzin zu belehren, dann solltest Du Sie wirklich zu ihr gehen und mit ihr das Gespräch suchen. Also wenn das der einzige Hinderungsgrund ist, und du ansonsten keine Probleme hättest, zu deiner Kinderärtzin zu gehen und mit ihr das Gespräch zu suchen. Denn schließlich bist Du es, der mit den Folgen ihrer Diagnose leben muss - und das ein Leben lang.

      The post was edited 2 times, last by Sokrates ().

    • Also ich kenne nicht viele andere Jungs, die auch beschnitten sind. Von einer Häufung bin ich daher nicht ausgegangen.
      Natürlich hast du Recht und auch Ärzte müssten immer auf dem neusten Stand sein, um auch die richtige Behandlung durchführen zu können. Ich denke daher ja auch, dass sie heute anders handeln würde als noch vor knapp 10 Jahren.
      Was das damalige Fachwissen angeht, so weiß ich natürlich nicht, inwieweit sie da auf dem Laufenden war oder hätte sein müssen. Sie wollte da sicher alles richtig machen. Sie hatte die Praxis ja erst übernommen und hat daher auch alles bei mir genau untersucht um sicher zu sein, dass bei ihren neuen Patienten alles in Ordnung ist. Vielleicht war sie auch etwas übereifrig.

      fsx100 wrote:

      Es gibt wirklich keine Profession, für die ich so wenig Respekt und so viel Verachtung übrig habe, wie die Medizin.
      Dies kann ich jedoch nicht nachvollziehen und teile diese Meinung auch nicht.


      fsx100 wrote:

      Es gibt hier einen User, der rechtliche Schritte geben seinen Verstümmler eingeleitet hat. Wie weit er gekommen ist, weiß ich nicht. Dazu möchte ich dir auch raten, auch wenn es dir nichts mehr hilft. Wer anderen unnötigerweise solch ein Leid zufügt, darf nicht ungeschoren davon kommen.
      Zunächst mal, bin ich nicht verstümmelt.
      Welche rechtlichen schritte sollte ich da bitte einleiten?
      Das die Operation unnötig war, werde ich nicht beweisen können und weiß es auch nicht mal. Ich kann es nur vermuten. Damit lacht mich jeder RIchter aus.




      Sokrates wrote:

      einen Artz wegen einer Fehldiagnose zu konfrontieren, erfordert einiges an Mut und Überwindung
      Ich glaube weniger, dass die Diagnose Phimose falsch war. Nur die Operation war vielleicht verfrüht oder hätte sich vermeiden lassen. Das ist ja aber nicht klar.
      Unterhalten kann ich mich natürlich mit ihr, ich habe da keine Angst. Nur was soll ich ihr sagen?

      Sokrates wrote:

      Aber wenn es nur daran liegt, dass du glaubst, als Laie hättest Du kein Anrecht, eine studierte Ärtzin zu belehren, dann solltest Du Sie wirklich zu ihr gehen und mit ihr das Gespräch suchen
      Natürlich habe ich das Anrecht. Aber sind wir doch mal ehrlich, wenn jemand zu dir kommt und dir sagt, dass du deinen Beruf, den du erlernt hast, falsch ausübst und derjenige wäre aus einer ganz anderen Branche. Was würdest du sagen/denken?
      Ich persönlich würde mir wahrscheinlich zurecht denken, der hat doch keine Ahnung.

      Sokrates wrote:

      Denn schließlich bist Du es, der mit den Folgen ihrer Diagnose leben muss - und das ein Leben lang.
      Das stimmt natürlich. Aber ändern kann ich es ja auch nicht mehr. Vielleicht war es tatsächlich notwenig, dass weiß ich ja leider auch nicht. Ich kann sie darauf ansprechen, aber sie wird dann auch bestimmt sagen, dass es notwendig gewesen ist.

      Lg Nik
    • fsx100 wrote:

      Hallo NikSerof,

      willkommen hier im Forum.
      Weißt du, was mich schockiert? Es ist die Tatsache, dass sich hier in letzter Zeit Berichte von jungen Männern um die 20 häufen, die unter der Scheindiagnose "Phimose" im Kindesalter ihrer Vorhaut beraubt wurden. Ich habe bereits im Jahr 2000 sehr gut über die negativen Folgen einer Vorhaut-Amputation bescheid gewusst. Taylors Arbeit, die erstmals die nervale Ausstattung der Vorhaut unter die Lupe nahm, stammt aus dem Jahr 1997 und man konnte bereits um die Jahrtausendwende im Netz nachlesen, dass die Vorhaut sexuell äußerst wichtig ist und Beschneidungen im Kindesalter unnötig bzw. die meisten Vorhautverengungen vor Abschluss der Pubertät keiner Behandlung bedürfen.

      Dass die Entwicklung der Vorhaut zur vollständigen Retrahierbarkeit und bis zum Abschluss der Pubertät andauern kann, ist sogar schon seit 1968 bekannt, als Dr. Jakob Øster mit seiner Studie "Further Fate of the Foreskin" die ersten Daten über die Vorhautentwicklung bis zum Ende der Pubertät veröffentlichte.


      Schon vor einigen Jahren übersetzte ich einen Artikel Østers, erschienen 1976 in der Zeitschrift "Clinical Pediatrics", in welchem dieser die Ergebnisse seiner vorigen Studie nochmals in klaren Worten zusammenfasste.


      Klinische Phänomäne, die von einem Schularzt im Umgang mit gesunden Kindern beobachtet wurden.


      Jakob Øster M. D.

      DER SCHULARZT IST IN EINER EINZIGARTIGEN POSITION, da er viele gesunde Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahre immer wieder untersuchen kann. Dies gibt ihm die Gelegenheit, Phänome zu beobachten, die ansonsten unbemerkt bleiben. Hier sind einige Beobachtungen, die ich im Laufe mehrerer Jahre während meiner Arbeit als Schularzt machte.

      Die Vorhaut

      Einige Schulärzte vermeiden es, die Genitalorgane von Jungen zu untersuchen. Aber ich teile die weit-verbreitete professionelle Zurückhaltung auf diesem Gebiet nicht, und als Sexualaufklärungslehrer kann ich dies in einer ungezwungenen Art tun.

      Vor einigen Jahren war mir Gairdners Werk von 1949 bekannt, das zeigte, dass selbst im Alter von 3 Jahren bei 10 Prozent der Jungen die Vorhaut immer noch nicht zurückgezogen werden konnte. Seine Population war teilweise beschnitten. Ich untersuchte damals den Zustand der Vorhaut bei Jungen aus einer Population, in der die Mütter und die Ärzte niemals zur Beschneidung oder zur Retraktion und Aufweitung der Vorhaut motiviert waren.

      Die Gründe, warum die Vorhaut nicht zurückgezogen werden kann, sind: 1) Die Öffnung der Vorhaut ist eng, oder 2) das Epithel zwischen der Eichel und der Vorhaut ist zusammengeklebt, oder 3) beide Zustände treten zusammen auf. Bei 1000 Untersuchungen fand ich eine Phimose bei 4 Prozent. Ihre Häufigkeit ging von 8 Prozent bei den Sechs-bis Siebenjährigen bis auf 1 Prozent bei den Über-14-Jährigen zurück.[2] Weitere 2 Prozent hatten eine enge Vorhaut, d. h. eine Vorhaut, die, wenn auch mit Schwierigkeiten, zurückgezogen werden konnte. „Adhäsionen“ gingen von 63 Prozent bei den sechs- bis siebenjährigen Jungen auf 3 Prozent bei den 16- bis 17 jährigen Jungen zurück.

      Fünf Prozent aller Jungen wiesen Smegma auf. Dieser Anteil stieg von 1 Prozent in der Altersgruppe der Sechs- bis Siebenjährigen bis auf 8 Prozent in der Altersgruppe der 16- bis 17-Jährigen.

      Meine Schlussfolgerung ist, dass eine enge Vorhaut ein physiologischer Zustand ist, der sich spontan zurückbildet. Unbeholfene Retraktionsversuche können zu iatrogener sekundärer Phimose führen, wie in Abbildung 1 gezeigt wird.

      Darüber hinaus stellen die „Adhäsionen“ zwischen Eichel und Vorhaut ein biologisch enstandenes, gemeinsames Epithel dar, welches sich ganz von allein während des Wachstums in der Kindheit und im Jugendalter trennt.

      The post was edited 1 time, last by Sokrates ().

    • NikSerof wrote:

      Sokrates wrote:

      einen Artz wegen einer Fehldiagnose zu konfrontieren, erfordert einiges an Mut und Überwindung
      Ich glaube weniger, dass die Diagnose Phimose falsch war. Nur die Operation war vielleicht verfrüht oder hätte sich vermeiden lassen. Das ist ja aber nicht klar.Unterhalten kann ich mich natürlich mit ihr, ich habe da keine Angst. Nur was soll ich ihr sagen?

      Wenn wir hier von einer Fehldiagnose sprechen, dann meinen wir eine fehlerhafte Diagnose einer pathologischen, krankhaften Phimose, die dann einer Behandlung erfordert hätte. Dass Du damals, als 10-jähriger, eine nicht-zurückziehbare Vorhaut hattest, ist unbestritten. In der englischsprachigen Fachliteratur wird dieser Zustand heute in aller Regel physiologische Phimose bezeichnet. Aber genau das ist der springende Punkt: Eine nichtzurückziehbare Vorhaut ist noch lange kein Krankheit.
    • Die Unterschied zwischen physiologischer Phimose und pathologischer Phimose erkennt man ziemlich eindeutig an der Vorhautöffnung.


      Die physiologische Phimose kennzeichnet sich durch einen gesunde, nicht-narbige Vorhautöffnung. Wenn man bei einer physiologischen Phimose die Vorhautöffnung leicht vorsichtig zurückzieht, stüplt sich das innere Vorhautblatt nach außen, was an eine Nelken-Blume erinnern soll und in der englischsprachigen Fachliteratur über die Diagnose und Therapie der Phimose daher sehr häufig als "flowering" bezeichnet wird. Die Vorhaut ist in der Regel "geschlossen", das heißt die die Eichel und die Harnröhrenöffnung sind überhaupt sichtbar.

      Die pathologische Phimose hingegen kennzeichnet sich durch einen weißlichen, Rarbenring entlang der Vorhautöffnung, der mehrheitlich durch eine Hauterkrankung namens Lichen sclerosus verursacht wird. Eichel und Harnröhrenöffnung sind häufig selbst ohne Versuch zur vorsichtigen Retraktion sichtbar, weil der Narbenring die Vorhaut offen hält.

      Hier sind zwei Bilder aus einer Fachzeitschrift von einer physiologischen Phimose und einer pathologischen Phimose. Der Unterschied ist augenfällig. cfp.ca/content/53/3/445#F1

      Darüber hinaus wird eine physiologische Phimose in der Fachliteratur als behandlungsbedürtig bezeichnet, wenn die physiologische Phimose mit wiederkehrenden Balanoposthitiden (Entzündungen von Eichel und Vorhaut) oder wiederkehrenden Harntraktinfektionen einhergeht.

      Zusammengefasst sind also "Urolüges" Worte, dass eine beschwerdefreie (ohne Narbendring, Entzündungen und Infektionen) Phimose NIE behandlungsbedürftig ist, vollkommen richtig.
    • Sokrates wrote:

      Wenn wir hier von einer Fehldiagnose sprechen, dann meinen wir eine fehlerhafte Diagnose einer pathologischen, krankhaften Phimose, die dann einer Behandlung erfordert hätte.
      Genau da ist ja mein Problem. Wie kann ich rausfinden, ob bei mir eine solche Phimose vorlag und man hätte behandeln müssen, oder ob es nicht notwendig war. Das möchte ich ja rausfinden.

      Sokrates wrote:

      Die Unterschied zwischen physiologischer Phimose und pathologischer Phimose erkennt man ziemlich eindeutig an der Vorhautöffnung.
      Wo wir beim nächsten Problem wären. Ich bin schon beschnitten und erkenne es so nicht mehr. Gibts denn noch andere Möglichkeiten, damit ich rausfinden kann, ob es notwendig war?

      Lg Nik
    • Das wird mit Sicherheit schwierig werden. Zunächst mal solltest Du versuchen, Deine Krankenakte von damals zu bekommen. Sofern sie noch existiert, ist der damalige Befund dort eingetragen.
      Sollte dabei von einer stark narbigen Phimose oder dem Vorliegen von Lichen Sclorosus die Rede sein, war die OP wahrscheinlich tatsächlich medizinisch indiziert.
      Steht davon jedoch nichts und ist lediglich die Rede von Vorhautenge, steigt dagegen die Wahrscheinlichkeit, dass es keine echte medizinische Indikation gab. Sicher feststellen lässt sich das 9 Jahre später allerdings kaum mehr. Eine fotografische Dokumentation des Befundes macht ja leider so gut wie niemand.
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    • Sokrates wrote:

      Dass die Entwicklung der Vorhaut zur vollständigen Retrahierbarkeit und bis zum Abschluss der Pubertät andauern kann, ist sogar schon seit 1968 bekannt, als Dr. Jakob Øster mit seiner Studie "Further Fate of the Foreskin" die ersten Daten über die Vorhautentwicklung bis zum Ende der Pubertät veröffentlichte.
      Richtig, das macht die Sache ja eher noch schlimmer. Ich gehe davon aus, dass dieser Eingriff bei NikSerof etwa um das Jahr 2010 herum erfolgt ist. Das war bereits im Informationszeitalter und es gab zu diesem Zeitpunkt noch viele weitere Studien zu diesem Thema. Diese Ärztin hat den Stand der Wissenschaft offenbar ignoriert. Es kann natürlich sein, dass in diesem Fall wirklich eine Narbenphimose vorgelegen hat, was den Eingriff etwas stärker indiziert hätte. Eine Radikalbeschneidung mit Entfernung des Frenulums, so wie sie der TE beschreibt, hätte man sich aber sicher sparen können.


      NickSerof wrote:

      Also ich kenne nicht viele andere Jungs, die auch beschnitten sind. Von einer Häufung bin ich daher nicht ausgegangen.
      Ich meinte damit natürlich eine Häufung der Berichte in diesem Forum in jüngster Zeit. Landesweit gesehen nimmt der Anteil überwiegend durch den Zuwachs an muslimischen Migranten zu. Ich persönlich kenne niemanden ohne Migrationshintergrund, der beschnitten ist. Bei den Fällen, die ich kenne, erfolgte der Eingriff ausschließlich aus religiösen Gründen. Innerhalb der indigenen Bevölkerung scheint der Eingriff zumindest hier in der Gegend ultraselten zu sein.
    • Weguer wrote:

      Zunächst mal solltest Du versuchen, Deine Krankenakte von damals zu bekommen.
      Also muss ich sowieso zur Kinderärztin? Die wird ja wohl die Akten haben von ihren Untersuchungen und Diagnosen, oder?


      fsx100 wrote:

      Ich gehe davon aus, dass dieser Eingriff bei NikSerof etwa um das Jahr 2010 herum erfolgt ist.
      Das müsste hinkommen. Wenn ich mich richtig erinnere.

      fsx100 wrote:

      Eine Radikalbeschneidung mit Entfernung des Frenulums, so wie sie der TE beschreibt, hätte man sich aber sicher sparen können.
      Davon gehe ich auch aus. Aber wissen kann ich das auch nicht und deshalb will ich das ja rausfinden.
    • NikSerof wrote:

      Zunächst mal, bin ich nicht verstümmelt.
      Welche rechtlichen schritte sollte ich da bitte einleiten?
      Das die Operation unnötig war, werde ich nicht beweisen können und weiß es auch nicht mal. Ich kann es nur vermuten. Damit lacht mich jeder RIchter aus.
      Mit verstümmelt sind aber auch die negativen Folgen der Beschneidung gemeint. Wie unempfindliche Eichel und das man dadurch weniger spürt. Oder unschönes Narbengewebe. Oder das die Eichel wie hier im Bild schrumpeliger wird. Keine glatte Eichelschleimhaut mehr sondern eher Wellenförmig. Wenn man sich die Oberfläche der Eichel hier mal genauer anschaut.



      Bei dir wird die Eichel bestimmt auch schon so ähnlich aussehen? Bei den roten Kreisen sieht man noch struckturen die aussehen wie leichte Risse, welche rot eingekreist sind. Hier auf dem Bild hat die Eichel schon eine dicke Hornhautschicht. Dadurch wird die Empfindlichkeit erheblich herab gesetzt. Und manche sagen halt Sie fühlen sich verstümmelt. Weil Sie durch die unempfindliche Eichel, nichts mehr fühlen beim Mastubieren. Ich selber vergleiche das schon eher mit einer starken Erkältung. Da hat man kein Geschmack und weiß nicht mal wie das Essen wirklich schmeckt. :( Und genauso ist es dann mit der unempfindlichen Eichel. Man spürt weniger bis gar nichts und die Eichel ist zu sehr abgehärtet. Manche Frauen haben sogar Schmerzen wenn Sie mit einen beschnittenen Mann Sex haben. Der Grund dafür ist das die Oberfläche der Eichel nicht mehr glatt ist sondern rauh wie Schleifpapier. Man sieht es auch im Bild. Und das scheuert dann ungemein in der Scheide. Weil die Oberfläche der Eichel ziemlich rau ist. Weshalb einige Frauen dadurch Schmerzen haben, NikSerof.

      The post was edited 2 times, last by Phil21 ().

    • NikSerof wrote:


      Sokrates wrote:

      Wenn wir hier von einer Fehldiagnose sprechen, dann meinen wir eine fehlerhafte Diagnose einer pathologischen, krankhaften Phimose, die dann einer Behandlung erfordert hätte.

      Wo wir beim nächsten Problem wären. Ich bin schon beschnitten und erkenne es so nicht mehr. Gibts denn noch andere Möglichkeiten, damit ich rausfinden kann, ob es notwendig war?
      Lg Nik

      Ganz einfach? Hattest Du abgesehen von der fehlenden Zurückziehbarkeit irgendwelche Beschwerden - Infektionen oder Entzündungen?
      Hattest Du einen weißlichen Ring aus erhärtetem Narbengewebe an der Vorhautspitze? Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass eine Lichen-sclerosus bedingte narbige Phimose sehr selten auftritt. Also die Grundwahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich eine pathologische Phimose war, ist nicht sehr hoch.
    • fsx100 wrote:

      Sokrates wrote:

      Dass die Entwicklung der Vorhaut zur vollständigen Retrahierbarkeit und bis zum Abschluss der Pubertät andauern kann, ist sogar schon seit 1968 bekannt, als Dr. Jakob Øster mit seiner Studie "Further Fate of the Foreskin" die ersten Daten über die Vorhautentwicklung bis zum Ende der Pubertät veröffentlichte.
      Richtig, das macht die Sache ja eher noch schlimmer. Ich gehe davon aus, dass dieser Eingriff bei NikSerof etwa um das Jahr 2010 herum erfolgt ist. Das war bereits im Informationszeitalter und es gab zu diesem Zeitpunkt noch viele weitere Studien zu diesem Thema. Diese Ärztin hat den Stand der Wissenschaft offenbar ignoriert. Es kann natürlich sein, dass in diesem Fall wirklich eine Narbenphimose vorgelegen hat, was den Eingriff etwas stärker indiziert hätte. Eine Radikalbeschneidung mit Entfernung des Frenulums, so wie sie der TE beschreibt, hätte man sich aber sicher sparen können.

      Ja, aber was ich noch hätte schreiben wollen, aber es dann nicht getan habe: Østers Studie und seine Erkenntnisse gingen an englischsprachigen und erst recht der deutschsprachigen Sekundär-Literatur vollkommen vorbei.

      Außerdem hat Øster die Ergebnisse seiner Studie in einer etwas missverständlichen Art und Weise dargestellt. Obwohl man natürlich annehmen müsste, Leute, die ein Medizinstudium absolvierten, wären in der Lage, das zu entziffern. Øster unterschied in verschiedene Grade der Zurückziehbarkeit - "Tight Prepuce" (dt. Enge Vorhaut), "Adhesions" (dt. Verklebungen) sowie den schwersten Grad der kompletten Nicht-Zurückziehbarkeit, die er als "Phimosis" (dt. Phimosis) bezeichnete. Wenn man mal einen Blick auf den Originalartikel wirft, so sieht man, dass diese drei Grade in keiner Tabelle zusammengefasst wurden.


      Das, was Øster in seiner Studie als "Phimose" bezeichnete hat nichts mit dem zu tun, was heute in der Fachliteratur als Phimose bezeichnet wird -weder eine pathologische Phimose noch eine physiologische Phimose.

      Dies führte zu Fehldarstellungen in der Sekundärliteratur, dass lediglich 8% der 6-Jährigen und 3% der 12-Jährigen eine - irgendwie behandlungsbedürftige - "Phimose" aufweisen würden und entsprechend 92% der 6-Jährigen und 97% der 12-Jährigen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut hätten. Dabei hatten laut Øster tatsächlich noch ganze 77% der 6-Jährigen und immerhin noch 40% der 12-Jährigen eine komplett oder teilweise nicht-zurückziehbare Vorhaut.

      Auch beschrieb Øster alle drei Grade der Nicht-Zurückziehbarkeit als physiologisch und nicht-behandlungswürdig.

      fsx100 wrote:

      Innerhalb der indigenen Bevölkerung scheint der Eingriff zumindest hier in der Gegend ultraselten zu sein.

      Aus welcher Gegend kommst Du denn, wenn die Frage erlaubt ist. Du kannst mir diese Frage auch gerne per PM beantworten.

      The post was edited 2 times, last by Sokrates ().

    • brokendream wrote:

      @Phil21
      Also ich bin nicht beschnitten und meine Eichel sieht ähnlich aus.
      Und wenn ich Sex ohne Kondom hatte hat auch bei keiner Frau irgendwas gescheuert.
      Also in der Regel sieht die Eichel eines intakten Penis schon nicht so aus wie auf dem Bild, meine auch nicht. Weder von der Farbe noch von der Struktur.

      Noch was anderes, das das Frenulum entfernt wurde beim TE ist ja eher Schuld des Chirurgen und nicht der Kinderärztin oder?
    • Phil21 wrote:

      Mit verstümmelt sind aber auch die negativen Folgen der Beschneidung gemeint. Wie unempfindliche Eichel und das man dadurch weniger spürt. Oder unschönes Narbengewebe. Oder das die Eichel wie hier im Bild schrumpeliger wird. Keine glatte Eichelschleimhaut mehr sondern eher Wellenförmig. Wenn man sich die Oberfläche der Eichel hier mal genauer anschaut.
      Man spürt nicht in erster Linie durch eine unempfindlich gewordene Eichel weniger, sondern aufgrund der Tatsache, dass sehr viel spezielles erogenes Gewebe bei einer Beschneidung entfernt wird.
      Für die angenehmen und "geilen" Empfindungen spielt die Eichel kaum eine Rolle. Männer, die mit einer sehr kurzen Vorhaut geboren wurden, so dass die Eichel fast immer frei liegt, haben in der Regel keine Probleme mit der Empfindung. Bei dem schrumpeligen Ding auf dem Foto (ist das Deiner?) ist fast kein erogenes Gewebe mehr dran. Die Unterseite sehen wir hier nicht. Eventuell ist noch ein winziger Rest des Frenulums dran. Das ist das Problem.


      Sokrates wrote:

      Aus welcher Gegend kommst Du denn, wenn die Frage erlaubt ist. Du kannst mir diese Frage auch gerne per PM beantworten.
      Ich komme aus dem bayrisch-hessischen Grenzgebiet. Wie gesagt, Beschneidungen sind hier ein reines "Türken-Ding". Ich kann nicht genau sagen, wie es heutzutage ausschaut, aber von früher ist mir kein einziger Beschnittener in Erinnerung. Ich habe auch noch nie einen beschnittenen Penis im realen Leben gesehen. Bei den Türken "wusste" man es halt. Ich bin hier schon Leuten begegnet, die gar nicht wussten, was bei einer Beschneidung überhaupt gemacht wird. Schon alleine aus diesem Grund heraus war ich nie in der Lage, meine eigene Verstümmelung zu akzeptieren. Entweder waren die anderen alle bei einem besseren Kinderarzt oder sie hatten einfach klügere Eltern.
      Was es mit diesen regionalen Unterschieden auf sich hat, habe ich immer noch nicht verstanden. Es gibt da innerhalb von Deutschland gewaltige Unterschiede was den Anteil beschnittener Männer an der Bevölkerung angeht. In manchen Gegenden gibt es sowas fast gar nicht (neue Bundesländer, Norddeutschland, NRW), in anderen Gegenden sollen es bis zu zehn Prozent sein (München, Rheinland-Pfalz usw). Vermutlich spielen dabei Einflüsse aus fremden Kulturen eine sehr große Rolle. Sehr merkwürdig das alles.
    • Phil21 wrote:

      Wenn man sich die Oberfläche der Eichel hier mal genauer anschaut.
      Lieber Phil, hast du schonmal einen unbeschnittenen Penis gesehen und dir da die Eichel betrachtet? Das sieht bei den meisten auch so aus.


      Phil21 wrote:

      Manche Frauen haben sogar Schmerzen wenn Sie mit einen beschnittenen Mann Sex haben.
      Manche Frauen haben sogar Schmerzen, wenn Sie mit einem unbeschnittenen Mann Sex haben. Unglaublich, was?


      Phil21 wrote:

      Der Grund dafür ist das die Oberfläche der Eichel nicht mehr glatt ist sondern rauh wie Schleifpapier.
      Wo hast du denn diesen Unsinn her? Glaub nicht alles was man dir erzählt.


      Sokrates wrote:

      Hattest Du abgesehen von der fehlenden Zurückziehbarkeit irgendwelche Beschwerden - Infektionen oder Entzündungen?
      Hattest Du einen weißlichen Ring aus erhärtetem Narbengewebe an der Vorhautspitze?
      Das weiß ich leider nicht mehr. Könnte natürlich in der Kindheit was gewesen sein. Erinnern kann ich mich nicht daran.


      fsx100 wrote:

      Für die angenehmen und "geilen" Empfindungen spielt die Eichel kaum eine Rolle.
      Doch tut sie.


      fsx100 wrote:

      Männer, die mit einer sehr kurzen Vorhaut geboren wurden, so dass die Eichel fast immer frei liegt, haben in der Regel keine Probleme mit der Empfindung.
      Hab ich auch nicht.

      fsx100 wrote:

      Entweder waren die anderen alle bei einem besseren Kinderarzt oder sie hatten einfach klügere Eltern.
      Oder es war bei dir tatsächlich notwendig. Gerade wenn es sonst kaum andere beschnittene gibt, deutet es doch darauf hin, dass nicht leichtfertig beschnitten wurde. Deshalb gehe ich bei mir auch davon aus, dass es wahrscheinlich wirklich notwendig war. Wenn es einfach so gemacht würde, wären ja auch viel mehr Jungen beschnitten.
    • Wurde hier im Forum schon unzählige mal geschrieben aber die Vorhaut, im speziellen das "Gefurchte Band" an der Spitze und das Frenulum, haben ganz spezifische Nerven die rein für das sexuelle Lustempfinden da sind. Und die hat die Eichel in der Art nicht, sie kann im Prinzip nur auf Schmerz und "lustvoll" auf Druck reagieren.
    • NikSerof wrote:

      Oder es war bei dir tatsächlich notwendig. Gerade wenn es sonst kaum andere beschnittene gibt, deutet es doch darauf hin, dass nicht leichtfertig beschnitten wurde. Deshalb gehe ich bei mir auch davon aus, dass es wahrscheinlich wirklich notwendig war. Wenn es einfach so gemacht würde, wären ja auch viel mehr Jungen beschnitten.

      Woher willst Du wissen, dass deine Kinderärtzin in den letzten Jahren nicht noch mehr Jungen als Messer geliefert hat, und der Ablauf, den Du durchlaufen hast, sich nicht wiederholt hat?!

      Lichen Sclerosus - Pathologische Phimose ist eine relativ seltene Krankheit. Und andere Beschwerden - wiederkehrende Entzündungen und Harnwegsinfektionen hattest Du ja augenscheinlich nicht (Das wäre dir wohl auch in Erinnerung geblieben).

      Laut deinen Schilderungen deutet vieles darin, dass du einfach eine entwicklungsbedingte Vorhautverklebung und/oder Vorhautenge ("physiologische Phimose") hattest.
    • aspect wrote:

      Wurde hier im Forum schon unzählige mal geschrieben aber die Vorhaut, im speziellen das "Gefurchte Band" an der Spitze und das Frenulum, haben ganz spezifische Nerven die rein für das sexuelle Lustempfinden da sind. Und die hat die Eichel in der Art nicht, sie kann im Prinzip nur auf Schmerz und "lustvoll" auf Druck reagieren.

      Das würde ich in dieser Radikalität nicht unterschreiben. Es ist zwar grundsätzlich korrekt, dass die Eichel arm an korpuskulären Nervendendigungen wie Meissner-Körperchen ist, und überwiegend durch nicht-korpuskuläre, sog. "freie Nervendendigungen" innerviert wird. Aber auch wenn freie Nervenendigungen häufig mit Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren) gleichgesetzt werden, sind nicht alle freie Nervenendigungen auch automatisch Nozizeptoren. Freie Nervenendigungen können auch auf Wärme- (Kälte)reize oder starken Druck reagieren.

      Anscheinend leiten unterschiedliche Nervenendigungen ihre Signale über unterschiedliche Nervenfasern weiter ans Gehirn. So schreibt das Lehrbuch für Physiologie "Guyton and Hall Textbook of Medical Physiology":

      Guyton and Hall Textbook of Medical Physiology: CHAPTER 47 Somatic Sensations wrote:

      Almost all specialized sensory receptors, such as Meissner’s corpuscles, Iggo dome receptors, hair receptors, pacinian corpuscles, and Ruffini’s endings, transmit their signals in type Aβ nerve fibers that have transmission velocities ranging from 30 to 70 m/sec. Conversely, free nerve ending tactile receptors transmit signals mainly by way of the small type Aδ myelinated fibers that conduct at velocities of only 5 to 30 m/sec.



      Some tactile free nerve endings transmit by way of type C unmyelinated fibers at velocities from a fraction of a meter up to 2 m/sec; these send signals into the spinal cord and lower brain stem, probably subserving mainly the sensation of tickle.

      Thus, the more critical types of sensory signals—those that help to determine precise localization on the skin, minute gradations of intensity, or rapid changes in sensory signal intensity—are all transmitted in more rapidly conducting types of sensory nerve fibers. Conversely, the cruder types of signals, such as pressure, poorly localized touch, and especially tickle, are transmitted by way of much slower, very small nerve fibers that require much less space in the nerve bundle than the fast fibers.

      The post was edited 2 times, last by Sokrates ().

    • NikSerof wrote:

      Doch tut sie.
      Ja, ist aber nicht ihre primäre Aufgabe. Sie trägt nur einen sehr kleinen Teil bei einem intakten Mann zu den Empfindungen bei. Die kommen größtenteils vom Frenulum und dem gefurchten Band in der Spitze der Vorhaut. Letzteres wird bei jeder Form der Beschneidung immer komplett entfernt. Das sind vor allem Nerven, die sehr sanfte Berührungen detektieren können (gefurchtes Band), oder die auf Dehnung reagieren (Frenulum). Die Lippen am Mund sind bezüglich ihrer nervalen Ausstattung sehr gut mit der Vorhaut vergleichbar. Je sanfter du dir über die Lippen streichst, desto intensiver (kitzeliger) ist das Gefühl. So ist es auch mit der Vorhaut. Die Eichel ist bei intakten Männern auch empfindlich, aber nicht auf eine "lustvolle" Art. Die Vorhaut sorgt für die "süßen" Gefühle, die Eichel eher für die "sauren".


      Hab ich auch nicht.
      Könnte an deinem sehr jungen Alter liegen. Warte mal noch zehn Jahre ab. Wenn du in der Zwischenzeit nicht mit Restoring anfängst, stumpft der Rest immer weiter ab. Dazu wüten dann die Hormone nicht mehr so stark. Wie gesagt, dir fehlt einfach der Vergleich, glaub mir.


      Oder es war bei dir tatsächlich notwendig. Gerade wenn es sonst kaum andere beschnittene gibt, deutet es doch darauf hin, dass nicht leichtfertig beschnitten wurde. Deshalb gehe ich bei mir auch davon aus, dass es wahrscheinlich wirklich notwendig war. Wenn es einfach so gemacht würde, wären ja auch viel mehr Jungen beschnitten.

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      [/list]
      Ich bin mir absolut sicher, dass es nicht notwendig war, weil ich einfach keine Beschwerden hatte. Im Untersuchungsheft stand zwar mal was von Balanitis, die sich aber im Laufe der Zeit ausgeheilt hat. Ich gehe davon aus, dass diese Entzündung durch Versuche entstanden sind, die noch mit der Eichel verwachsene Vorhaut gewaltsam zurück zu ziehen. Meine Eltern sind ziemlich gestört und ich kann leider bis heute nicht ausschließen, dass sie den Eingriff wollten, um mir zu schaden. Sie behaupten, es wäre ihnen "empfohlen" worden. Da es hier in der Ecke nicht viele Kinderärzte gibt, kann ich davon ausgehen, dass dieser Kinderarzt ziemlich viele junge Patienten in meinem Alter damals hatte, deren Eltern er es auch "empfohlen" hat. Sie haben es aber nicht machen lassen, da ich wie gesagt immer der einzige Verstümmelte früher war. Was darf ich daraus jetzt schlussfolgern? Die Wahrheit ist leider oft grausam und hässlich. Das sollte einen aber nicht dazu bringen, sie zu leugnen oder sich irgendwas schön zu lügen. Es gibt leider viele Eltern, die ihre Kinder als ihr Eigentum betrachten, mit dem sie angeblich machen können, was sie wollen. Ich bin im englischsprachigen Reddit unterwegs und mir sind mehrere Fälle von dort bekannt, wo Eltern ihre Kinder aus Boshaftigkeit verstümmeln haben lassen. Sowas gibt es und ich denke, es passiert auch nicht gerade selten. Wenn es um die Grausamkeiten geht, die sich Menschen gegenseitig antun, reicht oft nicht mal die eigene Fantasie aus, glaube mir.

      Wie dem auch sei: Der Eingriff an Minderjährigen muss verboten werden. Dann können Eltern sich alles mögliche wünschen. Wenn kein Arzt mehr den Eingriff durchführen kann, wird er auch nicht mehr passieren. Hinterhofbeschneidungen spielen in Deutschland ja eher eine untergeordnete Rolle.
    • Sokrates wrote:

      Woher willst Du wissen, dass deine Kinderärtzin in den letzten Jahren nicht noch mehr Jungen als Messer geliefert hat, und der Ablauf, den Du durchlaufen hast, sich nicht wiederholt hat?!
      Das vermute ich deshalb, weil es keine anderen beschnittenen Jungen gibt. Wenn das so wäre, würde es mehr beschnittene geben.


      Sokrates wrote:

      Laut deinen Schilderungen deutet vieles darin, dass du einfach eine entwicklungsbedingte Vorhautverklebung und/oder Vorhautenge ("physiologische Phimose") hattest.
      Das ist ja auch nur eine Vermutung von dir. Meine Schilderungen beinhalten immer, dass ich nur vermute und es nicht weiß. Daraus kannst du absolut gar nichts schließen. Zumindest nichts, was haltbar wäre.


      fsx100 wrote:

      Die Vorhaut sorgt für die "süßen" Gefühle, die Eichel eher für die "sauren".
      Ich bin weder an süßen noch an sauren Gefühlen interessiert. Hauptsache es fühlt sich geil an und das tut es auch ohne Vorhaut.


      fsx100 wrote:

      Wie gesagt, dir fehlt einfach der Vergleich, glaub mir.
      Aus deinen Beiträgen entnehme ich, dass du ebenfalls keinen Vergleich hast. Von daher sollten wir uns doch nicht gegenseitig erzählen, was wir fühlen oder nicht fühlen. Ich weiß was ich fühle und das ist geil. Das zählt für mich. Es bringt mir ja auch absolut nichts, wenn ich mir einreden würde, dass ich anders mehr fühlen würde. Zumal man das nicht weiß. Das vermutest du ja auch nur.





      fsx100 wrote:

      Wenn es um die Grausamkeiten geht, die sich Menschen gegenseitig antun, reicht oft nicht mal die eigene Fantasie aus, glaube mir.
      Wenn ich mir so durchlese, was du denkst und glaubst, da kommen mir andere Gedanken. Du hast offensichtlich ein Problem mit deinen Eltern und redest dir eine Verstümmelung ein. Ein Psychologe kann da helfen. Das hat doch nichts mehr mit Beschneidung zu tun, was du hier ablässt. Du redest dir ein, dass deine Eltern dich aus Hass beschnitten haben. Ernsthaft? Such dir Hilfe!
    • NikSerof wrote:

      Das vermute ich deshalb, weil es keine anderen beschnittenen Jungen gibt. Wenn das so wäre, würde es mehr beschnittene gegeben.
      Nein, dieser Rückschluss ist unzulässig. Vielleicht hatten die anderen alle bessere Ärzte und intelligentere/einfühlsamere Eltern?
      Die Wahrheit ist grausam. Es ist aber am Ende besser, wenn man sich ihr stellt.


      NikSerof wrote:

      Das ist ja auch nur eine Vermutung von dir. Meine Schilderungen beinhalten immer, dass ich nur vermute und es nicht weiß. Daraus kannst du absolut gar nichts schließen. Zumindest nichts, was haltbar wäre.
      Was ist überhaupt dein Problem? So ganz generell gesehen? Das hier ist ein Forum, in dem sich Männer austauschen können, die mit ihrer Beschneidung unzufrieden sind. Das ist bei dir offenbar nicht der Fall. Oder etwa doch? Warum willst du sonst unbedingt rausfinden, unter welchem Vorwand man dich damals verstümmelt hat?


      NikSerof wrote:

      Ich bin weder an süßen noch an sauren Gefühlen interessiert. Hauptsache es fühlt sich geil an und das tut es auch ohne Vorhaut.
      Mag sein. Aber es fühlt sich mit Vorhaut garantiert noch viel geiler an. Man kann nicht 80% aller erogenen Nervenenden amputieren und davon ausgehen, dass es sich nicht auf das Empfindungsvermögen auswirkt. Sowas macht physiologisch gesehen einfach keinen Sinn. Männer, die den Eingriff im Erwachsenenalter haben durchführen lassen, vergleichen die Sensitivität nach der Beschneidung oft mit Sehen in vier Grautönen, wohingegen der intakte Zustand "true color" war.


      NikSerof wrote:

      Aus deinen Beiträgen entnehme ich, dass du ebenfalls keinen Vergleich hast.
      Na ja, das ist nur teilweise richtig. Zum einen betreibe ich seit einigen Jahren Restoring und habe dabei schon bemerkenswerte Verbesserungen hinsichtlich der Sensibilität erfahren. Es kommt aber nicht annähernd an den natürlichen Zustand heran. Ich werde meine sexuellen Erfahrungen hier bestimmt nicht diskutieren, ich sage nur so viel: Mein sexuelles Interesse gilt überwiegend meinem eigenen Geschlecht. Ich weiß aufgrund meiner "Erfahrungen" also sehr gut, wozu eine Vorhaut gut ist und welche Freude sie ihrem Besitzer bereitet. Mich bei diesem Thema zu gaslighten dürfte sehr schwierig werden.


      NikSerof wrote:

      Du hast offensichtlich ein Problem mit deinen Eltern und redest dir eine Verstümmelung ein.
      Aha, ich habe ein Problem mit meinen Eltern. Ja, das kann man so sagen. Aber warum wohl? Ich kann es dir verraten: Zu 90% wegen der zugelassenen/gewünschten Genitalverstümmelung in meiner Kindheit. Da hilft auch kein Psychologe mehr, da ein Psychologe den Eingriff nicht mehr rückgängig machen kann. Genitalverstümmelung ist hier die Ursache für den psychischen Zustand. Lesetipp: "Beschneidung - Das verborgene Trauma" von Richard Goldman. Der Autor beleuchtet in seinem Buch sehr genau, wie sich das Verhältnis von kindlicher Genitalverstümmelung auf das Verhältnis der Betroffenen zu ihren Eltern auswirkt.
    • Zum Thema Kinder/Eltern kann ich sagen als unser Sohn 9 Jahre alt war waren wir auch bei einer Untersuchung und haben den Arzt auf Beschneidung angesprochen weil seine Vorhaut noch teilweise verklebt war. Das war vor 4 Jahren und er hat zum Glück gleich gesagt wir sollen abwarten. Was aber hätte er ja gesagt? Wir waren damals auch der Meinung die Vorhaut sei "unnütz". Ich hätte vermutlich dann noch vor dem Eingriff gegoogelt und wäre somit der Wahrheit rechtzeitig auf die Schliche gekommen. Leider machen das nicht alle Eltern, vor einiger Zeit war das aber auch noch gar nicht möglich da sollte man vielleicht keinen zu großen Groll gegen seine Eltern hegen.
    • fsx100 wrote:

      Vielleicht hatten die anderen alle bessere Ärzte und intelligentere/einfühlsamere Eltern?
      Aber sonst ist alles klar? Wie kommst du dazu, meine Eltern als dumm und nicht einfühlsam hinzustellen?!


      fsx100 wrote:

      Die Wahrheit ist grausam. Es ist aber am Ende besser, wenn man sich ihr stellt.
      Dann stell dich doch mal der Wahrheit und hör auf in deiner Traumwelt der bösen Menschen zu leben, in der du das arme unschuldige Opfer spielst.

      fsx100 wrote:

      Das hier ist ein Forum, in dem sich Männer austauschen können, die mit ihrer Beschneidung unzufrieden sind. Das ist bei dir offenbar nicht der Fall. Oder etwa doch? Warum willst du sonst unbedingt rausfinden, unter welchem Vorwand man dich damals verstümmelt hat.
      Wie bereits geschrieben, ich möchte meine Vergangenheit aufarbeiten und der Punkt mit der Beschneidung gehört eben auch dazu. Das ich nunmal beschnitten bin ist eine Tatsache. Ob ich deshalb jetzt rumjammern muss, wie schlimm es angeblich ist, halte ich persönlich nicht für zielführend.
      Wie bereits gesagt, ich bin nicht verstümmelt. Weder im Kopf noch am Penis. Das mag bei manchen anders sein, bei mir jedenfalls nicht.
      Ich wollte lediglich Tipps, wie ich an Informationen komme, was damals Sache war und was nicht.


      fsx100 wrote:

      Aber es fühlt sich mit Vorhaut garantiert noch viel geiler an.
      Vermutest du.

      fsx100 wrote:

      Zum einen betreibe ich seit einigen Jahren Restoring und habe dabei schon bemerkenswerte Verbesserungen hinsichtlich der Sensibilität erfahren. Es kommt aber nicht annähernd an den natürlichen Zustand heran.
      Vermutest du.

      fsx100 wrote:

      Ich werde meine sexuellen Erfahrungen hier bestimmt nicht diskutieren
      Darauf kann ich auch gut verzichten. Letztlich hast du aber angefangen mir erzählen zu wollen, dass ich keinen Vergleich hätte.


      fsx100 wrote:

      Ich weiß aufgrund meiner "Erfahrungen" also sehr gut, wozu eine Vorhaut gut ist und welche Freude sie ihrem Besitzer bereitet.
      Wie hast du es geschafft, zu fühlen was der Besitzer der Vorhaut fühlte? Oder vermutest du mal wieder ein bisschen?


      fsx100 wrote:

      Zu 90% wegen der zugelassenen/gewünschten Genitalverstümmelung in meiner Kindheit.
      Ok. Also weil du dir einredest, dass die Operation gewünscht und nicht nötig war, hast du ein Problem mit deinen Eltern. Das macht natürlich Sinn.


      fsx100 wrote:

      Der Autor beleuchtet in seinem Buch sehr genau, wie sich das Verhältnis von kindlicher Genitalverstümmelung auf das Verhältnis der Betroffenen zu ihren Eltern auswirkt.
      Hast du zufälligerweise die Probleme mit deinen Eltern erst, seit du das gelesen hast? Oder wurde bei dir der ganze Penis entfernt? Spichst du überhaupt von einer Beschneidung? Ich persönlich bin beschnitten, jedoch nicht verstümmelt. Es funktioniert alles, wie bei anderen Jungen auch. Lediglich das zurückziehen der Vorhaut fehlt mir. Dafür geht das aufziehen von Kondomen wesentlich leichter. Aber über sexuelle Erfahrungen wolltest du ja nicht reden.

      Und bitte unterlasse es in Zukunft, weitere Beleidigungen gegen meine Eltern vorzubringen, nur weil du dir einredest, dass deine dich verstümmelt hätten.

      Lg Nik
    • aspect wrote:

      Leider machen das nicht alle Eltern, vor einiger Zeit war das aber auch noch gar nicht möglich da sollte man vielleicht keinen zu großen Groll gegen seine Eltern hegen.
      Ja, das stimmt schon. Mein Zorn richtet sich hauptsächlich gegen die Ärzte bzw. den früheren Kinderarzt. Vorhäute werden/wurden in Deutschland überwiegend durch Ärzte amputiert. Also Menschen, die den hippokratischen Eid geschworen haben, aber trotzdem entgegengesetzt handeln. Laut der Öster-Studie oben hat ja die Mehrheit aller Jungen im Alter von sechs, sieben Jahren noch eine nicht zurückziehbare Vorhaut. Ich war aber immer der einzige Verstümmelte weit und breit. Das gibt mir zu denken und ich weiß nicht, wie ich das zu interpretieren habe. So viele Kinderärzte gab es hier im Landkreis nicht. Das ist es, was mir zu denken gibt. Dieser Arzt müsste den Eingriff ja der Mehrheit seiner Patienten empfohlen haben. Warum aber sind Verstümmelungen hier so selten? Ich kann mich an keinerlei Beschwerden erinnern. Die Vorhaut war angeblich "nicht beweglich", d.h. sehr wahrscheinlich noch verwachsen.
    • NikSerof wrote:

      Aber sonst ist alles klar? Wie kommst du dazu, meine Eltern als dumm und nicht einfühlsam hinzustellen?!
      Soso, aber du willst meine Eltern kennen und meinst, ich wäre krank, wenn ich davon ausgehe, dass sie mich aus Gehässigkeit haben verstümmeln lassen. Schön, dass du meine Eltern besser kennst als ich :)

      NikSerof wrote:

      Dann stell dich doch mal der Wahrheit und hör auf in deiner Traumwelt der bösen Menschen zu leben, in der du das arme unschuldige Opfer spielst.
      Das mache ich tagtäglich. Indem ich ehrliche, offene Aufklärung betreibe, mich dem Restoring widme. Du hast noch eine sehr naive Weltsicht, was sicher deinem jungen Alter geschuldet ist. Wie gesagt, Menschen können böse sein. So böse, dass es die eigene Vorstellungskraft übersteigt.

      Vermutest du. .. Vermutest du
      Ne, ich weiß es. Ich beschäftige mich mit dem Thema der männlichen Genitalverstümmelung schon länger, als du auf der Welt bist, falls deine Altersangabe stimmt. Viele andere Menschen bestätigen dabei meine Aussagen und Erfahrungen.


      NikSerof wrote:

      Wie hast du es geschafft, zu fühlen was der Besitzer der Vorhaut fühlte? Oder vermutest du mal wieder ein bisschen?
      Weil man sowas anhand diverser Reaktionen seines Gegenübers gut einschätzen kann. Es gibt zudem auch genügend Studien, die exakt das bestätigen, was ich in der "Praxis" bei anderen beobachtet habe. Da gibt es z.B. die Studie von Sorrels, bei der die Empfindlichkeit der Vorhaut gemessen wurde. Ergebnis: Bei einer Beschneidung werden die sensibelsten Stellen des Penis zerstört und amputiert: bjui-journals.onlinelibrary.wi…/j.1464-410X.2006.06685.x
      Mit anderen Worten: Intakte Männer sind an Teilen der Vorhaut viermal so empfindlich wie Beschnittene an ihren empfindlichsten Stellen.

      NikSerof wrote:

      Ok. Also weil du dir einredest, dass die Operation gewünscht und nicht nötig war, hast du ein Problem mit deinen Eltern. Das macht natürlich Sinn.
      Ich weiß, dass der Eingriff nicht notwendig war, da ich keine Beschwerden hatte. Eine beschwerdefreie Phimose ist nicht behandlungsbedürftig.

      NikSerof wrote:

      Ich persönlich bin beschnitten, jedoch nicht verstümmelt.
      Das sehe ich wie gesagt anders. Beantworte mir bitte mal die Frage, warum du dich hier angemeldet hast und unbedingt herausfinden willst, warum man den Eingriff bei dir damals durchgeführt hat? Vermutlich weißt du insgeheim, dass die Amputation der Vorhaut ziemlich üble Folgen hat. Du suchst jetzt krampfhaft nach irgendeiner Rechtfertigung für den Eingriff, in der Hoffnung, dass es dir Seelenfrieden verschafft. Dabei nimmst du deine Eltern bedingungslos in Schutz (können ja nicht dumm/böse sein, weil es die Eltern sind) und gehst davon aus, dass es eine eindeutige Indikationsstellung in deinem Fall gab. Dein Verhalten ist sehr typisch für Männer, die gerade erst realisiert haben, was ihnen angetan wurde. Kennst du das Stockholm-Syndrom? de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom
    • Mensch Leute...können wir wieder zu einer sachlichen Diskussion zurückkehren?Sich gegenseitig vorwerfen, wer was wie empfindet oder meint andere müssten gleich wie sie empfinden...bringt uns das oder einen einzelnen weiter?

      Ich finde, dass hier ist Nik sein Thread...und ihm geht es allein darum, ob der Eingriff bei ihm notwendig war? Und da sollten wir ihm helfen...alles andere finde ich hier Fehl am Platz
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Ich glaube jeder Betroffene nimmt den an ihm entstandenen Schaden anders war.
      Jemanden ein Stockholm-Syndrom anzudichten halte ich für etwas übertrieben.
      Eltern treffen nicht immer die besten Entscheidungen für ihre Kinder. Mitunter merken es aber die Eltern erst hinterher.
      Ich wäre zum Beispiel ab der 5. Klasse beinahe auf einer Waldorfschule gelandet. Meine Mutter und ich sind uns heute einig das wir Glück gehabt haben das ich dort nicht gelandet bin.

      Als Mann mit Vorhaut kann ich sagen das siw sehr empfindlich ist. Ich muss aber auch sagen das es beim Sex bzw Stimulation der Eichel bei mir zu einer Überreizung kommen kann.

      Jeder Penis ist anatomisch anders. Schaut doch mal hier rein wieviele Varianten es bei Intakten Männern gibt:
      commons.m.wikimedia.org/w/inde…lefrom=Penisfrenulum.jpg#
      Bei der Eichel, der Schleimhautbeschaffenheit und der Position der Harnröhrenöffnung gibt es tausende Varianten.

      Deshalb glaube ich das Beschneidungen von Mann zu Mann unterschiedliche Auswirkungen haben können.

      Post by fsx100 ().

      This post was deleted by Weguer: Unangemessen ().
    • brokendream wrote:

      Eltern treffen nicht immer die besten Entscheidungen für ihre Kinder. Mitunter merken es aber die Eltern erst hinterher.
      Ich wäre zum Beispiel ab der 5. Klasse beinahe auf einer Waldorfschule gelandet. Meine Mutter und ich sind uns heute einig das wir Glück gehabt haben das ich dort nicht gelandet bin.
      Du wirst doch jetzt nicht eine Walldorfschule mit einer männlichen Genitalverstümmelung gleichsetzen? Klar wäre es eine schlechte Entscheidung gewesen. Sie hätte aber vermutlich zumindest keine Folgen gehabt, die nicht wieder rückgängig zu machen sind. Steiner'sche Gehirnwäsche lässt sich wieder aus dem Kopf entfernen, eine abgeschnittene Vorhaut bekommst du aber nie wieder zurück.

      Post by Urolüge ().

      This post was deleted by Weguer: Unangemessen ().
    • Das ganze war auch als Beispiel gedacht. 6 bis 9 Jahre Schule können einen Menschen doch prägen.

      Vielleicht wäre ich dadurch ein absolutes Arschloch geworden und würde mich jetzt nicht gegen FGM und MGM einsetzen.

      Die meisten Eltern wollen nur das beste für ihre Kinder.
      Die meisten Betroffenen bzw. ihre Eltern sind davon ausgegangen das sich durch die Beschneidung ein Medizinisches Problem löst bzw. nicht Auftritt.
      Wir hier im Forum wissen es jetzt besser.