Jetzt geht die Jüdische Allgemeine auf die Entwicklung in Belgien ein.
Das ist nicht normal
Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt
Stimmt, habe ich gedacht: Normal ist das nicht.
Dass man dem gesunden Nachwuchs Teile des Genitals kaputt macht, ein solchermaßen widersinniges Verhalten, das ist nicht normal. Das gibt es bei keiner Tierart. Und auch bei der großen Mehrheit der Menschen nicht.
Allerdings ist die Einleitung irreführend. Sluszny bezieht das nicht auf BGM, sondern auf den besonderen Schutz jüdischer Einrichtungen in Belgien.
Normal ist, dass blutige Operationen durch Ärzte durchgeführt werden. Meistens durch Fachärzte, durch Chirurgen, Hautärzte, Urologen, Orthopäden...
Durch Menschen, die die allgemeine Hochschulreife erlangt haben mit einer ausreichenden Note (strenger NC), mindestens eine intensive, sechs Jahre und drei Monate dauernde Ausbildung durchlaufen haben und dann die ärztlichen Prüfungen bestanden haben.
Und dann ggf. noch die Facharztausbildung, s.o.
Das ist normal! (Und das ist gut so)
Und war es bis 2012 in Deutschland auch. Dann hat man ein Sonder-Extrawurst-Gesetz geschaffen, was bei einer einzigen Operation erlaubt, (und dann noch geschlechtlich diskriminierend) dass diese durch eine Person, die kein Arzt ist und deren Qualifikation nicht staatlich überwacht wird durchgeführt werden darf.
In Belgien gilt immer noch, dass Operationen nur durch Ärzte durchgeführt werden dürfen. Ohne unsinnige Ausnahme. Das ist auch im Sinne des Patientenschutzes völlig logisch.
Es gibt überhaupt keinen Grund, sich darüber aufzuregen. Aber seit Wochen wird da Druck gemacht. Bin gespannt, ob Belgien einknickt.
Bis jetzt hat diese Taktik noch immer geklappt, allerdings sind die Belgier als Dickköpfe bekannt, hoffentlich halten sie stand!
Regina Sluszny hackt dann noch ordentlich auf "diesem Herrn Friedman" herum "der der jüdischen Gemeinschaft nur Ärger bereitet".
Zitat von Sluszny
Wenn man keine Juden mehr hier haben will, braucht man nur die Brit Mila verbieten, voilà.
Als ob in Belgien um ein Verbot der Jungenverstümmelung ginge! Nein! Die ist (leider) auch in Belgien erlaubt. Es geht um Qualifikation, Ausbildung, hygienische Standards, staatliche Kontrolle, Sicherheit.
Diese "Drohung" "Dann müssen wir gehen!" kennen wir noch von 2012. Es bleibt jedem Menschen überlassen, ob er in einem Land leben möchte wo Kinder ohne geschlechtliche Diskriminierung vor Genitalverstümmelung geschützt werden. Wer das nicht möchte wird nicht aufgehalten werden. Aber darum geht es z.Zt. in Belgien (leider) nicht.
Und dann wird mal wieder die wahre Motivation der Gegner von GM in Frage gestellt, der abgedroschene Wahtaboutismus mit dem Piercing, irgend was in der Art musste kommen, man hätte darauf wetten können.
Zitat
Es gibt Leute, die sagen, man sollte die Beschneidung stärker regulieren, zum Schutz der Kinder. Was erwidern Sie?
Ich bin einverstanden. Aber darum geht es hier nicht. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Piercings sind auch erlaubt, sie sind legal.
Ei, wer macht denn Genitalpiercings bei Kindern? Z.B. einen Ring durch die Klitorisvorhaut bei einem acht Tage alten Mädchen? Und was passiert,wenn so etwas bekannt wird?
Die Hölle bräche los!
Piercing bei nicht zustimmungsfähigen Kindern gehören verboten! Auch bei Piercings kann es zu schwerwiegenden Infektionen kommen, im Extremfall kann ein Kind anschließend lebenslang ein Pflegefall sein, alles schon vorgekommen. Schluss mit dem Quatsch!