Beiträge von NoCut

    Das Verbot der FGM (§226a StGB) stammt aus diesem Jahrhundert und der § 1631d BGB ist nicht nur in seinen Begründungen im letzten Jahrtausend zu verorten.

    Dass sich hier der § 226a StGB mit dem § 1631d BGB beißt, ist ja wohl nicht verwunderlich. Aber nicht nur die Begründungen für die MGM stammen aus den letzten Jahrtausenden, sondern auch die Art, wie hier Kinderrechte bzw. Menschenrechte beschnitten werden bzw. wie willkürlich Unrecht für Recht erklärt wird, passt nicht in unsere Zeit. Der § 1631d BGB ist ein in der falschen Zeit geborener Dinosaurier. Und wer mal darüber nachdenkt, kommt von allein darauf, welche "Mutti" ihn geboren hat.

    Viele wollen keine Veränderungen und weil ihnen die Phantasie dafür fehlt, dass Veränderungen auch zu Verbesserungen führen können, sind sie politisch erzkonservativ. Früher sprach man von Politikverdrossenheit und heute gehen die Leute brav zur Wahlurne und besiegeln den Stillstand im Guten wie im Schlechten. Mit anderen Worten hat sich an der Verdrossenheit nichts geändert, aber statt nicht zu wählen, wird jedes Mal einfach das gleiche gewählt.

    Politiker werden nicht gerne an ihr dummes Geschwätz von gestern erinnert. Das ist doch oft so peinlich, also weg mit dem Schmutz!


    Ein Mann, dem als Kind die Vorhaut amputiert wurde, wird auch jeden Tag aufs neue daran erinnert, was man ihm angetan hat. Warum soll es hier den Volksvertretern anders ergehen.

    Auch wenn es mir richtig schwer gefallen ist, habe ich jetzt auch demjenigen in unserem Wahlkreis die Frage gestellt, ob er auch heute noch zu seinem JA vom 12.12.12 stehen würde. Es kamen viele Gefühle bei mir hoch und ich bin noch immer sehr aufkratzt. Mein Problem ist halt, dass ich nicht verstehen kann, wie Menschen bzw. Politiker im 21. Jahrhundert mit einer derartigen Brutalität eine Entscheidung gegen schutzbedürftige Kinder fällen können. Den Abgeordneten war doch in dem Moment unmissverständlich klar, dass dieses Gesetz keine Formalie ist, sondern das "echte Kinder" die Hose runtergezogen und mit "echten scharfen Messern" die Vorhaut unter "echten Schmerzen" abgeschnitten wird und bei Säuglingen sogar fast völlig ohne Betäubung.

    Funktioniert aber nicht richtig, wenn man die neuesten Einträge besucht. Habe mich als langjähriger Spender bei AGW bereits beschwert. Ich finde die Seite so recht sinnlos.


    Abgeordnetenwatch hat sicherlich den Sinn, für mehr Transparenz in der Politik zu sorgen. Der Gegenspieler von Transparenz ist dann wieder der Datenschutz. Viele Politiker geben hier ja auch ihre recht persönliche Meinung wieder, die nicht unbedingt mit der Parteilinie harmonieren muss.

    Für mich persönlich ist es in Ordnung, wenn ich mich gezielt über die Kandidaten informieren kann, die bei mir vor Ort zur Wahl stehen bzw. auch über solche, welche im Politikgeschehen durch Ämter und ähnliches bundesweit wirken.

    Ein wichtiges Kriterium von Abgeordnetenwatch sehe ich außerdem darin, dass praktisch jeder "seinen" Kandidaten oder Abgeordneten eine Frage stellen kann und ihn damit quasi "zwingt" sich mit den Themen zu beschäftigen, welche die Bürger für wirklich wichtig halten. Woher sollen Politiker sonst erfahren, dass verfassungsrechtlich relevante Themen wie die Zwangsbeschneidung von wehrlosen Jungen noch lange nicht vom Tisch sind.

    Sicherlich kann man nachschauen, wie MdB bereits am 12.12.12 abgestimmt haben. Seit 2012 ist aber schon wieder einiges an Zeit vergangen und nicht alle, die damals abgestimmt haben, kandidieren erneut. Außerdem gibt es ja auch viele Herausforderer, welche sich über die Erststimme einen erstmaligen Einzug in den Bundestag erhoffen und daher beim 12.12.12 noch gar nicht dabei waren (man kann auch Kandidaten Fragen stellen, die noch keine MdB sind!).

    Der Grund, warum ich die Frage bei Abgeordnetenwatch eingestellt habe, hängt mit (m)einem (Wunsch-)Kandidaten zusammen, dem ich aber nur unter der Bedingung wählen würde, wenn ihm Menschen-/Kinderrechte wichtiger sind als Religion. Er stammt aus einem muslimischen Land, aber ich traue ihm zu, dass ihm Ethik wichtiger sein könnte als Dogmen. Wahrscheinlich habe ich ihn jetzt sogar in eine Zwickmühle gebracht, was ich nicht beabsichtigt hatte. Ursprünglich wollte ich ihn einfach nur per Mail kontaktieren, aber dann kam mir die Idee, dass ja die Mehrheit der Bürger vermutlich noch immer gegen Zwangsbeschneidungen sein wird und er sich hier vielleicht sogar positiv von seinem Mitbewerber (sein stärkster Konkurrent ist Mitglieder der Komikerfraktion und hat damals linientreu mit JA gestimmt *Brech* ) abheben könnte.

    Vielleicht geht es anderen ähnlich wie mir und warum soll man nicht jetzt die Chance nutzen, um dieses Thema wieder in den Blickwinkel der Politik zu rücken.

    Die meisten kennen sicherlich die Möglichkeit über Abgeordnetenwatch Kandidaten öffentlich Fragen zu stellen. Was haltet Ihr davon, wenn wir hier alle / flächendeckend mal "unsere" lokalen Kandidaten nach ihrer Meinung zum § 1631d BGB befragen? Somit könnte man wenigstens ausschließen, dass man nicht auch noch Zwangsbeschneidungsbefürwortern direkt seine Erststimme gibt.

    Für mich persönlich wäre hier offen gesagt sogar die Antwort weniger interessant als für die Kandidaten das Feedback, dass dieses Thema offensichtlich noch lange nicht beendet ist. Jetzt ist Bundestagswahl und somit auch eine Zeit, wo Politiker sich gerne sehr "bürgernah" geben wollen bzw. am ehesten auf deren Input eingehen. Warum als nicht einfach auf möglichst breiter Front jetzt dieses Thema öffentlich ausbreiten.

    Ein Pferdefuß hat diese Vorgehensweise. Es ist nicht vorgesehen, dass man hier anonym Fragen stellen kann. Wer hier also etwas bewegen möchte, wird nicht umhin kommen, seinen Klarnamen mit diesem Anliegen öffentlich zu machen.

    Dieser Artikel ist eine schöne geschichtliche Zusammenfassung zum Thema Beschneidung. Auch macht der deutlich, dass die Beschneidung wohl schon immer das Ziel hatte, die Sexualität selbst zu beschneiden.

    https://www.dailysabah.com/deutsch/kolumn…her-perspektive

    ca. 3000 v.Chr. ff: Jungen werden beschnitten: "Bei Jungen wurde sie zu Beginn der Pubertät von Priestern praktiziert - Hygiene war dabei nicht der einzige Grund für die Beschneidung."

    1860 ff: Förderung von Beschneidungen um die Ausbreitung von Syphilis und Masturbation zu verhindern.

    1997 ff: Prinz William und Prinz Harry wurden nach dem Tod von Lady Diana beschnitten. Lady Diana war mit der Beschneidung ihrer Söhne nie einverstanden, weshalb die Beschneidung erst nach ihrem Tod erfolgte.

    2011: Ankündigung eines Referendums in San Francisco und Kalifornien mit dem Ziel die Beschneidung von Minderjährigen zu verbieten. Das Referendum wurde aufgrund einer Klage von jüdischen Klägern niedergeschmettert. Jeder Versuch in den USA die Beschneidung zu verbieten wird seit dem oft als antisemitisch diffamiert.

    In welcher Einheit wird eigentlich Schmerz gemessen und wie viele Einheiten Schmerz entsprechen den 10% Restschmerzen, welche nach der "Applikation" von Zucker noch vorhanden sind?! Oder anderes gesagt kann man Schmerzen ja nicht messen und Neugeborene sind verbal i.d.R. sehr ungeschickt, wenn sie konkrete Aussagen über ihr Schmerzempfinden in wissenschaftlich verwertbarer Form äußern sollen.

    Es mag zwar sein, dass durch die Aufnahme von Zucker neben dem Insulinspiegel auch das Serotonin, Dopamin und körpereigene Opioide ausgeschüttet werden. Wer aber sein Oberstübchen nicht zu sehr mit süßem Wein abgeschossen hat, dem sollte bewusst sein, dass selbst die orale Einnahme eines hoch dosierten Opiates keine ausreichende Schmerzausschaltung für einen operativen Eingriff wie eine Vorhauptamputation bei Neugeborenen mit entsprechender Verklebung der Glans darstellen könnte. Und jetzt sollen ein paar Tropfen Wein quasi eine intravenöse Lokalanästhesie ersetzen.

    Wenn dem so ist, können ja die Herren Mediziner (wohl eher "Medizinmänner") einen Selbstversuch starten und bei der nächsten Wurzelbehandlung beim Zahnarzt fünf Minuten vor dem Eingriff ein Bonbon lutschen, statt sich eine Spritze geben zu lassen.

    Volker Beck lebt in einer "gefühlten Wirklichkeit", die stark an Pippi Langstrumpf ("Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt...") erinnert.

    Hier z.B. ein Zitat seines Statements aus Schwulissimo:

    "Die Bertelsmann-Stiftung hat vor einigen Jahren mal erhoben, dass etwa die Hälfte aller in Deutschland lebenden Muslime für die Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben sind. Kürzlich hat der Liberal-Islamischen Bund sich mit einem offenen Brief für die Ehe-Öffnung ausgesprochen. Ich weiß, dass ist nicht die Haltung von allen Muslimen und soll nicht die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit kleinreden. Aber alle muslimischen und alevitischen Abgeordneten haben mit Ja gestimmt, was man von den christlichen nicht sagen kann. "

    Bei dieser Studie waren von den in Deutschland lebenden "hochreligiösen Muslimen" lediglich 40% mit einer Ehe für alle einverstanden. Was "sehr religiöse" Muslime sind, welche mit 60% kein Problem mit einer Ehe für alle haben, weiß ich nicht. Meine persönliche Vermutung geht aber dahin, dass es sich hier um die Muslime handelt, die ihre Kinder beschneiden lassen und das Fastenbrechen feiern ohne vorher selbst gefastet zu haben. Also eine ähnliche Gruppe wie die Christen, welche Weihnachten feiern und das übrige Jahr den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

    Was bedeutet im übrigen eine "Zustimmung" einer Ehe für alle in so einer Studie. Hätten die befragten mit JA gestimmt, wenn sie gefragt worden wären, ob sie mit einer Homo-Ehe ihres Sohnes oder Tochter einverstanden wären. Mit anderen Worten scheinen wohl nach meiner Einschätzung über die Hälfte der Muslime mit der Ehe für alle "Ungläubigen" einverstanden zu sein.

    In seinem verwirrten Weltbild hat Volker Beck wohl mal wieder nicht realisiert, dass es den meisten Muslimen in Deutschland vermutlich lediglich egal ist, was die Ungläubigen treiben, so lange ihre eigenen Kinder nicht homosexuell sind und sofern sie natürlich wie gewohnt ihre Söhne zwangsbeschneiden dürfen.

    Wären die Muslime so liberal wie in diese Studie beschrieben, wäre es doch kein Problem, wenn man die Zwangsbeschneidung von Kindern verbieten würde bzw. hier zu Recht Muslime (und Juden) darum bittet bis zur Volljährigkeit mit dieser Amputation zu warten.

    Frau Rita Hagl-Kehl hat übrigens auch eine Email-Adresse ;)

    [email protected]

    Sicherlich hat jeder das Recht Unfug zu verbreiten bzw. nimmt ja auch die Mehrheit der deutschen Politiker, wenn es um den § 1631 d BGB geht dieses Recht für sich in Anspruch. Deutschland ist aber ein demokratisches Land und wenn Politiker Menschenrechte mit Füßen treten, sollte man sie wenigstens darauf hinweisen, dass sie eine verfassungswidrige Gesinnung vertreten.

    Meine Meinung in Bezug auf "unwählbare" Parteien habe ich bereits mehrfach gepostet. Wer damit leben kann, eine Partei seine Stimme zu geben, welche die Folter von Kindern duldet, muss das mit sich ausmachen. Ich kann und werde dies jedenfalls auch weiterhin nicht tun!!!

    Bei den "Gefälligkeitsüberweisungen" stellt sich ja außerdem die Frage, ob hier nicht auch irgendwann mal ein junger Mann bei den Ärzten vor der Tür stehen könnte, der die damalige Diagnose in Frage stellt. Die Ärzte, welche hier Betrug begehen, dürften vermutlich so naiv sein, dass ihnen nicht bewusst ist, wie leicht man sie überführen kann.

    Ein junger Mann, der seinerzeit im Alter von 5-7 Jahren erstmalig einem Arzt vorgestellt wird und von diesen sofort mit der Diagnose "Vorhautverengung" zur Amputation selbiger überwiesen wird, kann ja leicht beweisen, dass der Arzt hier eine falsche Diagnose gestellt hat. Die Krankenkassen haben mit Sicherheit noch Zugriff auf erfolgte Arztbesuche, welche dieser Überweisung vorangegangen waren. Und wenn hier nicht ein einziges Mal Beschwerden wegen einer Vorhautverengung dokumentiert sind, dürfte ein dann erwachsener Patient endgültig davon Kenntnis erlangt haben, dass der damalige Arzt mit seiner Diagnose einen "Kunstfehler" bzw. Betrug begangen hat und somit regresspflichtig ist.

    Ich könnte mir daher gut vorstellen, dass es bei diesem Paradigmenwechsel in der Ärztezeitung um mehr geht als die Höhe der Honorarabrechnung ;)

    Ein solches Recht gibt es für Männer leider nicht mal ab Null Jahre. Und kein Gerichtshof kümmert sich darum.


    Der Blickwinkel der Justiz ist halt durch deren moralische Verkommenheit geprägt, die keine Ethik kennt. Wenn Religion oder das Erziehungsrecht der Eltern ins Spiel kommt, ist nicht nur Justitia auf beiden Augen blind.

    Die Frau, welche hier geklagt hatte, war aber mit 50 Jahren bereits volljährig und konnte sich daher selbst wehren. Kinder sind hier aber der Willkür der Erwachsenen völlig ausgeliefert.

    Als die Menschenrechte formuliert wurden, galten sie nur für erwachsene Männer. Olympe de Gouges forderte 1791 die Menschenrechte für Frauen (Hinrichtung: 1793). Wer genau aufgepasst hat, wird bemerken, dass die Menschenrechte für Kinder bis heute nie explizit eingefordert wurden. Wir haben einen Kinderschutz und vielleicht bald einen Nebensatz bezüglich von Kindern in unserem Grundgesetz. Aber bis heute sind und bleiben die Kinder der Spielball zwischen elterlichem Sorgerecht und Religion.

    Nein, da ist nichts mit halbe-halbe. Die Kassen zahlen voll, die Eltern sparen 150 Euro, von denen sie dem Jungen zum Trost ein Eis und Spielzeug spendieren können.


    Nix gibt´s. Die 150 EUR werden gespart und für die Beschneidung des Brüderchens aufgehoben. Vielleicht gibt in dieser Klinik auch wie in Kindergärten einen Nachlass für Geschwisterkinder. Man will ja schließlich "nur" helfen und verhindern, dass die Kinder unter unhygienischen Bedingungen "verstümmelt" werden.

    Sie haben ja keine Alternative. Welche Partei mit auch nur einem Hauch einer Chance auch nur ins Parlament zu kommen, geschweige denn einer Regierungsbeteiligung setzt sich denn für den Schutz von Jungen vor Genitalverstümmelung ein?


    Wer SPD, Grüne, FDP oder CDU/CSU wählt oder gewählt hat, billig gleichzeitig die Zwangsbeschneidung gem. § 1631d BGB und ermöglicht es somit, dass Kinder und sogar Babys "Höllenqualen" wie bei einer "Folter" erleiden müssen. Es gibt eine einzige "Alternative", die im Bundestag vertreten sein wird und bei der seinerzeit von 61 Abgeordneten 44 mit Nein gestimmt hatten. Dieser Partei steht es nur nicht gut zu Gesicht, dass Herr Dr. Gregor Gysi für den § 1631d BGB gestimmt hatte.

    Aber mal ehrlich, was heißt hier keine Alternative?! Sicherlich haben wir jetzt seit fast 12 Jahren immer wieder mantraartig die Phrase von "alternativlos" wie bei einer hängenden Schallplatte hören müssen. Aber nur weil uns jemand mit dem Wort "Komikernation" dafür beleidigt, weil wir im Gegensatz zu ihr Menschenrechte ernst nehmen, ist doch diese dogmatische "Alternativenlosigkeit" reiner Unsinn.

    Eine kleine Partei wird den § 1631d BGB nicht heute und morgen abschaffen können, aber ich will und werde nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich mit meiner Stimme auch nur eine dieser Parteien unterstütze, die dafür gesorgt haben, dass immer wieder Kinder auch hier in Deutschland dieses grausame Ritual erleiden müssen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Parteien, die noch nicht mal davor zurückschrecken, wenn kleinen Kindern furchtbare Schmerzen angetan werden, doch ein latentes Sicherheitsrisiko für uns alle bedeuten. Heute sind es die kleinen Jungs und morgen Du oder ich, die von solchen Parteien als vogelfrei erklärt werden.

    Jeder Bundestagsabgeordnete, der am 12.12.2012 für o.g. Gesetz gestimmt hat, wusste um diese Folter Bescheid, jeder von ihnen hat sie als zustimmungswürdig und vertretbar erachtet.


    Ich gehe hier sogar noch einen Schritt weiter. Die Wähler haben diese Regierung im Amt bestätigt und werden diese auch im September erneut im Amt bestätigen.

    Mit anderen Worten laufen in Deutschland massenhaft Wähler herum, die einer Regierung die Stimme geben, welche Folter an wehrlosen Kindern straffrei stellt.

    Eine straffreie Einwilligung in eine schmerzhafte Beschneidung eines wehrlosen Säuglings innerhalb der ersten sechs Monate nach Geburt ist ausdrücklich nur dann möglich, wenn hierfür ein Beschneider der Religionsgemeinschaft diese Amputation vornimmt.

    Hier muss man dann aber wohl zwischen "gläubigen" Juden und "säkularen" Juden unterscheiden. Eine Religionsgemeinschaft ist ja nicht mit einer "Kulturgemeinschaft" bzw. einer nationalistischen Vereinigung vergleichbar (siehe Ausführungen Weguer). Säkulare Juden, welche sich lediglich dieser Kultur angehörig fühlen und daher eine Zwangsbeschneidung "in Auftrag geben", würden sich ganz streng betrachtet bereits heute strafbar machen.

    Das Sonderrecht für straffreie Zwangsbeschneidungen von wehrlosen Säuglingen ohne ausreichende Sedierung knüpft ja an die Teilhabe der Eltern in einer Religionsgemeinschaft. Eine rein formelle Zugehörigkeit kann ja hier keine Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft rechtfertigen. Wir dürfen schließlich nicht vergessen, dass hier einem Säugling "Höllenqualen" und eine lebenslange Funktionsbeeinträchtigung der Genitalien zugemutet wird (siehe Nachbarthread bzw. NDR). Und dieser Verstoß gegen das Grundgesetz ist daher gegenwärtig gem. dem § 1631d BGB nur dann möglich, wenn die Eltern aktiv einen Glauben leben und danach handeln.

    Würde man in Deutschland das Grundgesetz bzw. die dort verankerten Menschenrecht jedoch ernst nehmen, würden schon lange keine Kinder mehr zwangsbeschnitten und die Standesämter hätten wohl auch ohne "Ehe für alle" keine Einwände gegen die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare vorgebracht. Wo ein Gesetz existiert, existieren auch immer Menschen, die diese dann wieder missachten oder zu eigenen Zwecken missbrauchen.

    Das ist ja ein richtiger Skandal. Wie kann ein Arzt nur einen Säugling beschneiden, ohne eine ausreichende Betäubung vorzunehmen. Wohlmöglich hat der Arzt nur Elma-Salbe, Paracetamol und ein paar Tropfen Wein zur Anästhesie gegeben.

    Auch die Anweisung, das Radio lauter zu drehen, ist doch das letzte. Das wäre ja fast so, wie wenn man Kinder auf einem Elias-Stuhl mit aller Gewalt festhalten würde, während die vor Schmerzen zu strampeln und schreien beginnen.

    Ein Küchentisch als "Behandlungstisch" dürfte davon abgesehen genauso unhygienisch sein wie beispielsweise eine Beschneidung in einer Synagoge, wo massenhaft Menschen mit allen möglichen Keimen rein und raus laufen.

    Dass aufgrund der Beschneidung lebenslang "funktionale Einschränkungen" zu erwarten sind, klingt einleuchtend. Die Vorhaut hat ja gerade auch beim GV eine wichtige Gleitfunktion und daneben die Schutzfunktion in der übrigen Zeit.

    Gemäß dem § 1631d BGB ist die Beschneidung aber offensichtlich genauso abgelaufen, wie dies im Sinne von Frau Merkel & Co. initiiert war. Der Arzt war "fachkundig" und die Beschneidung gem. § 1631d BGB fand unter der dort geregelten unzureichenden örtlichen Betäubung wie im Absatz zwei geregelt statt. Die Beschneidung war medizinisch unsinnig und nur religiös bedingt. Davon abgesehen handelte sich es um ein Kind männlichen Geschlechts, weshalb jetzt nachvollziehbar ist, warum sich hier jetzt ein Staatsanwalt der Sache annimmt (Achtung: Ironie).

    Wahrscheinlich wird der Arzt zu einem halben Jahr auf Bewährung verurteilt und Frau Merkel als Kanzlerin wiedergewählt. Die Moral von der Geschichte: Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.

    Direkt danach hab ich gemerkt, dass sich die Sensibilität der Eichel ca. 30% so stark war, wie davor.


    Kann es sein, dass durch die OP / Komplikationen hier vielleicht auch noch vorhandene Nerven in Mitleidenschaft gezogen wurden. Vielleicht hast Du Glück und der Sensibilitätsverlust reduziert sich in den nächsten Monaten vorerst wieder etwas.

    Ich habe den Artikel eben erst gesehen und dann auch entdeckt, dass es hier auch bereits einen Thread dafür gibt.

    In diesem Artikel bin ich auf den Begriff "säkulare Juden" gestoßen, die ihre Kinder häufig dennoch zwangsbeschneiden lassen. Was sind aber säkulare Juden? Ist das so ähnlich wie mit Moslems, die nie in eine Mosche gehen, kein Schweinefleisch essen, Alkohol trinken und ebenfalls auf die Beschneidung ihrer männlichen Nachkommen pochen. Oder kann man dies mit "säkularen Christen" vergleichen, die einen Weihnachtsbaum samt Krippe ins Wohnzimmer stellen und ihren Weihnachtsbraten just in der Zeit vertilgen, während die anderen gerade im Gottesdienst sitzen und der Weihnachtsgeschichte lauschen.

    Wir reden also irgendwo von einer Art Bigotterie. Leute, die nicht wirklich viel mit Religion am Hut haben, aber dennoch beteuern, dass ihr Glaube nur dann existieren kann, wenn kleine Jungen verstümmelt werden. Und dieser Glaube, der ohne Zwangsbeschneidung nicht mehr möglich wäre, ist ja dann objektiv betrachtet nur eine Farce.

    Mir ist natürlich bewusst, dass nicht alle Gläubigen egal welcher Ausrichtung "säkular" sind bzw. dass es ja auch wirklich einige gibt, die regelmäßig Gottesdienste oder das Freitagsgebet aufsuchen. Dennoch wird oft von "dem Judentum", "dem Islam" oder "dem Christentum" gesprochen.

    Die Gesetze lassen sich heute und morgen in Deutschland nicht ändern (zu viele dumme Wähler *** duck weg ***). Wenn man es aber wenigstens schaffen würde, die "Säkularen" davon abzubringen ihre Kinder zwangsbeschneiden zu lassen, wäre doch auch schon viel gewonnen.

    Vorallem würde es die ewig Gestrigen dazu nötigen, über dieses Ritual nachzudenken. Meines Wissens werden doch auch in jüdischen oder auch in vielen islamischen Ländern keine Frauen mehr gesteinigt, die Ehebruch in Form von Vergewaltigung "begangen" haben (=Opfer von Vergewaltigungen). Mit anderen Worten sind auch diese Religionen durchaus in der Lage, humanistische Wertvorstellungen mit ihrer Religion in Einklang zu bringen. Oder nehmen wir das Christentum, welches schon seit einigen Jahrhunderten davon absieht, "Hexen" zu verbrennen ;)

    OT: OK., das mit den Hexen wurde tatsächlich abgeschafft, aber dafür stellt sich der Vatikan bei der Ehe für alle noch immer quer, wenn die Ehepartner bereits verheiratet waren, dem gleichen Geschlecht angehören oder "geistliche" Würdenträger sind. Wir sollten daher auch Verständnis für die "beschneidenden" Religionen haben, denn auch unter Christen gibt es massenhaft ewig Gestrige, die tendenziell ebenfalls eher "säkular" leben, aber diesen "Zirkus" dennoch mitfinanzieren.

    Mit solchen Formulierungen wäre ich vorsichtig NoCut. Das könnte man jetzt auch als "dann sollen die Juden halt verschwinden" verstehen.Ich gehe mal nicht davon aus, dass Du das so gemeint hast. Unnötig missverständlich ist es dennoch.


    Cottbus im 21. Jahrhundert hat offensichtlich keinen Bedarf an orthodoxen Fundamentalisten, weshalb die Zahl der Gemeindemitglieder wohl auch überschaubar bleibt bzw. die Zahl der rituellen Zwangsbeschneidungen oder Hochzeiten gegen Null tendiert (ersteres ist ja recht erfreulich). Das Beispiel mit der Segelschule in der Sahara sollte kein Aufruf zum "Verschwinden" sein, sondern deutlich machen, dass man dort wo kein Meer ist auch keine Segelschule braucht.

    Das Judentum ist wie alle Religionen in der Lage auch heute noch für Menschen attraktiv zu sein. Sofern sich eine Religion nicht zusammen mit der Gesellschaft weiterentwickelt, sondern die Menschen dazu nötigen möchte gesellschaftlich sogar Rückschritte zu akzeptieren (Emanzipation), ist eine solche Religion genauso nutzlos wie eine Segelschule ohne Wasser in der Wüste.

    Bezüglich der Zahl der Gemeindemitglieder sitzt die genannte Gemeinde auf dem Trockenen und diese Metapher wollte ich hier aufgreifen.