Beiträge von Jogi

    Wenn ich das richtig verstanden habe werden bei dieser OP-Methode die Nervenbahnen zur Vorhaut und somit auch zum gefurchten Band gleich an zwei Stellen komplett durchtrennt, Ob sich danach noch die selbe Sensibilität in diesen Regionen einstellt?
    Außerdem - zwei Schnitte, zwei Narben - müsste das nicht auch ein höheres Komplikationsrisiko bedeuten?
    Vielleicht hat es ja seinen Grund, dass man von dieser Methode wenig hört...

    Die zwei Enden werden ja zusammengenäht, somit hast du nur eine Narbe wie bei der herkömmlichen Beschneidungsvariante soweit ich das gesehen habe. Aber mit dem durchtrennen der Nerven an hinterster Stelle, da habe ich auch so meine Bedenken ja. Egal, würde ich alleine aus optischen Gründen nicht machen lassen. Sieht aus, als hätte man einen Unfall gehabt und den Dödel einfach wieder am Bauch angenäht :huh:

    Sieht dann so aus: https://onlinelibrary.wiley.com/cms/asset/9da6…89-fig-5004.png
    Diese Methode wird recht selten angewandt, warum weiß ich nicht, es wäre ja die ideale Methode für Männer die es ohne med. Gründe machen wollen.

    Das sieht ja echt merkwürdig aus. Wäre jetzt nichts für mich um ehrlich zu sein :/ Ich habe jetzt mal die Methode der "Faltung" ausprobiert und das klappt eigentlich ganz gut. Danke für den Tip an dieser Stelle! Wenn ich mir dadurch wirklich den Eingriff sparen könnte, wäre das natürlich gut. Den Termin hab ich erstmal auf Eis gelegt und schaue, wie sich das jetzt auf längere Zeit entwickelt.

    Ich habe mich gestern mal ein wenig über das gefurchte Band, das ja anscheinend bei Entfernung die meisten Probleme bezüglich Sensibilitätsverlust bereiten soll, erkundigt. Wurde oben von @Selbstbestimmung im Betrag erwähnt.

    Liege ich falsch, oder kommt es da auch auf die Art der Zirkumzision an? Mein Uro meinte, dass es "verschiedene Stile gibt". Dadurch scheint es mir so, als ob dieser Teil nicht immer zwingend entfernt wird, bzw. nicht komplett.
    Wenn man diesen Teil erhalten könnte, wäre doch rein theoretisch und logisch die Sensibilität und Funktion noch weitestgehend vorhanden, oder hat sich hier ein anatomischer Denkfehler eingeschlichen? Nachstehend steht die Erhaltung bei jedweder Operation nämlich außer Frage.

    Zitat Artikel https://www.beschneidung-von-jungen.de/home/medizinis…chtes-band.html

    "Das gefurchte Band ist so lokalisiert, dass bei jedweder Beschneidungsoperation das gefurchte Band zusammen mit der Vorhaut vollständig entfernt und zerstört wird. Sicher ist, dass kein beschnittener Mann auch nur irgendeinen Rest seines gefurchten Bandes zurückbehalten hat."

    @Selbstbestimmung Das gefurchte Band besteht aus innerer und äußerer Haut, hab ich das richtig gesehen? Also die Verbindungsstelle zwischen den Beiden? Der Empfindlichste / Sensibelste Teil bei mir ist ein Zentimeter direkt hinter der Eichel und zum Kranz rund herum, deshalb meinte ich zum Uro, WENN ich das machen lasse, dann soll alles an innerem Hautblatt erhalten bleiben. Weiter hinten ist da nicht sooo viel mit Gefühl irgendwie. Könnte das dann durch die Durchtrennung der Nervenenden Auswirkungen auf das innere VH Blatt haben, obwohl dort nichts entfernt werden würde? Die Nerven hängen ja denke ich alle irgendwie zusammen.
    Zu deiner Frage, warum ich hier bin - genau deshalb. Weil ich nicht einfach ohne zu überlegen einen Eingriff machen lassen möchte, sondern positive sowie negative Seiten abwägen. Deshalb lese ich auch hier viel im Forum.

    @brokendream also bei zwei weiß ich, dass sie vorher ein Jahr mit (Steroid?)-Cremes gearbeitet haben, das aber nichts gebracht hat.

    @Rush aber 1-1,5cm Haut, um eine komplette Bedeckung zu erzielen? Das stelle ich mir auch schon mit Jahren verbunden vor und dieser extra Vorrichtung, die man anscheinend ständig tragen muss. Und bequem scheint die auch nicht zu sein, was ich bis jetzt gelesen und gesehen habe...

    @Selbstbestimmung wie du schon gesagt hast: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Ich finde es ein wenig erstaunlich, wie auf dieser Tatsache als nicht glaubwürdig herumgeritten wird. Es ist halt in meinem Kreis einfach so :)

    Wegen dem Komfort: Lese bitte meinen Beitrag zum Problem nochmal. Es wäre einer, wenn die Haut vorne bzw. an Ort und Stelle bleiben würde, so wie du es beschrieben hattest. Macht sie aber nicht und das ist eben kein Komfort sondern verdammt nervig und mit der Zeit auch mit Schmerzen verbunden. Mit einem fetisch-bedingtem Placebo-Effekt hat das rein gar nichts zu tun. Falls ich das richtig verstanden habe und du meinen Beitrag eine Richtung mit "sexuell orientiertem Eingriff" geben willst, oder sogar mit Menschen gleichstellst, die sich gesunde Beine amputieren lassen, finde ich das absolut lächerlich. Auch mit dem Hintergrund, dass ich eben geschrieben habe "Ich bin absolut gegen einen irreversiblen Eingriffe, wenn nicht die aller letzte Möglichkeit ausgeschöpft wurde."

    @Rush ja daran habe ich auch schon gedacht, aber der zeitliche Aufwand ist schon enorm, was ich bisher gelesen habe.

    @brokendream Hatte ich noch nichts davon gehört, nein. Aber trocknet dann nicht auch alles über Kurz oder Lang aus und hat den selben Effekt wie bei meinem geplanten Eingriff? (Außer, dass halt kein Zentimeter der Haut fehlt)

    @romati klar, gerne.
    Durch die Entfernung des Frenulums ist der Zug nach Vorne auf die Vorhaut nicht mehr wirklich gegeben, um dauerhaft an der natürlichen Position zu bleiben. Da ich eine kurze Vorhaut habe, die nur ein bisschen mehr als die Hälfte bedeckt, schiebt sich jetzt beim Sport oder schnelleren gehen die Haut ständig (also wirklich fast bei jedem Schritt, wenn ich keine hautengen Shorts trage) vor und zurück. Das kurze Bändchen hat das anscheinend verhindert, denn vorher war es nicht so. Es ist aber mehrmals gerissen, vernarbt und immer kürzer geworden, was natürlich irgendwann gemacht werden musste. Da half auch keine Salbe oder "nur" einschneiden. Dieser Zustand nervt jetzt extrem und führt zu ständiger Reibung, rechtfertigt aber keinen medizinischen Eingriff laut KK und Uro. Durch die Beschneidung, ca. daumenbreite Entfernung der äußeren Haut (vom gefurchten Band zum Schaft, also ca 1,5cm), könnte man dieses Problem laut Uro beseitigen. Keine Ahnung, ob ich bei so "wenig" Beschneidung (und ja, bitte steinigt mich jetzt nicht, weil ich wenig gesagt habe... es ist keine Pauschalisierung und ist als persönliches Empfinden einzuordnen) überhaupt einen signifikanten Gefühlsverlust erleben werde. Aber dann wäre dieser Zustand endlich vom Tisch.
    Da es weder auf medizinisch, noch ästhetisch zutrifft, nenne ich es halt "Komfort-Basiert" .

    @Logo "Aber unterlasse es bitte, hier negative Beschneidungsauswirkungen verklausuliert als reine Kopfsache darzustellen und somit implizit zu verharmlosen. Danke." Dazu: Wollte ich nicht, dass es so rüberkommt, da ich auch als Forumsneuling nicht wirklich auf dem Schirm hatte, wie sensibel einige auf die ein oder andere Formulierung oder Gedanken zu bestimmten Thematiken reagieren. War vielleicht eine etwas unglückliche Ausdrucksweise. Werde ich mir aber für die Zukunft merken.

    Okey, alles falsch verstanden.

    @Logo Schade, dass du den Wahrheitsgehalt meiner Schilderung in Frage stellst, aber das ist natürlich dein gutes Recht. In Forum kann jeder etwas schreiben, das letztendlich und meist nicht geprüft werden kann, also kann ich deine Skepsis nachvollziehen. Natürlich wollte ich auch - wie im letzten Abschnitt auch eindeutig gesagt - weder etwas klein reden, verharmlosen oder das Leid des Einzelnen herabsetzten oder relativieren. Es ist eine These, die ich für MICH nach Monaten Recherche und Befragung aufgestellt habe. Ich habe Studien, Artikel, Leidensgeschichten und auch viele positive Erfahrungen gelesen. Deshalb auch die Anmeldung und explizite Nachfrage bei EuroCirc nach negativen Folgen, um zu filtern, ob es sich um ein gelenktes Konzept der Befürwortung handelt oder ob es neutral ist und man nutzen aus echten Berichten ziehen kann. Das Ergebnis hatte ich im Beitrag erläutert. Sicherlich gibt es hier auch Antithesen, wie es in einem gut situierten Forum, die sich an Forschung orientiert, gehört. Und das ist gut so, denn ein Diskurs ist immer erwünscht; zumindest kenne ich das so. Aber klar, ich ziehe auch Auswirkungen wie deine in Betracht und danke dir für die ehrliche Ausführung, denn so etwas fließt in die Entscheidung mit ein. Ich wäge natürlich immer noch ab, ob ich diesen irreversiblen Schritt wagen soll oder nicht.

    Zu meiner Schilderung: Ja, ich habe überdurchschnittlich viele Beschnittene in meinem Kreise und keiner davon ist aus kulturellen Gründen beschnitten worden. Die Meisten im Kindes/Jugendalter. Meine Beschneidung wird voraussichtlich aus komfort-basierten Gründen gemacht.

    @Bela2012 Die Charta habe ich gelesen, ja. Ich bin auch absolut gegen einen irreversiblen Eingriffe, wenn nicht die aller letzte Möglichkeit ausgeschöpft wurde.

    Wie @Urolüge schön geschrieben hat, gibt es anscheinend nicht DIE Beschneidung. Es ist ein subjektives Empfinden und man wird damit glücklich, ist nicht wirklich von Nachteil oder Vorteil oder es ist eine Katastrophe fürs Leben.
    Ganz klar möchte ich den Sinn und Zweck des Forums nicht in Frage stellen. Was wäre mein Nutzen daraus? Das möchte ich nochmal betonen. Es ist gut, dass es derartige Foren gibt. Es ist meine Wahrnehmung und ich möchte systematisch und nüchtern abwägen, wie ich sie in meinem ersten Beitrag geschildert habe.

    Abschließend nochmal - ich wollte niemanden damit beleidigen oder verletzen.
    Peace

    Hi Zusammen,

    ich habe jetzt mal still mitgelesen und möchte mich zu EuroCirc auch mal äußern, da ich Wochen in diesem Forum verbracht habe, um eine Beratung zu bekommen.

    In ein paar Monaten werde ich meinen Eingriff haben und wollte mich vorher natürlich erkundigen. Bei der Suche im Web, ist mir dieses Forum gleich ins Auge gesprungen.
    Wie schon oft hier erwähnt, lässt es tatsächlich eine Fetisch-Richtung anmuten, was ich persönlich jedoch nicht schlimm finde (hatte oben ja auch jemand geschrieben, der jetzt gesperrt ist ?( ).
    Die Moderatoren im Hintergrund sind meiner Meinung nach das Problematischste, da kein reger Austausch über reale und auch negative Folgen erfolgen kann, sondern ausschließlich
    Positives fast schon propagandiert wird. Das ist mir sehr stark aufgefallen und Fragen zu negativen Auswirkungen wurden auch in mehreren Beiträgen von mir zensiert; ohne Absprache. Ich hatte lediglich gebeten, eine
    ehrliche und knallharte Erfahrungssammlung zu bekommen, auch wenn sie negativ ausfallen sollte. Et voila - nichts, aber auch gar nichts negatives war zu berichten. Und das von ca 10 Usern.

    Ich persönlich denke, dass diese beiden Foren hier einen Zusammenhang haben. Hier lese ich fast ausschließlich Negatives, auf EuroCirc nur Positives.

    Es handelt sich (auffällig) um Erwachsene, die sich meist aus optischen Gründen und freier Entscheidung beschneiden ließen/lassen.
    Hier sind es - was ich bisher lesen konnte - meist Männer, die ohne eigener Entscheidungsfreiheit als Kinder oder Kleinkinder beschnitten wurden.
    Das lässt mich schlussfolgern, dass es zu einem sehr großen Teil Kopfsache ist, wie das sexuelle Erleben ist/wird/sein kann. Hinzu kommt die eigene, individuelle Anatomie.

    Beispiel: Ich hatte eine Fenulotomie. Viele Beiträge habe ich gelesen, in denen von Taubheit und absolutem Gefühlsverlust gesprochen und sogar versprochen wurde. Intensiv gewarnt wurde davor.
    Ich hatte mich wirklich auf das Schlimmste eingestellt. 3 Wochen später war es so gut wie verheilt und es ist alles wie vorher. Ich war überrascht, da so viele so dramatische
    Äußerungen getroffen hatten. Soviel zur eigenen Anatomie und der Individualität, mit der man Komplikationen natürlich nicht rechtfertigen oder das Leid des Einzelnen nicht klein reden kann/darf.

    Am Ende kommt es immer darauf an: Hatte ich die Kontrolle oder nicht. Ich habe einige wirklich enge Freunde und auch in der Familie, die mir niemals etwas vorlügen würden.
    Sie haben offen und ehrlich geantwortet, dass sie bisher keine Probleme hatten. Vom 20 Jährigen bis hin zum 60 Jährigen, freiwillig als Erwachsener und mit medizinischem Hintergrund als junger Heranwachsender.

    Ich hoffe man versteht, worauf ich hinaus möchte :)

    Grüße