Ich hab Dich schon verstanden, NoCut. Wollte nur ein wenig ergänzen und untermauern
dito ![]()
Aber es gibt ja sicherlich auch stille Mitleser, denen ich das Anklicken von Links teilweise ersparen möchte.
Ich hab Dich schon verstanden, NoCut. Wollte nur ein wenig ergänzen und untermauern
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Aber es gibt ja sicherlich auch stille Mitleser, denen ich das Anklicken von Links teilweise ersparen möchte.
Aber nicht in dem Umfang wie mit Vorhäuten, zumal ja auch Kinder beschnitten werden deren Zellen besonders lukrativ sind. Aber auch bei Erwachsenen finden sich Stammzellen, wenn auch nicht so viele.
Bezüglich den USA hast Du sicherlich Recht.
Bei der HIV-Kampagne in Afrika sollen ja vorwiegend Beschneidungsvorrichtungen wie Prepex zum Einsatz kommen und dort stirbt die Haut dann einfach ab. Aus meiner Sicht kann es daher nur darum gehen, billigst gefertigte Plastikteile als teure medizinische Produkte zu vermarkten.
War Bill Clinton so fanatische Beschneidungsbefürworter schon als USA President oder erst später?
Keine Ahnung. Da Charity in den USA aber ein gesellschaftlich hohes Ansehen genießt und ein ehemaliger Präsident gerade so sein Ansehen aus vergangenen Tagen aufpolieren kann, würde es mich nicht wundern, wenn er erst nach dem Ausscheiden aus dem Amt richtig aktiv wurde.
Das fand ich ja bei diesem Artikel so urkomisch. Hier wurde ja "verkündet", dass die Mehrheit der Gelehrten die Beschneidung als Verpflichtung betrachtet. Dies war ja auch der Grund, warum ich diese Pflicht in Anführungszeichen gesetzt hatte.
Der Islam ist ja wie das Judentum oder das Christentum eine Buchreligion. Die Niederschrift der Dogmen & Co. sollte ursprünglich verhindern, dass der Inhalt verfälscht werden kann. Keine der drei Weltreligionen hat es aber auch nur im Ansatz geschafft der Versuchung zu widerstehen hier Irrlehren als allgemeine Lehren zu manifestieren.
Und in diesem Zusammenhang schlägt die Koran-Nachtigall in die gleiche Kerbe wie Frau Merkel, wenn er per Notstandsdekret die persönliche Körperhygiene zu regeln versucht. Jedes Individuum muss vor übergriffigem Verhalten seitens der Religionen geschützt werden bzw. geht es gar nicht, wenn hier Komiker solche Missstände noch per Gesetz für rechtmäßig erklären.
Nicht Idioten in dem Sinne, das sind skrupellose Mistkerle die auf den Schultern der Schwachen Geld scheffeln. Wenn Bill Gates da seine Finger im Spiel hat ist die Antwort:" ... die Reichen wollen halt noch reicher werden und nutzen die Angst und Unwissenheit der Schwachen aus"
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Einspruch ![]()
Um Geld zu verdienen, könnte man Afrika auch mit Kondomen überschwemmen. Meine Feststellung bezüglich derer, welche sich die Beschneidung als Methode um Aids einzudämmen ausgedacht haben, ist daher wohl doch zutreffend ![]()
Da der Begriff "Idiot" mehrere Bedeutungen haben kann, möchte ich betonen, dass ich diesen Begriff weder medizinisch noch hinsichtlich seines Ursprungs aus dem Griechischen verstanden wissen möchte.
Warum kann sich Dr. Lauterbach nicht zu einer ethischen Frage äußern?
Zitat: „Das ist eine hochethische Frage, zu der ich mich nicht äußern kann.“
Fehlt es ihm trotz Medizinstudium am ethischen Grundverständnis oder hat er jeglichen Bezug zu ethischem Handeln vielleicht durch seine Tätigkeit in der Politik verloren?!
Frau Reissinger übersieht übrigens auch ein wichtiges Detail, wenn sie von Zwangsbeschneidung spricht, weil statt der Eltern der Schuldirektor in die Beschneidung eingewilligt hat. Auch eine Einwilligung der Eltern stellt eine Zwangsbeschneidung dar, weil ein Kind nicht selbst einwilligen kann. Ob also die Einwilligung vom Schuldirektor, Hausmeister oder den Eltern stammt, macht für ein Kind (Junge oder Mädchen), das gegen seinen Willen gewaltsam beschnitten wird, keinerlei Unterschied.
Warum Männer, welche als "HIV-Prävention" beschnitten wurden zum Schutz dennoch beim GV Kondome tragen sollen, ist übrigens eine brillante Frage. Die Antwort darauf kann wohl nur lauten, dass sich "Idioten" die Idee mit der Beschneidung ausgedacht haben, die zwar nichts bringt, aber offensichtlich das Problem verstärkt, dass viele Männer keine Kondome verwenden wollen.
Für besonders begriffsstutzige Beschneidungsbefürworter sei nochmal erklärt, dass Kondome wie auch die Beschneidung die Sensibilität verringern. Als einfacher Test mögen diejenigen, welche einen solchen Zusammenhang leugnen, einfach mal ein paar Latexhandschuhe anziehen und einen Faden einfädeln. Und zum Vergleich können die Betreffenden dann ein paar warme gefütterte Winterhandschuhe über die Latexhandschuhe anziehen und das Experiment wiederhohlen. Die Latexhandschuhe stehen hier für den Sensibilitätverlust der Kondome und die Winterhandschuhe für den Sensibilitätsverlust, wie er einige Jahre nach der Beschneidung eintritt (Verhornung der Glans).
Beschneidung
Die Mehrheit der islamischen Gelehrten sind sich darüber einig, dass die Beschneidung für Männer verpflichtend ist, vorausgesetzt, dass sie nicht befürchten, sie könnte ihnen schaden. Die Beschneidung macht es leichter, den Penis von Spuren von Urin, Schmutz und Verunreinigungen sauber zu halten, und es besteht aus dem Schneiden der Vorhaut, welche die Eichel bedeckt. Es bedeutet nicht, die Haut oder einen Teil des Penis zu entfernen, was bewusst Schaden zufügen bedeuten und damit den Lehren des Islam widersprechen würde. Die Beschneidung von Frauen gehört nicht zu den verpflichtenden Riten des Islam.
Sicherlich haben schon einige mitbekommen, dass in der Türkei der "Notstand" ausgebrochen ist. Zu diesem Zweck hat der türkische Ministerpräsident nun auch ein Dekret bezüglich der Haarentfernung erlassen, um diese "Not" zu lindern ![]()
In diesem Zusammenhang wollte ich mein "Wissen" auffrischen, was es mit der Enthaarung im Islam bezüglich der Hygiene zu tun hat und bin auf folgenden Artikel gestoßen. Der Grundtenor ist dabei wohl, dass Urin, Sperma, Scheidensekret & Co. nicht nur im allgemeinen Sinne, sondern auch aus religiöser Sicht als absolut "unrein" angesehen werden. Die Haarentfernung wie auch die Beschneidung sollen hier wohl helfen die "spirituelle" Intimhygiene unter schlechten Bedingungen, wie sie wohl in der Wüste ohne Wasser vorkommen, zu erleichtern. Es wir daher z.B. auch empfohlen sich nach dem GV mit trockenem Sand zu reinigen, wenn kein Wasser zu Verfügung steht.
Was mich aber dann auf der verlinkten Seite richtig zum Lachen brachte, war der Begriff "Mehrheit". Ups, dachte ich bei mir, die Vorschriften des Islam stammen also doch nicht entgegen der landläufigen Meinung vom Propheten selbst, sondern werden in irgendeiner Art "demokratischer Meinungsbildungsprozess" unter den Gelehrten "willkürlich" festgelegt bzw. ist man sich am Ende sogar "einig" ![]()
Dies wiederum zeigt dann wieder deutlich, dass die Beschneidung keine Forderung des Koran selbst darstellt, sondern lediglich eine Interpretation oder Auslegung von "Gelehrten" repräsentiert. Da der Koran den Anspruch erhebt alles geregelt zu haben, könnte das Beschneidungsgebot als "islamische Pflicht" sogar eine absichtliche Fehlinterpretation des Koran darstellen. Aber keine Sorge für alle Gläubigen des Islams. Wie in jeder waschechten Religion wird ein Widerspruch bzw. die Willkür der Gelehrten dadurch geheilt, dass im Zweifel selbst der letzte Unsinn durch eine selbsternannte Autorität als richtig definiert wird. Religionen erheben i.d.R. keinen Anspruch auf Wahrheit, sondern "nur", dass man ihre Gebot blind und stupide befolgt. Und wenn nun der oberste Regierungschef der Türkei ("Koran-Nachtigall") per Notstandsdekret eine Lösung für das "Enthaarungsproblem" erlassen hat, so sieht man doch deutlich, dass geistige Lenker im Islam hier wie auch bei der Zwangsbeschneidung von Knaben wohl einen Weitblick besitzen, der uns Normalsterblichen (zum Glück) für immer verwehrt bleibt ![]()
[Sorry, wenn ich jetzt etwas arg polemisch und ironisch war, aber bei solchem ausgemachten Blödsinn fällt es mir immer schwer sachlich zu bleiben.]
Viel sahen und sehen den Untergang der westlichen Welt, weil Donald Duck Trump statt Hillary Clinton die Wahl gewonnen hat. Hier geht es aber nicht um Politik.
Entgegen dem Schwarz-Weiß-Bild, welches von beiden Kandidaten verbreitet wurde, steht jedoch auch Hillary Clinton nicht für die Menschenrechte oder für einen weltweiten Frieden. Ihre Einstellung zur Zwangsbeschneidung spricht ja hier Bände. Natürlich spricht sie von freiwilliger Beschneidung, aber wer frägt schon einen Minderjährigen, ob er große Schmerzen ertragen will, Probleme beim Onanieren haben möchte und später einen massiven Sensibilitätsverlust beim Sex hinnehmen möchte.
Beschneidung gegen Aids ist im Grunde wie Homöopathie. Keiner weiß so recht, wie es wirklich funktionieren soll, aber einige (wenige) Studien sind fest davon überzeugt, dass es irgendeinen Zusammenhang geben muss. Wären Kondome bezüglich der Empfängnisverhütung so unsicher wie die Beschneidung gegen Aids, würde man Kondome höchstens noch als minderwertige Luftballons verkaufen.
Randbemerkung: Es ist übrigens davon auszugehen, dass im Haushalt der Familie Clinton selbst die Zigarren beschnitten wurden, obwohl dies nachweislich nicht der Aids-Prävention dienen konnte. So viel zum Thema Beschneidungs-Ideologie.
Ich glaube wir interpretieren hier mehr in den Sachverhalt rein als Fakt ist. Ein Arzt führt wider besseres Wissen oder noch schlimmer unwissend einen Test durch und verletzt dabei seinen jungen Patienten. Die Mutter bemerkt später die Verletzung und möchte den Arzt fragen, ob dies "normal" ist.
Wie soll aber diese Geschichte einen guten Verlauf nehmen? Es wird einen Grund haben, warum es solche Ärzte gibt, denn schließlich gibt es ja auch die dazu passenden Eltern, die ihren Nachwuchs solchen Ärzten anvertrauen.
Ich wache dann nachts auf, habe sexuelle Träume, aber keine Lustgefühle, nur Druck.
Auch von mir herzlich Willkommen im Forum.
Dass Du keine "Lust" bzw. Libido mehr hast, klingt nachvollziehbar. Weguer hat Dir ja bereits die Möglichkeiten aufgezeigt, was man hier vielleicht noch "physisch" retten kann.
Leider gilt in der Sexualität auch der Satz "Use it or lose it" (Zitat: Prof. Schnarch). In Deinem Fall ergibt sich hier aber gegenwärtig eine Abwärtsspirale, die es in eine Aufwärtsspirale zu ändern gilt. Der Vorschlag von Weguer bezüglich einem Therapeuten halte ich daher auch für sinnvoll.
Normalerweise kann aber ein Urologe am besten beurteilen, wie Dir geholfen werden kann. Nach dieser Negativerfahrung wird es für Dich aber schwer sein hier wieder bei jemanden Vertrauen zu fassen und schlicht und ergreifend findet man ja auch nicht einfach auf die Schnelle einen guten Urologen. Hast Du übrigens gewusst, dass es auch niedergelassene Urologinnen gibt. Je nachdem wie man gestrickt ist, tut man sich hier mit "so einem Problem" leichter.
Davon abgesehen wäre aber auch der Hausarzt ein passender Ansprechpartner, sofern man diesen gut kennt und ihm absolut vertraut.
Deine Überlegungen diesen Urologen zu verklagen, der Dir das angetan hat, kann ich gut nachvollziehen. Ob eine Rechtschutzversicherung bei den geringen Erfolgsaussichten einspringen würde, wage ich zu bezweifeln (Einwilligung). Die andere Frage ist aber, was es Dir bringt bzw. was es mit Dir anrichtet, wenn Du Dich zu sehr mit dieser Frage beschäftigst. Dein Blick muss ja schließlich nach vorne gehen, wenn es wieder aufwärts gehen soll.
Ein Problem, daß diese Mutter vermutlich haben wird ist eine Alternative zu finden: Kinderärzte nehmen Säuglinge an aber wenn man mit älteren Kindern wechseln will, kann das ein echtes Problem werden.
Drücken wir es mal anders aus. Was hat diese Mutter zu verlieren, wenn sie den Kinderarzt wechselt ![]()
Und sollten "die" nicht wirklich auf einer Insel leben, gibt es bestimmt bessere Alternativen, die einen auch nicht ablehnen.
BTW: Bei mir wurde noch nicht mal bei der Musterung (war drei Mal dort) auf Phimose untersucht, sondern nur gefragt, ob ich hier Probleme hätte.
Meinst du damit die Infibulation? Dies betrifft aber "nur" einen Bruchteil der weiblichen Beschneidungen? Warum aber dann die anderen Formen der weiblichen Beschneidung?
Die Beschneidung Typ III unterscheidet sich aus meiner Sicht tendenziell mit den anderen Formen nur darin, wie extrem hier das "Ziel" erreicht wird. Aus meiner Sicht ist die FGM eine Art "biologischer Keuschheitsgürtel", der bei Typ III statt mit einem Schlüssel durch eine scharfe Klinge incl. entsprechender Schmerzen "geöffnet" werden kann.
Ich unterstelle, dass der Sinn jeder FGM darin besteht, dass Lustempfinden zu verringen, um damit das "Risiko" von vorehelichem oder außerehelichen GV zu verringern. Für Männer ist dies natürlich "praktisch". Selbst wenn einer als Mann eine totale Niete ist, würde dies im sexuellen Bereich für die Frau keinen Unterschied machen. Die FGM nutzt daher eher den "unterlegenen" bzw. beziehungsunfähigen Männern.
Anmerkung bezüglich Keuschheit:
Keuschheit wird meist als moralischer Begriff verwendet und gilt daher i.d.R. nur auf Frauen, die ausschließlich mit ihrem Ehemann GV haben sollen. Der Vorteil für Männer besteht nun darin, dass Frauen, die nur mit ihrem Ehemann GV haben und hatten keine Vergleichsmöglichkeiten besitzen. Sie können also nicht einschätzen, ob sie bei einem anderen Partner eine bessern Orgasmus erleben würden. Aus meiner Sicht ist dies einer der Hauptbeweggründe, warum Jungfräulichkeit in vielen Gesellschaften bis heute noch moralisch derart verankert ist.
Wie sagte Frau Kallwass letztes Jahr zum Schluss in Köln? "Denn Lust macht frei" ?
Natürlich macht Lust bzw. Sex auch frei (im Kopf). Und natürlich macht die negative Erfahrung, dass Erwachsene Kindern straffrei unendliche und unnötige Schmerzen zufügen dürfen, die Kinder wiederum unfrei. Die MGM ist aus meiner Sicht ein reines Machoverhalten. Einerseits wird die Macht demonstriert und auf der anderen Seite dafür gesorgt, dass andere mit der "beschnittenen Macht" später nur eingeschränkt konkurrieren können.
Nach meiner Einschätzung sind Menschen tendenziell Rudeltiere. Und bei vielen Männern habe ich den Eindruck, dass sie noch immer wenigstens punktuell das Alpha-Tier sein wollen. Gelingt ihnen dies aufgrund der eigenen Skills nicht, versuchen einige dies wenigstens innerhalb ihrer Familie durchzusetzen. Aus meiner Sicht ein Grund, warum viele Männer mit selbstbewussten Frauen ein Problem haben.
Und weil in einem Rudel immer das stärkste Tier den Ton angibt, versucht dieses seine Stellung auch möglichst lange aufrecht zu erhalten. Werden nun in seinem Rudel alle "Jungtiere" beschnitten, werden diese ihm sexuell nicht so sehr überlegen sein, wie dies ohne Beschneidung der Fall sein könnte. Ich weiß, dass dies eine archaische Sichtweise ist, aber wir reden schließlich von der Beschneidung, die ebenfalls absolut archaisch ist und daher aus meiner Sicht auch nur mit archaischen Überlegungen verstanden werden kann.
Die Überlegung den Schmerz und das verlorene Vertrauen gegenüber den eigenen Eltern wieder dadurch zu "reparieren", dass man den eigenen Nachwuchs beschneidet, mag heute nicht abwegig sein, aber es erklärt ja tendenziell nur, warum diese Form der Körperverletzung noch praktiziert wird, nicht aber, warum sie jemals eingeführt wurde.
Heute gehen Menschen mit psychischen Problemen auch zum Therapeuten. Wer aber zu Abrahams oder Mohameds Zeiten gelebt hat, wird sich wohl eher um sein Leben als um seine Psyche gesorgt haben. Wir sind intelligenter geworden und können uns daher auch den Luxus leisten nach Glück zu streben, statt ständig damit beschäftigt zu sein unser Leben mit Hilfe unserer Urinstinkte zu schützen.
Wenn hier der Arzt bei einem 11 Monaten alten Kleinkind auf Phimose untersucht, wird der vermutlich auch im Alter von drei bis vier Jahren einen Sehtest mit Buchstaben durchführen.
Die Frage der Mutter ist aber auch ziemlich schräg. Sie frägt allen Ernstes, ob sich nochmals zu diesem Arzt gehen soll, damit er sich anschaut, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Entweder lebt diese Frau auf einer einsamen Insel, wo dieser Kinderarzt der einzige ist oder sie hat die "Gelbe Seiten" verlegt.
Aktuell kann man den Film Wüstenblume auf der ARD anschauen:
http://www.ardmediathek.de/tv/Filme-im-Er…mentId=42167816
Ich habe dies gestern getan und möchte hier mal meine Gedanken etwas ausführen, die mir dabei in den Kopf geschossen sind.
Der Film basiert ja auf einer wahren Geschichte bzw. spielt ja die Betroffene hier ihre eigene Geschichte. In der Darstellung des Films wurde immer wieder gezeigt, dass sich andere Frauen mit dem Schicksal von Frau Dirie solidarisiert haben und ein starkes Mitgefühl entwickelt haben.
Die FGM wird vermutlich "für" die Männer vorgenommen, die der "Erste" sein wollen, der mit der betreffenden Frau GV praktiziert. Gleichzeitig soll die Beschneidung wohl auch das Lustempfinden der Frau mindern, damit der potentielle Ehemann sich sicher sein kann, dass seine Frau tendenziell eher nicht fremd geht. Den Frauen wird also bewusst im Interesse der Männer Leid zugefügt, was dann erklärt, warum sich hier Frauen instinktiv solidarisieren.
Bei der Zwangsbeschneidung von Jungen geht es ebenfalls darum, das Lustempfinden zu reduzieren. Es wird also damit erreicht, dass ein junger Mann, der sexuell mehr empfinden könnte, durch die Beschneidung sein "jugendlicher Bonus" genommen wird. Mit anderen Worten stellt er für die anderen / älteren Männer dann eine geringere Bedrohung oder Konkurrenz dar.
Im Rahmen dieser Überlegung ist es dann wieder einleuchtend, warum sich Männer untereinander meist nicht solidarisieren bzw. hier auch das Mitgefühl eher weniger vorhanden ist. Ein beschnittener Konkurrent erhöht ja schließlich die eigenen "Chancen". Dass diese Überlegung nicht ganz abwegig ist, lässt sich damit begründen, dass früher ja auch Sklaven oder gefangene Feinde beschnitten wurden.
Der Kampf gegen FGM von Frau Dirie hat wohl größten Respekt verdient. Es hätte nicht viel gefehlt und sie wäre geradezu eine Heldin geworden, wenn es um die Abschaffung der Beschneidung bzw. dem Recht auf körperliche Unversehrtheit geht. Der Pferdefuß war jedoch die Beschneidung ihrer eigenen Söhne und ihre Einstellung zur MGM, was sie dann rückblickend zu einer zwielichtigen Protagonistin im Kampf für Menschenrechte werden ließ.
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Auf den ersten Blick vielleicht "bizarre", aber auf den zweiten völlig einleuchtend, wenn man sich anschaut, wie sich die Rechtsprechung und Gesetze innerhalb einer Gesellschaft verändern.
Als Beispiel möchte ich hier mal den Umgang mit Homosexualität ausführen. Zu biblischen Zeiten oder auch in einigen Staaten dieser Welt droht bei Homosexualität noch heute die Steinigung. In Deutschland war es der § 175 StGB, der anfangs noch Haftstrafen vorsah. Homosexualität war nicht nur gesetzlich verboten, sondern auch gesellschaftlich bzw. "moralisch" nicht akzeptiert.
Erst während der sexuellen Revolution änderte sich hier die Einstellung der Gesellschaft und das Normensystem, welches Homosexualität als "unmoralisch" verworfen hatte, kam ins Wanken. 1969 wurde der § 175 StGB dann erstmals "entschärft".
Beim Thema Beschneidung erleben wir einen vergleichbaren Wandel. Auch hier ist die "Vorgehensweise" in der Bibel beschrieben und noch immer fehlt großen Teilen der Gesellschaft der Mut, gegen diese Missstände zu protestieren.
Wenn sich ein Gesetz ändern soll, braucht es aber immer erst den gesellschaftlichen Wandel, der darin besteht, dass das aktuelle Normensystem ethisch in Frage gestellt wird und sich somit eine neue Moral entwickeln kann. Diese neuen Moralvorstellungen kollidieren dann regelmäßig zuerst mit Gerichtsurteilen, die "bizarr" erscheinen bzw. als ungerecht empfunden werden. Und um diesen Widerspruch zu beseitigen, muss dann der entsprechende Gesetzgeber einschreiten und das Gesetz wieder an die gesellschaftlichen Vorstellungen anpassen.
Solche Entwicklungen brauchen selbst in einer scheinbar aufgeklärten Gesellschaft oft Jahrzehnte. Bis sich was ändert, müssen schließlich mehr Menschen einen Zustand als ungerecht empfinden als Menschen vorhanden sind, die das Gestrige ungeprüft auch für die Zukunft beibehalten wollen. Mit anderen Worten muss hier sinnbildlich erst eine kritische Masse überschritten sein, damit sich überhaupt was bewegt.
Ein Land wie die USA besitzt jedoch eine sehr hohe Beschneidungsquote, weshalb hier eher nicht davon auszugehen ist, dass dieses Land als erstes Zwangsbeschneidungen konsequent verbieten wird.
Das eigentliche Problem besteht doch darin, dass die FGM egal welcher Ausprägung in den USA und auch den meisten anderen Ländern als unmoralisch gilt. Die Beschneidung von Jungen wird dagegen als moralisch vertretbar hingenommen.
Aus ethischer Sicht betrachtet handelt es sich in beiden Fällen um eine Körperverletzung, welche wehrlosen Kindern angetan wird.
Die Moral ist im Gegensatz zur Ethik parteiisch. Moral ist daher meist von ideologischen oder religiösen Mist besudelt. Ob es in den USA Dr. Kelloggs mit seinem Antimasturbations - und Klistierwahn war, der hier eine menschenrechtsverletzende Moral etablieren konnte, ist schwer zu beweisen. Vielleicht waren und sind es aber auch religiöse Strömungen, welche in den USA eine Moral haben entstehen lassen, welche die Menschenrechte außer Kraft gesetzt hat.
Da Moral eine Normensystem benötigt, ist immer dieses Normensystem dafür verantwortlich, ob eine Moral im Einklang mit den Menschenrechten steht oder sogar eine Terrorherrschaft unterstützt. Das Wort Terror klingt jetzt hart, aber wie fühlt es sich wohl für einen Säugling an, der unmittelbar nach der Geburt beschnitten wird?!
Und wenn eine Moral wortwörtlich "herrscht", ist es ja auch selbstverständlich, dass sich alle dieser Moral Unterworfenen im Zweifel die hirnrissigsten Argumente ausdenken, damit passt, was gar nicht zusammen passen kann. Deshalb ist FMG in den USA nicht nur eine Körperverletzung, sondern wohl auch eine sexuelle Handlung an Minderjährigen und eine Zwangsbeschneidung eines Jungens völlig legitim.
Wenn man eine Mehrzahl der Bürger hinter seinen Anliegen sammeln möchte, sollte man sich vor solchen Ungereimtheiten hüten.
Ich weiß nicht, ob man hier wirklich "Bürger" für das eigene Anliegen gewinnen möchte.
Damals begann ich, Kontakt zur Politik zu suchen, um stärker zu kommunizieren, dass unsere Freiheit leicht zerstört werden kann.
Wenn man einen Kontakt zur Politik sucht, um mit dieser "stärker" zu kommunizieren, nennt man dies umgangssprachlich Lobbyismus. Ich muss allerdings zugegeben, dass sich "Werteinitiative" besser anhört als "Lobbyarbeit".
Und weil bald Bundestagswahl ist und Politiker hier "gefühlt" jeder vermeintlichen Stimme nachlaufen, hofft man wohl darauf, mit möglichst einfachen Mittel bzw. besonders effektiv Lobbyarbeit betreiben zu können. So gesehen eine "fast" clevere Kampagne, um hier Themen wie Zwangsbeschneidung gegen die Menschenrechte und gegen das Grundgesetz erneut zu verteidigen.
Ende April schicken wir das Papier an die Parteien mit der Bitte um Kenntnisnahme und schriftliche Äußerung. Ziel ist es, den etwa 100.000 wahlberechtigten jüdischen Deutschen eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben – auch auf Englisch und Hebräisch.
Und offen gesagt erinnert die Drohgebärde mit den "Wählerstimmen" irgendwo an David gegen Goliat. Von rund 60 Mio. Wahlberechtigten werden im September vielleicht 45 Mio. zur Wahl gehen. Selbst wenn also alle 100.000 Angesprochenen zum Wahllokal gehen würden, aufgrund der "Entscheidungshilfe" ihr Kreuz an einer anderen Stelle machen würden, wären dies gerade mal 0,22% der Gesamtstimmen.
Anders ausgedrückt gibt es in Deutschland sicherlich mehr Wahlberechtigte, welche jede Form der Zwangsbeschneidung als Form der Körperverletzung ablehnen. Nimmt man die Werte einer Umfrage aus 2012, waren rund 45% gegen Zwangsbeschneidungen. Mit anderen Worten stehen hier maximal 100.000 "zusätzliche" Zwangsbeschneidungsbefürworter einer Gruppe von 20 Mio. stimmberechtigten Zwangsbeschneidungsgegnern gegenüber. Und nun sind wir bei dem Punkt, warum ich diese Kampagne für nur "fast" clever halte. Sollte das Thema Zwangsbeschneidung im Wahlkampf tatsächlich aufgegriffen werden, können die Politiker hier gar nicht anders als einen Richtungswechseln einzuläuten. So etwas nennt man dann wohl einen Bärendienst ![]()
Eine Diskussion über ein Beschneidungs- oder Schächtungsverbot ist kein Kollateralschaden. Was soll denn bitte schön der Hauptschaden sein. Ein Kollateralschaden kann ja nur dann existieren, wenn ein gezielter Hauptschaden die Menschen antreibt.
Was hier vielleicht immer wieder als "Angriff" empfunden wird, mag der Atheismus bzw. die Tendenz zu einer säkulareren Gesellschaft sein. Aber hiervon sind gegenwärtig wohl alle Weltreligionen ähnlich betroffen.
Sicherlich wird sich eine säkulare Gesellschaft im Idealfall nicht an religiösen Vorstellungen, sondern verstärkt an den Menschenrechten bzw. humanistischen Werten orientieren. Dass sich hier immer dann Konflikte ergeben, wo Religionen gegen Menschenrechte verstoßen, ist nur eine logische Konsequenz (z.B. Zölibat, Kopftuch, Gleichheit von Mann und Frau, etc.).
Ein Kollateralschaden ist jedoch ein Begleitschaden und wenn es darum geht, Menschenrechte umfassender durchzusetzen, ist eine Diskussion über das Thema Zwangsbeschneidung (Beschneidung darf niemals verboten werden!!!) kein Nebenthema, sondern der Hauptkritikpunkt.
Beim Thema Schächten geht es anders wie vermutet nicht um die Tiere, sondern um den Menschen. Wenn Tiere beim Schlachten unnötige Schmerzen erleiden müssen, kann eine Gesellschaft verrohen. Das Thema Schächten ist wesentlich komplizierter und nicht Thema dieses Forum. Ich möchte nur kurz anmerken, dass auch die "übliche" Tierhaltung und das "üblich" Schlachten mit dem Tierschutz i.d.R. ebenfalls nicht vereinbar ist und uns gegenüber Tieren sehr gefühlskalt hat werden lassen.
Mit anderen Worten geht es hier nicht um eine Bürgerinitative, die Werte bewahren möchte, sondern um eine Initiative, welche Dogmen beschützen möchte, die nicht mit den Menschenrechten vereinbar sind. Anders ausgedrückt ist hier eben eine religiöse Praktik in die Kritik geraten und erst wenn diese strafrechtlich verboten ist, wird diese Kritik auch wieder verstummen.
Betroffene mögen das nicht hören, denn...
Das Problem besteht wohl darin, dass man vielleicht tausend Menschen, die an Xenomelie leiden therapeutisch behandeln könnte. Wenn es aber in die Milliarden geht, gestaltet sich dies schon schwieriger.
In Bezug auf das von Dir angesprochene Trauma bzw. dass nicht schlecht sein kann, was die eigenen Eltern mit einem gemacht haben, kommt in Deutschland das kollektive Schuldgefühl wegen des Holocaust hinzu. Mit anderen Worten vermischen sich bei uns in Deutschland sogar irgendwo psychische Störungen aus verschiedenen Richtungen.
Was sind schon 70 Jahre nach dem Holocaust? Aktuell wird einer gefeiert, der vor 500 Jahren ganz andere Sätze niedergeschrieben hat:
"Er beschrieb zunächst den „Hochmut“ der gegenwärtigen Juden: Sie hielten sich aufgrund Abstammung, Beschneidung, Tora, Land- und Tempelbesitz für Gottes Volk, obwohl sie doch wie alle Menschen als Sünder unter Gottes Zorn stünden (I). "
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Lu…8Januar_1543.29
Mehr möchte ich als den Protestanten zugehörig geltend besser nicht zitieren, weil ich ja schließlich nicht mit einem Antisemiten in Verbindung gebracht werden möchte, der mit seinen Schriften wohlmöglich das geistige Fundament der Judenverfolgung im Nationalsozialismus unter den Protestanten begünstigt haben könnte.
Wir leben in einer derart verlogenen Gesellschaft, dass es mich immer wieder aufs neue anwidert. Aus falscher Rücksicht verraten wir wehrlose Kinder, feiern einen großen Antisemiten und schämen uns gleichzeitig(!) für den Holocaust. Wann fangen wir aber endlich mal damit an Menschenrechte ernst zu nehmen, ohne dabei gezielt Religionsgemeinschaften anzufeinden (Kopftuchverbot).
An Ostern war ich in der Kirche und unser Pfarrer erklärte uns die Bedeutung des Wortes Schalom. Schalom bedeutet "Unversehrtheit" und ich wünsche daher allen Kindern die (Brit) Schalom.