Beiträge von NoCut

    Stimmt das wirklich, was die "Zeit" dort berichtet (keine Beschneidungen in Deutschland)?!. Ich hatte einen Nachbarn, der mir irgendwann man beiläufig berichtet hatte, dass seine kleine Tochter aktuell im Krankenhaus operiert worden sei. Erst Jahre später kam bei mir dann der begründete Verdacht auf, dass dieser "kleine Eingriff", den er bei meinen Nachfragen nicht näher erläutern wollte, vermutlich eine Beschneidung war.

    In Deutschland ist die Zwangsbeschneidung von Jungen u.a. deshalb erlaubt, damit diese "wenigstens" unter hygienischen Bedingungen stattfinden (Vielleicht sollte man geneigten Staaten anbieten, dass Enthauptungen in deutschen Krankenhäuser auch viel hygienischer durchgeführt werden könnten). Weibliche Genitalverstümmelung ist in Deutschland zwischenzeitlich strafbar. Die Zwangsbeschneidung von Jungen möchte man nicht "kriminalisieren", weil dies ja auch indirekt den Kinder schaden könnte?! (Wie wäre es mit einem generellen Freispruch bei Kindesmissbrauch durch Eltern.)

    Mit anderen Worten erlebt Deutschland incl. der feministischen Dogmatikerinnen ("Männer mit Vorhaut sind unsauber."), dass man Beschneidungen nur verbieten kann, wenn man auch konsequent ist. Und konsequent bedeutet nun Mal, dass man hier bei einem Verbot nicht nach Geschlechtern unterscheiden kann.

    Wie soll bitte das Bundesverfassungsgericht entscheiden, wenn Eltern wegen einer religiös begründeten FGM verurteilt werden und die für sich die gleichen Rechte wie im § 1631d BGB für Söhne geregelt einfordern. Natürlich kann dann das BVG darauf verweisen, dass es kein Recht im Unrecht gibt. Bis es aber soweit kommt, ist doch das "gefühlte" Unrecht einer FGM Dank Frau Merkel und Frau Leutheusser-Schnarrenberger + Bundestag vom 12.12.12 mit Hilfe eines guten Rechtsanwalts irgendwo in der Grauzone anzusiedeln.

    Und ich dachte die meisten HIV-Infizierten sind in Afrika. Weil diese Aids-Krankheit da doch erst ausgebrochen ist.


    Tatsächlich werden wohl auch die meisten HIV-Infizierten in Afrika leben. Die USA zählt jedoch im Gegensatz zu Afrika als "westliches" bzw. "aufgeklärtes" und "technisch wie medizinisch fortschrittliches" Land. Schielt man hier jedoch auf die Zahl der Menschen, die sich mit HIV infiziert haben, so rangiert die USA hier teilweise gleich auf mit Ländern der dritten Welt (z.B. afrikanische Staaten oder Indien). Denn selbst in Afrika ist die Verbreitung des Virus nicht überall gleich hoch.

    Die Bekämpfung von HIV in den USA dürfte sich jedoch noch schwieriger gestalten als in Afrika. Oft mangelt es ja in afrikanischen Ländern an Aufklärung wie z.B. das Wissen, dass eine Beschneidung nicht als Schutz vor einen HIV-Infektion angesehen werden kann. Nun kommen aber sogar Opportunisten aus den USA (Bill Gates & Co.), welche hier ihr Unwissen im Bereich HIV-Infektion durch "Entwicklungshelfer" noch weiter ausbreiten (WHO mit Beschneidungskampagnen, etc.).

    Eigentlich müsste man Entwicklungshelfer in die USA entsenden, die den Menschen erklären, dass Kondome der einzige sichere Schutz vor HIV darstellt und Beschneidungen den Gebrauch von Kondomen erschwert. Die USA sehen sich selbst jedoch nicht als Entwicklungsland und würden daher wohl jeden Helfer als ungebetenen Gast wegen Einmischung in intere Angelegenheiten hochkant rauswerfen. Davon abgesehen ist ja die USA selbst Teil der Staaten, welche i.d.R. Entwicklungshelfer entsendet. Der Bock ist also in diesem Bereich gleichzeitig der Gärtner.

    Es gibt bestimmt auch Trainingssets für angehende Scharfrichter, Folterknechte, usw...
    Man muss das ja alles auch mal üben! *Brech*


    Ich glaube hier irrst Du. Dort läuft dann eher "learn by doing". Bei der Beschneidung soll das Opfer ja hinterher noch leben und im Idealfall noch zeugungsfähig, aber tendenziell nur noch begrenzt "zeugungswillig" sein. Jedenfalls so eine These, warum früher Sklaven beschnitten wurden bzw. geht man ja davon aus, dass die Beobachtung dieser Praxis damals die "fundamentalistischen Bibelschreiber" dazu ermutigte, ein Beschneidungsgebot in das alte Testament aufzunehmen.

    Der Artikel spricht vieles aus, was mir schon lange durch den Kopf geht. Offensichtlich gibt es das "offizielle" Judentum und eine Art "irreguläres" Judentum. Mitglieder letzterer Ausprägung stammen teilweise aus der Sowjetunion und sind daher meist nicht beschnitten. Wer aus Sicht der "Fundamentalisten" unter den Juden "makellos" dazugehören will, wird daher notfalls sogar eine Beschneidung im Krankenhaus nachholen lassen müssen.

    Richtig "wollig warm" wird´s einem ja auch ums Herz, wenn hier der Landesrabbiner freimütig erklärt, dass seine eingewanderten Glaubensgenossen "wenig Wissen und Verstand vom Judentum" mitbrächten. Ob man diesen Ausspruch nur als arrogant, überheblich, diskriminierend bzw. gar "unjüdisch" bezeichnen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Der Rabbiner gehört jedoch offensichtlich zu denen, die davon überzeugt sind als einzige genau zu wissen, wie man leben muss, um ein "gottgefälliges" Leben zu führen. Und da wundert es den Kantor, dass außer ein paar älteren Menschen sich sonst keiner in "seine" Synagoge verirrt?!

    Aber mal noch ein paar Worte zum Thema "Trennung von Frauen und Männern" während des Gottesdienstes. Die Idee, dass sich Menschen verschiedener Geschlechter gegenseitig durch sexuelle Anziehung bei geistiger Arbeit ablenken können, ist nicht nur in der Religion anzutreffen. Selbst in der Bildung gibt es ja z.B. geschlechtsspezifische Schulen.

    Was passiert aber, wenn Geschlechter voneinander getrennt werden? Sexualität und Erotik wird in diesem Kontext zum Tabu erklärt. Schließlich soll die Trennung bei der geistigen Arbeit verhindern, dass dieses künstlich erschaffene Tabu sich hier entfalten kann. Den Menschen wird damit in diesem Bereich ihre Sexualität abgesprochen bzw. werden sie eines Teil ihrer Sexualität "beschnitten".

    Ist es daher verwunderlich, dass gerade Religionen, welche hier noch heute strikt trennen auch diejenigen sind, welche am häufigsten die physische Beschneidung praktizieren. Ein Mensch besteht aber nicht nur aus Verstand, Vernunft oder Klugheit, sondern auch aus Gefühlen und die Erotik ist ein Teil dieser Gefühle. Religionen, welche diesen Teil der Menschen zum Tabu erklären, sind weltfremd und pervers, weil sie gegen die Natur handeln und denken.

    Natürlich kann und sollte es nicht so sein, dass sexuelle Gedanken die Gläubigen ständig beim Gottesdienst ablenken. Aber wenn es dann doch mal (ungewollt oder wie auch immer) passiert, was soll´s. Wir sind Menschen, die so von unserem Schöpfer erschaffen wurden wie wir sind (humanistisch gesprochen: In der Evolution hat sich dieser Typ Mensch durchgesetzt). Mit anderen Worten kann einem Schöpfer / einem höheren Wesen nichts Menschliches fremd sein, noch nicht mal sexuelle Gedanken!

    Und falls die jüdische Gemeinde mit ihren orthodoxen Vorstellungen im Cottbus der 21. Jahrhunderts keinen Fuß fassen kann, könnten die Gemeindemitglieder ja noch immer eine Segelschule in der Wüste Sahara eröffnen.

    Ego-Shooter sind aus meiner Sicht zu Recht in die Kritik geraten. Im Gegensatz dazu dürfte bei den Nutzern dieser Gadgets ("Zwangsbeschneidungssimulatoren") die Wahrscheinlichkeit bei 100% liegen, dass sie hier am Ende Menschen unnötige Schmerzen und Leid zufügen werden.

    Und wer Aids mit dem Skalpell bekämpfen will, wird vermutlich auch bei einer Grippe zum Aderlass raten.

    Ich verstehe nur Bahnhof.

    Norwegen ist ein souveräner Staat und Israel sollte wohl besser vor der eigenen Haustür für Frieden sorgen, statt sich ungefragt in die Gesetzgebung europäischer Staaten einzumischen.

    Davon abgesehen zeigen weltweite Proteste gegen Zwangsbeschneidungen, dass es hier um Menschenrechte bzw. Kinderschutz und nicht um nationale oder religiöse Interessen geht. Und selbst wenn hier zwielichtige Akteure involviert sein sollten (was wohl offenbar der Fall ist), kann deren falsche Gesinnung nicht dazu führen, dass ein Verbot von Zwangsbeschneidungen nicht legitim wäre.

    Davon abgesehen nervt es immer wieder aufs Neue, wenn wie im Fall Israel Nationalismus mit Religion zu einer Ideologie vermengt wird. Israel ist ein nationaler Staat, in dem viele Menschen jüdischen Glaubens wohnen. Und Norwegen ist ein Land, in dem wie überall auf der Welt ebenfalls Menschen jüdischen Glauben zu Hause sind. Nationale Gesetze müssen/sollten sich aber nicht an religiösen Weltanschauungen orientieren, sondern an den Menschenrechten. Und das Recht auf körperliche Unversehrtheit bzw. die Selbstverständlichkeit Kindern keine unnötigen Schmerzen und Leid zuzufügen, muss in jedem Fall über religiöse Weltanschauungen erhaben sein.

    Umgekehrt ist es die Pflicht eines Staates die Religionsfreiheit zu garantieren. Die Religionsfreiheit ist aber kein Freifahrtschein für religiös motivierte Körperverletzungen von wehrlosen Kindern.

    Wirst sehen, in ein paar Wochen kommt ein australischer Molekularbiologie mit einer neuen Studie um die Ecke die belegt, dass der Zauberschnitt ein perfekter Schutz gegen Gonorröh ist.


    Auch wenn´s ironisch gemeint war, wirst Du damit vermutlich leider Recht haben. Wahrscheinlich steht für jede Wahrheit bereits eine Lüge bereit, die nur darauf wartet alle für dumm zu verkaufen.

    Bis 2012 hatte ich von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eine hohe Meinung, hielt sie für eine Art "Restgewissen" der Möwenpickpartei der Besserverdienenden.


    Politiker wie Frau Leutheuser-Schnarrenberg, Frau Merkel u.a. handeln immer streng nach Gewissen bzw. richten sie sich ausschließlich nach gewissen Parteiinteressen ;)

    Aber mal ehrlich unter uns gesagt wären Politiker ja schön blöd, wenn sie sich nach dem Willen der Wähler richten würden. Politiker verändern sich im Laufe ihrer politischen Karriere, aber wie bei einer angesehenen Marke bekommt ja z.B. auch bei Frau Merkel keiner mehr mit, was für eine Geisteshaltung sich zwischenzeitlich hinter der Raute verbirgt. Wenn die Bürger Zwangsbeschneidungen abscheulich und mit dem Grundgesetz für unvereinbar halten, erzählt sie was von Komikernation. Mehr Verachtung kann man wohl einem Volk nicht entgegen bringen als wenn man dessen Anstand und Charakter mit dem Begriff "Komikernation" diffamiert.

    Daher sehen wohl die Prognosen für die Parteien von Frau Leutheuser-Schnarrenberger oder Frau Merkel auch recht manierlich aus. Ich frage daher, wer sind diejenigen, die kein "Restgewissen" haben oder keine "Selbstachtung" mehr besitzen. Mein Gewissen war schon beim letzten Mal rein und ich lasse mich/"mein Land" auch nicht mit "Komikernation" beleidigen.

    Wie in den Medien zu lesen war, ist Gonorrhö (Tripper) aufgrund von Resistenzen immer schlechter behandelbar:

    http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxi…-20170707283218

    Und da kommen Leute wie Bill Gates, welche mit großen Kampagnen die Beschneidung von Männern und Kindern in Afrika forcieren. Wenn die am Ende aufgrund von Sensibilitätsverlust durch Keratinisierung auf Kondome verzichten, können sie sich bald neben HIV auch noch Gonorrhö als lebensbedrohliche Krankheit einfangen bzw. diese weitergeben. Die Dummen sterben wohl nicht so schnell aus, aber diejenigen, welche unter dieser Dummheit leiden, sind nun doppelt bedroht.

    Frau Leutheuser-Schnarrenberger ist keine Medizinerin und im Bereich Sexualität scheint sich ihr Wissen eher rudimentär zu sein. Bekanntlich hat sie Jura studiert, war dann aber lediglich im Patentamt tätig.

    Wen verwundert es da, dass der § 1631d BGB verfassungsrechtlich unter anderem das männliche Geschlecht eindeutig diskriminiert. Und medizinisch erinnert ihre Erklärung: "keine bleibenden Schäden" an die Ausführungen eines Winkeladvokaten.

    Aber jetzt haltet Euch fest, Frau Leuthheuser-Schnarrenberger ist Schirmherrin und Mitglied von Dunkelziffer e. V. – Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder.

    Nach der Ehe für Alle ist die Union jetzt auch hier eingeknickt und schreibt Kinderrechte ins GG in ihr Wahlprogramm.

    Kinderrechte ins Grundgesetz, Genitalverstümmelung ins BGB. Diese Heuchler. Na, mir soll es recht sein, macht es die Bigotterie nur einmal mehr deutlich.


    Vielleicht unterschätzen wir dies genauso wie die Parteien selbst. Wenn die Kinderrechte explizit im Grundgesetz verankert sind, wird dann der § 1631d BGB nicht ebenfalls offensichtlich "explizit" verfassungswidrig. Ich kann ja nicht einerseits den Kindern per Grundgesetz mehr Rechte einräumen und dann im BGB diese Rechte wieder den Eltern in Form einer rüden Form der "Religionserziehung" zuschanzen.

    Ich sehe nur das Problem, dass es Jahrzehnte dauern kann, bis dann auch der letzte begriffen hat, dass Frau Merkel und/oder Frau Leutheusser-Schnarrenberger trotz dem Bewusstsein, dass Zwangsbeschneidungen Unrecht sind, hier diese unsägliche Hintertür eingebaut haben, welche Tag ein und aus vielen Kindern zum Verhängnis wird. Und wenn es dann soweit ist, war es keiner gewesen, welcher die Union im Amt bestätigt hatte ... schämt Euch!!!

    Anmerkung: Der letzte Teilsatz gilt natürlich nicht für alle ;)

    Den Entwurf hat Frau Dr. Merkel unterzeichnet?! Irgendwie wirkt sie auf mich zunehmend "rückständig". Schon ihr Nein zur gleichgeschlechtlichen Ehe war für mich recht verwirrend, denn der Bundestag hatte ja bereits im Jahr 2008 festgestellt, dass Homosexualität nicht mehr als Krankheit anzusehen ist. Und wenn zwei Menschen im Vollbesitz ihrer Sinne den Bund der Ehe eingehen wollen, kann doch nichts dagegen sprechen (Ausnahme Inzest).

    Vielleicht muss sich aber eine konservative Partei irgendwo zwischen Inquisition und industrieller Revolution verorten, um glaubwürdig zu wirken. Ein Passentzug zur Verhinderung einer Auslands-Zwangsbeschneidung klingt für mich jedenfalls nach "vogelfrei". Heute würde man eher das Opfer und die Täter zu Fahndung ausschreiben und am jeweiligen Flughafen festsetzen.

    Und man glaubte damals, dass die "Onanie" zur Gehirnerweichung führen würde.

    Was es "natürlich" zu verhindern galt.


    Die USA war schon immer ein Land, dass für Aberglaube recht anfällig war. Nachdem z.B. die Prohibition des Alkohols aufgehoben wurde, erklärte man Hasch zum gefährlichen Rauschmittel. Immerhin hatte dann die Behörde, welche zuvor das Verbot des Alkohols kontrollierte, auch weiterhin Arbeit (siehe auch Harry J. Anslinger, damaliger Leiter der Prohibitionsbehörde in den USA). Im Gegensatz zu Onanie "kann" Hasch oder Alkohol aber tatsächlich in seltenen Fällen bei entsprechender Veranlagung auch psychische Erkrankungen auslösen.

    Heute behaupten manche durch Jungenverstümmelung AIDS ausrotten zu können. Irgend einen Schmuh lassen sie
    sich immer einfallen.


    Und weil dem ja so ist, gibt es in den USA aufgrund der hohen Beschneidungsquote weniger HIV-Infizierte als z.B. in Deutschland, was diese Weltkarte deutlich belegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/AIDS#/med…alence_2009.svg

    [Achtung, der obige Satz war natürlich ironisch gemeint.]


    Wahrscheinlich hat den ollen Kellog der Hafer gestochen (die vielen Flocken) und da hat er von sich auf andere geschlossen - und die kleinen Jungen mussten dann für seine "Sünden" büßen - SCNR!


    Dr. Kellogg hat sich offenbar nicht "normal" sexuell befriedigt, sondern er zog es offenbar vor, jeden Tag ein Klistier anal zu benutzen. Dennoch scheinen auch heute noch viele Amerikaner den Moralvorstellungen dieses aus meiner Sicht perversen Zeitgenossen nachzueifern. Jedenfalls erklärt nur dies, warum in den USA auch heute noch viele nicht religiös motivierte Zwangsbeschneidungen praktiziert werden.

    Und US-Amerikaner sind nicht wegen Balanitis vorhautlos, sondern weil der Vater auch so war, und der Urgroßvater verstümmelt wurde, weil den Eltern damals eingeredet wurde, das würde vor Gehirnerweichung schützen.


    Eigentlich sind viele Amerikaner ohne Vorhaut, weil schon Dr. Kellogg (Cornflakes) postulierte, dass Masturbation ohne Vorhaut verhindert werden könne. Dr. Kellogg war übrigens der "Einlauf-Fetischist" (Klismaphilie). Das Natürliche sollte also dem Perversen weichen. Wenn die Amerikaner da mal dahinter kommen, werden die vermutlich nur noch Haferflocken essen ;)

    Warum sind Religionen bei der "Gesundheitsvorsorge" so extrem auf die Genitalien fixiert?

    Können die ständig nur an Sex denken oder was ist deren Problem?

    Ich habe noch nie gehört, dass eine Religion als Aufnahmeritus eine Blinddarmresektion oder die Resektion der Weisheitszähne vorgeschrieben hätte. Und vermutlich weil eine solche Religion nicht existiert, werden zwischenzeitlich weder der Blinddarm noch die Weisheitszähne "vorsorglich" entfernt.

    Vielleicht unterscheiden sich auch manche Urologen in dem Punkt nur dahingehend von einem Schamanen, dass sie eine Kassenzulassung besitzen, um eine Zirkumzision entsprechend abrechnen zu dürfen.

    Jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Ali Utlu, Tayfun Aksoy, Alexander Bachl, Önder Özgeday sind nur die bekanntesten, die offen über ihr Trauma sprechen.


    Du hast mich missverstanden, aber das war hier sogar sehr gut! Ich hatte von den Menschen berichtet, mit denen ich persönlich Kontakt habe und mit denen ich darüber gesprochen habe.

    Es gibt Menschen wie die von Dir genannten, welche sich mit ihrer Zwangsbeschneidung kritisch auseinander gesetzt haben und daher auch öffentlich darüber sprechen oder zumindest anonym ihr Schicksal mit anderen teilen. Wie viele sind "diese" Menschen aber in Relation zu "denen", die stumm leiden bzw. noch nicht mal so recht realisiert haben, was man ihnen als Kind angetan hat.

    Mal ganz banal ausgedrückt gibt es doch den nicht ganz ernst gemeinten Satz, dass früher alles besser war, sogar die Zukunft. Unser Gehirn ist so programmiert, dass es laienhaft ausgedrückt negative Eindrücke in der Vergangenheit "filtert" bzw. mehr ins Unterbewusste wandern lässt und somit die positiven Empfindungen mehr in den Vordergrund rückt. Ein Traum, welches aber nicht "verarbeitet", sondern nur ausgeblendet wurde, belastet uns daher auch dann noch, wenn es uns scheinbar nur "verschwommen" bewusst ist.

    Und wenn man sich jetzt die Bilder von diesen Jungen anschaut, fällt ja auf, dass hier ein ganzes "Kollektiv" ein solches Trauma erleidet. In diesem Fall gäbe es die theoretische Möglichkeit, dass die Jungen später eine Art Selbsthilfegruppe bilden und sich mit ihrem erlittenen Schmerz auseinander setzen oder jeder sucht für sich selbst einen Weg, damit klar zu kommen. Selbsthilfegruppen von Beschnittenen in einer Kultur, welche diese Praktik als "unnormal" kritisieren, dürfte recht schwierig sein. Somit muss jeder einen Weg für sich finden. Hilfe von außen wird in einer Kultur von Beschneidungsfetischisten ebenfalls nicht zu erwarten sein. Also bleibt nur das Schlechte ausblenden und das Gute (Lutscher, Luftballon, große Feier, etc.) überhöht in Erinnerung zu behalten. Das ist dann wohl der "bewusste" Teil unserer Psyche, den wir steuern können und der andere macht dieser Einstellung dann immer wieder einen Strich durch die Rechnung.