Beiträge von NoCut

    Zitat Cardozo: "In fact, it is a call to end the State of Israel as the national homeland of the Jewish people."

    Wenn es Europa nicht gelingt Minderjährigenbeschneidungen im Gemeinschaftsgebiet zu verbieten, ist dies das Ende von Europa bzw. auch das Ende einer Gesellschaft, die sich der Aufklärung und den Menschenrechten verschrieben hat. Unter diesem Aspekt steht mehr auf dem Spiel als die Befindlichkeiten eines Landes, in dem selbst nur 75% der Staatsbürger überhaupt dem jüdischen Glauben angehören.

    Davon abgesehen sind von den 75% der Juden in Israel 46% säkular und nicht so verbohrt wie dieser Rabbi uns glauben machen möchte.

    säkulare Juden = Juden, die ihre Religion nicht praktizieren ?! (OK., Babys werden sie wohl verstümmeln, aber sobald sie sich selbst wehren können, werden sie den Tempel meiden wie, äh, lassen wir das...)

    https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdi…C3%A4kularismus

    Ich bin ja gegenwärtig noch "passives" (=kirchenfernes) zahlendes Mitglied einer aussterbenden Volkskirche. Manchmal denke ich aber schon darüber nach, ob ich nicht konvertieren und mich dem Fliegenden Spaghettimonster anschließen soll.

    Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass wir von Politikern bis hin zu den höchsten Glaubensvertretern nur von Heuchlern umgeben sind (siehe Aussage des Papst zur Züchtigung von Kindern). Und dann denkt mal darüber nach, wo ihr Euch in Sicherheit bringen würdet, wenn Ihr diese Brut erschaffen hättet, die selbst nicht davor zurück schreckt kleine Babys oder Kinder zu verstümmeln. Preiset den Himmel und nehmt Euch vor den Menschen auf Erden in Acht.

    Anmerkung: Wem meine Worte nicht passen, möge dies als Ironie, Meinungsfreiheit, Kunst oder Unsinn betrachten.

    Heiko Maas wird offensichtlich "weggelobt", was bei einem Justizminister, der nach dem Ablegen seines zweiten Staatsexamens mit keinerlei praktischer Erfahrung aufwarten konnte, nicht wirklich bedauerlich ist.

    Somit kommt nun eine sehr gute Nachricht. Frau Katarina Barley soll Justizministerin werden. Wir bekommen hier also erstmals seit Jahren eine Justizministerin, die auf eine praktische Tätigkeit im Bereich der Juristerei zurückgreifen kann. Unter anderem war sie in Hamburg in einer Großkanzlei als Rechtsanwältin für Medizinrecht tätig.

    BTW:
    Weiß eigentlich jemand, was aus dieser ehemaligen Mitarbeiterin des Patentamts geworden ist, die seinerzeit den § 1631d BGB verfasst hat.

    <<< Nur am Rande sei erwähnt, dass die "fabelhafte journalistische Tätigkeit" des Darmstädter Echos mit 40% Auflagenschwund innerhalb der letzten zwanzig Jahre einherging. Ich bitte in diesem Zusammenhang um eine Runde Mitleid: Ohhhh! >>>

    Hier mal ein Auszug aus diesem treffsicher formulierten Online-Artikel:

    "Dort sitzt die Jüdin Petra Kunik und erklärt gerade, warum jüdische Männer beschnitten werden."

    Leider ist der Journalistin Nina Brückner trotz sorgfältiger Recherche ein kleiner Fehler unterlaufen. Im Judentum werden keine Männer beschnitten, sondern wehrlose Säuglinge. Würden im Judentum oder Islam nur Männer beschnitten, würde man das Thema als freie Entscheidung bzw. freie Religionsausübung von Erwachsenen betrachten und stillschweigend akzeptieren. Tatsächlich geht es jedoch um die Körperverletzung von nicht einwilligungsfähigen Kindern, welche hier gewaltsam zwangsbeschnitten werden und sinnlose Schmerzen erleiden müssen.

    Und am Ende wird es dann orthodoxe Juden geben, die Beschneidungsgegner als Heiden bezeichnen. Tiefer als beispielsweise das Ritual der Zwangsbeschneidung ist ja in allen Religionen die Arroganz verankert, den einzig wahren Glauben zu besitzen. Wäre dem nicht so, wäre wohl schon längst das Zölibat, die Beschneidung und anderer Unsinn als perverse Elemente aus den religiösen Weltanschauungen verbannt worden.

    Die Kinder sollen es später mal besser haben... Diesen Satz werde ich ohnehin nie so ganz verstehen. Wenn man den hört, erwarten Eltern oft von den Kindern, dass sie es zu "Mehr" bringen. Und alles, was die Eltern bis dato erreicht haben, wird als Opfer für die Zukunft der Kinder uminterpretiert. In der Realität kenne ich aber nur wenige Menschen, die wirklich so denken und handeln, dass diese utopischen Wünsche auch in Erfüllung gehen könnten.

    Es gibt hierzu sogar einen (ironischen) Erziehungsratgeber:
    http://www.soziale-freiheit.de/sollen-es-ihre…l-besser-haben/

    Wer tatsächlich will, dass es dem eigenen Kind besser geht, der sollte auch darüber nachdenken, ob er ihm nicht die Freiheit überlässt, selbst darüber zu entscheiden, ob seine Genitalen intakt bleiben oder nicht. Und dann sind wir bereits in der oft gelebten Realität. Die Kinder sollen dann die Karriere leben, die die Eltern nicht erreicht haben. Sie sollen brav, angepasst, fromm und wie auch immer werden, eben als Marionette der Eltern. Diesen Kindern wird es aber niemals besser gehen, weil die Eltern ihnen eines der wichtigen Dinge nehmen, die ein Mensch ausmacht. Es geht hier um das Rechts der Selbstbestimmung, welches in einigen Religionen bereits in der Kindheit irreparabel für immer beschnitten wird.

    Aber es gibt diesbezüglich gute Nachrichten: "Sowohl das Justizministerium als auch das Ministerium für Menschenrechte und das Institut für Menschenrechte schätzen, dass eine Altersgrenze für Beschneidung innerhalb der dänischen und internationalen Religionsfreiheit legitim ist"


    Einspruch! Die Altersgrenze, bis wann die Beschneidung durchgeführt werden muss, liegt im Judentum bereits beim 7. Tag nach der Geburt und im Islam sollte die Amputation erfolgt sein, bevor die Jungs kapieren, was man mit einer Vorhaut ab diesem Alter machen kann.

    Wie können sich weltliche oder gar internationale Gesetze erdreisten über dem Gebot der Bibel zu stehen. Nur weil wir heute in Europa oder in vielen Ländern keine Ehebrecher mehr steinigen oder keine Heiden (z.B. Christus) mehr ans Kreuz nageln, kann doch die Justiz nicht plötzlich einen Fabel für Menschenrechte entdecken und diese dann sogar noch Kindern (Menschen mit Rechten 2. Klasse) gewähren.

    Achtung: Eventuell sind einige meiner Passagen eher ironisch gemeint ;)

    Jetzt aber mal im Ernst, hier tut sich gerade eine gewaltige Veränderung auf. Es sieht nach einer kleinen begrifflichen Änderung aus, aber tatsächlich ist es ja ein Unterschied, ob man ein Zwangsbeschneidungsverbot oder eine Altersgrenze von 18 Jahren für Beschneidungen fordert. Ein Verbot kann als Eingriff in die Religionsfreiheit interpretiert werden, aber eine Nebenbestimmung, welche ein Handeln von einem Mindestalter abhängig macht, ist ja kein Verbot, weil das Handeln ja formalrechtlich lediglich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

    Sicherlich harmoniert die Altersgrenze nicht mit der Bibel oder dem Koran - Ups, im Koran wurde die Erwähnung der Beschneidung ja vergessen, obwohl im Koran alles steht, was tatsächlich wichtig ist -, aber in diesen alten Büchern sind so viele Widersprüche (zwei Schöpfungsgeschichten, etc.), dass die Altersgrenze für Beschneidungen wohl das kleinste Problem sein sollte.

    Dass die Briten aus der EU austreten, kann ich ja noch verstehen, aber dass die sich jetzt derart antisemitisch oder islamfeindlich verhalten, ist ja schon ein starkes Stück. Wie können nur 62% der Bürger auf die Idee kommen, dass Menschenrechte bzw. Kinderrechte höher anzusiedeln seien als der Wunsch der Eltern ihren Kindern innerhalb eines religiösen Rituals unter großen Schmerzen die Vorhaut amputieren zu lassen.

    Wenn das so weiter geht, schwappt wohlmöglich noch eine Renaissance der Aufklärung von der Insel nach Europa zurück. Immer diese verkappten Humanisten, denen Menschenrechte wichtiger sind als Tradition und Aberglaube.

    Achtung: Vielleicht habe ich das eine oder andere eher ironisch gemeint ;)

    Dazu kommt aber noch das Equipment für Blasenspiegelungen, eigenes Labor, Harnstrahlmessung usw.


    Sicherlich hat ein Urologe nicht nur das Ultraschallgerät. Dennoch denke ich, dass ein gutes Ultraschallgerät wesentlich teurer ist als beispielsweise ein Zystoskop oder ein Uroflowmeter. Und natürlich kosten auch die Geräte im Labor "etwas" Geld, aber aufwendige Laboruntersuchungen werden meist eher extern durchgeführt.

    Ich würde jedenfalls darauf spekulieren, dass ein Urologe eher im Bereich Onkologie (incl. Vorsorgeuntersuchungen) , Inkontinenz oder im Bereich Potenz seinen Aufgabenschwerpunkt haben dürfte. Vielleicht gibt es aber auch einige Praxen, welche ambulant Nierensteine behandeln und mit diesen Investitionen die Durchschnittsgewinne deutlich nach oben treiben.

    Davon abgesehen darf man gerade bei Phimose bzw. Beschneidungen nicht vergessen, dass dies je Patient i.d.R. ein einmaliger Eingriff ist bzw. die Patienten hier ja nicht jedes Jahr erneut vor der Tür stehen können ;)

    Ich bin unbeschnitten und habe keine Ahnung davon, wie so eine Naht aussehen soll. Nur ist selbst mir als Laien bewusst, dass es nach einer OP, was die Amputation der Vorhaut ja ist (i.d.R. wird die Hälfte der Penishaut amputiert), üblich ist, dass ein Arzt(!) sich die Wunde wenige Tage nach dem Eingriff nochmals anschaut. Schließlich sollte ja auch in Deinem Interesse vermieden werden, dass sich hier unbemerkt eine Infektion oder andere Komplikationen entwickelt, welche noch gravierendere Folgen mit sich bringen könnten.

    Da Du in Indonesien bist und vermutlich eher "rudimentären" Zugriff aufs Internet hast, kleiner Hinweis am Rande. Das Beschneidungsforum setzt sich gegen medizinisch nicht indizierte Beschneidungen ein bzw. will denen helfen, die unter den Folgen ihrer (Zwangs-)Beschneidung leiden. Es geht also explizit nicht um postoperative Fragen unmittelbar nach einer Beschneidung.

    Deine Frage ist daher so ähnlich, wie wenn jemand sich in einem Wunschkinderforum danach erkundigen würde, ob es normal sei, dass man nach einer kürzlich durchgeführten Abtreibung noch Unterleibsschmerzen verspürt.

    Charta des Forums

    An Deiner Stelle würde ich den Verlauf der kommenden Tage abwarten und dann einen Arzt konsultieren.


    Das sehe ich anders bzw. würde ich hier eher zu früh als zu spät einen Arzt konsultieren.

    Ich schreibe zurzeit auf meinem Telefon deshalb fasse ich mich kurz: am Mittwoch dem 15.02 wurde ich per laser im Ausland beschnitten. Kommunikation mit dem Arzt ist umständlich und ich will auch nicht weiter dara uf eingehen wieso oder warum ich das gemacht habe.


    Du brauchst wohl auch nicht weiter auf das Thema eingehen oder die Hintergründe näher ausführen, denn Du hast ja bereits alles gesagt. Der Beschneider sitzt im Ausland und ist für Dich somit unerreichbar. Kein Wunder also, dass Du nun verunsichert bist bzw. Angst hast, dass hier was schief laufen könnte. Und natürlich wirst Du wohl auch davor Angst haben, hier zu einem Urologen vor Ort zu gehen, der Dir dann noch vor der Untersuchung die Fragen stellen wird, auf die Du hier ja auch nicht weiter eingehen willst.

    Ich würde Dir aber dennoch raten, jetzt wenigsten den Mut aufzubringen und doch zu einem Arzt zu gehen. Vielleicht ist es falscher Alarm, aber selbst dann hat dies einen großen Vorteil für Dich. Denn dann müsstest Du nicht in einem absoluten Notfall noch schauen, an wen Du Dich wenden kannst, damit der das zu Ende bringt, was dieser unverantwortliche Beschneider im Ausland angerichtet hat (Stichwort: Nachsorge, Hilfe bei Komplikationen).

    (1) Ich glaube je mehr spezialisierte Geräte ein Arzt in seiner Praxis hat um so höher ist sein Verdienst.

    (2) Urologen bieten auch diverse Zusatzleistungen an. Eine Vasektomie wird z.B. Komplett Privat abgerechnet. Da ist man mit 400 Euro bei meinem Urologen dabei.
    Nicht jeder Urologe operiert aber auch.

    (3) Einmal im Jahr den PSA wert bestimmen zu lassen kostet 25 Euro.


    Zu (1) Die Relation zwischen Gewinn und Investitionskosten in Praxisausstattung, drängt sich vielleicht bei Radiologen oder Zahnärzten mit Cerec und digitalem Röntgen besonders auf. Beim Urologen dürfte das Ultraschallgerät bereits das teuerste Praxisinstrument sein. Ich würde hier aber auch nach Henne und Ei bzw. Ursache und Wirkung fragen. Wie muss ein Arzt gestrickt sein, wenn er bereit ist sechs oder gar siebenstellige Beträge alleine für die Praxisausstattung (ohne Patientenstamm) zu investieren. Und umgekehrt stellt sich dann die Frage, ob ein Arzt, der "nur" den Menschen helfen und damit sein Einkommen verdienen will, mit solchen Investitionen kaufmännisch überfordert wäre.

    Zu (2) Ich weiß nicht, wie viele Urologen selbst eine Vasektomie noch selbst durchführen bzw. hier nicht eher eine Überweisung ausstellen oder an größere Gemeinschaftspraxen oder Kliniken verweisen. Anders wird es wohl aber bei Beschneidungen aussehen, die wohl tendenziell von einer größeren Gruppe der Urologen zum "allgemeinen Repertoire" gehören dürfte.

    Zu (3) Wenn man nur den PSA-Wert für 25 EUR bestimmen lässt, stellt sich eh die Frage, ob man dafür überhaupt einen Facharzt konsultieren sollte. Der PSA-Wert ist ja irgendwo der 50:50 Joker in Sachen Prostatakrebserkennung. Ist er zu hoch, kann er falsch positiv sein oder umgekehrt kann er im Anfangsstadium auch falsch negativ sein. Das "komplette" Programm wird daher tendenziell eher für 100 EUR als iGeL angeboten. Ob das Sinn macht, muss jeder für sich entscheiden. Die einen investieren vielleicht lieber 1000 EUR in Fenster-Airbags im Auto (und rasen dann wie Irre über die Autobahn) und die anderen gehen lieber einmal zu oft als zu wenig zur Vorsorge.

    Insgesamt scheint mir aber die Schlussfolgerung, dass das Einkommen von Urologen von Beschneidungen abhängig wäre, nicht wirklich schlüssig. Frauen und Männer gehen zum Urlogen, wenn sie Probleme mit der Harnblase oder den Nieren haben.

    Dann sind Urologen natürlich auch die Anlaufstelle, bei Inkontinenz. Sowohl Diabetes wie auch das zunehmende Alter der Patienten, kann hier den Besuch beim Urologen notwendig machen.

    Bei Männern kommt dann noch das Thema Prostatakrebs hinzu, welcher nicht immer operiert und daher oft auch engmaschig überwacht werden muss. Um hier aber eine möglichst gute Entscheidung treffen zu können, sind auch regelmäßig umfangreichere Untersuchungen als nur der PSA-Wert notwendig.

    Und zu guter letzt kommt natürlich das auch sehr prägnante Thema Potenz und Kinderwunsch hinzu. Das Thema Potenz dürfte wohl seit der Erfindung von Sildenafil viel mehr Männer in die Arztpraxen treiben, weil Probleme hier endlich behandelbar sind bzw. sich keiner mehr damit abfinden muss, wenn er zur Gruppe derer gehört, die hier ab ca. 40 Jahren mit den ersten Alterserscheinungen konfrontiert werden. Davon abgesehen kann hier ein gewissenhafter Urologe sogar dafür sorgen, dass schleichende körperliche Veränderungen abgeklärt werden, bevor diese nur noch schlecht behandelbar sind (z.B. Probleme mit dem Herzen).

    Fazit:
    Vielleicht gibt es wirklich den stupiden und stumpfsinnigen Urologen an der Ecke, der sich mit Kinderbeschneidungen über Wasser hält, weil seine Kompetenz für mehr nicht reicht. Ein Urologe, der jedoch in den aufgezeigten Behandlungsfelder auch durch seine Persönlichkeit und sein Einfühlungsvermögen erfolgreich ist, wird es weder nötig haben, unnötig (ohne medizinische Indikation) zu beschneiden oder gar damit sein Einkommen aufzubessern.

    Hinweis:
    Wenn ein Urologe dafür bekannt ist, dass er viele Beschneidungen durchführt oder gar massiv damit auf seiner Webseite wirbt, würde ich dort niemals einen Termin vereinbaren.

    Wobei richtig "aufklären", was ist das, wer kann das?


    Hätte die Familie in Norwegen ihren Sohn auch dann beschneiden lassen, wenn ihnen in aller Deutlichkeit erklärt worden wäre, dass ihr Sohn am Ende die Beschneidung möglicherweise nicht überleben wird. Sicherlich sind wir es gewohnt mit Wahrscheinlichkeiten umzugehen oder den Worst Case auszublenden. Wie hätten die Eltern aber wohl entschieden, wenn sie vorher gewusst hätten, dass sie die Wahl zwischen einem beschnittenen toten Sohn oder einem lebenden unbeschnitten Sohn haben. Wäre es ihnen dann aus religiösen Gründen dennoch wichtiger gewesen, dass der Junge beschnitten, aber tot ist.

    Eine gute Aufklärung setzt aus meiner Sicht darauf auf, auch den Worst Case als realen Ausgang zu skizzieren und nur wenn man diesen gegenüber dem Ist-Zustand vor einer solchen Amputation akzeptieren kann, sollte man aus meiner Sicht einer solchen OP auch einwilligen. Und hier sind wir dann wieder beim ultima ratio.

    BTW: Du hast natürlich vollkommen Recht bzw. kann keiner im Voraus wissen, was wirklich passiert. Aber ist dies nicht erst recht ein Grund dann Nein zu sagen, wenn ein Eingriff schon aus medizinischer Sicht Harakiri im Genitalbereich ist.

    @Urolüge

    Du siehst die Religion durch eine Art humanistische Brille. In Wahrheit ist Religion aber zu allem fähig, dem Guten wie dem Abscheulichen. Religion kennt die Nächstenliebe, die Barmherzigkeit, die Steinigung oder die Inquisition, um nur mal einige Stichworte zu nennen.

    Es ist u.a. eine Jahrtausende alte Tradition, dass Menschen mit Hilfe der Religion bevormundet und ihrem freien Denken beraubt werden. Die Beschneidung ist eines der Folterinstrumente, welche die Religionen in ihrer Kammer des Schreckens bei Bedarf bereit halten, um die Menschen für immer ihrer habhaft zu werden. Und die Beschneidung des Sexualtriebs in physischer wie geistiger Hinsicht ist ebenfalls Bestandteil aller Weltreligionen. Freie Sexualität gibt es selbst in den scheinbar liberaleren Religionen nicht, was beim Zölibat beginnt, beim Verbot des außerehelichen Geschlechtsverkehrs weitergeht und beim Verbot der Segensstiftung für homosexuelle Paar in der Evangelischen Württembergischen Landeskirche zeigt, dass viele die Bibel gelesen, aber nicht begriffen haben.

    Zwei der Weltreligionen behaupten nun aber auch noch großmäulig, dass ihre Religion nur möglich sei, wenn sie ein grausames Ritual an Kindern praktizieren, welches sie nur billig von Heiden abkopiert haben. Ist es hier nicht im Sinne der Aufklärung ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die Behauptung, die Beschneidung sei ein elementarer Wesensteil dieser jeweiligen Religionen an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist. Der Ursprung ist wie Gin schreibt viel früher zu suchen und damit in der Zeit, als es selbst das Judentum noch nicht mal im Ansatz gab.

    Auch Deine Überlegung, dass Gesetze grundsätzlich die Aufgabe hätten, Gutes für eine Gesellschaft zu bewirken, hast Du mit Deinem Beispiel selbst widerlegt. Gesetze sind wie Religion gut oder böse und nicht selten kann ein Gesetz sogar beides beinhalten. Es ist beschriebenes Papier, auf dem alles denkbare als Regel festgehalten werden kann. So, wie die Beschneidung von den Verfassern des alten Testaments beobachtet, aufgeschrieben und am Ende zum Gesetz erklärt wurde.

    Die Frage nach dem Warum, geht daher viel weiter zurück und eine Religion, die Rituale praktiziert oder an Dogmen festhält, ohne diese zu hinterfragen, ist eine tote Religion. Ich finde es daher schon wichtig, gerade bei der Beschneidung nach dem Warum zu fragen, damit endlich allen bewusst wird, dass wir es hier nur mit einem heidnischen Brauch zu tun haben, der lediglich durch die Überlieferung der Bibel noch immer nicht in Vergessenheit geraten konnte.

    Wer sich aus was für Gründen auch immer beschneiden lassen will, obwohl er von mir oder anderen neg. betroffenen andere Heilmöglichkeiten und neg. Folgen zu hören bekam...soll er machen?


    Also würdest Du auch hier niemanden "unaufgeklärt" in sein eigenes Unglück rennen lassen und das finde ich auch gut so.

    @gin / @Weguer

    Auch ich finde es natürlich sehr positiv, wenn einige Moslems oder auch einige Juden oder die meisten Christen die Beschneidung ablehnen.

    Es geht hier aber um die Entstehung des Ritual der Zwangsbeschneidung und das hat so gar nichts mit den drei Weltreligionen zu tun, weil diese einfach noch nicht existiert haben, als dieses grausame Ritual bereits praktiziert wurde. Bei der Frage nach dem Ursprung, muss man daher wohl in die Zeit zurück gehen, von der es noch keine biblischen Überlieferungen gibt.

    Wer nicht für BGM ist, der ist "Demagoge", und dem geht es nicht wirklich um das Kindeswohl:


    Vielleicht wollte Kramer mit der von Dir sinngemäß zitierten Aussage auch nur unbewusst zu verstehen geben, dass man keinerlei tolerierbaren Argumente für die Zwangsbeschneidung hat und es daher vorzieht nur mit solchen Leuten darüber zu diskutieren, die in ihrer Einstellung ausreichend wankelmütig sind (Pfarrer Gauck, Pfarrerstochter Angela M., etc.).

    Neg. eingestellt ist dieses Forum nur allen nicht absolut med. indizierten, selbstbestimmten und informierten Beschneidungen.


    Kann ein Forum eine Meinung haben ;)

    Ich weiß, was Du meinst und stimme dem auch vollkommen zu. Aber mal Hand aufs Herz, würdest Du nicht wie auch ich jedem ins Gewissen reden, der sich aufgrund von vorzeitigen Samenergüssen "informiert" und "selbstbestimmt" die Vorhaut abschneiden lassen will.

    Oder würdest Du nicht auch versuchen jemanden von einer Vorhautamputation abzubringen, der dies "informiert" und "selbstbestimmt" zum Zwecke der Aufnahme in eine beschneidende Religion tun möchte.

    Eine Beschneidung kann wohl immer nur die ultima ratio sein, wenn die Vorteile alle negativen Nebenwirkungen überwiegen. Und bei diesen Nebenwirkungen sollten auch die beachtet werden, die sich bei einigen mitunter erst nach vielen Jahren als Spätfolgen herauskristallisieren.

    Ganz ehrlich...eigentlich egal wie dieser Mist entstand? Wichtiger wie wir ihn wieder weg bekommen, dieses Ritual "demaskieren"?


    Sicherlich wäre es eigentlich egal, wie dieser Schwachsinn entstanden ist. Ich finde es aber hilfreich, wenn man versucht den Ursprung zu skizzieren. Gerade bei der religiösen Beschneidung wäre es doch schon ein Fortschritt, wenn die ganzen Schriftheiden begreifen würden, dass sie Jahrtausende lang einem Götzenbild bzw. einem heidnischen Ritual nachgeeifert sind.

    Die Beschneidung ist definitiv nicht biblischen Ursprungs und damit weder originär mit dem Judentum, Islam oder Christentum (koptische Christen) verbunden. Und was nicht originär mit einer Religion verbunden ist, kann daher auch jederzeit wieder abgeschafft werden, ohne der ursprünglichen Religion damit Schaden zuzufügen.

    Bei der Sache mit der Sexualmoral nach Kelloggs muss sich jeder selbst fragen, ob er jemanden als Vorbild nehmen will, dessen perverses Verständnis von Sexualität im täglichen Klistier (Einlauf) ausartete. Entweder ist die USA extrem analfixiert (was ich bezweifle) oder es wäre an der Zeit, dass man dort mal darüber nachdenkt, was für Leute dort für die Verbreitung dieser Form der Amputation gesorgt haben.

    In BIbel ist, dass, wenn Israel aus Ägypten ausgezogen ist, und er unter Führung Moyses war, dass die ganze Zeit die Israeliten keine Beschneidung praktiziert.


    Daher folgen ja heute die Juden und die Moslems auch dem Beispiel Abrahams und nicht dem von Moses ;)

    Ich denke aber, wenn man die Ursprünge der Beschneidung untersuchen will, darf man nicht in die Zeiten zurück gehen, als das alte Testament entstand. Das alte Testament hat nur aufgegriffen, was bereits existent war. Die Beschneidung ist kein originär jüdisches Ritual bzw. wurde dieses "heidnische" Ritual lediglich ins alte Testament übernommen.

    Aus diesem Grund tituliere ich ja auch immer wieder Bibelgläubige als abergläubische Menschen, weil sie dem Wort von Menschen aus unterschiedlichsten Epochen mehr Wert beimessen als ihrem eigenen inneren Glauben. Kein Mensch würde aus seinem inneren Glauben heraus auf die Idee kommen, einem Säugling die Vorhaut zu amputieren oder einem Jungen kurz vor Eintritt in die Pubertät die Vorhaut abzuschneiden. Dafür braucht es erst Menschen, welche andere mit Worten und "Tradition" manipulieren, damit sie zu dieser Schandtat fähig werden.

    Der Ursprung der Beschneidung versteckt sich daher hinter dem, was wir als vermeintlichen Ursprung wahrnehmen.