Beiträge von fsx100

    Ich glaube, mit einem Eingriff, wie du ihn dir wünschst, hat hier niemand Erfahrung. Jedenfalls nicht mit dem Aufspritzen des Schwellkörpers und der Eichel mit körpereigenem Fett.
    Ich würde dir jedenfalls dringend davon abraten, noch mehr erogenes Gewebe entfernen zu lassen. Was weg ist, ist weg. Besser wird dadurch garantiert nichts.
    Die von dir angesprochenen "Horrorgeschichten" sind leider nunmal ein Teil der Realität. Dieses Forum bietet diesen negativ betroffenen Männern einen geschützten Raum, um sich miteinander auszutauschen. Deswegen wirst du hier vermutlich niemanden finden, der dir dazu rät, dein Vorhaben durchzuziehen.

    Mein persönlicher Rat deshalb: Schlag dir diese ganze Aktion unbedingt wieder aus dem Kopf. Genitales Gewebe ist kostbar, hoch spezialisiert und einzigartig. Jede Form der Amputation schadet.

    Es gibt mal wieder neuen Content auf dem Kanal von 15square.

    Hier berichtet ein Mann von seiner Leidensgeschichte, der sich im Alter von 46 Jahren einer Teilbeschneidung unterzogen hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=pZ3n8CtcmRY&feature=emb_logo

    Wie man diesem Fall entnehmen kann, können selbst Teilbeschneidungen verhehrende Folgen für die Sexualität haben, da die Nerven der Vorhaut vor allem in der Spitze konzentriert sind.

    Besonders bemerkenswert ist der Schlusssatz: "I cannot fathom why it is tolerated in modern society. It is without doubt genital mutilation."

    Beim Mann werden nur kurz die Meissner'schen Tastkörperchen erwähnt, der Rest einfach weg gelassen.

    Wikipedia ist leider verlorenes Terrain im Hinblick auf wissenschaftlich fundierte Informationen rund um die Themen Vorhaut und Beschneidung. Hier treiben schon seit jeher Circumfetischisten wie Jake H. Waskett ihr Unwesen. Erst kürzlich wurde der Artikel zum Ridged Band von einem dieser Zeitgenossen einfach gelöscht. Man hat in der Diskussion die Löschung damit begründet, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz des gefurchten Bands gäbe und sich dabei auf eine Aussage von Brian Morris gestützt. Das sagt alles über die Glaubwürdigkeit von Wikipedia rund um diesen Themenkomplex aus.

    Es ist deshalb höchste Zeit, zu einem Gegenschlag auszuholen. Beschneidungsaktivisten und Circumfetischsten wenden solche Täuschungsmanöver und Manipulationstaktiken nicht erst seit der Existenz von Wikipedia an. Es ging bereits damit zu Zeiten von Newsgroups los. Siehe Vernon G. Quaintance.

    Mir wird speiübel, wenn ich mir vorstelle, wie viele Jungen aufgrund von diesen Machenschaften unter einem vermasselten Sexleben leiden müssen.

    Man ist ja einiges gewohnt von Befürwortern der BGM/MGM, aber das schießt mal wieder den Vogel ab. Hier soll wohl der mütterliche Schutzinstinkt mit VR-Gehirnwäsche unterbunden werden.

    Bei einigen Müttern aus cutting cultures wie den USA ist das aber gar nicht notwendig. Die behaupten teils lautstark auf twitter, dass ihr Sohn während des Eingriffs friedlich geschlafen hat:

    Adam and I had Embry circumcised and he was sedated, and given a nerve block. He slept through the entire thing and never once cried. It is NOT as cruel as it’s made it out to be. And before anyone comes for me saying “iTs cOsMEtIc” I choose to for religious reasons thx

    Traurig, wenn eine frische Mutter nicht zwischen einem natürlichen Tiefschlaf und einem neurogenen Schock unterscheiden kann. Da wundert einen nichts mehr.

    The WHO, American Academy of Pediatrics and other Western medical bodies currently maintain that all medically unnecessary female genital cutting of minors is categorically a human rights violation, while either tolerating or actively endorsing medically unnecessary male genital cutting of minors, especially in the form of penile circumcision. Given that some forms of female genital cutting, such as ritual pricking or nicking of the clitoral hood, are less severe than penile circumcision, yet are often performed within the same families for similar (eg, religious) reasons, it may seem that there is an unjust double standard. Against this view, it is sometimes claimed that while female genital cutting has ’no health benefits’, male genital cutting has at least some. Is that really the case? And if it is the case, can it justify the disparate treatment of children with different sex characteristics when it comes to protecting their genital integrity? I argue that, even if one accepts the health claims that are sometimes raised in this context, they cannot justify such disparate treatment. Rather, children of all sexes and genders have an equal right to (future) bodily autonomy. This includes the right to decide whether their own ’private’ anatomy should be exposed to surgical risk, much less permanently altered, for reasons they themselves endorse when they are sufficiently mature.

    So schaut es aus. Kinder beider Geschlechter haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Selbst gesundheitliche Vorteile, sofern sie denn existieren würden, rechtfertigen keine Genitalmodifikationen an nicht einwilligungsfähigen Minderjährigen.

    Ich habe ihn dann nochmal grundsätzlich zum Thema Vorhaut und Beschneidung befragt, ich hatte ihm vorab die Grafik von Sorrels geschickt. Dem widersprach er: das wäre eine These aus Kalifornien, wäre allerdings nicht gedeckt durch Studienlage... Nach meinen Aufzeichnungen, siehe oben, konnte ich ihm da nicht widersprechen.

    Diese Aussage ist nicht richtig. Neben der Studie von Sorrels (2007) kommen auch noch die Studien von Bronselear (2013), Meislahn & Taylor (2004) sowie Cold und McGrath (1999) zu dem gleichen Schluss. Die Vorhaut ist der empfindsamste Teil des Penis, wodurch sie einen sehr großen Anteil zum sexuellen Empfindungsvermögen eines intakten Mannes beisteuert. Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen, weißen oft einen starken „cultural bias“ sowie methodische Fehler auf. Hier wären vor allem sämtliche Studien von Brian Morris und Jennifer Bossio zu nennen.

    Gerade John R. Taylor hat sich intensiv mit der nervalen Ausstattung der Vorhaut und insbesondere des gefurchten Bands befasst. Seine pathologischen Befunde deuten darauf hin, dass die Nerven der Vorhaut für die männlichen sexuellen Reflexe essentiell sind. Dies wurde durch eine weitere Studie von Podnar (2011) bestätigt. Der durch die reflexogenen Nerven der Vorhaut ausgelöste Bulbocavernosus-Reflex war bei intakten Männern in 92% aller Fälle durch Stimulation der Vorhaut auslösbar, bei beschnittenen Männern jedoch nur in 27% aller Fälle. Zudem erleben intakte Männer häufiger „Mini-Orgasmen“, die sich äußerlich durch das Pulsieren und Zucken des Penis zeigen. Dieses Phänomen wurde von Bertaux-Navioseau näher untersucht.


    Demzufolge erleben 91% aller intakten Männer solche ejakulationslosen Mini-Orgasmen, während es unter den beschnittenen Männern nur 18% sind. Dies unterstreicht erneut die Rolle der Vorhaut beim Zustandekommen von sexuellen Reflexen. Man nimmt an, dass solche Reflexe dazu dienen, eine Erektion aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Fehlt die Vorhaut und mit ihr das reflexogene Gewebe, kommt es häufiger zur erektilen Dysfunktion. Laut einer Studie von Morten Frisch (2011) erleben beschnittene Männer im Mittel 4,5-mal häufiger sexuelle Funktionsstörungen als intakte Männer.


    Noch etwas „anekdotische Evidenz“ aus meinem privaten Erfahrungsschatz, gesammelt über die letzten 22 Jahre:

    • Kein intakter Mann, dem ich bisher das Diagramm von Sorrels gezeigt habe, hat mir widersprochen. Die empfindsamsten Bereiche sind die, die bei einer Beschneidung amputiert werden.
    • Die Erkenntnisse von Podnar und Bertaux-Navioseau haben sich ebenfalls bestätigt. Intakte Penisse erscheinen „lebendiger“, da sie die oben benannten Reflexkontraktionen aufweisen, beschnittene Penisse wirken dagegen ziemlich „tot“.
    • Intakte Männer behalten ihre Erektion deutlich länger, wenn die mechanische Stimulation ausgesetzt wird.
    • Alle von mir befragten, intakten Männer gaben an, dass ihnen ohne Vorhaut etwas fehlen würde.
    • Männer, die den Eingriff im Erwachsenenalter durchführen ließen, gaben einstimmig an, dass sie danach einen beträchtlichen Teil an sexueller Empfindsamkeit eingebüßt haben. „Schwarz-Weiß vs. Farbe“, „Essen, ohne die Details zu schmecken“ und weitere Analogien wurden dabei angeführt.


    Dass du bei diesem Arzt ruhig geblieben bist, finde ich äußerst respektabel. Ich hätte diesem Mann die Leviten gelesen und danach die Praxis fluchtartig verlassen.

    Warum sind manche Beschnittene Männer die im Erwachsenen Alter Beschnitten wurden so sehr Zufrieden während andere komplett Psychisch zusammenbrechen

    Das hat damit zu tun, dass Beschneidungen unterschiedlich radikal ausfallen können. Je mehr erogenes Vorhautgewebe amputiert wird, desto drastischer sind am Ende die Gefühlseinbußen. Manche Beschneidungen im Erwachsenenalter sind weit weniger radikal als andere, teilweise werden dabei große Teile des Frenulums sowie der inneren Vorhaut erhalten. Beschneidung ist so gesehen wie eine Schachtel Pralinen, man weiß am Ende nie so genau, was man bekommt.

    Habe jetzt viele Geschichten gelesen, dass man 20/30 Jahre nach der Beschneidung kein Sexuelles Gefühl mehr hat und auch direkt nach der Beschneidung extreme Gefühlsverluste hinnehmen muss..

    Alle mir bekannten Männer, die den Eingriff im Erwachsenenalter haben durchführen lassen, sprechen unisono von einem erheblichen Verlust des sexuellen Empfindungsvermögens direkt nach dem Eingriff. Im weiteren Zeitverlauf nimmt das restliche Empfinden durch die Keratinisierung der freigelegten Teile immer weiter ab. Nach mehreren Jahrzehnten kann dieser Verlust eben so stark ausgeprägt sein, dass sexuelle Funktionsstörungen das Resultat sind.

    Dies steht im krassen Kontrast zu den Männern die im Erwachsenen Alter sich Beschneiden liesen und komplett zufrieden sind und auch im Sexuellen sind, zufriedener als vor ihrer Beschneidung
    Wie kann das sein

    Hast du schon mal daran gedacht, dass solche Geschichten, gerade wenn man sie im Internet findet, komplett fingiert sein könnten? Es ist Teil des modus operandi von Circumfetischisten/Beschneidungsbefürwortern, solche Falschinformationen in die Welt zu setzen. Es ist numal eine biologische Tatsache, dass man mit Körperteilen, die einem amputiert werden, nichts mehr fühlen kann. Da die Vorhaut der sexualsensorisch empfindsamste Teil des Penis (siehe Sorrels) ist, sind solche Berichte meiner Meinung nach höchst unglaubwürdig. Die Amputation der Vorhaut kann nicht ohne Folgen für die sexualsensorische Kapazität des Penis sein.

    Ich meine wenn es wirklich nur durch die Nerven sind die bei der Beschneidung amputiert werden, dann müssten doch alle dieselben Probleme haben.

    Siehe oben. Es wird nicht bei jeder "Beschneidung" die gleiche Anzahl der erogenen Nervenenden amputiert.

    Ich glaube ich hatte bei meiner Beschneidung Glück im unglück da bei mir noch das Frenulum und ca 2,7 Cm innere Vorhaut vorhanden ist.

    Da hattest du noch relativ viel Glück würde ich behaupten. Circumfetischisten nennen diesen Stil der Beschneidung "high&tight" oder "high&loose", je nach Beweglichkeit/Hautreserve. Das ist eine deutlich bessere Grundlage, um z.B. Restoring zu betreiben.

    Kann man irgendwie rausfinden wieviel Cm an innere Vorhaut abhanden gekommen ist

    würde zu gern mal wissen wieviel ich im vergleich zu einem nicht Beschnittenen fühle


    Um zu wissen, wie viel innere VH dir wirklich fehlt, müsste man wissen, wie lang deine Vorhaut im intakten Zustand wäre. Ich würde behaupten, dass du als intakter Mann deutlich mehr fühlen würdest. Die Spitze der Vorhaut mit dem gefurchten Band und dem frenularen Delta hat die höchste Konzentration an erogenen Nervenenden bei einem intakten Mann. Gerade das Delta, also der Punkt, an dem das Frenulum in das gefurchte Band übergeht, ist für viele intakte Männer sowas wie der männliche G-Punkt. Leider werden diese Bereiche (gefurchtes Band + Delta) bei jeder Form der Beschneidung entfernt. Die innere Vorhaut weiter hinten nahe der Corona ist deutlich weniger empfindsam.

    Wer die Dokumentation "American circumcision" noch nicht gesehen hat, kann sie sich nun kostenlos auf der Seite tubitv.com unter folgenden Link anschauen:

    https://tubitv.com/movies/567364/american-circumcision

    Man braucht allerdings NordVPN und muss sich über den amerikanischen Zugangspunkt einwählen, da der Film für Europa geblockt ist. Zudem muss man den in NordVPN integrierten Adblocker deaktivieren. Danach kann man sich den Film anschauen. Da dieser Film sämtliche Verstümmelungsbefürworter wie Brian Morris oder Edar Schoen zeigt, möchte ich hiermit ausdrücklich eine Triggerwarnung aussprechen. Außerdem sind darin mehrere Szenen zu sehen, in denen die Schmerzensschreie von Babies zu hören sind, die ohne Anästhesie verstümmelt werden. Der Film ist wirklich starker Tobak.

    Alex Hardy war ein junger Brite, der sich nach einer radikalen Beschneidung im Alter von 23 das Leben genommen hat. Er hat die letzten Jahre seines Lebens in Kanada gelebt, wo ihm ein unaufgeklärter Urologe zur radikalen Beschneidung geraten hat, ohne über die Risiken aufzuklären. Er litt seit dem Eingriff an permanenten Schmerzen und beschreibt in seinem Abschiedsbrief, dass er mindestens 75% seines sexuellen Empfindungsvermögens eingebüßt hat. Die Mutter liest den Brief in folgendem Video vor:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Es ist wirklich bemerkenswert, wie gut seine geschilderten Erlebnisse mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Rolle der Vorhaut bei sexuellen Reflexen übereinstimmt. Er führt weiter an, dass er vor der Beschneidung ein "sexuelles Organ" hatte und danach nur noch einen gefühllosen Stock.

    Er findet das Ergebnis nun zwar optisch ansprechender, seine Sensibilität jedoch bewertet er als deutlich schlechter.

    Da hätte sich dieser eitle Gockel wohl mal besser informiert vor dem Eingriff. Der verlinkte Artikel spricht zwar von "medical reasons", diese kann ich auf dem einen Bild im Artikel aber nicht erkennen :) 2011 war vier Jahre nach Sorrels und er wusste, was er hatte.

    Der Herzinfarkt könnte auch mit den Drogen zusammenhängen. Aber auch mit den Anabolika. Man muss da nicht spekulieren.

    (Schwule) Pornodarsteller sind nicht gerade Profis im Älterwerden. Sie scheinen zu sterben wie die Fliegen. Gründe: viele Drogen Depressionen, STDs. Ihr Marktwert ist an ihr jugendliches Erscheinungsbild gekoppelt und schwindet recht schnell gegen Null wenn sie sich der 30 nähern, was viele in ein tiefes Loch fallen lässt.

    Also um ehrlich zu sein: Sowas habe ich noch nie gesehen. Und ich habe schon sehr viele Penisse gesehen. Eventuell ist dies ein extrem seltener Fall von Aposthie: https://en.wikipedia.org/wiki/Aposthia

    Man sieht an den Seiten Teile des gefurchten Bandes, allerdings ist das Frenulum so gut wie nicht erkennbar. Die Schafthaut scheint direkt mit der Eichel verbunden zu sein. Sowas habe ich schon bei besonders aggressiven Low&Tight Beschneidungen gesehen, allerdings noch nie an einem intakten Mann. Ich sehe auf dem Bild, welches die Unterseite zeigt, auch keine Narben. Bei beschnittenen Männern ist besonders dieser Bereich oft besonders stark vernarbt.
    Oft weitet sich die Vorhaut ja mit dem Peniswachstum etwas, weshalb sie in jungen Jahren und insbesondere in der Kindheit deutlich länger erscheint. Daher die Frage: Hat das schon immer so ausgeschaut? Hast du mal gezielt deine Eltern befragt?

    Ich Persoenlich finde, dass Beschnittene ein deutlich besseres Sexuelles Lustempfinden spueren als nicht Beschnittene
    Man kann den Hoehepunkt viel besser hinaus zoegern und somit viel besser den Sex geniesen...

    Das ist ein Trugschluss. Ein besseres Empfindungsvermögen zu haben, bedeutet auch, über mehr Kontrolle zu verfügen. Viele beschnittene Männer wissen oft nicht, wie weit sie noch vom Höhepunkt entfernt sind und werden oft vom Orgasmus überrascht. Intakte Männer hingegen haben durch das intensivere und vielfältigere Empfinden die Fähigkeit, auf der Welle von Gefühlen dem Orgasmus entgegen zu surfen. Dabei helfen die reflexogenen Nerven des gefurchten Bands und des Frenulum/frenularen Deltas. Weißt du, was "Edging" ist? Das können fast nur intakte Männer. Falls du schon volljährig bist, kannst du mal auf den entsprechenden Seiten nach diesem Begriff suchen.


    Viel mehr sind es Psychologische Ursachen weswegen man Gefuehlstaub wird.

    Dass die Vorhaut der sexualsensorisch empfindsamste Teil des Penis ist, gilt als wissenschaftlich gesichert. Die nervale Ausstattung der Vorhaut ist hochspezialisiert und sehr vielfältig.
    Es gab sogar mal eine Studie (Sorrels et al), bei der die Berührungsempfindlichkeit an verschiedenen Teilen des Penis bei intakten und beschnittenen Männern gemessen wurde.
    Hier ist das Ergebnis:

    [Blockierte Grafik: https://theweeklings.com/wp-content/uploads/Sorrells-Chart-copy.jpg]

    Fällt dir dabei etwas auf?


    Wenn ich mir einrede dass das 5 Sterne Menue nicht schmeckt... dann schmeckt es auch irgendwann nicht mehr.

    Mir hat mal ein im Erwachsenenalter beschnittener Mann sinngemäß folgendes gesagt: "Der Sex nach der Beschneidung mit einer hübschen Frau ist in etwa so, als würde man von einem fünf-Sterne-Menü essen ohne dass man dabei die entscheidenden Details schmecken kann. Die feinen Gewürze, die Soßen, die Schärfe, die Süßigkeit etc. Man sieht, dass das Essen lecker ist und weiß es auch, aber man kann es nicht mehr über den Geschmackssinn genießen".
    Das widerspricht sich ziemlich mit dem, was du sagst. Um zu "schmecken", braucht man den Geschmackssinn. Der vordere Teil der Zunge ist dafür mit den entsprechenden, spezialisierten Nervenenden ausgestattet. Genauso wie die Vorhaut (besonders die Spitze!) spezialisierte Nerven hat, um Sex zu genießen. Die menschliche Anatomie ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von einem sehr langen evolutionären Prozess.

    Auserdem Kompensiert das Gehirn viel.. zb die Angeblich fehlenden Nervenenden etc

    Ja, das ist richtig. Deswegen sind beschnittene Männer sexuell gesehen oft sehr "verkopft" und müssen sich auf mentale Stimulation stützen. Wenn der Kopf nicht mitmacht, geht oft nichts. Intakte Männer hingegen verfügen noch über alle sexuellen Reflexe und können sich deshalb beim Sex besser fallen lassen. Die angenehmen Gefühle entstehen durch die physikalische Stimulation und das Kopfkino ist dabei nur ein "Add-On". Intakte Männer sind "mehr in ihrem Körper", beschnittene Männer hingegen eher "in ihrem Kopf".

    Viele endecken dann andere erogene Zonen...

    Das kann gut sein. Jedoch braucht man für das Erleben eines Orgasmus immer noch den neuronalen Input des Penis. Weißt du, was Reflexe sind? Gerade die Vorhaut verfügt über Nerven, die nur dazu da sind, den Ejakulationsreflex zu triggern. Ich empfehle dir dazu die Lektüre von John R. Taylors Arbeiten.

    An die Unbeschnittenen.
    Wenn es schon so unangenehm ist mit der Nackten Eichel irgendwo beruehrt zu werden,
    ist dann der Sex mit zurueck gezogener Vorhaut nicht auch unangenehm

    Kurz und knapp: Nein. Die angenehmen Empfindungen aus der Vorhaut, insbesondere dem gefurchten Band und dem Frenulum, "übertönen" bei intakten Männern die protopathischen Reize aus der Eichel. Mit zunehmender Erregung werden die Empfindungen aus der Eichel schwächer, die aus der Vorhaut hingegen intensiver. John R. Taylor hat diesen Zusammenhang in seinen Arbeiten ausgiebig untersucht. Beschneidung stört diesen neuronalen Regelkreis durch die Entfernung der Vorhaut. Link zur Quelle habe ich gerade nicht griffbereit, kann aber bei Interesse nachgeliefert werden.

    Danke für den Tip. Allerdings suche ich immer noch einem Arzt, der mir sagen kann, wie meine Beschneidung und die Symptome aus rein physiologischer Sicht einzuordnen sind.

    Ich bin zwar kein Arzt und kann auch keine Empfehlung für deine Wohngegend aussprechen, aber eventuell hilft dir folgendes Diagramm etwas dabei, um den entstandenen Schaden einzuschätzen:

    [Blockierte Grafik: https://theweeklings.com/wp-content/upl…-Chart-copy.jpg]

    Wenn du mit Schaden den verlust an erogenen Gewebe meinst, kannst du ja mal überprüfen, was man dir von den roten und violetten Bereichen noch übrig gelassen hat.
    Davon abgesehen muss man natürlich auch noch in Betracht ziehen, dass die Eichel nun durch den fehlenden Schutz der Vorhaut zu einem externen Organ gemacht wurde und der natürliche Gleitmechanismus bei sexueller Betätigung ebenfalls abhanden gekommen ist. Die letzten beiden Punkte könnten durch Restoring wieder rückgängig gemacht werden. Beim alleinigen Schutz der Eichel könnte dir ein Manhood dienlich sein: https://manhoodcanada.com/shop

    Wenn man einen Arzt um die Abschätzung der durch eine Beschneidung entstandenen Schäden bittet, ist leider zudem damit zu rechnen, dass man keine ehrliche Antwort bekommt und die Probleme auf die Psyche geschoben werden. So erging es leider schon einigen Benutzern aus diesem Forum. Zudem gibt es offenbar tatsächlich noch einige Ärzte, die die Bedeutung der Vorhaut für das sexuelle Erleben entweder leugnen oder nicht kennen. Einen Versuch ist es natürlich wert. Falls der Arzt ausweicht und dich "gaslighten" will, kannst du ihm ja die obige Grafik in die Hand drücken. Viel Glück!

    Na ja, am Frenulum wurde sehr wohl etwas gemacht. Das schaut keineswegs natürlich aus auf den Bildern. Wenn die Vorhautspitze bzw. das gefurchte Band für eine Teilbeschneidung amputiert wird, wird immer mindestens auch das frenulare Delta mit abgeschnitten. Das ist der Bereich, in dem das Frenulum in das gefurchte Band mündet. Deshalb ist es ja auch ein Delta :) Zudem sieht es bei dir so aus, als wäre das Frenulum zudem der Länge nach durchgeschnitten worden. Die Frage, warum dies passiert ist, finde ich auch sehr interessant. Einen medizinischen Grund kann ich mir dafür nicht vorstellen. Übrigens ist gerade das frenulare Delta ein Bereich mit exquisit erotischen Qualitäten. Immerhin hat man dir noch reichlich innere Vorhaut gelassen.

    Übrigens lädt Bild Nr. 3 bei mir nicht. Ich sehe nur die Miniaturansicht.

    Was mich mal interessieren wuerde ist,
    ist das Sexuelle Gefuehl das selbe wie im Intakten Zustand nur weniger stark?
    oder ist es komplett anders?

    Sexuelle Empfindsamkeit ist bei intakten Männern multidimensional. Die Vorhaut sorgt für sehr spezifische, eigene Gefühle. Das Gesamtergebnis ist ein Orchester aus Gefühlen. Beschneidung entfernt nicht nur einen großen Teil der wichtigen Instrumente, sondern trübt auch die Wahrnehmung dessen, was noch bleibt.

    Dein Arzt hat dich ganz klar übers Leder gezogen. Die Bilder zeigen eine klassische low&tight-Beschneidung, bei der das Frenulum durchtrennt wurde. So schaut es bei den meisten der Betroffenen hier im Forum übrigens auch aus. Dieser Arzt gehört ganz klar vor Gericht gezogen.

    Ich berichte mal weiterhin ob es sich entzündet oder ob das abheilt. Zum Glück habe ich eine sehr verständnisvolle Partnerin der es egal ist wie er am Ende aussieht.

    Ohne dir jetzt Angst machen zu wollen: Ich kann vor allem nur für dich hoffen, dass "er" nach dem Abheilen noch einigermaßen funktioniert, von der Optik mal abgesehen. Bei Low&Tight wird leider nunmal am meisten erogenes Gewebe entfernt.

    Ich hoffe, du hast vor Gericht gegen diesen Kurpfuscher Erfolg!

    Die österreichische Gesetzeslage ist mir nicht bekannt, aber hierzulande wäre dank dem unsäglichen §1631d leider nicht viel zu holen.

    Davon abgesehen ist Verstümmelung Verstümmelung. Ob die religiösen Vorschriften die Entfernung des Frenulums vorsehen, wäre vor Gericht irrelevant, sofern es um den Tatbestand der Körperverletzung geht. Leider ist "Beschneidung" davon seit 2012 ausgenommen, obwohl es sich um die schlimmste Art der Körperverletzung handelt, die man sich nur vorstellen kann.

    Ich schaue hier nach wie vor noch ab und an mal rein und will mich speziell zu diesem Thema noch mal einklinken.
    Die harte, grausame Realität ist leider, dass es auch genug Fälle gibt, in denen Restoring leider wenig bis gar keine Verbesserungen gerade hinsichtlich des Empfindungsvermögens bringt. Gerade bei dem hierzulande üblichen low&tight-Beschneidungsstil ist oft nicht mehr viel zu holen.

    Ich habe noch mal etwas gezielter recherchiert und mir speziell Fälle von Männern angeschaut, die im Internet begeistert über ihre Restoring-Ergebnisse berichten. Die Ausgangslage von Männern, die von Erfolgserlebnissen berichten, war oft so, dass nach der Beschneidung noch sehr viel innere Vorhaut und oft ein nahezu intaktes Frenulum vorhanden waren. Dies ist ein klarer Gegensatz zu den hierzulande üblichen low&light-Beschneidungen. Man muss sich immer vor Augen halten, dass solche Berichte oft von Amerikanern stammen, die über keinerlei Erfahrungen mit intakten Genitalien verfügen. Die meisten dieser Männer sind heterosexuell und wurden im Säuglingsalter beschnitten. Dadurch neigen viele dazu, übertriebene Angaben zu machen. Wunschdenken und das Klammern an Strohhalme spielen hier ebenso eine Rolle.

    Es ist leider so, dass bei einer Beschneidung die empfindsamsten Teile des Penis irreversibel amputiert oder zerstört werden. Ich verweise hierbei nochmals auf das Ergebnis der Sorrels-Studie aus dem Jahr 2007: https://theweeklings.com/wp-content/upl…-Chart-copy.jpg
    Wie man leicht sieht, sind die Nervenenden der Vorhaut in den Teilen besonders konzentriert, die durch Beschneidung entfernt werden. Laut Ken McGrath machen allein diese Teile 75-80% des sexuellen Empfindungsvermögens aus. Restoring kann demzufolge nur dabei helfen, die restlichen 20-25% wieder zu resensibilisieren.

    Ich will mit diesem Beitrag niemanden demotivieren oder vom Restoring abraten. Man sollte allerdings anerkennen, dass es eben auch Fälle gibt, in denen es so gut wie nichts bringt. Ein Versuch ist es allemal wert.

    Guten Rutsch euch allen!