Anitsemitismusbeauftragter Felix Klein

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    • Anitsemitismusbeauftragter Felix Klein

      War heute morgen im Radio. Der will, dass die Lehrpläne in unseren Schulen geändert werden. Es müsse mehr über "jüdisches Leben" aufgeklärt werden.
      Und wofür "jüdisches Leben" ein Tarnwort ist, dürfte seit 2012 wohl klar sein.

      Es reicht ihm also anscheinend noch nicht, dass bereits ständig "Aufklärer" a la"Rent a Jew", Wer-braucht-eine-Vorhaut?-Ammon-Orbach, das"Abrahimische Forum", oder "Ferienworkshops", Dafür haben die Jungs aber die grössere Party. Ätschibätschi!, das "neue gesellschaftliche Leitbild". im Kinderkanal, "Planet Schule" usw.... unsere Schulkinder manipulieren.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Ich denke, die anderen "Aufklärer", haben wenig bis gar nichts mit dem Anliegen von Felix Klein zu tun.

      Auch denke ich, dass es bei der Forderung nach mehr Aufklärung über "jüdisches Leben" im Rahmen des Unterrichts, um mehr geht, als den Kinder "Vorhautamputation" schmackhaft zu machen. Wolltest du darauf hinaus?

      Welches Ziel verfolgen diese "Aufklärer" (Felix Klein eingeschlossen) deiner Meinung nach und in wie weit wird wer von "ihnen" manipuliert und zu welchem Zweck?

      Ich weiß nicht, wofür "jüdisches Leben", deiner Meinung nach, ein "Tarnwort" ist.
      Wäre cool wenn du das erklären würdest.
    • Nein, sehe ich aus so. Beschneidung ist nur ein Aspekt dabei, so wie Beschneidung auch nur ein Aspekt jüdischer Kultur und Religion ist. So wie du es formuliert hast, stünde die Beschneidung und deren Schönfärberei im Vordergrund der Bemühungen.

      Nichtsdestotrotz dürfte klar sein, dass Klein ein Beschneidungsverbot als direkten Angriff auf jüdisches Leben sieht und die Darstellung der Beschneidung im Rahmen dieser Lehrpläne inhaltlich auf dem Fakenews-Stand, der sich auf der Seite des ZdJ befindet, stattfinden dürfte.

      Bei der Aufklärung ist es im Grunde so, solange man nicht entsprechend kulturell vorgeprägt ist, gilt: je mehr man weiß, desto vehementer ist man dagegen.
    • @R2D2
      Ich weiß eben nicht, was Felix Klein vorschwebt, wenn es zur Darstellung der religiös motivierten VA im Unterricht kommt.
      Es schließt sich nicht aus, einerseits über die VA im Judentum zu informieren, und andererseits über die möglichen (und sogar sehr wahrscheinlich auftretenden-) Folgen einer VA im allgemeinen aufzuklären.
      Es ist doch möglich zu informieren und zu lehren, ohne dabei für eine Sache zu werben, oder?
      Ich sehe nicht, inwieweit Kinder hier bei manipuliert werden würden.

      Welchen konkreten Inhalt im Unterricht siehst du vom Fakenews-Niveau bedroht?

      Deinen letzten Absatz habe ich, zugegeben, nicht kapiert :huh:
      Für Erläuterung wäre ich dankbar!

      (nocut)
    • Neu

      Über jüdisches Leben informieren - immer, gerne.

      "I cannot support circumcision with any conviction, just because it has always been held in high regard. It remains a barbaric, bloody act, which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice, which once consecrated the procedure, has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal act that does not deserve continuation. No matter how much religious sentiment may have clung to it in the past, today it is perpetuated only by custom and fear, to which surely we do not want to erect temples." - Rabbi Abraham Geiger

      intactnews.org/node/142/132769…nant-without-circumcision

      Jewish critics of circumcision | Circinfo.org

      circinfo.org/Jews_against_circumcision.html

      Beyond the Bris

      beyondthebris.com/

      Why Question Circumcision?

      beyondthebris.com/p/why-question-circumcision.html

      Celebrating Brit Shalom

      celebratingbritshalom.com/

      Mikael Aktor

      de.intactiwiki.org/index.php/Mikael_Aktor

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      "Säuglinge nicht mit dem Messer willkommen heißen" - Jüdischer Beschneidungskritiker Jérôme Segal



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      A pioneer of our movement, Norm Cohen, founder, NOCIRC of Michigan, speaks eloquently about the right of a man to choice.



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      Jewish Parents with Intact Children



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      Outlawing Circumcision: Good for the Jews? by Eliyahu Ungar-Sargon

      forward.com/opinion/137577/outlawing-circumcision/

      Intactivist Jews Increasingly Vocal in Israel

      jewishbusinessnews.com/2016/02…easingly-vocal-in-israel/

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      ... The Times They Are a-Changin' ... (Bob Dylan 1964)
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von Saimaa ()

    • Neu

      Hast du ernsthaft Zweifel daran, daß die Inhalte eher so aussehen werden? Folgen hat es keine, schadet nicht und hat nur gesundheitliche Vorteile. Der ZdJ hatte eine ähnliche "Informationsseite", finde sie gerade nicht.

      Dass Beschneidung kein Schaden sei wird dort ganz sicher Unterrichtsinhalt sein und nicht die medizinischen Leitlinien. Ich sehe nicht, daß da sachlich informiert werden könnte und natürlich würde da letztlich durch Weglassen, Schwerpunktsetzung und die Abwesenheit von kritischem hinterfragen manipuliert.

      Letztlich sind diese Fakenews ja auch die Haltung, die die Politik zur offiziellen Wahrheit erklärt hat, auf deren Basis sie die Erlaubnis zur Genitalverstümmelung erteilt hat. Wie kann man da die Hoffnung hegen, man würde in die Schule etwas anderes hineintragen?

      jghh.org/de/judentum/158-warum…eiden-juden-ihre-kinderlt

      Mit meinem letzten Satz wollte ich zum Ausdruck bringen, daß Evidenz und Fakten gegen die Beschneidung sprechen und die intuitive ablehnende Haltung, die die meisten Menschen ohne entsprechende kulturelle Prägung einnehmen, durch die Beschäftigung mit dem Thema eher verschärft als abgeschwächt wird.
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      Hallo Lupo,

      also wenn ein Erwachsener 11-Jährigen Schülern auf die Tour Genitalverstümmelung erklärt:

      Das ist eine Beschneidungswindel“, erklärt Timo Heiler. „Bah!“ sagt Daniela und zieht rasch ihre ausgestreckte Hand zurück. Dabei hat sie keine so rechte Vorstellung, was eine Beschneidung überhaupt ist. Und als Timo Heiler es erklärt, schaudert sie leicht. „Schauen da alle zu?“, will sie noch wissen. Timo Heiler nickt. Die Beschneidung sei vergleichbar mit der Taufe im Christentum und finde in der Synagoge statt. Aber für die kleinen Jungs sei die Prozedur, die von einem Fachmann, dem Mohel, acht Tage nach der Geburt ausgeführt werde, nicht schmerzhaft.
      Dann nenne ich das Manipulation. Punkt.

      11-Jährige können da nicht gegen einen Erwachsene an-argumentieren, die werden davon einfach überfahren.

      Ich mache vielleicht manchmal den Fehler, dass ich eins und eins zusammenzähle.
      Ich lese wohl auch zu viel Zeitung

      Die Töne, die Felix Klein angeschlagen hat lassen einiges befürchten.

      Der neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, fordert, Lehrer stärker bei der Abwehr von Judenfeindschaft einzubinden. Das müsse systematischer Teil Ausbildung werden....

      Mit Blick auf die bisherigen Wellen des Judenhasses in der Bundesrepublik sieht Klein den gegenwärtigen Antisemitismus auf einem ganz neuen Niveau. „Den bisherigen Höhepunkt antisemitischer Aufwallung bildete die Debatte um das Beschneidungsurteil des Kölner Amtsgerichtes 2012. Seither steht der Antisemitismus auf einem ganz anderen Niveau. Mit dem Urteil aus Köln hat sich eine Schleuse geöffnet“, so Klein

      Also wenn es da noch nicht klingelt, dann kann ich auch nicht helfen...

      Es gibt bereits eine real existierende BGM-Propaganda in Schulen. In welchem Umfang, wissen wir nicht, denn Zeitungsberichte können auch nur die Spitze des Eisbergs sein.
      Und ich habe die große Sorge, dass diese nun institutionalisiert und flächendeckend erfolgt, in dem sie in die Lehrpläne eingebracht wird. Bestimmt nicht unter dem Stichwort "Genitalverstümmelung", eher etwas verklausuliert, unter "Riten".

      Ich habe inzwischen einiges an Erfahrungen bezüglich des Wirkens von Lobbys gesammelt.

      Ja, von Juni bis Dezember 2012 hieß es von den Politbonzen und Journalisten:

      "Jüdisches Leben muss in Deutschland weiter möglich sein" Später hat man dann noch nachgebessert ("...und muslimisches", damit die Muslime sich nicht zweitklassig fühlen)

      Und mit diesem "Jüdischen Leben" waren nicht Synagogen, jüdische Kindergärten, jüdische Schulen (wo heute Polizisten mit MPs davor stehen - aber nicht wegen der Kinderschützer), war nicht das Tragen von Kippas (wovon heute in manchen Stadtteilen von Großstädten angeblich abgeraten wird (aber nicht weil dort viele Kinderschützer leben)), jüdische Feste, jüdische Gesänge, etc. gemeint. Nein es war die Genitalverstümmelung von Jungen gemeint.

      Man hat nicht etwa von Riten, Traditionen oder religiösen Praktiken geredet, sondern von LEBEN.

      Das sollte rhetorisch transportieren, dass es um Leben und Tod ginge. Dass das Kölner Urteil lebensbedrohlich sei.

      Und das Recht auf Leben ist ja vom Grundgesetz geschützt, im Artikel 2 steht ja: "Jeder hat das Recht auf Leben -" und - war da noch was?
      Ja, so eine Schnapsidee der "Väter des Grundgesetzes".
      Wie konnten sie nur! Wegen dieses Mists haben sich die Parteibonzen 63 Jahre später die Haare gerauft: "Hilfe! Da steht "Recht auf körperliche Unversehrtheit"! Was machen wir bloß! Da steht wirklich "jeder", nicht nur Frauen und Mädchen!
      Aber dann ist ihnen ja eine "kolumbianische Lösung" eingefallen... das Ei blieb ja auch nicht heil.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Neu

      Jüdisches Leben ist nicht nur Zwangsbeschneidung. Wir haben es hier mit der ältesten Weltreligion zu tun, die wie alle Religionen sowohl ihre Sonnen- wie auch ihre Schattenseiten besitzt. Es wäre aus meiner Sicht dumm und naiv, die Schattenseiten zu verleugnen, aber auf der anderen Seite ist es dringend notwendig, dass mehr Menschen von der "Sonnenseite" dieser Religion erfahren, damit dem Antisemitismus entgegengewirkt wird.

      Menschen lehnen oft das ab, was sie nicht kennen. Davon abgesehen war es wohl auch der Nationalsozialismus, der seinerzeit die Bewegung des Reformjudentums jäh ausgebremst hatte. Vielleicht hätten die jüdischen Gemeinden das Thema Beschneidung längst von sich aus abgeschafft. Die Judenverfolgung hat aber wohl auch dazu geführt, dass man sich seiner Identität bedroht fühlte und in diesem Kontext ist es ja nahezu verständlich, dass man jedes Fragment zum elementaren Inbegriff der eigenen Religion hochstilisiert hat und auch heute noch daran festhält (siehe hier z.B. auch Menschen, die hier leben, aber sich mit der arabischen Kultur eng verbunden fühlen).

      Das Problem dürfte aber sein, dass alle Beteiligten viel zu verkrampft sind, wenn es hier um einen offenen Dialog gehen soll. Und dies führt dann leider oft dazu, dass Kinder von Erwachsenen manipuliert werden, weil diese sich selbst nicht trauen sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen (frei nach I. Kant).
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)