Beiträge von NoCut

    Von Schuld sprechen, dass mag ich persönlich bei so was nicht...wer hat da Schuld, die Eltern, die diesen unnützen Eingriff wollten?


    Wenn ich als Elternteil eine Entscheidung treffe, die meinem eigenen Kind schadet, dann muss ich aus meiner Sicht auch die Verantwortung übernehmen bzw. meine Schuld eingestehen. Ob sich andere hier mitschuldig gemacht haben, ist eine andere Frage. Alle anderen hätten sich aber gar nicht erst mitschuldig machen können, wenn die Eltern nicht diese folgenschwere Entscheidung zu Beginn dieser furchtbaren Tragödie getroffen hätten.

    Wie meinte außerdem Dieter Nuhr neulich in Bezug auf Fehler. Fehler würden klug machen oder vermutlich im Zweifel vielleicht auch nur klüger. Der Fehler der Zwangsbeschneidung mit dramatischen Folgen ist jedoch schon mehr als einmal passiert. Hier kommt mir dann wieder der Spruch mit zweimal den gleichen Fehler begehen und das Gegenteil von Klugheit in den Sinn. Ich weiß, dass ist jetzt bitter böse und polemisch, aber angesichts eines Kindes, dass jetzt auch noch völlig unnötig im Rollstuhl sitzt, kann ich nicht sachlich bleiben.

    Naja, über die bpb kann ja auch kostenfrei ein Exemplar des Grundgesetzes bezogen werden. Und wenn man gedanklich das Grundgesetz auf die eine Seite legt und die Artikel der bpb auf die andere, erkennt man entweder den vorhanden Widerspruch oder man hat in der Schule lesen, aber nicht denken gelernt ;)

    NoCut , nein, ich glaube auch nicht, dass es Egoismus ist, warum Eltern ihre Kinder beschneiden lassen, sie wollen ihrem Kind nicht schaden...warum sie nicht warten bis er alt genug ist...es würde ein auseinadersetzen mit dem eigenen Zustand, was mit einem gemacht wurde erfordern...


    Du meinst, dass den Eltern also nicht bewusst sei, dass sie ihrem Kind Schaden zufügen. Ein Freund erzählte mir mal, dass seine rituelle Beschneidung sehr schmerzhaft gewesen sei. Da ich auch dessen Vater gut kenne, kenne ich die Geschichte auch aus dessen Perspektive. Dieser erzählte mir etwas von der Notwendigkeit wegen der Religion und dass es keine große Sache gewesen wäre.

    So gesehen deckt sich dies mit Deiner Vermutung, dass die Eltern ihren Kindern nicht wirklich bewusst schaden wollen. Sie reden sich daher die Realität etwas schön und besänftigen damit ihr schlechtes Gewissen.

    Wer aber trifft die Entscheidung, dass ein Kind beschnitten werden muss? Und warum kommt dieser jemand auf die Idee, dass das eigene Kind beschnitten werden müsste. Schaut sich ein Vater oder eine Mutter ihr Kind an und denkt, es wäre für das Kind ein großer Gewinn, wenn es unter Tränen beschnitten würde? Oder denken die Eltern einfach, dass die Zwangsbeschneidung der Kinder zu ihrer höchstpersönlichen Religionsausübung dazugehört und die Kinder dies daher über sich ergehen lassen müssen?

    Wenn Du übrigens bei Wikipedia den Begriff Egoismus nachliest, so wird Dir hier auch auffallen, dass Egoismus nicht automatisch bedeuten muss, dass man dem anderen bewusst schaden will. Egoismus liegt demnach bereits vor, wenn der "Handelnde" (=Eltern) die "Handlungsmaxime" alleine bestimmt. Eine Zwangsbeschneidung kann aber kraft Definition niemals für das Kind die Maxime sein, weil ein Kind doch noch gar nicht in der Lage sein kann den Sinn und Zweck dieser Schmerzen realisieren zu können oder sich diese gar bewusst zu wünschen.

    Ok., das war jetzt etwas arg theoretisch, aber ich gehe ja fest davon aus, dass auch Herr Beck sich diese Gedanken gemacht hat, weshalb ich seine Meinung absolut nicht nachvollziehen kann ;)

    Wozu sollen solche pauschalen Etikettierungen gut sein? Das heisst nichts anderes als dass diese Eltern es mit ihren Kindern nicht gut meinten. Sie meinen es aber in der Regel gut.


    Ich bleibe dennoch dabei, dass dies für mich reiner Egoismus ist. Warum lassen die Eltern ihre Kinder nicht erst erwachsen werden? Warum müssen sie zu einem Zeitpunkt die Kinder beschneiden, wo die ihren Willen noch nicht selbst durchsetzen können. Es geht doch alleine darum, dass die Eltern einzig und alleine IHREN Willen durchsetzen wollen.

    Die können doch auch ohne Verstümmelung mit Clown und Luftballons feiern.


    Jetzt mal im Ernst. Wann lädt man schon hundert oder mehr Gäste ein? Egal welcher Kulturkreis, wird meist dann groß gefeiert, wenn es etwas einmaliges bzw. etwas ist, was ein gesamtes Leben prägen soll. Das kann die Taufe sein oder eine Hochzeit. Aber selbst hier hat man nie die Garantie, dass das Kind nicht später aus der Kirche austritt oder die Ehe geschieden wird. Anders bei der Zwangsbeschneidung. Deren Folgen bleiben tatsächlich lebenslang. Aus meiner Sicht daher wohl einer der Gründe, warum hier so überschwänglich gefeiert wird bzw. die Eltern und Verwandten sich diese Feier auch eine ganze Stange Geld kosten lassen.

    Aber auch hier wieder die Frage. Für wen ist die Feier bzw. wessen Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt? Natürlich werden hier die Jungen wie kleine Prinzen gefeiert, aber ist dies nicht nur der Köder, damit sie "freiwillig" das Opfer mimen.

    Auffällig ist ja, dass bei Säuglingsbeschneidungen nicht so viel Terz um das Opfer gemacht werden muss, weil es hier ausreicht, dass der Pate den Säugling mit festem Griff auf dem Eliasstuhl festhält, während das Baby vor Schmerzen brüllt. Hier spart man sich damit neben einer Schmerzbetäubung auch den Clown und die bunten Luftballons.


    Ist das dann aber nicht für den armen Mehmet Dogan fast schon geschäftsschädigend, wenn hier dann Eltern nicht nur am Karfreitag auf die Beschneidungsfeier mit Clown und Luftballons verzichten?

    [Achtung: Ich weigere mich teilweise Ironie als solche kenntlich zu machen.]

    Falsch. Eine Elternwunsch-Jungenverstümmelung muss mit Religion gar nichts zu tun haben. Auch unreligiöse Eltern lassen ihre Söhne verstümmeln.

    Falsch bzw. OT. Volker Beck verteidigt die religiöse Zwangsbeschneidung, welche hier Diskussionsgegenstand ist.

    In Bezug auf Egoismus und Eigeninteresse haben dies sogar schon einige Muslime mir gegenüber bestätigt, dass ihnen schon bewusst ist, dass sie da ein tolles Fest feiern und der arme Junge dafür Schmerzen erleiden muss. Um dies "abzumildern" erfolgen Beschneidungen ja auch teilweise in Arztpraxen mit örtlicher Betäubung.

    Außerdem denke doch auch mal an die gewünschten Nebenwirkungen eine Beschneidung. Selbstbefriedigung wird erheblich erschwert. Will der Junge dann aber Sex mit einem Mädchen, für die Beschneidung eher fremd ist, muss er erst umständlich erklären, was Sache ist. Die Eltern sorgen damit ja auch indirekt, dass der Sohn sich tendenziell eher auf eine Muslima einlässt als auf eine "Ungläubige". Die Chance, dass die Eltern sich auch noch egoistisch in die Partnerwahl einmischen können, wird hiermit jedenfalls auch erhöht.

    Davon abgesehen lernt der Junge schon im frühen Alter, dass die Eltern das Sagen haben, auch wenn es verdammt weh tut. Eltern, die aber von ihren Kindern eine bedingunglose Unterordnung erwarten, sind eben Egoisten.

    Zwangsbeschneidungen sind daher immer nur dem Egoismus der Eltern geschuldet. Würden sie im Interesse des Kindes sein, würde man warten, bis das Kind erwachsen ist und dann selbst frei entscheiden kann, ob es die Nachteile in Kauf nehmen möchte.

    Dieser Gastronom ist ja anscheinend richtig hartnäckig in der Verfolgung seiner merkantilen Interessen.


    Tja, Mehmet Dogan aus Köln, der den Eurosaal Dügün Salonu (müsste übersetzt Eurosaal für Hochzeitsgesellschaften heißen) betreibt, ist wohl wirklich hartnäckig. Vielleicht geht es im ja aber auch nicht ausschließlich nur um den Umsatz, der ihm an diesem einen Tag im Jahr verloren geht ;)

    Wer aber für einen anderen Tag als den Karfreitag in Köln einen Saal für eine Beschneidungsfeier oder ähnliches sucht, hier die Internetadresse:
    http://eurosaal.eu/wp/

    Nach dieser Logik müsste dann auch die sexuelle Stimulation von weiblichen Kindergenitalien durch Erwachsene erlaubt sein, weil sie ja nicht zu einem Verlust an Körpersubstanz führt.


    Volker Beck trat im Jahr 1985 in die Partei "Die Grünen" ein. Im März 1985 hatte diese Partei folgendes Papier verabschiedet:

    Trotz etlicher Warnungen aus den eigenen Reihen billigten die Delegierten am 10. März nach fast dreistündiger Diskussion mit 76 zu 53 Stimmen den Inhalt, wegen noch klärungsbedürftiger Dissenspunkte allerdings nur als „Arbeitspapier“.Die Kernthesen lauteten:

    „Einvernehmliche Sexualität ist eine Form der Kommunikation zwischen Menschen jeglichen Alters, Geschlechts, Religion oder Rasse und vor jeder Einschränkung zu schützen […] Gewaltfreie Sexualität muß frei sein für jeden Menschen.“


    Rückblickend betrachtet kann die Partei "Die Grünen" daher wohl auch historisch nicht wirklich als Kinderschutzpartei gelten. Vielmehr hatte man bereits damals die (sexuellen) Interessen der Erwachsenen über den Interessen der Kinder angesiedelt. Tatsächlich haben die Grünen hier zwar ihre Fehler teilweise eingesehen, aber wie jetzt auch beim Thema Beschneidung zeigt sich deutlich, dass man nicht viel aus den früheren Verfehlungen gelernt hat, sondern auch wie am 12.12.12 den anderen Parteien nicht geschlossen entgegen getreten ist.

    Wenn man sich dies in Erinnerung ruft, schlägt die Respektlosigkeit von Volker Beck gegenüber der Sexualität der Kinder im Grunde in die gleiche Kerbe bzw. alte Wunde der Grünen.


    Man kann es auch knapper sagen: Eine Impfung ist keine Verstümmelung. Eine Impfung schränkt im Regelfall das Recht auf einen vollständigen Körper (das aus Art. 1 und Art. 2GG folgt) in keiner Weise ein.

    Eine Impfung schränkt zwar im Idealfall das Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht lebenslang ein, aber es gibt eben auch die Fälle der Komplikationen und damit ist auch eine Impfung ein Risiko, deren Nutzen so immens sein muss, dass eine Impfung im Interesse des Kindes erfolgen kann. So jedenfalls übe ich meine elterliche Fürsorgepflicht in Bezug auf Impfungen aus.

    Auch wenn ich mich jetzt wiederhole, möchte ich hier aber nochmals Klarstellen. Bei der Beschneidung wird das Kind zum Ritualopfer für die Religion der Erwachsenen. Meist gibt die Beschneidung dem Kind ja noch nicht mal das Recht vollkommen in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu sein. Eine Beschneidung ist somit eine egoistische Handlung der Eltern!

    Bei der Impfung steht dagegen tatsächlich die Gesundheit des Kindes alleine im Vordergrund. Es werden ausschließlich die Interessen bzw. Vor- und Nachteile für das Kind gegeneinander abgewogen. Es besteht absolut kein Eigeninteresse der Eltern an einer Impfung (im Gegenteil, denn Tränen beim Kinderarzt machen keinem Spaß).

    Und schon wieder begibt sich jemand ganz unnötig auf dünnes Eis.


    Mich trägt das Eis jedenfalls. Hast Du Kinder? Ich finde jedenfalls die Entscheidung, welche Impfungen ein Kind bekommen soll, immer schwieriger. Komplikationen sind selten, aber möglich. Ohne Impfungen sind aber bestimmte Krankheiten wieder lebensbedrohlich. Es ist also ein Abwegen zwischen zwei Zuständen, die für das Kind gefährlich werden können.

    Anders ist dies bei Zwangsbeschneidungen. Hier haben die Eltern die Wahl ihre Kinder in eine möglicherweise lebensbedrohliche Situation zu bringen oder es einfach bleiben zu lassen. Ein Kind, dass nicht beschnitten wurde, fällt nicht einfach tot um. Der Beweis dafür sind die vielen erwachsenen Menschen, die nicht beschnitten sind.

    Außerdem werden die Eltern, welche ihre Kinder nicht beschneiden lassen, auch nicht vom Blitz erschlagen oder ähnliches. Meinen Eltern ist jedenfalls nichts zugestoßen, nur weil ich nicht beschnitten bin.

    In einem Punkt hat ja Herr Beck tendenziell schon recht. Man muss auch gegenüber anderen Religionen tolerant sein. Die Grenze der Toleranz ist aber dort überschritten, wo Übergriffe auf Dritte wie Kinder oder Tiere stattfinden.

    Trotz der Ausführungen von Volker Beck besteht aus meiner Sicht zwischen einer Zwangsbeschneidung (FGM/MGM) und einer Impfung ein eklatanter Unterschied. Bei der Impfung steht das unterstellte Interesse der Kinder, nämlich Vermeidung von gefährlichen Krankheiten, im Vordergrund. Eltern müssen hier zwischen den Vorteilen und Nachteilen stellvertretend eine verantwortungsvolle Entscheidung für ihr Kind treffen.

    Bei der Zwangsbeschneidung geht es aber nicht um das Kind, sondern darum, dass die Eltern es als ihre persönliche religiöse Pflicht betrachten, ihr Kind zum Ritualopfer zu degradieren und zwangsbeschneiden lassen. Mit der Beschneidung üben daher die Eltern ihre Religion aus.

    Im Grunde stellt sich bei allen Ritualen, wo Menschen oder Tieren Leid zugeführt wird die Frage, ob wir uns rückwärtsgewand mit Naturreligionen und ähnlichem identifizieren wollen, wo selbst Menschenopfer kein Tabu waren oder ob wir im Geiste der Aufklärung mit Traditionen brechen wollen, die Menschen oder Tieren schaden. Unser Grundgesetz basiert auf den Menschenrechten. Gäbe es kein Grundgesetz oder keine Menschenrechte, müsste z.B. selbst Volker Beck sich aufgrund seiner eigenen Sexualität fürchten, dass Anhänger von rückwärtsgewandten Religionsgemeinschaften ihm nach dem Leben trachten könnten.

    Er zieht jedoch persönlich seine Vorteile aus dem Grundgesetz und setzt sich gleichzeitig scheinheilig dafür ein, dass ebenfalls dort verankerte Rechte anderen nicht zu Teil werden sollen. Politisch ist eine solche Haltung nicht unüblich, aber menschlich betrachtet doch absolut verwerflich.

    Zu Beginn der " Beschneidungsdebatte" 2012 als er offenbar noch nicht ganz so verbohrt war wie heute, hatte ich kurz E-Mail-Kontakt mit ihm. Als ich von meinen negativen Erfahrungen als Beschnittener sprach, erwähnte er, dies widerspräche " seinen Erfahrungen". Daraus schließe ich, dass er selbst beschnitten ist. Vermutlich ein " Freiwilliger" .


    Vielen Dank für diese Information. Ich bin zwar kein Psychoanalytiker, aber dies wäre eine Erklärung dafür, warum er anderen seine persönliche Überzeugung aufzwingen möchte. Und es würde somit auch Sinn machen, warum er sich für die Zwangsbeschneidung von Minderjährigen einsetzt. Erwachsene Menschen haben die Chance sich vor einem solchen Eingriff umfassend zu informieren. Wehrlose Kinder sind dagegen hilflose Opfer solcher "Überzeugungstäter".

    Ich würde in diesem Zusammenhang eher den Respekt und den Schutz von Individuen für wichtiger und als vorrangig erachten.

    Diesen Satz finde ich absolut klasse. Eine Minderheit ist eine Gruppe, aber den Schmerz und das Leid betrifft nur das einzelne Individuum. Genau deshalb ist es wichtig den einzelnen Menschen vor Zwangsbeschneidungen zu schützen, weil er sonst Gefahr läuft sogar von einer solchen Minderheitsgruppe und vor unseren Augen "vergewaltigt"(*) zu werden.

    (*) Würden Zwangsbeschneidungen gewaltfrei ablaufen, müsste man die Opfer nicht fixieren und es würden wohl auch keine Tränen und Schmerzensschreie geben.

    Das ist halt eine Frechheit, warum erhitzt sich der Beck da?


    Das perfide ist ja, dass Beck nicht das Recht fordert, dass z.B. bei Ehebruch gesteinigt werden darf oder Kinder verprügelt werden dürfen, wie dies auch in der Bibel zu lesen ist. Er versteckt sich feige hinter solchen Forderungen, die zwar provozieren, aber bei denen er jedem, der sich darüber echauffiert, diesem sofort die Antisemitismus- oder Antiislamismuskeule überziehen kann.

    Davon abgesehen darf man auch nicht vergessen, dass Herr Beck religionspolitischer Sprecher der Grünen ist. Ist es daher verwunderlich, wenn er einen "religiösen Staat" (RS) fordert, bei dem Menschenrechtsverletzungen geduldet werden, wenn sie religiösen Zielen dienen.

    Wenn man das ganze böse ausdrückt, könnte man auch frei nach Charlotte Roche sagen, dass in einer Partei jeder den Platz einnimmt, der gerade noch frei ist. Mit anderen Worten hatte er vielleicht gar keine andere Wahl als den Politiker zu mimen, der sich ständig in Unsinn und Widersprüche verstrickt ;)

    Zitat von Team Volker Beck

    Sehr geehrte Damen und Herren,vielen Dank für Ihre E-Mail. Herr Beck hat mich gebeten Ihnen zu antworten. Wir haben in den letzten Tagen viele positive und auch negative Rückmeldungen erhalten, teilweise leider auch Bedrohungen und Beschimpfungen. Auf seinem Blog reagiert Herr Beck auf diese. http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/Ich wünsche Ihnen erholsame Feiertage und alles Gute für 2016Team Volker Beck


    Herr Beck hat jetzt auf das "Feedback" zu seinen Äußerungen reagiert. Wie auch bereits in der Fernsehsendung verfängt er sich auch hier ständig in Widersprüchen. Da sich Herr Beck offensichtlich immer mehr in eine Gedankenwelt verirrt hat, wo Religionsfreiheit auch richtig weh tun darf, sehe ich keine Chance, dass er vom Saulus zum Paulus wird. Jedenfalls ist er offensichtlich bereit jederzeit Menschenrechte bzw. die Vorhäute wehrloser Kinder für eine vermeintliche Religionsfreiheit zu opfern.

    Ich für meinen Teil nehme hier mal wieder die Erfahrung mit, dass auch die Partei "Die Grünen" erwachsen worden ist und daher nicht mehr uneingeschränkt eine Partei von Menschen ist, die ständig nach "Idealen" streben. Vielmehr scheinen sich auch in dieser Partei zwischenzeitlich Opportunisten zu tummeln, die im Zweifel auch keine Skrupel kennen, wenn sie die Chance sehen in der einen oder anderen Ecke noch ein paar Wähler zu angeln.

    P.S. Weiß jemand zufällig, ob Herr Beck selbst beschnitten ist?


    Natürlich müssten die Menschen, die hier um Asyl bitten würden, zugleich auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau wie auch die friedliche Auseinandersetzung bei unterschiedlicher Meinung akzeptieren.



    Mir persönlich gehen die Forderung von Volker Beck für eine bessere Integration nicht weit genug. Warum brauchen wir eine Gleichheit der Geschlechter bzw. hat doch sowohl die Bibel wie auch der Islam kein Problem damit, hier Unterschiede zu machen.


    Und wenn wir gerade bei Flüchtlingen sind, warum schaffen wir nicht die Voraussetzungen, dass die "vertriebenen" Mitglieder der Zwölf Stämme endlich wieder zurückkehren können. Das Recht auf Züchtigung ist doch auch religiös begründbar.


    Vielleicht sollte sich Völker Beck auch mal mit Vertreten kurzschließen, die sich mit islamischen Recht bzw. auch mit alttestamentlichen Fragen auskennen, damit man hier auch endlich eine Grundgesetzänderung auf den Weg bringen kann. Wer braucht schon ein Recht auf körperliche Unversehrtheit oder sexuelle Freizügigkeit. Wenn die Religion die Beschneidung vorschreibt, muss dieser Passus eben gestrichen werden und die Betroffenen akzeptieren, dass auch ihre Sexualität dank der Religion ihrer Eltern beschnitten wurde.

    Für die wenigen, die es nicht begriffen haben, die obigen Absätze sind natürlich ironisch gemeint.
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    Die Menschen fliehen aus Ländern, wo ihr Leib und Leben bedroht wird in ein Land, wo sie Sicherheit erwarten. Sicherheit und Humanität braucht aber Säulen, welche diese tragen. Den Tierschutz hat man eingeführt, um die Menschen vor der Verrohung zu bewahren. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit soll Menschen vor Folter und anderen Qualen schützen. Wie sollen diese Säulen als Fundament das ganze noch tragen können, wenn sie nun von politischen Stümpern unverfroren angesägt werden?

    In Flüchtlingsheimen gibt es verabscheuungswürdige Brandstifter, die ein reales Feuer legen. Andere Menschen sind dagegen geistige Brandstifter, weil sie Wert verbrennen, die durch viele Generationen erst erschaffen wurden und unser Verständnis von Grundrechten geformt haben.

    Ich möchte an dieser Stelle aber auch einwerfen, dass ich Herrn Volker Beck nicht als die große Leuchte sehe, der sich hier im Alleingang solche Geschichten ausdenkt und diese dann publik macht. Meine Kritik richtet sich daher nur am Rande an diesen Politiker, der sich mit solchen Aussagen wohl eher in den Vordergrund zu drängen versucht.

    Mir ist der Verriss hier ehrlich gesagt unverständlich.


    Mir geht es genauso. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Helene Weiss seit 09.12.2015 auf dieser Plattform angemeldet und hat dort bisher lediglich diesen einen Artikel gepostet. Muss man von allen und jedem, der sich zu einem Thema öffentlich äußert automatisch erwarten, dass sämtliche Formulierungen und Fakten bis ins letzte Detail wie in einer Promotionsschrift korrekt recherchiert sind ;)

    Für mich ist hier der Grundtenor wichtiger und den finde ich sehr gut.

    Parteien, die sich nicht ans Grundgesetz halten, werden verboten oder zumindest streng überwacht. Glaubensgemeinschaften, die Grundrechte wie den Gleichheitsgrundsatz oder das Recht auf körperliche Unversehrtheit teilweise ignorieren, lässt man jedoch gewähren?!

    Wenn der Gesetzgeber sich nicht ans Grundgesetz hält, wird im häufig aufgetragen das Gesetz nachzubessern. Aus meiner Sicht gibt es hier daher auch nur zwei Optionen. Entweder die jeweilige Gruppe einer Religionsgemeinschaft ändert ihre "Statuten" bzw. weist diejenigen zurück, die sich falsch verhalten oder ihre Würdenträger werden von der Bedeutung her rechtlich einem Faschingsprinzen gleichgestellt. Ich denke uns ist allen bewusst, dass es bei allen der drei Weltreligionen genug Handlungsbedarf gibt.

    Armin Langer scheint ja tatsächlich eine sehr interessante Persönlichkeit zu sein. Er sucht offenbar mit seiner Initiative u.a. den Dialog zwischen Islam, Judentum sowie Christentum. Und dies, obwohl der Islam tendenziell Ressentiments gegenüber Menschen hegt, die nicht heterosexuell sind, womit er sich hier nach meinem Eindruck auf dünnes Eis begeben könnte.

    Auf der anderen Seite sind es aber genau solche Menschen, die Religion auch mit positiven menschlichen Werten bereichern und nicht mit weiteren No-go´s füttern. Eine Religion, die nur blind in ihren Traditionen verhaftet ist, wird auf Dauer tendenziell zu einer menschenfeindlichen Diktatur mutieren. Dies haben alle drei Weltreligionen leider immer wieder deutlich bewiesen.

    Religion ist genauso gut oder böse wie die Menschen, die sie leben.