Zitat
Warum hat sich die Beschneidung als legitime medizinische Behandlung etabliert?
Weil sie tatsächlich eine ist! Genau, wie die Amputation eines Beines unter bestimmten Umständen eine legitime medizinische Behandlung sein kann.
Es gibt Erkrankungen, wo eine Zirkumzision eine angemessene Therapieform ist.
Es gibt auch Erkrankungen, wo ein chirurgischer Eingriff an den weiblichen Genitalien eine angemessene Therapieform ist.
Es gab schon in grauer Vorzeit die Bemühungen von Stammesgemeinschaften Kinder auf vielfältigste Art irreversibel körperlich zu markieren. Damit sie nie vergessen sollen "zu wem sie gehören". Damals wurden Kinder als Eigentum der Eltern betrachtet. Außer Ermorden und Sex durften Eltern mit ihren Kindern alles machen.
Diese Markierungen waren immer als Abgrenzung gedacht. Wir hier (die Guten!) und dort die anderen (die Feinde?) Im Grunde waren sie ein Symptom für Fremdenangst.
An den Genitalien sollten sie "Mischehen" vorbeugen. Der intakte Mann, die intakte Frau wurden als "unrein" dämonisiert. Davor sollte man/frau sich hüten.
Das führt dann zu einem Täter-Opfer-Kreislauf. Dadurch, dass man selbst zum Täter wird streift man die Opferrolle ab - denn andernfalls müsste man sich ja eingestehen, dass man zu einem Opfer geworden ist.
Es ist für Eltern, die ja eigentlich einen natürlichen Schutzinstinkt gegenüber ihrem Kind haben, die es vor Schmerzen und Risiken bewahren wollen sehr schwer aus diesem Kreislauf auszubrechen weil dann meistens ein enormer Druck von Verwandtschaft und "Community" einsetzt, die sich durch eine Verweigerung angeklagt fühlen würden.
In einer Zeit, wo Kinderrechte ernster genommen werden zwingt das dann zu Legitimierungsversuchen. Und so ist die "Beschneidung" gesunder Kinder seit Jahrhunderten eine Heilung, die verzweifelt nach einer Krankheit sucht, früher war es die Masturbation, die vermeintlich zur Gehirnerweichung führte und sowieso als sündig angesehen wurde, Lähmungen, Epilepsie u.v.a.m. heute dichtet man eine Prophylaxe von HIV, Penis- und Zervixkarzinom herbei.
Ganz wie Sander Gilman sagte: "Die HIV-Infektion in Afrika ist in Wahrheit die Masturbation des 20. Jahrhunderts". Inzwischen schon des 21. Jahrhunderts.
Es ist eine Verhöhnung der Logik, dass die Evolution die Vorhaut entwickelt hätte um das menschliche Geschlecht zu schädigen. Wenn die Vorhaut mehr Schaden als Nutzen erzeugen würde - gäbe es sie nicht. Und das hat nichts mit der Erfindung der Bekleidung zu tun.
Es ist alles so einfach durchschaubar - aber nur wenige trauen sich den Elefanten im Wohnzimmer überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn über ihn zu sprechen.
Die Politik und die Medien haben das Thema inzwischen entweder fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel - oder sie betreiben Verharmlosung ( wie gerade erst der Standard) oder geißeln Kritik an der Verstümmelung. Und an unseren Schulen wird die Jungenverstümmelung kritiklos als gaaanz wichtig! dargestellt. Weil die Politik Angst hat, dass ihr der §1631d auf die Füße fallen könnte. Der Kinderverrat vom 12.12.2012 soll vertuscht und vernebelt werden.
Und die "pseudomedizinische" bzw medizynische Vorhautamputation von Jungen mit physiologischer Phimose die lange Zeit gängige Praxis war wurde den geldgierigen Ärzten durch "Argumente" wie: "die Juden und die Muslime machen das doch auch mit ihren Jungen - das ist überhaupt kein Problem!" erleichtert.