Posts by frueh_entschieden

    Für die Folgeschäden der Betroffenen interessiert sich genau Niemand. Höchstens irgendein gut bezahlter Psychotherapeut, der 50min pro Sitzung Interesse und Empathie heuchelt.

    Sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen.
    1) Psychotherapeut*innen nehmen sich dem Patient*in ganzheitlich an und verzichten aus dem Menschenbild heraus schon auf die Gabe von Medikamenten. Man will einen Patient*in, welcher therapiefähig ist, daher Psychopharmakotherapie.
    2) Ein Psychotherapeut*in ist gut bezahlt? Selbst wenn es so wäre. Warum ist das ein erwähnenswerter Punkt? Im Ranking der Verdienste von Fachärzt*innen kommen Psychotherapeut*innen an letzter Stelle, dazwischen liegen viele €.
    3) Heuchelt Interesse & Empathie vor? Man muss schon sehr hart veranlagt sein auf eigene Kosten 30.000+ € für eine Weiterbildung auszugeben, ein 5-jähriges Studium zu absolvieren, 1800 h in einer Klinik zu arbeiten, 600 h Patient*innen zu behandeln, 1200 h Theoriestunden (an Wochenenden) zu absolvieren, 150 Supervisionsstunden selbst zu bezahlen, um später Interesse & Empathie zu heucheln.
    4) Ich kann Frust über das Gesundheitssystem durchaus nachvollziehen, aber nicht an jenen auslassen, welche sich wirklich psychischer Störungen annehmen.

    Danke euch allen für eure tollen Beiträge :)
    Ich werde darauf noch einzeln eingehen.

    Es ist schon sehr merkwürdig, wenn auf der anderen Seite eine Urolog*innen-betriebene Seite folgendes verlauten lässt:

    Code
    Verändert eine Beschneidung die Erektionsfähigkeit?
    Die Beschneidung der Vorhaut hat keinen Einfluss, weder positiv noch negativ, auf die Erektionsstärke. 
    Hat die Beschneidung Auswirkungen auf das Liebesleben?
    Manche Männer berichten über verstärkte Höhepunkte beim Geschlechtsverkehr (Orgasmen). Auch vermehrte Ausdauer beim Geschlechtsverkehr wird angegeben.

    https://www.urologenportal.de/patienten/pati…rkumzision.html


    Code
    Welche Auswirkungen hat die Beschneidung auf das Liebesleben?
    Auswirkungen auf die Sexualität
    Allgemein wird davon ausgegangen, dass eine Beschneidung keinerlei Einfluss auf die Sexualität und die Empfindlichkeit der Eichel hat. Fragt man jedoch die Betroffenen, scheiden sich die Geister: Manche Männer berichten von verstärkten Höhepunkten und mehr Ausdauer beim Geschlechtsverkehr. Andere wiederum klagen darüber, dass ihr sexuelles Erleben seit der Beschneidung empfindlich gestört ist.
    
    
    Mögliche psychische Auswirkungen
    Auch psychische Auswirkungen der Beschneidung werden kontrovers diskutiert. Die heutige Beschneidungstechnik wird in Spitälern aber immer so durchgeführt, dass Kinder dabei keine Schmerzen haben. Für das postoperative Auftragen von Salben oder Cremes empfehlen aktuelle Leitlinien, die Entscheidung des Kindes zu berücksichtigen; generell wird hierbei der Meinung des Vaters der Vorrang gegeben.

    https://www.netdoktor.at/gesundheit/mae…schneidung-5753

    Code
    Denn was weg ist, ist weg, und fürs männliche Lustempfinden spielt das Präputium offenbar keine ganz geringe Rolle.

    https://www.aerztezeitung.de/Politik/Beschn…ass-277076.html

    Ich würde da offen mit der Partnerin reden, sie sollte da doch Verständnis aufbringen.
    Und Kondome, kann man da nicht in einer festen Partnerschaft darauf verzichten? Gerade wenn sie solche Probleme verursachen für die du ja im Prinzip nichts kannst? Klar bleibt die Verhütung in dem Moment an der Frau hängen aber für Männer gibt es nunmal keine Alternative.

    Getan und jetzt bin ich bei euch. Habe ich auch nicht gedacht als ich damals Spielzeug für die überstandene OP bekam, dass mir die Beschneidung im Kindheitsalter eines Tages so auf die Hose fallen wird. Es besteht leider kein weiteres Verständnis. Ich soll Aussichten liefern.
    Weibliche Verhütung keine Option.

    Zum Urologen zu gehen ist eine gute Entscheidung.
    Vielleicht hilft ein Medikament wie Viagra deiner Erektion etwas Starthilfe zu geben. Wenn das klappt kann man die Dosis reduzieren.
    Vorher sollten aber Herz/Kreislaufprobleme ausgeschlossen sein.

    Ich habe wie oben angemerkt habe, habe ich schon ein viagraähnliches Präparat ausprobiert. (sehr richtig hier auf Herz-/Kreislaufprobleme hinzuweisen. Hat der Arzt leider nicht getan, aber ich hab das für mich selbst ausschließen können.)
    Die Errektion blieb dadurch bestehen. Allerdings war auf dem Penis selbst unter dem Kondom kaum Reibung bzw. ein Gefühl der Lust zu spüren. Das ist natürlich jetzt echt doof. Daher ja die Frage, ob ihr Kondome für beschnitte Männer kennt bzw. wie es bei euch so ist. Ist das reine Einbildung, dass auf der Eichel nicht so viel Gefühl zu spüren ist, braucht ihr ähnlich viel Reibung oder ist das einfach ein überschattetes Gefühl? Zusätzlich will die Partnerin nicht, dass ich nur wegen einem Medikament kann. Was die Sache nicht leichter macht.

    Ich würde mich an deiner Stelle einem Sexualtherapeut anvertrauen. Du machst dir wahrscheinlich zusätzlich mittlerweile zu viel Kopf-Druck, weil/dass es nicht funktioniert. Und auch das Credo 'Männer haben zu funktionieren', ist ein unglücklicher druckerhöhender Faktor, der zusätzlichen das Selbstvertrauen belastet. Ich wünsche dir, dass es besser wird - mit den richtigen Schritten.

    Kannst du hierzu bitte einen Sexualtherapeut*in bzw. Anlaufstellen empfehlen?
    Ich habe, in abgewandelter Form, ähnliche Thematik wie der TE.

    TE, ich freue mich an der Stelle zu lesen, dass deine Partnerin dir beisteht und ihr das weiterhin probiert.
    Es tut mir leid was dir da passiert ist und wie es jetzt ist.
    Ist für euch die Möglichkeit gegeben, dass ihr Sexualität auf mehr als penetrativen (mit Penis) Sex konzentriert? Du schreibst schließlich, dass Petting (weiß nicht ob da für dich oraler Sex auch schon dazu zählen würde) durchaus eine Errektion fördert.
    Hast du es mit viagraähnlichen Medikamenten probiert? Wie fühlt es sich mit Kondom an, kommt da genug Reibung auf?

    Ich bin kein Experte, ich fachsimple nur mit dir und hoffe so evtl. Anregungen geben zu können. Natürlich wirst du vieles sicherlich schon ausprobiert haben, dann bitte überlese diese Punkte.

    Ich verstehe dich, dass dich das psychisch belastet :(

    Hallo Community :)

    Ich wurde als Kind aufgrund der Diagnose Phimose beschnitten. Selbstbefriedigung klappte immer gut. Mir fehlte nichts. Dachte ich.
    Jetzt im Erwachsenenalter, in der Jugend kam es zu keinem sexuellen Verkehr (wahrscheinlich fehlt mir daher auch viel Übung), treten Probleme zu Tage an die dachte ich vorher nur unterschwellig dachte:
    Es kommt zu keiner dauerhaften Errektion, so dass damit penetrativer Sexualverkehr möglich wäre. Es kommt anfangs schon zur Errektion, aber ohne dauerhafte Stimulierung fällt diese sehr schnell ab. Insofern ist die Errektion wieder so weit abgeflacht, wenn es zum Beginn des penetrativen Sex kommen soll.
    Ich habe es aufgrund des Rates eines Hausarzt/Hausärztin mit einem viagraähnlichen Produkt probiert. Natürlich kam es dadurch zur dauerhaften Errektion, aber das zweite Problem trat zu Tage: Ich spüre unter dem Kondom kaum Reibung.

    Was bei Selbstbefriedigung, auch mit Kondom, klappt, klappt im Zusammenspiel mit einer Frau nicht. Problem drei tritt zu Tage: bei der Partnerin kommt das Gefühl auf es läge an mir (kein Lust auf Sex) bzw. an ihr (fände sie nicht attraktiv). Natürlich hab ich Lust und natürlich finde ich sie attraktiv. Wahrscheinlich kennt ihr diese Aussagen/Gedanken auch. Daher wende ich mich auch an euch.

    Jetzt bin ich auf der Suche & am Rätseln was ich tun kann. Liegt es am körperlichen oder am psychischen?
    Welcher Urologe kann mir bei dem Thema weiterhelfen? Ich bin gerne bereit das zu besprechen, nur weiß ich nicht mit wem. Schließlich attestierte mir ein Urologe bereits, dass der Penis gesund sei (hab ich hier schon öfters gelesen von euch, dass das wohl das einzige ist worauf geachtet wird.)
    Im Grunde bräuchte ich einen Urologen, welcher selbst weiß wie es ist als Mann im Kindesalter beschnitten zu sein. So blöd das auch klingen mag, aber das Thema selbst in der Partnerschaft zu erleben hat da sicherlich nochmal einen höheren Nachvollziehungsgrad.
    Wie machen das jüdische und muslimische Männer? Habt ihr hierzu Erfahrungswerte? Ich finde so gut wie kaum Literatur/Beiträge oder auch Hilfeseiten zu dem Thema.
    Gibt es hierzu Literatur, welche ich lesen könnte?
    Gibt es spezielle Kondome, welche uns da helfen könnten?
    Welcher Sexualtherapeut*in könnte in so einer Frage helfen? Gibt es hierzu Anlaufstellen?

    Natürlich kommt mein Wunsch nicht von ungefähr. Die Beziehung, in der es sexuell nicht klappt, kriselt wegen dem Thema gewaltig. Leider jetzt schon die zweite Beziehung, welche genau deshalb kriselt. Ich kann schließlich der Frau nicht das geben was sie mit anderen Männern für gewöhnlich hätte. ;(

    Vielen lieben Dank für eure Anregungen zu dem Thema.

    P.S.: am Telefon fragte die Urologie-Praixs ob ich körperliche Beschwerden hätte. Ich glaube genau da liegt das Problem. Die Beschneidung löst auch seelische Beschwerden aus. Leider sind wir weltweit noch nicht so weit psychisches Leiden gleichwertig zu körperlichen Leiden zu gewichten.