Beiträge von Hickhack

    Habt Ihr vorher noch einen Elternabend/Elternsprechtag?

    Amsonsten lass Dir doch vorher zeigen, was gemacht werden soll - vielleicht sind die Themen Phimose und Zirkumzision ohnehin Teil des Programms.

    Ich würde mir allerdings dringend verbitten meinen Sohn im Rahmen des Unterrichts als "Quasifachmann" befragen zu lassen ("X, du bist ja beschnitten, erzähl der Klasse doch mal, wie es war und wie Du dich jetzt damit fühlst..." :thumbdown: )

    Die Lehrerin vorzuwarnen ist vielleicht keine ganz schlechte Idee, aber da solltet ihr ganz klar formulieren, was ihr von ihr erwartet.

    Da müsste vielleicht Dein Mann mit ihm nochmal öfter schwimmen gehen, aber rein grundsätzlich bin ich mir sehr sicher, daß ihm in einem öffentlichen Raum mit erwachsenen Männern noch am wenigsten passieren kann. Im Hinblick auf Kommentare zu seinem Penis. Daß ein Erwachsener sich darüber Gedanken macht, halte ich für sehr unwahrscheinlich und daß jemand sichtbar darauf regiert erst recht.

    Die haben alle selber einen und sorry to say: "schön" ist ein seeeeeeehr dehnbarer Begriff in diesem Zusammenhang.

    Eine Trillerpfeife würde ich ihm, wenn er alleine unterwegs ist, trotzdem mitgeben, auch wenn er nicht geschnitten worden wäre.

    Sorry, bin zu blöd zum Zitieren...

    Wie alt ist Dein Sohn jetzt?

    Was ich schade fände wäre, wenn er zu der Ideen kommen würde, sich wegen der fehlenden Vorhaut verstecken zu müssen. Muss er nicht. Er ist genauso so richtig und perfekt, wie er ist. E Basta.

    Ja, Jungs gucken, Jungs vergleichen (mehr oder weniger offensichtlich) und auch wenn sie irgendwann lernen sollten weder am Pissoir noch in Gemeinschaftsduschen anderen Männern in den Schritt zu starren (was man mMn auch nur durch Übung lernt, aber das ist ein anderes Thema), tun Männer das glaube ich insgeheim auch noch im Erwachsenenalter nur, daß es da wegen der hoffentlich erworbenen Selbstsicherheit im Prinzip keine Rolle mehr spielt.

    Ich denke Eure Methode jede seiner Fragen ernstzunehmen und so zu beantworten, daß er damit leben kann, ist die einzige, die langfristig funktionieren kann. Solange die Antwort nicht überdramatisiert ist.

    Bei meinem Sohn habe ich damals (als die Phimose noch akut war) vielleicht auch eher zu oft gesagt, daß er zu mir kommen soll, wenn er ein Problem hat, aber heute hat er auch keine Hemmungen was zu sagen, wenn was ist. (Aber der ist jetzt auch schon 17.)

    Und was den "Freund" angeht: Ich fürchte durch den Kurs "Wie umgeht man die Idioten im eigenen Umfeld" müssen wir alle in der ein oder anderen Form durch.

    Ich habe damals mich damals mit Händen und Füßen dagegen gewehrt meinen Sohn ans Messer zu liefern, insofern kann ich Deine @LiLi1316 Seelenqual schon nachvollziehen.

    Was ich aber für sehr viel entscheidender halte:
    Deine Verzweiflung darf nicht das Problem Deines Sohnes werden.
    Er ist garantiert nicht der einzige Junge an seiner Schule, der geschnitten wurde (und unter Garantie wird es auch unter seinen Lehrern welche geben). Es ist im Moment etwas Besonderes, in ein paar Wochen spielt das keine Rolle mehr.
    Mir wäre wichtig, daß mein Sohn ein so unkompliziertes Verhältnis wie möglich zu seinem Körper entwickelt. Ja, er hat keine Vorhaut mehr - aber kein Mensch kann im Moment beurteilen, wie es ihm in 10, 15 oder 50 Jahren damit geht. Vielleicht hat er Glück und die Auswirkungen sind nicht so extrem, wie man es hier manchmal zu lesen bekommt.
    Mach Deine Ängste nicht zu seinen Ängsten.

    Sorge dafür, daß er mit Dir (und seinem Vater oder anderen männlichen Bezugsperson) reden kann. Über alles (was mit der Mutter immer etwas schwierig sein kann).

    Ich habe keine Ahnung ob man einen gesunden, halbweg intelligenten Teenager darauf stoßen muss, daß in der Küche Olivenöl steht und es Gleitgel in der Drogerie gibt - wenn das Thema Mädchen mal akut wird stellen sich die Fragen nach Kondomen, Gleitmitteln, etc. ohnehin nochmal in einem etwas größeren - eher besprechbaren - Kontext.

    Mir ist der Schnitt zwar erspart geblieben, aber ich war auch immer "anders" (heute weiß ich warum, aber das würde hier den Rahmen sprengen). Dein Sohn hat das Glück, daß sein "anders sein" ein ziemlich diskretes ist, wobei ich keinen Grund sehe, wofür er sich schämen müsste. An der Größe, der Form, seines Penis, seiner Nase, seiner Finger wird er z.B. auch nichts ändern können, ebensowenig wie es seine Klassenkameraden können. Wer ihm jetzt versucht einzureden, daß ein zirkumzidierter Penis "eklig" sei, der hat noch ganz andere Probleme (fehlenden Respekt, keine Manieren und mich würde nicht wundern, wenn da so einiges an Unsicherheit mitspielt) aber das sind die Probleme den anderen und nicht die deines Sohnes.

    Ich weiß, daß negative Kommentare von anderen über den eigenen Körper Sch****-schwer zu ertragen sind. Ich bin selbst nur knappe 1.70, zu schwer und hab' noch ein paar Dinge an mir, die immer wieder das Potential haben, mich runterzuziehen. Aber ich glaube zumindest habe ich meinen Kindern beibringen können, niemanden wegen eines unveränderlichen körperlichen Merkmals zu bewerten oder gar zu beleidigen. Und ich habe selbst Jahrzehnte gebraucht um mich weitgehend so anzunehmen, wie ich nunmal bin.

    Von daher wäre mein Rat: vergiss nichts, aber vergiss Deinen Fokus auf diese eine Entscheidung und sorge stattdessen dafür, daß für deinen Sohn sein "anders" zu seinem "normal" werden kann.

    Wenn er später tatsächlich praktische Hilfe brauchen sollte, werden sich dann immer noch neue Türen finden.

    Was Suizid und Anorexie angeht d'accord.

    Bei Deiner Einschätzung von BDSM wäre ich vorsichtiger. Da spielen psychologische/beziehungsspezifische Faktoren eine extrem wichtige Rolle.
    Masochismus ist genau so existent wie Sadismus und muss nicht zwangsläufig mit einer selbstzerstörerischen Störung einhergehen.

    Bei Body-Modifications verstehe ich schon die europäische Version der Tätowierung nicht, geschweigedenn des Piercings, Brandings, Implantate, usw.
    Die Subinzension ist unzweifelhaft eine Extremform, die allerdings auch schon Jahrtausende alt ist (bei einigen Stämmen der australischen Ureinwohner soll die Praxis lange Tradition haben).
    In unseren Breiten kann ich mir kaum vorstellen, daß das mal ein breiterer Trend wird.

    Dann wünsche ich wirklich jedem Betroffenen, daß die Gewinne aus der Organ-Rekonstruktion und den Patenten für Foregen so hoch sind, daß die Vorhautrekonstruktion eine bezahlbare Angelegenheit wird.

    Wäre natürlich noch besser, wenn es - wenigstens bei Zirkumzisionen im Kindesalter - auch von den Kassen bezahlt oder wenigstens anteilig unterstützt werden würde (und sei es über eine Einzelfallprüfung).

    Finde es grundsätzlich schlimm, das einfach über den Penis des Kindes entschieden wird.
    Aus meiner Sicht steht es keinem Elternteil zu!

    Vielmehr sollte dieser Eingriff erst ab ca. 16 Jahren erlaubt werden.
    Denn dann kann der Junge(Mann) selber entscheiden.

    Grundsätzlich bin ich da ganz Deiner Meinung, aber wie kommst Du auf 16?

    In Österreich gibt es ein Gesetz zum Verbot von Schönheitsoperationen (natürlich unter ausdrücklicher Ausnahme der Zirkumzision von Jungen). Ein solches würde ich mir auch für Deutschland wünschen, allerdings bezogen auf alle medizinisch nicht eindeutig indizierten Eingriffe mit einer Einwilligungsgrenze von 21.

    Bei der Gelegenheit könnte man §226a StGB dann auch entsorgen, weil ich der Meinung bin, eine Frau hat das gleiche Recht sich genital "umrüsten" zu lassen, wie jeder Mann auch (ich bin ja ein Verfechter der Gleichheit vor dem Gesetz...)

    Du bist lt. Deinem Nick 25 - warst Du nur wegen der Phimose bei diesem Arzt oder kennt er Dich schon länger? Was hat der Arzt denn zu der Nachblutung und zu den "Kügelchen" gesagt?
    Hast Du mit dem Arzt besprochen gehabt, wieviel Haut abgenommen werden sollte? Hattet Ihr vorher mal besprochen, wieviel "lose" Haut Du für eine Erektion benötigst? Grundsätzlich ja, die Haut wird auf längere Sicht nachgeben, aber da solltest Du dich hier mal umlesen, wie Du das am besten unterstützen kannst.

    Lass Dir für alle Fälle eine Kopie vom OP-Bericht und vom Einwilligungsbogen aushändigen.

    Es hat mir keine Ruhe gelassen und jetzt habe ich mein U-Heft aus den 70ern wiedergefunden.

    Also mal davon ab, daß die U1 von einem Frauenarzt und nicht von einem Kinderarzt vorgenommen wurde:

    Von U3 bis U7 (d.h. 4. Woche bis 24. Lebensmonat) wurde ein Befund für Nr. 32 - Geschlechtsorgane eingetragen, allerdings nicht welcher. In den Erläuterungen zu jeder U werden unter dieser Nummer für diese Us nur der Hodenhochstand (den ich hatte) und "andere Anomalien" (Hydrocele, Hypospadie, Epispadie, Klitorishypertrophie) als ankreuzbare Diagnosen aufgeführt. Hier hat der Doc allerdings keine Häkchen gesetzt.

    Wann genau ich operiert wurde, weiß ich nicht mehr, Zur U8 (3,5 -4 Lebensjahr) bestand für mich kein Befund zu Nr. 32 mehr. Allerdings taucht in dieser U neben dem Hodenhochstand und den "anderen Anomalien" zum ersten Mal die "Phimose" als Diagnose auf.

    Also entweder mein Kinderarzt war sehr entspannt (er soll damals schon ein älterer Herr gewesen sein) und hat den Befund nicht erhoben, oder ich hatte mit etwas über 4 Jahren (anscheinend waren meine Eltern etwas spät dran mit der U8) tatsächlich keine Verengung mehr.

    Interessant finde ich in diesem Zusammenhang den rotgedruckten Hinweis an den eintragenden Arzt bei jeder U:

    "Eintragungen nach dem Kennziffernkatalog sind nur vorzunehmen, sofern die normale körperliche oder geistige Entwicklung des Kindes in besonderem Maße gefährdet ist."

    Ich denke, das müsste in erigiertem Zustand betrachtet werden. Denn wenn es schlaff schon straff ist, wie ist es dann erste bei einer Erektion?

    Das müsstest Du jemanden Fragen, den es so erwischt hat. Nach Pauls Beschreibung lappt im uneregierten Zustand die Haut teilweise noch über den Eichelrand (zumindest habe ich ihn so verstanden), das klingt für mich so, als wäre noch reichlich Haut übrig.

    Hallo Kairi Neko,

    Zunächst mal gute Besserung.

    Dann gib mir bitte unbedingt die Adresse des Krankenhauses, daß es geschafft hat Dir die Prostata zu entfernen ohne die Erektionsfähigkeit lahmzulegen (da kannte ich bisher nur anderslautende Berichte und ich rechne damit, daß meine mittelfristig auch raus muss).

    Außerdem herzlichen Glückwunsch zu Deinem Sexleben (da kommt mancher 20 oder 30jährige nicht mit).

    Was den Heilungsprozess angeht, kommen mir 5 Wochen nach so einem Eingriff doch eher optimistisch kurz vor.