Beiträge von aspect

    @Poorman

    Also deine Logik ist schon abenteuerlich, da kann man ja auch einfach die Ohren abschneiden. Und nie erwähnen das man damit eigentlich besser hören würde und es auch nicht Verstümmelung nennen dann hätte der Betroffene auch keine Probleme damit. Außerdem kein Risiko das sie ihm mal abfrieren oder ein Boxer ihm mal beim Kampf reinbeißt oder, oder. Ist jetzt überzogen, aber im Kern argumentierst du genau so.

    Fakt ist die Vorhaut ist ein sehr funktionales Gewebe, weit mehr als nur ein Stück Haut, und es zu entfernen ist per Definition eine Verstümmelung. So schade das nunmal ist. Ich nenne es Betroffenen gegenüber natürlich auch nicht so aber sehr wohl denen die es verharmlosen.

    Es werden zum Glück auch in den USA inzwischen immer weniger Jungen beschnitten, ich meine inzwischen nicht mal mehr 50%. Ist auch eine Frage ob die Krankenkasse das übernimmt, und das machen auch immer weniger.

    Ich denke ältere Ärzte würden, wenn sie die neue Leitlinie annehmen würden, sich eingestehen müssen in der Vergangenheit viel falsch gemacht zu haben. Ist für sie sicher auch ein Konflikt mit dem jeder anders umgeht.
    Bei Müttern die ihre Söhne trotz den Informationen beschneiden lassen, weil es IHNEN besser gefällt... das ist für mich mit das schlimmste. Kann seit dem auch so einer Bekannten nicht mehr in die Augen sehen, will sie eigentlich gar nicht mehr in die Wohnung lassen. Sie hat leider sogar zwei Söhne.

    Dein Sohn hatte wenigstens während der OP keine Schmerzen, bei der rituellen Beschneidung bzw. Beschneidung der Neugeborenen gibt es eigentlich keine Betäubung was auch noch ein Trauma nach sich ziehen kann.

    Bezüglich der Pendelhoden kann der Doktor ja ruhig drauf schauen, bevor ein eventueller Eingriff stattfindet kannst du ja dann diesmal in Ruhe weitere Informationen einholen.

    Ich frage mich, um so mehr ich recherchiere, dass Problem ist seit vielen Jahren bekannt, warum spricht sich das nur so langsam rum bzw. ändern die Ärzte ihre Vorgehensweise nicht oder klären die Eltern besser auf?

    Es ist grundsätzlich ein Kampf gegen Windmühlen aus zwei Gründen:

    1. Wie man seit 2012 deutlich weiß steht das Thema in direktem Konflikt mit zwei gewichtigen Religionen/Kulturen.
    2. Betroffene Männer empfinden es meistens nicht als Nachteil weil ihnen ja der direkte Vergleich fehlt wenn sie als Kind beschnitten wurden. Damit das so bleibt muss das Thema so gut es geht totgeschwiegen werden.

    Das ist leider so, der "Wert" der Vorhaut ist in der Breite der Gesellschaft noch nicht wirklich angekommen. Es ist zwar grundsätzlich die Einstellung zurückhaltender zu sein mit medizinischen Eingriffen aber das die Vorhaut viele wichtige Funktionen hat ist immer noch nicht sehr verbreitet.
    Bei uns hatten wir mehr Glück mit dem Arzt, als wir noch unter den "Unwissenden" waren haben wir eine Beschneidung vorgeschlagen als unser Sohn so um die 10 Jahre alt war weil er noch Verklebungen und einen leichten Schnürring hatte. Das hat unser Kinderarzt aber gleich abgelehnt und gesagt das Problem löst sich von selbst. Und so war es auch.

    Wenn die Frau Hormonell verhütet hat kann es sein das sie mit der Absetzung der Pille mehr Lust auf Sex hat.

    Dem kann ich nur zustimmen, ein Unterschied wie Tag und Nacht.
    In dem Zusammenhang ist die Gynefix noch zu empfehlen, eine hormonfreie Kupferkette. Hatte meine Frau jahrelang, leider ist der Einsatz nach einer Konisation aufgrund der Vernarbung jetzt problematisch.

    @Ehrenzipfel

    Es gibt inzwischen auch bei der Frau minimalinvasive Methoden, ich weiß nicht ob das Risiko da so viel größer ist. Im Prinzip wird beides mal ein Leiter abgeklemmt oder durchtrennt. Ja gut die Vollnarkose im Vergleich zur lokalen Betäubung. Aber der Eingriff findet auch nur ambulant statt.

    Ansonsten habe ich nie behauptet das Frauen weniger empfindlich sind, nur gesagt das ich ich bei so etwas empfindlicher bin als meine Frau. Und wahrscheinlich bin ich damit nicht alleine. Mir würde es definitiv den Spaß an der Sexualität vermiesen weil ich ständig daran denken müsste.

    Zur Gleichberechtigung: gibt es dabei nicht, außer beide lassen sich sterilisieren. Sonst hat schlicht nur der sterilisierte Partner die Folgen zu tragen. Da könnte man noch anführen die Frau verliert ein paar Jahre Fruchtbarkeit, der Mann Jahrzehnte. Auch das die Frau eventuell davor jahrelang die Pille genommen hat lässt sich dadurch nicht wieder gut machen. Außerdem, obwohl ich kein Fan der Pille bin, ist das für viele Frauen mehr als Verhütung und sie nehmen die Pille nicht nur als "Opfer" für den Mann.

    Zum Thema Kinder auf die Welt bringen: ja das kann nur die Frau und es ist kein Zuckerschlecken aber darum werde ich sicher keine Schuldgefühle haben. Es ist ja viel mehr als die Geburt, so eine Schwangerschaft wird ja durchaus auch sehr positiv empfunden.

    Am Ende muss halt jedes Paar die Lösung für sich finden, es gibt kein Richtig oder Falsch. Nur hab ich das Gefühl in der Gesellschaft ist beim Thema Vasektomie nur "stell dich nicht so an..., Kleinigkeit..., alles nur positive Erfahrungen..." der Standard und jeder der es anderes empfindet ein Spinner. Kommt einem irgendwie bekannt vor...

    Die Möglichkeit gibt es ja auch bei der Frau. Das ganze ist etwas teurer aber so wie ich das bis jetzt sehe weniger Nebenwirkungen wie zum Beispiel Druckgefühl, Ziehen usw. als beim Mann. Bei wenigen Männern bleiben ja anscheinend auch dauerhaft Schmerzen. Oder übersehe ich etwas?

    Das mit dem veränderten Ejakulat ist zwar mehr Kopfsache aber man wird doch regelmäßig damit "konfrontiert". Mein Kopf tickt da zu empfindlich. Mit einer nicht transportierten Eizelle wird man hingegen nicht wirklich konfrontiert.

    Das Thema steht bei uns aktuell auch an und meine Frau sieht das ähnlich wie ich bzw. versteht mich. Ihr ist es eigentlich egal ob sie oder ich es machen lässt, da ich damit ein Problem habe lässt sie es wahrscheinlich machen. Wir haben jetzt zumindest einen Termin zum Vorgespräch.

    Und da muss ich wieder sagen das mir bei der Welt auffällt das die Journalisten im Vergleich zu anderen Häusern noch am ehesten frei schreiben dürfen ohne ideoloische oder sonstige Rahmen. Darum widersprechen sich da auch öfter Artikel. Sonst hat man eigentlich immer das Gefühl die Redaktionen haben die gleiche Meinung.

    Zumindest das mit der Beckenbodenmuskulatur der Frau ist nicht ganz von der Hand zu weisen und kann dem einen oder anderen als Tipp dienen. Die Erfahrung hab ich auch selber gemacht, vor der Geburt unseres Sohnes war für mich länger durchhalten kein Problem. Danach hat meine Frau auch für sich die Vorteile eines "aktiven" Beckenbodens entdeckt was es mir wiederum sehr schwer macht mich zu kontrollieren.

    Hier "bei uns" wird nichts zensiert, wie du merkst darf hier jeder seine Meinung schreiben. Wenn jemand andere beleidigt oder verletzt wird er nach ein paar Warnungen gesperrt. Bei Eurocirc wird nur das veröffentlicht was erst durch die Mods gegengelesen und für die richtige Meinung gehalten wird. Was ist nun vertrauenswürdiger?