Beiträge von Hickhack

    Wenn hier der Arzt bei einem 11 Monaten alten Kleinkind auf Phimose untersucht, wird der vermutlich auch im Alter von drei bis vier Jahren einen Sehtest mit Buchstaben durchführen.

    Die Frage der Mutter ist aber auch ziemlich schräg. Sie frägt allen Ernstes, ob sich nochmals zu diesem Arzt gehen soll, damit er sich anschaut, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Entweder lebt diese Frau auf einer einsamen Insel, wo dieser Kinderarzt der einzige ist oder sie hat die "Gelbe Seiten" verlegt.

    Kinderärzte tun vieles, was man hinterfragen kann. Unserer war immer sehr vorsichtig, aber ich habe keine Ahnung, wie repräsentativ das ist.

    Ein Problem, daß diese Mutter vermutlich haben wird ist eine Alternative zu finden: Kinderärzte nehmen Säuglinge an aber wenn man mit älteren Kindern wechseln will, kann das ein echtes Problem werden.

    Man muss mit 15 auch noch keinen GV gehabt haben. (Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.) Entsprechend "gedankenlos" solltest Du an Dein erstes Mal herangehen. Es ist keine Performance für die es nachher Punkte gibt. Und es gibt auch kein Zeugnis mit dem man sich auf die nächste Position bewerben muss.

    Das einzige woran Du wirklich denken musst: JEDER Geschlechtsverkehr mit funktionsfähigen Geschlechtsorganen kann zur Schwangerschaft und/oder zur Übertragung von Krankheiten führen. Daher IMMER nur mit Kondom!!!

    Was die "Kerben" angeht kann ich mir im Moment schlecht vorstellen was Du meinst (bitte keine Photos hier einstellen!), aber hast Du mal Deinen Kinderarzt darauf angesprochen? Deine Mutter ist vielleicht nicht die allerbeste Gesprächspartnerin für dieses Thema (auch wenn ich Dich zu eurem anscheinend sehr unverkrampften Verhältnis beglückwünschen möchte). Oder ist der Kinderarzt mitverantwortlich dafür, daß Du überhaupt zirkumzidiert wurdest?

    Christen.

    Allerdings sehe ich es anders als mein Mann.


    Mein Mann ist aus NIgeria und dort ist es im ganzen Südlichen Teil (also der grösste Teil des Landes) übliche das Kind am achten Tag zu beschneiden (manchmal auch bischen später aber eben in dieser Neugeborenen Periode, die zweite Lebenswoche)
    Und das ist dort unabhängig welcher Religion man dort angehört, dort gibt es ZIG wirklich ZIG unterschiedliche Glaubensrichtungen die das machen, im Süden eben die Christlichen Richtungen.
    Im NOrden sind muslime, da weiss ich nicht wann die es machen ob auch dann oder später.

    vergleich es mit den USA, es wird in Nigeria auch noch im KH durchgeführt, routinemässig. Da die Menschen dort aber gläubiger sind als hier und mit der Bibel viel anfangen können begründet die es eigentlich immer mit "Gott will es so, ist ein Gebot, kann ja nur gut sein".... und denken eben keine Stück weiter (warumm dann so erschaffen? Warum erst nach 2000 Jahren eingeführt?? Warum wieder abgeschafft??? hatte es vielleicht einen komplett anderen für uns nicht mehr irrelevanten Sinn? Wenn es doch wie Schlachtopfer der Bibel auf den Tod von Jesus hindeutete und dieser damit Schlachtopfer und die BEschneidung ersetze, ist es nicht sogar respektlos zu sagen "ach das reicht mir aber nicht das Jesus gestorben ist ich mach trotzdem weiter mit der Beschneidung ... das letze wäre wenn ich das Gesamtbild betrachte der Thora komplett mein Empfinden)

    Ich bin Katholik und kann durchaus allein aus meinem Glauben und der Tradition heraus gegen die Zirkumzision angehen.

    Aber Du hattest ja auch nach außerreligiösen Quellen gefragt:

    Der Text Genesis 17 gehört nach gängiger Lehrmeinung nicht zur ursprünglichen Abrahamserzählung sondern floss erst - ich meine wie übrigens alle Stellen an denen die Zirkumzision im Alten Testament thematisiert wird - nach der Eroberung Israels und Judas und dem Babylonischen Exil in den Text ein. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das jüdische Volk mehr oder weniger in einem Zustand der Auflösung. Die jüdische Priesterschaft hat daher das in groben Zügen schon vorhandene Ritualgesetz Israels so ausgebaut, daß es die Assimilation und die Integration bestmöglich verhinderte. Über die Kaschruth (das jüdische Speisegesetz an das sich interessanterweise keine mir bekannte christliche Gruppe hält) wurde die Tischgemeinschaft mit Nichtjuden unmöglich gemacht - und wer nicht zusammen essen kann, heiratet auch nicht untereinander oder kommt sich freundschaftlich näher - und die Zirkumzision machte (und macht es noch heute) Männern schwerer sich zu einer Konversion zu entschließen. Es geht um die Identitäts(er)findung des jüdischen Volkes und die Abgrenzung von der nichtjüdischen Umgebung.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-49976963.html

    Wenn die Kultur deines Mannes nun auf die Zirkumzision als Bundeszeichen besteht, dann ist das im Grunde der - rudimentäre und unvollständige - Versuch "jüdisch" zu sein. Genau diese Frage ist aber das Thema bei Paulus: Und der kommt zu dem Schluss, daß es um Christ zu sein eben NICHT notwendig ist, Jude zu sein.

    Das ist natürlich eine sehr abgeklärte Herangehensweise an die Frage nach dem Willen Gottes. Ist je nach kulturellem Hintergrund nicht einfach sich drauf einzulassen.

    Du kannst noch einen Schritt weiter gehen: Zum Jude sein gehört eben auch die Beachtung des gesamten jüdischen Ritualgesetzes. Das heißt die Einhaltung der Speise- und Sexualgebote, die Kleidungsvorschriften, etc., etc. 613 Gebote insgesamt.
    Das Apostelkonzil (Apg 15) entbindet die Christen nichtjüdischer Abstammung aber von diesem Gesetz bis auf die Jakobusklauseln (Kein Genuss von Götzenopferfleisch, Meidung von Unzucht, Meidung des Verzehrs von Fleisch von Ersticktem und Meidung des Verzehrs von Blut).


    Ich wollte euch nur berichten, dass unser Sohn seit 3 Tagen seine Vorhaut zurückziehen kann. Er saß in der Badewanne und sagte auf einmal, dass die Haut zurück ist. Er hat es ganz alleine gemacht und von sich aus.

    Ich weiß nicht, was eure Ärztin dazu sagt, aber vielleicht sollte Dein Mann eurem Sohn beibringen, beim Pinkeln die Vorhaut immer zurückzuziehen. Davon mal ab, daß dadurch die "Treffsicherheit" erhöht ist, bleibt die Haut auch stets in Bewegung.

    Hallo Andre,

    bei meiner Frenulotomie war ich ca. 19. Der einzige Unterschied den ich heute noch feststelle ist die freie Beweglichkeit der Vorhaut. Damit ist der unschätzbare Vorteil dieses Schnitts auch schon beschrieben.

    Ich bin mir nicht 100%ig sicher, ob bei mir dieSchnittenden tätsächlich vernäht wurden oder ob ein Teil des Frenulums nicht sogar entfernt wurde (ich war jung und hatte letztlich keine Ahnung...). Von der Empfindlichkeit her, kann ich mich an keinen Unterschied erinnern.

    Frenulotomie - Was ist das eigentlich genau? Erfahrungsberichte?

    Ich würde das nicht ganz so pessimistisch sehen. Ein guter Endokrinologe dürfte daran interessiert sein, die Ursachen zumindest festzustellen. Oder anders: Geh zum Doc und beschreib nur Deine Symptome. Wenn er korrekt arbeitet wird er die komplette Diagnostik durchziehen, d.h. Bluttests, Tumorcheck, etc. wenn es das alles NICHT ist, muss es eine andere Ursache geben. Auch dafür wird der Spezialist schon eine Reihe Ideen haben. Wenn für Dein Hormonproblem tatsächlich nur ein Trauma in Frage kommt, wird ein Traumaspezialist die physischen Auswirkungen kaum ignorieren können. Eigentlich.

    Dann wird der Endokrinologe die einzig sinnvolle Lösung sein.

    Cortisol kommt mir aus der Debatte um die unzureichende Anästhesie bei der Zirkumzision von Kleinkindern bekannt vor.

    Unter Umständen hängt Dein Cortisolspiegel ja mit der Dauerstressituation zusammen. Wundern würde mich das nicht.

    Dann hättest Du im schlimmsten Fall einen schicken Teufelskreis:

    Stress - zuviel Cortisol - zuwenig Testosteron - ein Paket Probleme - noch mehr Stress

    Wäre schön, wenn ich mich irrte.

    Ich könnte problemlos allein aus meinem Glauben argumentieren, warum Katholiken an ihre Kinder nicht Hand anlegen dürfen, daß ändert allerdings leider wenig daran, daß Frau Ueberschär eines der Grundprobleme der Postmoderne anspricht: Wenn eine Ideologie wie der Islam mit dem Christentum auf eine Stufe gehoben wird, muss sich der Rechtsstaat überschlagen und zwingt die Religionsgemeinschaften in mehr oder weniger unheilige Allianzen.

    Aber der Ansatz von Frau Ueberschär hat auch wieder einen Haken: Sie argumentiert religiös. 1631d BGB ist aber kein religiöses Gesetz. Aber Differenzierungen waren ja 2012 nur von wenigen Seiten gefragt.