Beiträge von Sokrates

    Manche Jungen in den USA sind der Beschneidung deshalb entgangen weil die Eltern einfach da kein Geld für hatten.
    Hab Mal gelesen das sei bei Elvis Presley der Fall gewesen.

    Ja. Aber es gibt seit den 1965 "Medicaid" - eine staatliche Krankenkasse für Arme.
    Ein Ergebnis von Präsident Johnsons "War against poverty". Und zum Zeitpunkt von Ambroz Geburt haben alle Medicaid-Programme der Staaten die routinemäßige Beschneidung noch bezahlt.

    Dieser verlinkte Artikel ist eine Rezension des Buchs "A Place called home", eines autobiographischen Romans von David Ambroz (geboren als Hugh Ambroz), der darin seine sehr tragische Lebensgeschichte beschreibt.

    David wächst bis zum Alter von 12 Jahren mit zwei Geschwistern bei einer psychischen kranken Mutter auf; die Familie ist immer wieder obdachlos. Danach schritt das Jugendamt ein und steckte ihn in das Pflegefamilien-System gesteckt. Doch hier endete Abroz Leidensweg nicht. Er wurde von Pflegefamilien von Pflegefamilien weiter gereicht, wo er laut seinen Schilderungen misshandelt wurde.

    Die fragliche Beschneidung spielte sich noch zu dieser Zeit ab, als er noch zusammen mit seiner Mutter lebte.

    Ich habe nicht genau in Erfahrung bringen können, wie alt Ambroz zum Zeitpunkt der Beschneidung war, aber er muss schon ein älterer Junge sein, was bedeutet, dass er dem amerikanischen Routine-Beschneidungssystem entkommen war.

    Die obdachlose Familie wurde bei einer älteren jüdischen Dame aufgenommen. Während des Aufenhalts kam seiner Mutter der Gedanke in den Kopf, dass Hugh, wie David bis damals hieß, auch jüdisch sein und er konvertieren müsse. Daher unterwarf sie ihm auch der Beschneidung, die nicht richtig abheilte und die Ambroz wie er selbst sagt "fast getötet hätte".

    Einige Zeit später war die ältere Dame der Eskapaden der wie gesagt psychisch labilen Mutter auch überdrüssig und setze sie und ihre Familie wieder vor die Tür.

    MARTIN: She happens to be Jewish, and your mom gets it in her head that you should be Jewish as well. Can you recount that story?


    AMBROZ: Sure. And up until this point, my name was actually Hugh. And my mom decided I was going to be converted, and the way that she would do that is through having me circumcised. And we were homeless, essentially, before this housing, and we would become homeless after. But the problem with the surgery was that it was poorly done, and there was no aftercare. And I became severely infected, which nearly killed me. And the woman we lived with then began to experience Mom and all of her eccentricities and mental illness becoming very clear and evicted us and threw us out onto the streets.
    MARTIN: As you write in the book, I mean, you're almost on death's door, and you finally say, it's my mom who's done this.

    AMBROZ: Yeah. I mean, I think about the moments in my life where I've had to come out. And I use that word very thoughtfully, but this is one of those moments when I knew that to protect her was to die - that to protect her was that we would die. And I had to take us out of that situation. And so despite efforts in the past, this was the moment of rupture, when I truly, in my heart and mind, became a man - an adult - and I knew that I could not save her - that we had to save ourselves. And that's when we entered that whole world of state custody for good.

    Der Artikel kann nicht kommentiert werden. Es gibt aber auch einen Facebook-Beitrag der Bischöfin zur Veranstaltung:

    https://www.facebook.com/search/posts/?q=Breit-Ke%C3%9Fler


    Dieser Facebook-Beitrag ist sogar noch interessanter:

    Denn hier spricht die Bischöfin die "körperliche Unversehrtheit" direkt an:

    Zitat von Regionalbischöfin i.R. Susanne Breit-Keßler

    Das Thema ist mir persönlich wichtig, weil es um das Menschrecht auf körperliche Unverletztheit geht. Es geht um Mädchen und Frauen, die kein Recht auf Selbstbestimmung haben, sondern die dem Willen anderer aus den unterschiedlichsten Motiven heraus unterworfen sind.

    (Hervorhebungen von mir hinzugefügt)


    Es lässt sich wohl nicht dagegen argumentieren, dass die Beschneidung von Jungen verletze nicht die "Körperliche Unversehrtheit".


    Auch erwähnte sie die Verbreitung und Bewerbung der weiblichen Beschneidung 19. Jahrhundert bis in die 1940er Jahre in westlichen Ländern an aus sexualitätsfeindlichen Motiven. Natürlich ist das genau der gleiche Zeitraum, in der die Beschneidung von Jungen mit exakt denselben sexual-feindlichen Begründungen (Masturbations-Prävention, Reduktion der Lustempfindens) beworben wurde und die Praxis der massenweisen, "routinemäßigen" Beschneidung von Jungen in den englischsprachigen Ländern etabliert wurde:

    Zitat von Regionalbischöfin i.R. Susanne Breit-Keßler

    Die weibliche Beschneidung war in Europa schon im Mittelalter bekannt, wurde aber erst im 19. Jahrhundert bis in die 1940er Jahre breiter diskutiert und praktiziert. Die diversen Eingriffe dienten dazu, angebliche „weibliche Leiden“ wie Hysterie, Nervosität, Nymphomanie, Masturbation und überhaupt eine vermeintliche weibliche, sexuelle Zügellosigkeit zu „heilen“ und zu disziplinieren. Es ist damit klar, dass es um Fremdbestimmung von Mädchen und Frauen geht.

    Laut einer StudieDiese Studie stammt vom selben Krankenhaus, dem Alder Hey Children's NHS Foundation Trust, dessen Ärzte bereits Anfang des Jahres Alarm schlugen, dass zu viele eigentlich medizinische indizierte Beschneidungen an Jungen in Großbritannien vorgenommen werden.

    Die Daily Mail berichtete damals darüber: Is the NHS carrying out thousands of unnecessary circumcisions on teenage boys? New report shows irreversible surgery is carried out 10,000 times per year

    Auch im Forum gab es einen Bericht darüber:
    Großbritannien: Zuviele unnötige medizinische Beschneidungen – Beschneidungszahlen in Deutschland deutlich höher.

    Um das richtig einordnen zu können: Die Zahl der innerhalb des NHS durchgeführten medizinischen Beschneidungen sind deutlich niedriger als die Zahl der medizinische Beschneidungen, die jährlich an Unter-16-Jährigen in Deutschland vorgenommen werden.

    Wenn selbst von den deutlich weniger Beschneidungen in England immer noch ein großer Teil eigentlich medizinisch nicht notwendig sind, kann man sich ausrechnen, wie groß dann erst der Zahl derjenigen Jungen sein muss, die in Deutschland unnötigerweise vermeintlich medizinisch Beschneidungen unterzogen werden.

    Das sind natürlich interessante Neuigkeiten. Ich habe davon auch erfahren.

    Es ist bemerkenswert, da der NHS schon längst - relativ strenge - Richtlinien hat, worüber ich schon 2018 berichtetet habe:

    Englisches Gesundheitssystem: Beschneidung bei Kindern nur noch bei BXO oder erfolgloser konservativer Behandlung.

    Werden diese Richtlinien jetzt verschärft, oder hatten diese bislang nur Empfehlungscharakter und wurde bislang nicht auf Umsetzung geachtet.

    „ We had Aleeke circumcised in the hospital a day after he was born“.
    Die Eltern haben es da aber extrem eilig gehabt. Jetzt könnte man ja provokativ die Frage aufwerfen, ob es denn nicht auch möglich gewesen wäre, den Eingriff schon vor der Geburt, also pränatal im Mutterleib, durchzuführen.

    Ich glaube nicht, dass die es eilig gehabt haben. Das ist ein ganz "normaler" Zeitpunkt für die in den USA übliche Neugeborenenbeschneidung.

    Es sollte heißen: Letztendlich ist die (ungewollte) Botschaft dieses Beitrags eine Normalisierung von Gewalt gegen Kindern. In den Äußerungen der interviewten Beschneidungsbetroffenen kommt genau eine Normalisierung und Gewöhnung an Gewalt zum Ausdruck – die Beschneidung wird als Zwangshandlung und schmerzhaft beschrieben - aber dennoch als positiv bewertet – und der WDR verbreitet dies dann vollkommen unreflektiert und ohne jedwedes kritisches Hinterfragen.

    Es ist legitim, sich dem Thema Beschneidung aus einer religiösen Perspektive zu nähern.
    Aber das ist hier gründlich schief gelaufen.

    Erstens fällt auf, dass die Schilderungen der drei muslimischen Männer über die Umstände ihrer Beschneidung mit der positiven Bewertung überhaupt nicht übereinstimmen. Die Beschneidung wird als extrem schmerzhaft und brutaler Gewaltakt beschrieben, wird aber dann dennoch als "gut" befunden. Das erinnert an gewisse "Hart aber Nützlich"-Aussagen über körperliche Züchtigung und Körperstrafen - "Mir hat es nicht geschadet".

    Genau diese Unterschiede hätte die Redaktion eigentlich behandeln sollen- und bei dieser Gelegenheit mögliche (zum Teil auch eher unbewusste) "Coping"-Mechanismen und Abwehrmechanismen eingehen zur Verarbeitung eines stressvollen und traumatischen Erlebnisses. Dabei hätte sie z. B. einen Psychologen oder Psychiater zur Rate ziehen können.

    Die menschliche Psyche ist eine komplexe Sache. Und nur weil Menschen bestimmte Erlebnisse gegenüber der Außenwelt und sich selbst als positiv bewerten, heißt das noch lange nicht, dass diese Erlebnisse auch für die betroffenen Mensch tatsächlich positiv waren. Hinter solchen Bewertungen können "Anpassungsmechanismen" stehen, die Menschen teilweise bewusst oder teilweise unterbewusst anwenden, um das eigene Selbst zu schützen und psychisch weiter zu funktionieren.

    Dann werden auch noch die (pseudo-)medizinischen Argumente zur Rechtfertigung eines religiösen Rituals vorgebracht – wobei man sich ausgerechnet auf die WHO beruft. Die Positionen zahlreicher europäischer Ärzteverbände und medizinischer Gesellschaften zur Beschneidung ignoriert man dabei.


    Letztendlich ist die (ungewollte) Botschaft dieses Beitrags eine Normalisierung von Gewalt gegen Kindern. In den Äußerungen der interviewten Beschneidungsbetroffenen kommt genau eine Normalisierung und Gewöhnung an Gewalt – die Beschneidung wird als Zwangshandlung und schmerzhaft beschrieben - aber dennoch als positiv bewertet – und der WDR verbreitet dies dann vollkommen unreflektiert und ohne jedwedes kritisches Hinterfragen.

    Ich habe mir die Schlussfolgerungen des Gutachtens mal durchgelesen.

    Um es mal vorne weg zu sagen: Der Kinderchirurg, der dieses MDK-Gutachten erstellt hat, ignoriert die Leitlinien, oder hat sie erst gar nicht gelesen.


    Zunächst folgert der Autor aus dem Pathologiebericht, dass tatsächlich eine "narbige Phimose" vorlag. Dabei zeigt der Befund dieses Berichts nichts, was auf die Existenz einer narbigen Phimose hinweisen sicher hinweisen würde.

    Eckert et al haben sich in ihrer Studie sehr genau damit beschäftigt - und diesen Sachverhalt noch mal betont:

    Die subepitheliale Fibrose und die diskrete bis mittelgradige, chronisch fibrosierendePosthitis hingegen waren in 87% der Fälle der häufigste histopathologische
    Befund.

    Da insbesondere die subepitheliale Fibrose und die diskrete chronisch fibrosierende Posthitis auch als deskriptive und damit nicht-pathologische Befunde eingestuft werden können, ist eine abschließende Bewertung des Krankheitswertes der histopathologischen Korrelate derzeit nicht möglich [29, 47].

    So kann eine Posthitis, die sich histologisch durch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte lymphozytäre Infiltration auszeichnet, als eine vorübergehende oder reversible Veränderung gewertet werden, da es sich beim männlichen Präputium
    um eine hochdifferenzierte mukokutane Übergangszone mit zusätzlichen
    immunologischen Funktionen handelt.

    Andererseits sind akut entzündliche und fibrotische Veränderungen auch durch Mikrotraumatisierungen infolge vorzeitiger Retraktionsversuche erklärbar. Für einen ätiopathologischen Zusammenhang zwischen einer chronisch fibrosierenden Posthitis und z. B. einem LS finden sich in der Literatur keine Hinweise.

    Wenn der Großteil aller Jungen mit dem histologischen Befund einer subepithelialen
    Fibrose oder einer Posthitis klinisch beschwerdefrei sind, erscheint deshalb auch im Nachhinein der histopathologische Befund als rechtfertigende Indikation zur Vorhautentfernung als ungeeignet.

    Der letzte Satz ist praktisch wie für deinen Fall den deines Sohnes geschrieben!


    Dann ignoriert er weiter noch Leitlinien, wenn er behauptet, dass bei einer narbigen Phimose eine konservative Behandlung nicht möglich sei.


    In der zum damaligen Zeitpunkt gültigen Leitlinie heißt es im Kapitel 6:

    Empfehlung 4: Eine Therapie der primären oder sekundären Phimose sollte nur dann erfolgen, wenn die Patienten Beschwerden haben oder solche unmittelbar zu erwarten sind,beispielsweise Miktionsbeschwerden (R39.-), Kohabitationsbeschwerden (N48.-) oder eine Paraphimose. (starker Konsens)


    ....
    Empfehlung 9:
    Vor einer operativen Therapie (Zirkumzision) soll zunächst eine topische Behandlung
    der Vorhaut mit einer steroidhaltigen Salbe oder Creme vorgenommen werden.
    (starker Konsens)

    Empfehlung 10: Erst nach erfolgloser konservativer Therapie soll bei Fortbestehen der Phimose und der Beschwerden die Zirkumzision durchgeführt werden. (starker Konsens)

    Ich habe echt das Gefühl, dass Oswald die Studienergebnisse nicht gefallen, und er deshalb nach Strohhalmen greift.

    Zitat von Oswald

    Ein sinnvoller Endpunkt dieser Studie wäre eine Korrelation der in unseren Breiten wesentlichen Inzidenz des Zervixkarcinoms mit dem Zirkumzisionsstatus unter Berücksichtigung auch asymptomatischer HPV-Infektionen gewesen. Dies erscheint auch im Hinblick auf die nach wie vor niedrigen HPV-Impfraten beim Knaben wesentlich: nur letzteres wird, wie sich z.B. in Australien zeigt, eine epidemiologische Konsequenz im Sinne einer Reduktion von Malignomen im Genitalbereich bewirken.


    Bei der Studie ging es darum, das Verhältnis zwischen Beschneidungstatus und sexuell übertragbaren Krankheiten bei Männern zu untersuchen. Was will er jetzt schon wieder mit dem Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs) - einer Krankheit bei Frauen?

    Oswald kritisiert hier also, dass etwas nicht untersucht wurde, was gar nicht Teil des Ziels der vorliegenden Studie war. Das ist ungefähr so, als ob eine Studie über Häufigkeit einer Krankheit bei Kindern durchgeführt wurde, und ein Rezensent kritisiert es als "Begrenzung der Studie", dass sie keine Daten zur Häufigkeit der Krankheit bei Erwachsenen liefert. Nein, Krankheiten bei Frauen wurden einfach nicht untersucht. Live with it. Davon abgesehen, wäre eine Untersuchung des Zervixkarzinomsrisiko bei Frauen und der Beschneidung auf Basis dieses Studiendesigns gar nicht möglich. Wir erinnern uns: Diese Studie beruht auf Daten des dänischen Gesundheitssystems. Es gibt zwar sicherlich auch eine Datensatz der Gesundheitsdaten von dänischen Frauen - aber in diesem wird ganz sicher nicht die Anzahl und Dauer der Sexualpartner registriert, geschweige denn deren Beschneidungstatus.


    Einer von Oswalds Hauptkritikpunkte ist ferner das "Nichterfassen von asymptomatischen HPV-Infektionen"

    Auch eine Erfassung von asymptomatischen HPV-Infektionen wäre im Ramen des Studiendesigns schlicht umöglich. Wegen asymptomatische HPV-Infektionen gehen Menschen nicht zum Arzt und diese werden dann auch in keine Gesundheitsdatenbank eingespeist. Aber warum in aller Welt sind asymptomatische HPV-Infektionen so ungemein wichtig?!

    HPV-Infektionen sind nämlich keine Krankheiten. Die meisten HPV-Infektionen werden vom Immunsystem ausgeschaltet (Clearing).

    Es ist viel eher ein Problem, dass die meisten in jüngster Zeit veröffentlichen Studien zum Thema HPV und Beschneidung eigentlich nur noch den HPV-Status untersuchen, während die wenigen verfügbaren Untersuchungen zeigen, dass die Häufigkeiten der durch diese Infektionen möglicherweise bedingten Krankheiten - Warzen und Gebärmutterhalskrebs - in keinem Zusammenhang mit der Beschneidung stehen, oder durch die Beschneidung teilweise sogar noch erhöht werden.

    Studien über die Beschneidung und die Häufigkeit von Genitalwarzen zeigten immer wieder, dass die Beschneidung die Häufigkeit von Genitalwarzen entweder nicht beeinflusst oder sogar erhöht.

    Es wurden kaum noch Studien über das Risiko von Gebärmutterhals und der Beschneidung durchgeführt. Die meisten Studien zu diesem Thema stammen noch aus den 1960ern, und zeigten immer wieder, dass die Beschneidung keine Auswirkung auf das Gebärmutterhalskrebsrisiko von Frauen hatte. (Dunn & Buell 1958) (Stern 1961), (Aitkin-Swan et al. 1965) (Terris et al., 1973).

    Die neueste, mir bekannte Studie, die tatsächlich das Risiko zwischen Beschneidungstatus und dem Gebärmutterhalskrebs untersuchte, war die Studie von Castellague et al aus dem Jahre 2002. Das liegt schon wieder 20 Jahre zurück.
    Diese Studie stellte fest, dass die Beschneidung die Häufigkeit von Gebärmuterhalskrebs lediglich bei jenen Frauen senkte, deren Partner ein besonders "risikoreiches" Sexleben (Vorgeschichte von mehr als 6 Sexualpartner, Kontakt zu Prostituierten) hatten.


    Quellen:


    Dunn JE, BullL P. Association of cervical cancer with circumcision of sexual partner J Natl Cancer Inst. 1959 Apr;22(4):749-64.
    Stern, E., and Dixon, W.J.: Cancer of the cervix–a biometric approach to etiology. Cancer 14:153-160, Jan.-Feb., 1961.
    Boyd JT, Doll R. A Study of the Aetiology of Carcinoma of the cervix uteri.RI. Br J Cancer. 1964 Sep;13(3):419-34.
    Aitken-Swan J, Baird D. Circumcision and cancer of the cervix. Brit J Cancer 1965;XIX(2):217-26.
    Terris M, Wilson F, Nelson Jr, JH. Relation of circumcision to cancer of the cervix. Am J Obstet Gynecol 1973;117(8):1056-66.

    Das teilen von Beiträgen in denen es um Jungenrechte geht, ist immer höchstens im zweistelligen Bereich, oft noch nicht mal das. Ganz schön frustrierend

    Kann es sein, dass diese Beiträge "geshadow-bannend" werden.

    Wir sehen immer, dass wann immer das Thema "Beschneidung" auf den Facebook-Seiten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erwähnt wird, etwa das Postings über die Beschneidungsdokumentation auf der Arte-Facebook-Seite, diese Reaktionen und Kommentare generiert, die WEIT über dem Durchschnitt der Interaktionen auf diesen Seiten liegen.

    mich haben 3!!! mütter über PN angeschrieben und meinten ich soll ihm sagen wie toll und schön ein beschnittener penis ist und die frauen da auch viel mehr drauf stehen.
    ich hab gedacht ich lese nicht richtig... was ist mit solchen leuten falsch!??? die eine meinte dann noch (ihr zwei sind angeblich auch aus medizinischen gründen beschnitten) ihr großer ist 13 und
    er hat von ihr gleitmittel bekommen und alles kein thema selbstbefriedigung macht ihm total spass.
    geht das nur mir so oder empfindet ihr das auch das geht einfach zu weit???

    also ich bin ja immer wieder extrem schockiert darüber wie wohl die meisten mütter zum thema beschneidung stehen bzw. mit ihren söhnen umgehen....


    Hallo. Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Ich finde so ein Verhalten seitens dieser Mütter auch grenz-verletzend und widerlich. Hier findet in meinen Augen eine klare Sexualisierung von Kindern statt.

    In wenigen Tagen feiert ein neuer deutscher Komödienfilm "Jagdsaison" Premiere. Im Presseberichten heißt es:

    In dem Familienfilm (freigegeben ab 12 Jahren) fallen Witze über die männliche Vorhaut, es geht um Anal-Bleaching und ähnlich pikante Dinge. Beim Enthaaren des Intimbereichs heißt es beispielsweise. „Wir haben uns zusammen Ohrlöcher stechen lassen, also lassen wir uns auch zusammen die Matte roden.“


    Ich habe den Film natürlich nicht gesehen - deshalb kann ich mir kein Urteil bilden. Der Film hat noch nicht mal Premiere gefeiert. Aber schon "Witze über die männliche Vorhaut" - lässt schlimmes erahnen. Es steht zumindest zu befürchten, dass uns hier Szenen wie in "Bad moms" bevorstehen.