Beiträge von NoCut

    Die schalten Kommentare frei

    Und nicht nur das, sondern man kann sogar völlig "anonym" kommentieren. Ich weiß nicht wie es Euch mit Kommentarfunktionen ergeht, aber offen gesagt traue ich denen, die ihren eigenen Kindern grundlos die Vorhaut amputieren lassen, nicht allen so ganz über den Weg. Daher bevorzuge ich bei öffentlichen Äußerungen die Möglichkeit "anonym" bleiben zu können. Viele Grüße übrigens von "Udo" ;)

    "Erfolgreiche Methoden im Kampf gegen Aids

    30 Jahre Erfahrungen im Kampf gegen Aids haben gezeigt: Es gibt ein Bündel wirksamer Maßnahmen zur Eindämmung der Immunschwächekrankheit. Dazu zählen die Propagierung von Enthaltsamkeit und der Gebrauch von Kondomen, Drogenprävention, die Beschneidung von Jungen, Angebote zum Tausch von Injektionsnadeln bei Drogenabhängigen, die Gabe antiretroviraler Medikamente nach riskantem Geschlechtsverkehr oder Vergewaltigungen sowie Aufklärungsprogramme und vertrauliche Beratungsangebote für Jugendliche und Risikogruppen. UNICEF fordert, dass endlich alle Heranwachsenden Zugang zu Informationen, Beratung und Hilfe erhalten."


    https://www.unicef.de/presse/2011/si…endlichen/35510

    Unicef: *Brech*

    Und wer diese grausame Praxis auch finanziell unterstützen will, kann bei Spenden auch noch den Verwendungszweck "Kinder & HIV/Aids" anklicken. 30 Jahre Erfahrung im Kampf gegen Aids und noch immer nichts dazu gelernt. Wie viele beschnittene Männer werden wohl schon deshalb aufs Kondom verzichten, weil sie damit noch weniger spüren bzw. im Zweifel gar nicht mehr "kommen" können. Das einzige, was gegen Aids beim Geschlechtsverkehr aber hilft, sind und bleiben Kondome.

    Im Gegensatz zu Deutschland und anderen Ländern, herrscht in Gambia in Bezug auf die Genitalverstümmelung noch die "Gleichberechtigung". Unicef setzt sich jetzt dafür ein, dass diese Gleichberechtigung abgeschafft werden soll. Mit anderen Worten findet es Unicef offensichtlich nicht anstößig, wenn Jungen in Gambia weiterhin zwangsbeschnitten werden.

    https://www.unicef.de/informieren/bl…e-gambia/109308

    "In Gambia ist die Beschneidung von Mädchen und Jungen traditionell noch tief verankert. Die Beschneidungsrate bei jungen Frauen im Alter zwischen 15 bis 19 Jahren liegt bei rund 75 Prozent. Die Praxis ist für Mädchen lebensgefährlich. An den körperlichen und seelischen Folgen leiden betroffene Frauen häufig ein Leben lang."

    Diese Aussagen bestärken mich nun ein weiteres Mal, Organisationen wie Unicef nicht nur wegen ihrem vergleichsweise hohen Werbe- und Verwaltungsaufwand (siehe DZI: 10-20%!) nicht durch Spenden zu unterstützen.

    NoCut schreibt:
    Das Recht auf körperliche Unversehrtheit muss auch mit umgekehrten Vorzeichen gelten. Einfacher ausgedrückt kann und darf man Beschneidung niemals verbieten. Was jedoch strikt verboten werden muss, sind Zwangsbeschneidungen.


    Ganz richtig, das meine ich ja auch ; wir reden doch hier nur über die Zwangs-Beschneidung von Minderjährigen. Wenn Erwachsene an sich rum schnippeln wollen, ist das ihre Sache.

    Wenn Erwachsene über die Folgen einer Beschneidung richtig aufgeklärt wurden, stimme ich Dir zu. Sofern sich aber ein Erwachsener aus religiösen Gründen beschneiden lässt, aber gar nicht aufgeklärt wurde, welche Folgen dies langfristig auf seine Sexualität haben wird, sehe ich hier auch Aufklärungsbedarf seitens "staatlicher" Stellen.

    Anders ausgedrückt kann ja nur frei handeln, wer auch gedanklich weiß, was er da tut. Das Religionsfreiheit irgendwo teilweise ein Paradoxon ist, weil es rationales Wissen durch Dogmen eliminiert und häufig auch Freiheiten nimmt, ist dagegen ein anderes Thema, welches alle Religionen gemeinsam haben.

    Ist wirklich alles so geschlechtsspezifisch?


    "Die weibliche Genitalverstümmelung wird auch als Beschneidung bezeichnet.

    ...

    Sie ist sehr gefährlich für die Gesundheit der Frauen und Mädchen. Einige verbluten dabei.
    Diese Prozedur kann auch verschiedene Folgen haben:

    • Angst, Stress, Trauma, manchmal sogar Schock;*1
    • Infektionen und Krankheiten;*2
    • Schmerzen während der Monatsblutung und beim Urinieren;*2
    • ein höheres Risiko für STIs und HIV;
    • eine schmerzhafte und komplizierte Entbindung für Mutter und Kind;
    • Unfruchtbarkeit;*3
    • schmerzhafter Geschlechtsverkehr und geringere sexuelle Lust.*4"

    *1 Gilt nicht nur für Säuglinge.
    *2 Gilt für den Zeitraum nach der Amputation der Vorhaut.
    *3 Missglückte Operationen können auch dazu führen, dass kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist (z.B. im Falle einer Penektomie aufgrund von Komplikationen).
    *4 Wenn der Geschlechtsverkehr für beide Partner schmerzhaft wird, hat dies wohl auch Auswirkungen auf die Lust.

    Fazit:
    Männer bekommen keine Kinder und keine Periode. Daher sind Männer in diesem Bereich nicht von den genannten Komplikationen einer Beschneidung betroffen. Allerdings bekommen auch nicht alle Frauen Kinder und eine FGM nach Type 1a bis hin zu Type 3b führt ohnehin zu völlig verschiedenen Beschwerden. Dennoch wird hier der Eindruck erweckt, dass hier alle Formen der FGM eine Genitalverstümmelung darstellen würden und eine MGM dagegen eher harmloser sei.

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung leistet hier aus meiner Sicht keine Aufklärungsarbeit, sondern sie verbreitet lediglich gefährliches Halbwissen.

    Da steht auch nicht "erwachsener Mann", das ist eine Erfindung von dir.

    Richtig, da steht nichts von "erwachsener Mann". Deshalb hatte ich geschrieben, dass man genau hinhören soll, wenn ein Beschneidungsbefürworter mit "Menschenrechten" incl. "Religionsfreiheit" argumentiert, weil hier das Wort Mensch im Kontext ein Synonym für Mann oder freier übersetzt sogar Patriarch sein könnte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Erkl%C3%A…C3%BCrgerrechte

    Kurzfassung für Eilige ;)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erkl%C3%A…hte#cite_note-3


    So if I will not require women to perform an equivalent ritual, how can I demand it of men?

    Auch hier ist wieder von "men" und nicht von "boy" die Rede.


    Meinen obiges Zitat möchte ich vorsorglich auch korrigieren, weil Ironie ja leicht übersehen werden kann ;)

    Jeder [erwachsene Mann] darf frei über seinen Körper verfügen, sofern also nachdem ihm die Vorhaut nicht bereits als Kind zwangsamputiert wurde.

    Die AfD nimmt zur Genitalverstümmelung von Jungen überhaupt nicht Stellung, hast du das noch nicht mitbekommen

    Ich glaubte in der "Lügenpresse" gelesen zu haben, dass es sich um einen Entwurf eines Parteiprogramms handeln würde und somit auch Frau Petry nicht das letzte Wort haben kann. Jedenfalls dachte ich bisher, dass über den endgültigen Inhalt der Bundesparteitag der AfD am 30.04./01.05.2016 noch entscheiden müsste:
    https://www.alternativefuer.de/wp-content/upl…rogramm-AfD.pdf

    Aber ich gebe nach und Du darfst wenn Du willst sogar das letzte Wort haben...

    Eigentlich ist das ganze doch nicht widersprüchlich, sondern es zeigt genau auf, wie das Prinzip der Zwangsbeschneidung funktioniert. Jeder [erwachsene Mann] darf frei über seinen Körper verfügen, also nachdem ihm die Vorhaut bereits als Kind zwangsamputiert wurde.

    Hinweis:
    Als die Menschenrechte formuliert wurden, wurde das Wort "l´homme" verwendet. Gemeint war wohl "Mann" und nicht "Mensch". Dies stellte dann auch Olympe de Gouges fest, nachdem sie die gleichen Rechte auch für Frauen eingefordert hatte und deshalb mit der Guillotine hingerichtet wurde. In der Beschneidungsdebatte geht es ja ebenfalls um Menschenrechte und hier wird wieder deutlich, dass "Mann" eben für "erwachsen" steht und sich daher traditionell von einem nicht erwachsenen Mann [=Jungen] unterscheidet. Sobald von Menschenrechten oder Religionsfreiheit seitens der Beschneidungsbefürworter gesprochen wird, muss man daher genau hinhören, ob diese "Droits de l’Homme" in Wahrheit nur das Recht der erwachsenen Menschen männlichen Geschlechts [=Männer] bedeuten soll.

    Wir wollen jetzt aber hier nicht wirklich die AfD diskutieren, oder? (off topic)

    Auf den ersten Blick war und ist mein Zitat aus dem Parteiprogramm der AfD tatsächlich OT. Wenn ich mir die Charta zum Forum anschaue, halte ich es aber absolut nicht mehr für OT. Immer wieder tauchen hier doch auch Foristen auf, welche sich zwar gegen Beschneidungen aussprechen, deren übriges Gedankengut aber nicht mit der Charta vereinbar ist und die deshalb gesperrt werden müssen.

    Ich wollte daher nur deutlich machen, dass die AfD nicht mehr die eurokritische Wahlalternative 2013 ist und ich mich daher deutlich von diesem Gedankengut distanzieren möchte, auch wenn hier scheinbar im Bereich der Zwangsbeschneidungen eine Schnittmenge vorhanden ist. Meiner Meinung nach haben die Aussagen der AfD zum Thema Beschneidung der Beschneidungsdebatte deutlich mehr geschadet als genutzt, weil das Gesamtthema damit in eine "rechte" Ecke verschoben wird, wo es gerade nicht hingehört.

    Mein Englisch ist nicht so gut. Kann mir jemand kurz erzählen, warum sich der Mann umgebracht hat? War etwas schief gelaufen bei seiner Beschneidung?

    Mein Englisch ist auch nicht besser ;)

    Wenn Du den Link anklickst, kann man je nach Browser mit der Rechten Maustaste die Funktion "Übersetzen in Deutsch" anklicken. Für dieses Kaderwelsch wäre zwar eine weitere Übersetzung fast notwendig, aber grob kann man dann schon besser verstehen, um was es ging.

    Dass sich die AfD mit einem Beschneidungsverbot beschäftigt hat, dürfte weniger mit einem Interesse an einem "männlichen Penis" (gibt´s auch weibliche?) als mehr damit zu tun gehabt haben, welchen Mitbürgern man mit einem Verbot eines hätte auswischen können. So jedenfalls meine persönliche Einschätzung.

    Die AfD scheint mir nahezu ausschließlich auf "nationale Ziele" ausgerichtet zu sein bzw. gerade bei den humanistischen Zielen wird dann schon deutlicher, wo die Reise hingehen könnte.

    Auch möchte ich hier nur beispielhaft aus dem Parteiprogramm folgendes aus XII Nr. 2 zitieren:

    "Nicht therapierbare Alkohol- und drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit auszugehen, sind nicht in psychiatrischen Krankenhäusern, sondern in der Sicherungsverwahrung unterzubringen."

    Übersetzt bedeutet dies im Klartext Schuldunfähige in den Strafvollzug zu verlegen?! Erwartet jetzt noch einer, dass die AfD bei einem möglichen Beschneidungsverbot die Rechte von wehrlosen Kinder im Visier hätte. Manchmal kann jemand das richtige wollen und es kann dennoch völlig verkehrt sein.

    Hallo und willkommen im Forum. Ich glaube Du hast den Sinn und Zweck des Forums vermutlich falsch verstanden. Hier geht es eigentlich darum, unnötige Beschneidungen zu verhindern (Zwangsbeschneidungen ,Fehldiagnosen, Beschneidungen aufgrund mangelhafter Aufklärung) bzw. auch darum denjenigen eine Anlaufstelle zu bieten, die beschnitten wurden und darunter leiden.

    Du hast zwar offenbar auch ein Problem mit Deiner Beschneidung, jedoch geht es hier um ein akutes bzw. ausschließlich medizinisches Problem. Daher kann Dir hier nur ein Arzt weiterhelfen.

    Ich möchte Dir hier aber an dieser Stelle wenigstens gute Besserung wünschen.

    Die Aversionstherapie entspricht ja auch den Überlegungen von Dr. Kelloggs, der für die Jungs die Beschneidung und für die Mädchen Karbolsäure als angemessen sah, um diese nach seinen kranken Vorstellungen zu "erziehen".

    Er selbst war ja offenbar eher analfixiert bzw. frönte er sexuell offenbar der Klismaphilie.

    Vielleicht wäre es daher etwas intelligenter, wenn sich Leute wie Hannes Stein vorher überlegen würden, welche Abgründe sich auftun, wenn das Thema Aversionstherapie im Raum steht. Wie bei Kelloggs reden wir ja hier von Kindern, die keinerlei therapeutischen Bedarf aufzeigen!

    Eine Impfung ist evidenzbasiert, sie schützt vor Krankheiten, die nachweislich das, was wir als "Volksgesundheit" bzw. "gegen deren Bedrohung" bezeichnen schützt.

    Welchen Wert hat schon die "Volksgesundheit", wenn es um das "Seelenheil" geht ;)

    Bei der Impfung geht es um rationale Gründe und bei der Beschneidung verlassen wir den Bereich dessen, was mit der Vernunft ergründet werden kann. Natürlich mag auch das Thema Impfen partiell nicht immer ganz rational sein bzw. einerseits monetär beeinflusst und andererseits fast schon ideologisch aufgepuscht daherkommen.

    Beim Seelenheil dagegen prallt jedes logische Argument ab, weil es sich ja bewusst vom Verstand distanziert. Natürlich kann man auch nur eine symbolische Beschneidung durchführen. Bei der Taufe wird ja der Täufling i.d.R. auch nicht mehr untergetaucht, sondern nur noch mit ein paar Spritzern Wasser benetzt.

    Man könnte also dem Problem eigentlich sogar ganz ausweichen, statt komplett auf Konfrontation hinzusteuern. Leider gab es aber am 12.12.12 in Deutschland genügend Politiker vom Schlag eines Volker Becks, die ebenfalls die Faktenlage ausgeblendet und auf Kollisionskurs mit dem Grundgesetz bzw. den Menschenrechten zugesteuert haben.

    Die Ironie in Sachen Volker Beck sehe ich aber vorallem darin, dass er sich für den Islam bezüglich der Zwangsbeschneidung einsetzt, aber umgekehrt im Islam Drogenkonsum i.d.R. zu den Straftaten zählt, die irgendwo zwischen auspeitschen und Todesstrafe geahndet werden können. Volker Beck scheint somit ungewollt fast in die Rolle eines "falschen Propheten" geschlüpft zu sein. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, dass viele künftig lieber auf seine Unterstützung verzichten werden ;)

    Und deshalb muss man eben aufzeigen, dass es nur ein menschliches Gebot ist, dann fallen vielleicht die Hemmungen unserer Gesetzgeber, die Beschneidung zu verbieten.

    Ich hatte mir gestern einen Film bei Spiegel-TV zum Thema Beschneidung angeschaut und mit meiner Frau darüber diskutiert. Auch sie meinte dann spontan, dass man Beschneidungen doch am besten "einfach" ganz verbieten sollte. Plötzlich wurde ich selbst zum Verfechter des Rechts auf (religiöse) Beschneidung!

    Das Recht auf körperliche Unversehrtheit muss auch mit umgekehrten Vorzeichen gelten. Einfacher ausgedrückt kann und darf man Beschneidung niemals verbieten. Was jedoch strikt verboten werden muss, sind Zwangsbeschneidungen.

    Wenn Menschen jüdischen, muslimischen oder christlichen Glaubens davon überzeugt sind, dass sie beschnitten werden wollen, dann ist dies auch ihr gutes Recht. Wir verbieten doch auch niemanden sich die Schamlippen operieren zu lassen oder ähnliches.

    Auch ist es nicht die Aufgabe eines Staates aufzuzeigen, ob die Beschneidung ein göttliches oder menschliches Gebot ist. Im Rahmen der "Gesundheitsfürsorge" kann der Staat höchstens über die Nachteile einer Beschneidung aufklären und alles unternehmen, dass Kinder nicht aufgrund von Fehldiagnosen die Vorhaupt amputiert bekommen.

    Sofern sich jemand frei dazu entscheidet seine Genitalien verändern zu lassen, geht dies weder den Staat noch die Gesellschaft etwas an. Aus diesem Grund braucht es für mich in Bezug auf die religiöse Beschneidung keinen Schutz durch die Religionsfreiheit, weil jeder Erwachsene ohnehin das Recht haben muss frei über seinen Körper zu entscheiden.

    Da geht noch mehr...das heißt für mich, dass es, so wie es ist zu wenig für ihn ist?


    Beim "richtigen" Sex sind es ja bekanntlich immer zwei Partner ;)

    Und wenn hier der eine zu früh fertig ist, kann dies auch eine Beziehung belasten. Zum Glück kann man den Effekt jedoch auch mit benzocainhaltigem Gel beschichteten Kondomen vorher testen und muss dann feststellen (so ging es mir jedenfalls), dass weniger Gefühl auch nicht die Lösung sein kann. Ich wollte dies hier nur erwähnt wissen, bevor hier jemand vielleicht den Fehler begeht und ein relativ leicht lösbares Problem gegen ein ganz anderes eintauscht.

    Der Mann im Film hatte ja übrigens verneint, dass er von seiner Partnerin dazu ermutigt worden wäre. Er berichtete aber hinterher, dass es ihm wenig gebracht hätte und seiner Partnerin dagegen viel mehr. Hier sind wir wieder beim Thema, dass zum "richtigen" Sex immer zwei gehören und vielleicht schaltet schon beim Gedanken an ein noch erfüllteres Sexualleben dann auch mal das Gehirn aus.

    Als Fazit würde ich für diesen Teilaspekt festhalten, dass es doch einen Grund geben muss, warum sich so viele Männer freiwillig beschneiden lassen. Und die Berichte der frisch Beschnittenen werden wohl der Grund sein, warum sich immer wieder aufs Neue Männer freiwillig beschneiden lassen. Du kannst den Betroffenen Dummheit vorwerfen, aber auch für diesen Bereich halte ich Aufklärung für sinnvoller.

    Habe mir den Film auch endlich mal angeschaut.

    ...warum trägt sich ein Mann der keinerlei Leidensdruck wegen eines med. Vorhautproblems hat überhaupt mit dem Gedanken sich was von seinem Körper wegschneiden zu lassen, was treibt ihn an, worunter leidet er wirklich?

    Es geht hier wohl weniger um einen Leidensdruck, als um das Gefühl, da geht noch mehr. Das "Werbeversprechen" lautet ja länger und mehr Oralverkehr (Hygiene + Ästhetik). Bei dem Herrn im Video dürfte nach meinem Eindruck letzteres der Grund gewesen sein.

    Fragt jetzt aber bitte nicht, warum mir diese "Werbeversprechen" gleich so bekannt vorkamen. Bei Zigaretten gibt es Warnhinweise und in Bezug auf Beschneidungen das Internet. Mit dem Rauchen kann man auch wieder aufhören, aber bei der Beschneidung gibt es eben kein zurück. Wer lesen kann, ist daher klar im Vorteil und ich bin heute wieder Nichtraucher und auch im Übrigen hat es sich für mich gelohnt, den Werbeversprechen damals nicht zu glauben ;)

    Das soll doch wohl nicht an mich gerichtet sein?

    Ich weiß jetzt nicht so richtig, ob ich mich tatsächlich so unverständlich ausgedrückt habe, aber in meinem Bezug auf Dich ging es mir alleine darum, dass Du der Diskussion aus meiner Sicht dazu verholfen hast, dass sie auch juristisch um eine weitere Dimension erweitert wurde (das @ sollte eine Art dickes Lob sein).

    Meine Idee war ja lediglich, dass Religionsfreiheit z.B. nicht das Recht auf Körperverletzung beinhalten könne. Du hast aber zu Recht sinngemäß ausgeführt, dass Religionsfreiheit gegen das Recht jemanden vorsätzlich zu verletzen zu dürfen abgewogen werden muss. Dass die Rechtsgüterabwägung hier scheinbar versagt, liegt vielleicht an einer Art neuen "Ideologie", die die Folgen des 2. Weltkriegs und des Holocaust zu überkompensieren versucht und dabei neues Unrecht verübt.

    Die Geschichte mit der Gewalt und Gegengewalt bezog oder bezieht sich somit nicht auf Dich, sondern darauf, dass der Frust von Menschen, die zwangsbeschnitten wurden, sich im schlimmsten Fall ein Ventil suchen und dann neue Gewalt entsteht. Wenn wir also aufrichtig mehr Frieden und weniger Krieg auf dieser Erde haben wollen, müssen wir uns wohl schon genau überlegen, wie wir Kinder behandeln bzw. wie diese eine Zwangsbeschneidung wohlmöglich wahrnehmen.

    "Angesichts seiner Geschichte mit den Juden ist Deutschland wohl das letzte Land..."

    Werden und wurden nicht auch in Europa die Rechte von Kindern immer wieder eklatant missachtet. Wo bleibt hier die historische Verantwortung aus den Fehlern zu lernen?!

    Polemik bleibt Polemik, auch wenn sie von jemanden aus den schreibenden Zünften stammt.

    Ohne rot zu werden...

    Einer "Juristin", die politisch motiviert sämtliche juristischen Grundsätze beschneidet, der traue ich sogar zu, dass sie plötzlich von gelb nach rot optiert, wenn dies der Fortsetzung ihrer politischen Karriere dienlich wäre.

    Das Jahr 2012 ist aber schon lange her und aktuell höre ich schon wieder von allen Seiten die "romantisch verklärten religiösen" Schutzbehauptungen, dass Zwangsbeschneidungen der Hygiene geschuldet wären und man aus der historischen Verantwortung heraus gar nicht anders handeln könne.

    Wir diskutieren hier über Fakten und die Gegenseite argumentiert mit Märchen und Lügen. Einstein sagte mal, dass Phantasie wichtiger sei als Wissen, weil Wissen begrenzt ist. In diesem Kontext betrachtet ist jedoch diese Erkenntnis des selbst von der Beschneidung betroffenen Albert Einstein ein bittere und für die Kinder auch eine schmerzhafte Pille, weil sie verhindert, dass sich der Verstand gegen die religiöse Märchenwelt durchzusetzen vermag.