Beiträge von Selbstbestimmung

    Ein Mädchen meldet sich und fragt: „Was ist eigentlich Beschneidung"?


    ...vor ihnen sitzen ca. 30 Grundschüler zwischen 10 und 11 Jahren. Ein Mädchen meldet sich und fragt: „Was ist eigentlich Beschneidung"?
    Sie blicken etwas irritiert im Raum herum; sehen in die vor Schreck geweiteten Augen der Klassenlehrerin, hören, wie nach und nach alle aufgeregt zu tuscheln beginnen.

    Zitat

    Und man muss den Besuchern einen Zugang zu einer Welt vermitteln, die ihnen doch sehr fremd ist. Zu einer anderen Religion...

    Und wie wird den Kindern jetzt der Zugang zu Genitalverstümmelung vermittelt?

    Das wird leider verschwiegen.

    Scheint leider familiär gehäuft zu sein, wessen Vater meist keine Beschneidung brauchte der hat selber meist auch keine weil die Vorhaut meist genetisch sehr locker ist.

    Das muss nicht unbedingt an den Genen liegen Das kann auch mit einer anderen Einstellung des Vaters zu tun haben, nach dem Motto: "das hat mir nicht geschadet (obwohl ich keine Vergleichsmöglichkeit hatte), dann wird es ihm auch nicht schaden"

    Oder: "Dann ist mein Sohn da unten wie ich!"

    Ein Vater, der seine eigene Vorhaut zu schätzen weiß ist vielleicht eher gegenüber dem zirumzisions- bzw geldgeilen Arzt kritisch.

    Zitat

    Warum hat sich die Beschneidung als legitime medizinische Behandlung etabliert?

    Weil sie tatsächlich eine ist! Genau, wie die Amputation eines Beines unter bestimmten Umständen eine legitime medizinische Behandlung sein kann.

    Es gibt Erkrankungen, wo eine Zirkumzision eine angemessene Therapieform ist.

    Es gibt auch Erkrankungen, wo ein chirurgischer Eingriff an den weiblichen Genitalien eine angemessene Therapieform ist.

    Es gab schon in grauer Vorzeit die Bemühungen von Stammesgemeinschaften Kinder auf vielfältigste Art irreversibel körperlich zu markieren. Damit sie nie vergessen sollen "zu wem sie gehören". Damals wurden Kinder als Eigentum der Eltern betrachtet. Außer Ermorden und Sex durften Eltern mit ihren Kindern alles machen.

    Diese Markierungen waren immer als Abgrenzung gedacht. Wir hier (die Guten!) und dort die anderen (die Feinde?) Im Grunde waren sie ein Symptom für Fremdenangst.

    An den Genitalien sollten sie "Mischehen" vorbeugen. Der intakte Mann, die intakte Frau wurden als "unrein" dämonisiert. Davor sollte man/frau sich hüten.

    Das führt dann zu einem Täter-Opfer-Kreislauf. Dadurch, dass man selbst zum Täter wird streift man die Opferrolle ab - denn andernfalls müsste man sich ja eingestehen, dass man zu einem Opfer geworden ist.

    Es ist für Eltern, die ja eigentlich einen natürlichen Schutzinstinkt gegenüber ihrem Kind haben, die es vor Schmerzen und Risiken bewahren wollen sehr schwer aus diesem Kreislauf auszubrechen weil dann meistens ein enormer Druck von Verwandtschaft und "Community" einsetzt, die sich durch eine Verweigerung angeklagt fühlen würden.

    In einer Zeit, wo Kinderrechte ernster genommen werden zwingt das dann zu Legitimierungsversuchen. Und so ist die "Beschneidung" gesunder Kinder seit Jahrhunderten eine Heilung, die verzweifelt nach einer Krankheit sucht, früher war es die Masturbation, die vermeintlich zur Gehirnerweichung führte und sowieso als sündig angesehen wurde, Lähmungen, Epilepsie u.v.a.m. heute dichtet man eine Prophylaxe von HIV, Penis- und Zervixkarzinom herbei.

    Ganz wie Sander Gilman sagte: "Die HIV-Infektion in Afrika ist in Wahrheit die Masturbation des 20. Jahrhunderts". Inzwischen schon des 21. Jahrhunderts.


    Es ist eine Verhöhnung der Logik, dass die Evolution die Vorhaut entwickelt hätte um das menschliche Geschlecht zu schädigen. Wenn die Vorhaut mehr Schaden als Nutzen erzeugen würde - gäbe es sie nicht. Und das hat nichts mit der Erfindung der Bekleidung zu tun.

    Es ist alles so einfach durchschaubar - aber nur wenige trauen sich den Elefanten im Wohnzimmer überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn über ihn zu sprechen.

    Die Politik und die Medien haben das Thema inzwischen entweder fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel - oder sie betreiben Verharmlosung ( wie gerade erst der Standard) oder geißeln Kritik an der Verstümmelung. Und an unseren Schulen wird die Jungenverstümmelung kritiklos als gaaanz wichtig! dargestellt. Weil die Politik Angst hat, dass ihr der §1631d auf die Füße fallen könnte. Der Kinderverrat vom 12.12.2012 soll vertuscht und vernebelt werden.


    Und die "pseudomedizinische" bzw medizynische Vorhautamputation von Jungen mit physiologischer Phimose die lange Zeit gängige Praxis war wurde den geldgierigen Ärzten durch "Argumente" wie: "die Juden und die Muslime machen das doch auch mit ihren Jungen - das ist überhaupt kein Problem!" erleichtert.

    Jetzt wird also auch noch KI und High-Tech eingesetzt:


    52-year-old Von Schnurbein has excellent connections with Jewish communities and organizations in Europe and North America.

    Zitat

    Most recently, von Schnurbein’s team organized the first-ever “Tikkun Tech Hackathon.” The two-day event brought together 120 representatives from governments and civil society with technology experts from Europe, Israel, and the U.S. to discuss how innovative methods in the online sphere and AI tools can be used to reduce antisemitic bias. Several projects received awards; they are now set to be implemented by the social media giants Meta and TikTok.

    Und da wir wissen, was Schnurbein unter "reduce antisemitic bias" ganz wesentlich versteht, nämlich "strategizing on how to confront bans on kosher slaughter and male circumcision."....


    müsste man sich über eine inflationäre Zunahme von genitalverstümmelungsverherrlichenden Beiträgen in den "sozialen" Medien nicht wundern.


    Wohlgemerkt, es ist gut und richtig sich gegen Antisemitismus einzusetzen. Aber nicht, wenn man darunter Förderung von Akzeptanz gegenüber Genitalverstümmlung von Kindern versteht. Oder die Bekämpfung von Kritik an BGM. Letzteres ist kein Antisemitismus. Der Einsatz für das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist nicht Anti- sondern Pro.

    Ich glaube das Homosexuelle Männer sich noch mehr aktiv mit ihrem Genital und den ihrer Partner beschäftigen. Das führt vielleicht auch zu einer höheren Zahl an freiwilligen Körpermodifikationen als Erwachsene.

    Möglich. Z.T geht das auch in Richtung Fetischismus. Es gibt da einen "Club" im Internet mit bezeichnendem Namen. Ist verpartnert mit einem hier einschlägig bekannten Fetisch-Forum. Ich erinnere mich, dass da vor etlichen Jahren einige Leute angemeldet waren. Ich hätte mich da nicht anmelden können, zur Anmeldung musste man per Nacktfotos beweisen, dass man vorhautlos war. Da ging es um den Fetisch "vorhautloser Penis", das war da Kult. Und nach Aussage eines angemeldeten waren die Teilnehmer zu geschätzt 95% homo- oder bisexuell. Da ging es auch um "Dominanz und Unterwerfung", da wurden "Sklaven" gesucht..

    Ich habe da kein Problem mit, mein Motto: "Jedem das seine!". Der Knackpunkt ist der, wo es um Kinderrechte geht. Dort wurde man z.T. angegangen, wenn man sich für Kinderrechte einsetzte.

    Was Homosexualität angeht bin ich Outsider, ich habe nur den Eindruck, dass es unter schwulen Männern zwei Lager gibt. Männer, die sich entschieden für genitale Autonomie einsetzen und dann die vom Typ Volker Beck, die sich vehement, geradezu fanatisch. dagegen einsetzen. Aber diese Lager gibt es eben bei den Heteros auch. Aber bei heterosexuellen Männern gibt es wohl nicht diese Faszination des vorhautlosen Penis, die es bei einem Teil der schwulen Männer offensichtlich gibt.

    Beschneidung macht keine Schwulen.

    Das habe ich ja auch gesagt:

    Zitat

    Völlig klar ist natürlich, dass es jede Menge intakte Schwule und vorhautlose Heteros gibt, es also kein Automatismus ist.


    Zitat

    ...dass es beim eigentlichen Geschlechtsverkehr von Mann und Frau für die Frau nicht so relevant ist, ob der Penis eine Vorhaut hat oder nicht.

    Da gibt es durchaus Frauen, die das anders sehen. Die den Sex "ohne" rauer, härter, unangenehmer finden, jene Männer wurden so hart stoßen... und natürlich auch Frauen die vorhautlose Männer bevorzugen (vielleicht, weil sie in ihrem "Kulturkreis" auf nichts anderes stoßen oder weil ihnen von Kindesbeinen eingeimpft wurde, dass Vorhaut igittpfuibah ist, Krankheiten und den Tod durch Cervixkarzinom brächte).

    Und nach meiner Erfahrung beschäftigen sich nicht nur Männer, sondern auch Frauen ganz gerne mit der Vorhaut des Partners.

    In Amerika dürfte der Anteil der schwulen Männer nicht höher sein, als im Rest der Welt.

    Du meinst sicher in den USA. In Südamerika ist die Beschneidungsrate niedrig.

    Das ist nicht vergleichbar! In den USA wurden zeitweise 90% der Jungen verstümmelt.

    Das ist gerade Europa auf den Kopf gestellt: Nicht der Vorhautlose war der "Sonderling", sondern der Intakte.

    Am besten wäre man würde das mal statistisch untersuchen. Denn sonst ist alles Spekulation. Aber bitte nicht von Herrn Voß! :P

    Sehr gutes Motto! Das sollte für alle Arten von Kindesmissbrauch gelten. Auch für alle medizinisch nicht notwendigen Elternwunsch-Operationen an Kindern, ganz besonders an den Genitalien. Geschlechtsunabhängig.

    Und wenn der Betroffene nicht zustimmungsfähig ist heißt das NEIN!


    Künftig solle das „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip gelten, mahnt Kerstin Claus In ihrem ersten Bericht an. Eine weitere Forderung könnte vor allem für die Kirchen heikel werden.


    Zitat

    Heikel für die beiden großen Kirchen in Deutschland könnte die Forderung von Claus werden, Missbrauchsopfern für datenschutzrechtliche Beschwerden den Rechtsweg vor staatlichen Gerichten zu ermöglichen.


    Aber wenn es nur christliche Kirchen betrifft ist das doch kein Problem! Aber anderen Religionsgemeinschaften, denen möchte man auf keinen Fall zu nahe treten.

    Mit dem §1631d BGB hat der Gesetzgeber das Gegenteil bewirkt, er dem Rechtsweg wegen eines Vorhautraubs den Boden entzogen.

    Conclusions

    Most non-retractility of the foreskin in childhood is physiological and resolves spontaneously, and should be managed with reassurance rather than intervention. For boys who genuinely require treatment for symptomatic phimosis, topical corticosteroids are an effective first-line option. They probably improve or resolve phimosis in the majority of non-scarred cases, appear safe when used in short, localized courses, are inexpensive, and are well accepted, and they allow most boys to avoid circumcision and retain the prepuce. Accordingly, international guidelines now recommend a topical corticosteroid as first-line therapy for primary symptomatic phimosis, reserving surgery for pathological (scarred) phimosis and balanitis xerotica obliterans, for treatment failures, and for boys with specific urological indications. On current evidence, a trial of topical corticosteroid is therefore a reasonable first-line treatment for symptomatic phimosis in boys, with careful clinical vigilance for the minority whose disease reflects underlying lichen sclerosus.

    intaktiv e.V.
    Eine Stimme für genitale Selbstbestimmung
    intaktiv.de

    beschneidung-von-jungen.de

    ARGUS-Kinderschutz

    prepuce.ch
    Genitale Selbstbestimmung
    prepuce.ch
    vorhaut.eu - Fehldiagnose Phimose
    Jeder 7. Junge in Deutschland wird medizinisch beschnitten - Eltern aufgepasst! Alles zur Jungenvorhaut!
    vorhaut.eu

    Bruchim - Jews Opting Out of Circumcision

    Home
    Doctors Opposing Circumcision provides professionals and parents with complete, accurate information on circumcision, the foreskin, and relevant ethics.
    www.doctorsopposingcircumcision.org

    Organisers said a 14-member medical team led by an MBBS doctor circumcised 210 children aged between five and 15 and provided them with free medicines.

    Na bitte, ein Doktor der Medizin!

    Zitat

    At least 50 children developed infections and bleeding after a medical team circumcised 210 boys during a one-day free programme on St Martin’s Island, with two children requiring referral to Teknaf for advanced treatment.

    Also eine Quote von rund 25%. Angeblich git es ja solche Komplikationsraten nur bei Mädchen...

    He [Enamul Haq, medical officer] said two children were admitted to the hospital in critical condition.

    Repeated attempts to contact the doctor who led the circumcision programme for comment went unanswered.

    Der wird sich sagen: "Aber das war doch gratis, völlig umsonst!" :S

    "Umsonst", in jeglichem Sinne. Die Beschneidung nützt keinem gesunden Jungen etwas.

    Schmerzen, Blutungen, Infektionen, Komplikationen bei Heilung und mögliche langfristige Folgen sind keine theoretischen Randthemen. Auch die psychische Erfahrung, dass Erwachsene über den intimsten Körperbereich verfügt haben, lässt sich nicht einfach wegdefinieren.

    Hinzu kommt ein grundlegender Konflikt: Eine religiöse oder kulturelle Zugehörigkeit kann später frei gelebt werden. Die entfernte Vorhaut kann nicht später frei wiederhergestellt werden. Das Kind verliert durch die frühe Beschneidung gerade die Wahlmöglichkeit, die Erwachsene für sich selbstverständlich beanspruchen. Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie ist aber nicht das Recht Erwachsener, eine irreversible religiöse Markierung am Körper eines nicht zustimmungsfähigen Menschen durchzusetzen.

    Der Gesetzgeber hat diesen Konflikt nicht überzeugend gelöst. Er hat ihn zugunsten organisierter Interessen verschoben und Jungen einen geringeren Schutzstandard zugemutet. Das ist keine ausgewogene Gleichstellungspolitik, sondern eine rechtliche Mogelpackung: Man beschwört das Kindeswohl, erlaubt aber genau den Eingriff, dessen Notwendigkeit bei einem gesunden Kind fehlt.

    Zitat

    Die eigentliche Frage lautet nicht, welche Tradition politisch besonders geschützt werden soll. Sie lautet: Welches Recht hat ein Kind auf seinen eigenen Körper? Ein freiheitlicher Rechtsstaat sollte diese Frage nicht nach Geschlecht beantworten. Körperliche Unversehrtheit darf für Jungen kein nachrangiges Grundrecht sein.

    MANNdat fordert deshalb eine Debatte, die den Betroffenen ins Zentrum stellt – nicht die Empfindlichkeiten von Verbänden und nicht die Bequemlichkeit eines Gesetzgebers, der Konflikten ausweicht. Bis Jungen selbst informiert und frei entscheiden können, ist Zurückhaltung kein Angriff auf Religion, sondern Respekt vor dem Menschen, dessen Körper betroffen ist

    Beide Spezialisten lehnen eine präventive Beschneidung klar ab. Krebs fügt an: «Es gilt der Grundsatz, nur Operationen durchzuführen, die dem Patientenwohl dienen.»

    Aber der dt. Bundestag sah es seltsamerweise so, dass Genitalverstümmelung im Regelfall dem Kindeswohl diente.

    "Patient" kommt von lat. "patiens", leidend. Die meisten Jungen die verstümmelt werden leiden an nichts.

    Die Verstümmelung selbst erzeugt dann aber Leid. In Form von Angst und Schmerzen. Leid ist so ziemlich das Gegenteil von "Wohl". Wer sich wohlfühlt, der brüllt nicht.

    Ihre Eltern leiden an der Einbildung dem Jungen müsse die Vorhaut geraubt werden.

    Zitat

    Der Chefarzt betont aber: Eine enge Vorhaut, fachsprachlich physiologische Phimose, sei bis zur Pubertät häufig und stelle prinzipiell keine Erkrankung dar. Maya Horst Lüthy, Chefärztin Kinderurologie in Zürich, bestätigt: «Es stimmt nicht, dass Buben die Vorhaut bis zum Schulalter zurückschieben können müssen.»

    Sie sei immer wieder mit Eltern konfrontiert, die diesem Mythos Glauben schenkten. Eine Studie aus Dänemark zeigt sogar, dass die Vorhaut und der Eichel bei zwei Drittel der Zehnjährigen noch verklebt sind.

    Zitat

    In ungefähr 90 Prozent der Fälle ist die Salbenbehandlung erfolgreich. Es gebe noch weitere, seltene Krankheiten oder Fehlbildungen, die einen Eingriff rechtfertigten.

    Zitat

    Dazu würden teils «Fake News» verbreitet, wie der Chefarzt Kinder- und Jugendchirurgie des Ostschweizer Kinderspitals, Thomas Franz Krebs, feststellt. Beispielsweise wird behauptet, dass eine Beschneidung einen relevanten Einfluss auf ein befriedigendes Sexualleben habe oder grundsätzlich vor Geschlechtskrankheiten schütze.

    Da muss widersprochen werden. Es gibt zahlreiche Männer, die einen relevanten Einfluss festgestellt haben!

    Mit dem Schutz vor Geschlechtskrankheiten ist natürlich Vollquatsch. Kondome können Schutz bieten.

    Bei hoodline wird das ausführlicher und nicht hinter Bezahlschranke behandelt.

    Besonders schäbig:


    Zitat

    ...which also noted that Equality Now, the U.S. End FGM Network and Sahiyo had jointly filed a brief supporting the state's position.

    Solidarität unter den Geschlechtern sieht anders aus!


    Zitat

    The same filing cited a 2013 CDC study finding that about 40 percent of newborn males in Western states had their foreskins surgically removed in 2010.

    Wie soll das gehen? Wie definieren die "Western states"? Ist das nur die USA (ca 330 Mio), wo die Rate gerade mal über 50% liegt? Oder zählt auch Europa (746 Mio) dazu, wo die Rate wesentlich niedriger ist?

    Der Kommentar von "Bryan" geht auf die abgelaufene AAP-Empfehlung und die Rückzieher von Diekema und Freedman ein.

    Leider kaum anzunehmen, dass es in "God's own Country" so schnell ein Licht am Ende des Tunnels geben könnte.


    Siehe auch:

    September 14 Hearing

    Googles KI sagt mal dieses, mal jenes. Man möchte fast sagen:

    Es gibt Lügen, es gibt gemeine Lügen - und es gibt die KI :)


    Gibt man ein: nils juel im bett ohne taz

    Dann kommt Erstaunliches:

    Zitat von Googles Lügenboldi:

    ..als positiv!

    Do legst di nida! :FP01

    Das stellt den Artikel auf dem Kopf, wer hat Gemini ins Elektronengehirn geschissen?

    Zitat von Nils Juel

    Mit meiner Vorhaut war auch das überschäumende, sprudelnde Gefühl beim Orgasmus verschwunden.

    Zitat

    Es ist schwer zu erklären – als ob nicht mehr mein ganzer Körper im Spiel, eine große Freude verschwunden war. Leitungswasser statt Springbrunnen. Aber das ist noch nicht alles. Weil die Eichel nun ungeschützt war und ich weniger reizbar, war der sanfte, langsame Sex von da an Geschichte.

    Zitat

    Ich konnte sie, in ihr, fühlen – wir konnten uns küssen und gegenseitig streicheln und ganz langsam einen Orgasmus erreichen, der dann wirklich überall war. Das war vorbei.

    Zitat

    Die sensible Leichtigkeit war verschwunden – und kam nie zurück. Schlimmer wurde es, als mit Aids die Kondome kamen. Ein Utensil, das die Empfindlichkeit weiter reduziert.

    Also wirklich - so was von POSITIV! (Ironie)


    Vertraue niemals einer KI!

    Ganz abgesehen davon: Logo hat ja schon berechtigte Einwände vorgetragen.

    Mit einer solchen "self reported" Studie kann man wohl kaum objektiv etwas über eine veränderte Empfindlichkeit nach der Vorhautamputation herausfinden.

    1. Zirkumzision ist nicht Zirkumzision! Es gibt verschiedene Arten von Eingriffen, von "ganz stramm" und radikal inkl. Entfernung des Frenulums bis zu moderaten Zirumzisionen, die einen Teil der inneren Vorhaut belassen - allein das kann schon einen großen Unterschied machen.
    2. "Ästhetische Gründe": Hier betreten wir das Gebiet des Körperfetischismus.

      Körperfetischisten sind eine Sorte für sich! So ähnlich wie Autotuner, die ein Serienauto stinklangweilig finden, ständig ihre Karre noch weiter aufmotzen und noch ein paar PS mehr herauskitzeln meinen zu müssen.

      Da gibt es Frauen, die geradezu süchtig nach Schönheitsoperationen sind, stolz berichten von 20 solcher OPs an einem Tag.

      Ich sehe zweimal die Woche im Fitnessstudio magersüchtige Mädchen und junge Frauen, die aussehen fast wie KZ-Häftlinge und sich immer noch für "viel zu dick" halten. Die ihre Gesundheit schwer schädigen und in den Augen der meisten einfach erschreckend aussehen.

      Dann Männer mit monströsen Muskelbergen auf Anabolika-Basis. Dieses Dreckszeug sorgt für schwere Gesundheitsschäden (Herz, Leber u.v.a.m) lässt die Hoden schrumpfen - aber egal! Sie finden sich so toll, sind meist noch von oben bis unten tätowiert, gepierced (den Prinz Albert sieht man natürlich nicht) in den Augen der meisten sehen sie eher nach "Prolo" aus. Besonders bizarr wirkt das alles bei alten Männern, denn da ist sonnenklar, dass da nichts natürlich gewachsen ist - das geht einfach nicht.

      Sie meinen, dass ihr Körper eine Art Modelliermasse ist und dass sie ständig daran etwas "verbessern" (in ihrem Scheuklappenblick) müssten.

      Wenn sich jemand also aus "ästhetischen" Gründen von seiner Vorhaut trennt - wie sollte der zugeben, dass ggf. der Sex anschließend sich verschlechtert hätte?

      Der stände doch als Depp da! Da würden doch alle sagen: "Ätsch! Selber Schuld! Was machst auch so einen Quatsch?"

      Es fällt den meisten Männern sowieso schwer, über Probleme mit ihrem Penis zu reden.

      Der Penis ist ein wichtiger Prestige-Körperteil des Mannes. Da darf nichts falsch sein, da muss alles perfekt sein! Und - je länger, desto besser! (davon leben wieder die plastischen Chirurgen (dabei kann man den nicht wirklich länger machen, nur ein kleines Stück herausziehen - reine Optik - für den Sex ändert sich (bestenfalls) nichts))

      Wenn es keinen Weg zurück gibt hilft nur, sich das Ergebnis schön zu denken und mit Gleichgesinnten schön zu reden (dafür gibt es ja bekanntlich auch Foren)

      3. Hygienische Gründe? Gibt es nicht! Niemand lässt sich aus hygienischen Gründen zirkumzidieren, auch wenn das manchmal behauptet wird. Die Reinigung des intakten Penis ist eine Sache von Sekunden, fließend Wasser und Seife steht in Europa überall zur Verfügung und ein Mann, der gepflegt sein will muss sich eh täglich waschen, ob intakt oder vorhautlos. Ein hygienisches Problem kann sich höchstens ergeben, wenn ein Mann eine persistierende Phimose hat. Dann gibt es dadurch meist auch Probleme beim Sex. Wenn dem Zustand nicht durch konservative Therapie abgeholfen werden kann, dann kann ein Triple Incision oder eine moderate Zirkumzison für eine Verbesserung sorgen. Das ist dann aber eine medizinische Indikation und wird auch von den Kassen bezahlt.

    3. 4. Religiöse Gründe Das betrifft in der Regel Konvertiten.

      Konvertiten werden von der angestammten "Community" oft skeptisch beäugt und meinen sich durch besonderen religiösen Fleiß etablieren zu müssen. Und treten dann oft als Verteidiger der Genitalverstümmelung von Jungen auf, siehe z.B. Gunda Trepp oder Stefan Kramer ("es [die Amputation] tut weh" "es geht darum...für mehr gesellschaftliche Akzeptanz und Verständnis zu werben"). Sie meinen ihrer Gemeinschaft in den Rücken zu fallen, wenn sie Zweifel an der Zirkumzision sähten. Außerdem muss man davon ausgehen, dass es eine Art "religiösen Placebo-Effekt" gibt. Wenn man feste glaubt, dass man durch die Zirumzision verbessert wird, richtig dazu gehört, einen Bund eingeht - dann nimmt man Nachteiliges vielleicht gar nicht wahr oder blendet das aus.

      Auf Grund dieser Verzerrungen halte ich eine Befragungs-Studie dieser Art nicht für sinnvoll.

      Sinnvoll wären objektive Messungen. Es ist vermutlich nicht einfach, die Qualität eines Orgasmus zu messen. Ich weiß nicht, ob man so etwas per EEG machen könnte.

      Oder mit MRT des Gehirns des Mannes wo man evtl. die Aktivität des limbischen Systems bewerten könnte. Es gibt ja MRT-Aufnahmen eines kopulierenden Paares...

      PS: Seltsamerweise fehlt ein nicht-medizinischer Grund; Zirkumzison auf Grund von "peer pressure" oder Druck der Partnerin / des Partners.

      In letzterem Fall gilt: Vorhautamputation ist für immer - die Liebe meistens nicht

      Wie so etwas ausgehen kann hat Z.B. Nils Juel in der taz beschrieben.

      Ansonsten gibt es hier im Forum etliche Beiträge von Männern die sich (allerdings auf Grund von Phimose) haben beschneiden lassen - und das bereut haben.