Beiträge von ZeroGravity

    Danke für die schnellen und ehrlichen Antworten! – das hilft wirklich. Ich möchte hier ausführlich auf eure Punkte eingehen und auch erklären, warum ich es bisher nicht habe machen lassen bzw. so lange gewartet habe. Vielleicht hilft das auch anderen, die in einer ähnlichen Situation stecken.

    Zu meiner Vorgeschichte und warum keine frühere OP

    Ich habe die Phimose tatsächlich schon seit ca. meinem 15. Lebensjahr. Über viele Jahre hat sie mir kaum Beschwerden gemacht – kein Brennen, keine wiederkehrenden Entzündungen, Sex war (mit etwas Vorsicht) möglich. Deshalb habe ich sie lange einfach so gelassen. Im Forum und anderswo liest man ja öfter: „Wenn sie keine Probleme macht, lass sie einfach“ – und genau das habe ich gemacht.


    Vor etwa einem Jahr wurde es dann langsam unangenehmer (vor allem beim Wasserlassen), und ich habe konsequent ein Jahr lang mit Kortison-Creme + regelmäßigem Dehnen versucht, es besser zu bekommen. Leider null Erfolg. Die Verengung war einfach zu stark.


    skynet1 & Hickhack – Ja, voll einverstanden. Im Nachhinein wäre es besser gewesen sich eher darum zu kümmern.

    Ich denke ich habe mich entschieden, die OP bei Dr. I. in Bielefeld zu machen. Der Arzt hat wirklich nur sehr gute Bewertungen und einen top Ruf, das gibt mir Sicherheit.

    Ich werde den Arzt nochmal anrufen und ein paar Fragen klären. Ich bin erstmal froh, dass er diese Art von Beschneidung überhaupt anbietet. Ein anderer Urologe bei dem ich war, wollte nur die komplette Beschneidung durchführen.


    Das schriftlich festzuhalten ist eine gute Idee, werde ich so machen.

    Vollnarkose finde ich übertrieben. Hast du es eigentlich schon mal mit dehnen probiert?

    Ich musste mich vor über 20 Jahren aufgrund einer vernarbten und entzündeten Phimose beschneiden lassen, dabei wurde nur das notwendigste entfernt. Habe noch ca. 2,5 cm innere Vorhaut und Frenulum, Eichel ist (schlaff) etwa zur Hälfte bedeckt (selten auch zwei Drittel), oft liegt sie aber auch im Wulst hinter der Eichel. Probleme mit Empfindung habe ich keine.

    ich bin deiner Meinung, aber ich habe schon öfters - auch hier im Forum - den Tipp gelesen, dass man eine Phimose so lassen kann, wenn sie keine Problem macht und dass eine Beschneidung sinngemäß das Ende der Welt ist. 🤷

    ja, wenn diese geschädigter ist als ursprünglich angenommen

    Weitgehend ist vielleicht zu viel, es bleibt ein guter Teil erhalten. Dies am besten vorab klären und schriftlich festhalten.

    Das ist beruhigend zu hören. Hoffentlich läuft das bei mir genau so ab. Ich danke euch erstmal für eure Antworten und ich werde mich melden wenn ich die OP hinter mir habe oder sich noch etwas anderes ergeben sollte :) Wird schon schiefgehen

    Hey,

    ich wende mich mit einigen Fragen zu meiner bevorstehenden Phimose-Operation an euch. Bei mir liegt eine ausgeprägte Phimose vor – laut meinem Urologen sogar die stärkste Ausprägung. In zwei Wochen soll ich unter Vollnarkose beschnitten werden. Ich habe dem Arzt ausdrücklich mitgeteilt, dass mir sehr daran gelegen ist, so viel Vorhaut wie möglich zu erhalten.

    Der behandelnde Arzt, Herr Dr. I. aus Bielefeld, genießt einen hervorragenden Ruf – nahezu 99 % positive Bewertungen. Er hat auf mich einen sehr kompetenten und sympathischen Eindruck gemacht. Wir haben uns auf eine Teilbeschneidung geeinigt. Meinen ursprünglichen Wunsch nach einer Triple-Inzision hat er mit guten Argumenten abgelehnt.

    Eine Sache hat mich jedoch etwas verunsichert: Als ich meine Sorge äußerte, dass durch die Entfernung zu viel Haut ernsthafte Einbußen der Sensibilität entstehen können, wirkte er, als höre er davon zum ersten Mal. Er fragte mich, woher ich diese Information habe. Ich berichtete ihm von einem Artikel in „Men’s Health“, Erfahrungsberichten in Beschneidungsforen und YouTube-Videos, in denen Männer von deutlichen Sensibilitätsverlusten und sogar depressiven Verstimmungen nach der Operation sprachen. Daraufhin meinte er lediglich, ich solle nicht alles glauben, was im Internet stehe, und dass alle seine Patienten sehr zufrieden seien.

    Gerade als erfahrener Facharzt müsste er diese Problematik doch kennen. Deshalb habe ich noch einige konkrete Fragen:

    1. Besteht bei einer Teilbeschneidung die Möglichkeit, dass während der Operation (z. B. bei starken Verklebungen) doch auf eine vollständige Beschneidung umgeschwenkt wird?
    2. Bleibt bei einer Teilbeschneidung das Frenulum (Bändchen) sowie das sensible innere Vorhautblatt weitgehend erhalten? Der Arzt sagte, im ungünstigsten Fall müsse ein Stück Vorhaut von etwa Daumenlänge entfernt werden. Das erscheint mir persönlich recht viel.

    Zusätzlich wäre mir eine lokale Betäubung deutlich lieber, doch der Arzt führt den Eingriff ausschließlich unter Vollnarkose durch. Damit könnte ich mich arrangieren, wenn es nicht anders geht. Ich leide seit etwa zwei Jahren unter starken Schmerzen beim Wasserlassen und bin daher froh, dass endlich Abhilfe geschaffen wird. Gleichzeitig habe ich jedoch große Angst, nach der Operation deutlich weniger empfinden zu können.

    Ich bin 36 Jahre alt und habe die Phimose seit etwa meinem 15. Lebensjahr. Bis vor zwei Jahren hat sie mir kaum Probleme bereitet.

    Ich wäre euch sehr dankbar für eure Einschätzungen und Ratschläge.

    Vielen Dank schon im Voraus! :saint::)


    noch eine kleine Ergänzung: Ich habe viel über die Urologen aus Münster gelesen. Die bieten Vorhauterhaltende, minimalinvasive Operationen an. Meine Beschwerden sind allerdings mittlerweile so stark, dass ich nicht so lange auf einen Termin warten kann. Bin etwas ratlos was ich nun genau tun soll.