Die Folgen meiner Beschneidung

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    • Die Folgen meiner Beschneidung

      Hallo Forum

      Ich selber wurde mit 4 Jahren beschnitten (Teilbeschneidung), wegen einer starken Phimose, In der Pubertät weitete sich die Vorhaut nochmal weshalb die Eichel immer unbedeckt ist, außer es ist kalt.
      Bei der Op wurde auch ein Hodenhochstand korigiert, leider zieht sich bei Kälte mein Hodensack so stark zusammen das er mir die Hoden quetscht.
      gefühlstechnisch empfinde ich nicht mehr sehr viel, oralvekehr fühlt
      sich oft an als würde man am Daumen nuckeln, es gibt tage da kann sie auch auf der Eichel rumkauen ohne das ich was merke.
      Beim Sex hallte ich sehr lange durch was meinen Partnerinen oft zu viel wird.

      Im Sommer Trocknet meine Eichel sehr oft stark aus, so das sich Risse in
      der Haut bilden können, was sehr unangenehm werden kann.

      Was die Urologen sagen bei denen ich war:

      Ist doch optisch ein schönes Ergebniss, ich weiß nicht was sie sich aufregen.
      es ist doch sehr viel Haut, ich würde ihnen zu einer Vollbeschneidung raten, dann ist auch das störende Band weg

      Psychische Folgen:

      In der Kindheit hatte ich viel mit Mobbing zu kämpfen, weil ich meist der einzige war der beschnitten war, als Kind und jugendlicher wurde ich oft in der Schwimmbadumkleide angeglotz oft von älteren Kindern oder Erwachsenen Männern, ein hoch auf Sammelumkleiden in den 90er.

      Mitlerweile hab ich kein Problem mehr mit Sauna und FKK, es hat aber sehr viel mühe gebraucht das zu überwinden.
    • Hallo Brookida,
      willkommen bei uns!
      Danke, dass Du Deine Erlebnisse und Empfindungen mit uns teilst.
      Ein Punkt macht mich dabei sehr neugierig, weil ich bisher noch nichts in der Richtung gelesen habe.

      Brookida wrote:

      leider zieht sich bei Kälte mein Hodensack so stark zusammen das er mir die Hoden quetscht.
      Was darf ich mir darunter vorstellen? Was meinst Du damit?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Hallo Brookida,


      Brookida wrote:

      Ich selber wurde mit 4 Jahren beschnitten (Teilbeschneidung), wegen einer starken Phimose
      Phimose ist keine Krankheit. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Vorwand, um eine Beschneidung/Genitalverstümmelung durchzudrücken.


      Brookida wrote:

      In der Pubertät weitete sich die Vorhaut nochmal weshalb die Eichel immer unbedeckt ist
      Das beweist, dass mit deiner Vorhaut alles in Ordnung gewesen wäre. Es ist normal, dass sich die Vorhaut(verengung)/Phimose im Laufe der Pubertät weitet.


      Brookida wrote:

      Bei der Op wurde auch ein Hodenhochstand korigiert, leider zieht sich bei Kälte mein Hodensack so stark zusammen das er mir die Hoden quetscht.
      Ich habe keine Erfahrung mit Hodenhochstand, sehe deren Behandlung allerdings kritisch. Hängt die Hodenquetschung mit der Op zusammen? Hattest du durch den Hodenhochstand einen Leidensdruck? Wäre eine Behandlung deiner Meinung nach vermeidbar gewesen?

      https://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/PDF/Final_Phim.pdf wrote:

      Ein Hodenhochstand ist abhängig vom Alter und dem Reifegrad des Kindes: Während der Hodenhochstand gleich nach der Geburt bei etwa drei Prozent der Jungen zu finden ist, liegt er am Ende des ersten Lebens-jahres nur noch bei einem Prozent der Kinder vor. Grund dafür ist ein spontanes Herabwandern (Deszensus) des Hodens in den Hodensack innerhalb der ersten sechs Monate bei einem reifgeborenen Jungen.
      Diese Aussage impliziert für mich, dass es sich beim Hodenhochstand (ähnlich wie bei der Phimose) um einen physiologischen Prozess handelt, der weder einer Behandlung bedarf, noch einen ernst zu nehmenden Leidensdruck verursacht. Es handelt sich dabei allerdings nur um eine Vermutung und ich weiß ich nicht, wie sich die psychologischen und körperlichen Folgen einer Behandlung/Operation auswirken können.

      Bei der Beschneidung bin ich mir allerdings sicher, dass es sich dabei um eine genitale Verstümmelung handelt, deren Folgen zum Teil gravierend enden.

      Brookida wrote:

      Was die Urologen sagen bei denen ich war:

      Ist doch optisch ein schönes Ergebniss, ich weiß nicht was sie sich aufregen.
      es ist doch sehr viel Haut, ich würde ihnen zu einer Vollbeschneidung raten, dann ist auch das störende Band weg
      Das ist das übliche Gelaber von diesen sogenannten ''Ärzten''. Mit diesen Aussagen versucht dein Urologe wahrscheinlich sich über dich lustig zu machen. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um einen psychopatischen Sadisten.
      Vielen von diesen ''Ärzten'' mangelt es an Empathie und an Rationalität. Diese wirst du hier allerdings mit Sicherheit finden.

      LG
      (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
      ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~
    • Weguer wrote:

      Hallo Brookida,
      willkommen bei uns!
      Danke, dass Du Deine Erlebnisse und Empfindungen mit uns teilst.
      Ein Punkt macht mich dabei sehr neugierig, weil ich bisher noch nichts in der Richtung gelesen habe.

      Brookida wrote:

      leider zieht sich bei Kälte mein Hodensack so stark zusammen das er mir die Hoden quetscht.
      Was darf ich mir darunter vorstellen? Was meinst Du damit?
      Seit der Operation Liegen die Hoden sehr dicht und eng am Körper, bei kälte werden sie noch weiter zusammengeschoben, es ist ein dumpfer schmerz er ist aushaltbar aber halt sehr lästig


      Philip wrote:

      Phimose ist keine Krankheit. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Vorwand, um eine Beschneidung/Genitalverstümmelung durchzudrücken.
      In meinen Fall ging es mit Eiteriger Entzündung und einer ausgeprägten Ballonierung der Vorhaut. Heutzutage gibt es viele Verfahren die die Vorhaut erhalten können, in den 80er Jahren war die Lösung für die meisten Ärtzte einfach.


      Philip wrote:

      Das beweist, dass mit deiner Vorhaut alles in Ordnung gewesen wäre. Es ist normal, dass sich die Vorhaut(verengung)/Phimose im Laufe der Pubertät weitet.
      Ja das stimmt, seit der Zeit verhornt die Eichel immer stärker und ist stark vergrößert

      Philip wrote:

      Diese Aussage impliziert für mich, dass es sich beim Hodenhochstand (ähnlich wie bei der Phimose) um einen physiologischen Prozess handelt, der weder einer Behandlung bedarf, noch einen ernst zu nehmenden Leidensdruck verursacht. Es handelt sich dabei allerdings nur um eine Vermutung und ich weiß ich nicht, wie sich die psychologischen und körperlichen Folgen einer Behandlung/Operation auswirken können.

      Bei der Beschneidung bin ich mir allerdings sicher, dass es sich dabei um eine genitale Verstümmelung handelt, deren Folgen zum Teil gravierend enden.
      Bei einen Hodenhochstand ist es so das der Eingriff heutzutage zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr durchgeführt wird, da sonst die Hoden erhäblich geschädigt werden können. Kinder zeugen ist dann erschwert oder unmöglich.

      The post was edited 1 time, last by Brookida: Zitate hinzugefügt ().

    • Brookida wrote:

      Heutzutage gibt es viele Verfahren die die Vorhaut erhalten können, in den 80er Jahren war die Lösung für die meisten Ärtzte einfach.
      Na ja, seit 2017 hat sich da wirklich was getan nachdem die Behandlungsleitlinien für Para(phimose) angepasst wurden. Was die Verengung bzw. das Ballonieren der VH im Kindesalter betrifft: Das ist völlig normal und tritt bei den meisten Jungen in diesem Alter auf. Du schreibst ja selbst, dass du in deinem kompletten Umfeld der einzige warst, der verstümmelt wurde. Da hatten die anderen wohl einfühlsamere Eltern oder einfach einen besseren Kinderarzt. Wie gesagt: Der Zustand ist normal in diesem Alter und tritt laut diversen Studien bei 50-70% aller Jungen im Vorschulalter auf.
    • fsx100 wrote:

      Brookida wrote:

      Heutzutage gibt es viele Verfahren die die Vorhaut erhalten können, in den 80er Jahren war die Lösung für die meisten Ärtzte einfach.
      Na ja, seit 2017 hat sich da wirklich was getan nachdem die Behandlungsleitlinien für Para(phimose) angepasst wurden. Was die Verengung bzw. das Ballonieren der VH im Kindesalter betrifft: Das ist völlig normal und tritt bei den meisten Jungen in diesem Alter auf. Du schreibst ja selbst, dass du in deinem kompletten Umfeld der einzige warst, der verstümmelt wurde. Da hatten die anderen wohl einfühlsamere Eltern oder einfach einen besseren Kinderarzt. Wie gesagt: Der Zustand ist normal in diesem Alter und tritt laut diversen Studien bei 50-70% aller Jungen im Vorschulalter auf.
      Bessere Ärzte trifft es recht gut, der Kinderarzt hat zum urologen überwiesen, der sagte das muss gemacht werden da es sonst eine gefahr für mich ist, die Klinik wollte meine Eltern von der Teilbeschneidung abraten, weil so etwas ja vernünftig gemacht werden muss, meine Eltern wollten halt das beste für mich 3 Ärzte sagen ja, informationen über negative Folgen gab es fast keine, in der Gesellschaft wurde zu dem Thema geschwiegen.
    • Brookida wrote:

      Bessere Ärzte trifft es recht gut, der Kinderarzt hat zum urologen überwiesen, der sagte das muss gemacht werden da es sonst eine gefahr für mich ist, die Klinik wollte meine Eltern von der Teilbeschneidung abraten, weil so etwas ja vernünftig gemacht werden muss, meine Eltern wollten halt das beste für mich 3 Ärzte sagen ja, informationen über negative Folgen gab es fast keine, in der Gesellschaft wurde zu dem Thema geschwiegen.
      Ja, das klingt nach der typischen Panikmache, auf die meine Eltern leider auch reingefallen sind. Da ich ebenfalls der einzige Verstümmelte in meinem ganzen Umfeld war bzw bin, muss ich daraus leider schließen, dass ich außergewöhnlich blöde bzw. kranke Erzeuger habe. Wie gesagt, der Zustand ist im Vorschulalter normal. Wenn der Arzt hier einen angeblich pathologischen Zustand erkannt haben will, hat er sein Gaslighting vermutlich auch bei anderen Eltern versucht. Die waren aber alle intelligenter und gebildeter als meine eigenen und sind nicht drauf reingefallen. Ich kenne keinen einzigen ohne Migrationshintergrund mit verstümmelten Genitalien hier. Dafür werde ich ihnen niemals verzeihen. Alles andere wäre nur inkonsequent und Stockholm Syndrom. Man muss nicht für alles eine Rechtfertigung suchen.
    • Brookida wrote:

      Im Sommer Trocknet meine Eichel sehr oft stark aus, so das sich Risse in der Haut bilden können, was sehr unangenehm werden kann.

      Risse in der Haut? Wie ist das gemeint? Oder sind es Risse auf der Eicheloberfläche wie hier im Bild?

      upload.wikimedia.org/wikipedia…is_for_close_up_study.jpg
    • Wo siehst Du hier Risse, Phil?
      Risse sind ja kleine Verletzungen, ich kann davon auf dem von Dir verlinkten Bild nichts erkennen.
      Die Haut dieser Eichel ist schrumpelig und faltig, weil sie trocken und nicht erigiert ist. Aber rissig ist hier doch nichts, oder übersehe ich da was?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Weguer wrote:

      Wo siehst Du hier Risse, Phil?
      Ich habe die Risse mal hier rot eingekreist. Und gerade die schrumpelige Eichelschleimhaut ist auch für eine unempfindliche Eichel mitverantwortlich.

      The post was edited 1 time, last by Phil21 ().