Posts by TB 99

    Hi Sveena

    Ich denke, in deinem Falle, würde eine Salbe oder aber eine Dehntherapie reichen.
    Als ich 7 Jahre alt war, liessen mich meine Eltern aufgrund einer Vorhautverengung beschneiden.
    Nach der Beschneidung hatte ich grosse schmerzen, und war sauer auf meine Eltern, weil sie mir das angetan haben.
    In der schule war das mir die ersten 2 Jahre ein bisschen peinlich.
    Eines Tages sprach mich jedoch ein Klassenkollege darauf an, dass er vor 4 Wochen in der Türkei beschnitten wurde (er ist Moslem).
    Er wurde nur mit einer Lokalbetäubung beschnitten (Spritze in die Peniswurzel), und sah, wie der Beschneider seine Vorhaut wegschnitt.
    Seitdem ist er noch heute Traumatisiert.

    Um zum Schlusspunkt zu gelangen: Wenn ich dich wäre, würde ich keine Beschneidung vornehmen.

    Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen


    Freundliche Grüsse

    TB 99

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Ab 33:15 in diesem Film könnt ihr sehen wie zwei Mädchen von einer beschneiderin beschnitten werden.
    als ich diesen Abschnitt gesehen musste ich weinen :( :(

    Moin Leute

    Ich wurde im Turnunterricht in der schule gemobbt, weil ich beschnitten bin.
    Sie haben mir "kleiner Jude" oder "Moslem" gesagt.

    Eines Tages aber kam ein Klassenkollege zu mir (er war Moslem) und sagte, dass er jetzt dann aus religiösen gründen beschnitten werde.
    Ab diesem Moment, fühlte ich mich schon nicht mehr so alleine in diesem Thema.
    Ein paar Wochen später, als mein Klassenkollege beschnitten war, erzählte dieser, dass er am Beschneidungstag eine Spritze in die Peniswurzel bekommen hat, und gesehen hat, wie ihm die Vorhaut weggeschnitten wurde. Und all das unter Aufsicht der ganzen Familie.

    Wie gesagt, meiner Meinung greifen die Ärzte viel zu schnell zu ihrem Skalpell

    Hm, und was ist nun "medizinisch notwendig", und welcher "Eingriff" ist dann notwendig?Eine Amputation der Vorhaut ist bei Phimose meistens nicht nötig, das hätte man an der Stelle ruhig sagen können.

    Überhaupt "Eingriff" ist auch so ein beschissener Euphemismus.
    Ja, wenn sie nur greifen würden die Ärzte! (ohne, dass es in Missbrauch ausartet, versteht sich). Aber nein, viele wollen ja immer gleich schneiden!
    Und zwar auch nicht nur ein-schneiden, sondern gleich ab-schneiden.

    Hallo Selbstbestimmung

    Die Ärzte greifen bei solchen Sachen viel zu schnell zum Skalpell.
    Vorhautverengungen können nicht nur durch Beschneidungen heilen sondern auch durch Dehnbehandlungen oder einsalben der Vorhaut.

    Auch ich hatte eine Vorhautverengung und bei mir sagte der Arzt dass ich beschnitten werden muss, und ich bin heute noch überzeugt, dass es auch noch andere Lösungen gegeben hätte.

    Hallo Pizarro 73

    Es war so:
    Ich war zusammen mit meinem Vater bei meinem Hausarzt, um zu schauen, ob ich gesund bin.
    Dann fragte mich der Arzt, ob ich meine Vorhaut problemlos über meine Eichel bringe.
    Ich sagte, dass ich es noch nie gemacht habe und dann machte ich es vor dem Arzt, und der hat dann festgestellt, dass ich eine Vorhautverengung habe.
    Der Arzt empfahl meinem Vater, dass er mit mir ins Toktorhus nach Fällanden gehen soll.
    Dort hatte ich auch Sprechstunde mit einem Arzt und mein Vater hat einen Termin für die Operation mit dem Arzt vereinbart.
    Am Tag an dem die Operation war, war ich sehr nervös und hatte auch Angst.
    Als ich im Operationssaal war, wurde ich mit so einem hässlichen Betäubungsgas betäubt.
    Nach der Operation lag ich in einem Bett und hatte ein komisches Gefühl an meinem Penis.
    Ich durfte Am gleichen Tag nach der OP wieder nachhause.
    Als ich zuhause auf die Toilette musste, sah ich, dass ich einen dicken Verband um meinen Penis habe.
    Mein Vater musste diesen Verband zweimal täglich wechseln.
    Als er das erste mal gewechselt wurde, sah ich meinen beschnittenen Penis, es war ein schlimmer Anblick, denn ich sah die Fäden und es hatte auch noch ein wenig Blutkruste gehabt.
    Das ging dann zwei Wochen so weiter und danach konnte ich ohne Verband sein.
    Die beschnittene Stelle war aber noch über lange zeit sehr empfindlich.

    Ich bin sehr froh, in diesem Forum zu sein, denn da kann ich meine Meinung mit anderen übers Thema Beschneidung austauschen

    Hallo TB 99,herzlich willkommen bei uns!

    Ich denke, ich verstehe, wie es Dir gerade geht. Einerseits denkst Du nur sehr ungern an das zurück, was Dir widerfahren ist und spürst, dass es Unrecht war. Andererseits sind Tradition und Kultur derart tief in Dir verwurzelt, dass es Dir trotzdem schwer fällt, konsequent zu sagen: Das muss aufhören und zwar ganz!Diesen Konflikt spüren viele Menschen, die aus religiösen oder kulturellen Gründen ihre Kinder an den Genitalien "beschneiden". Sie wissen einerseits, dass es falsch ist, ein Kind zu verletzen, trösten sich selbst aber dann mit den Argumenten, es sei ja eigentlich doch nicht soooo schlimm und wenn es durch einen Arzt mit Betäubung gemacht wird, passiere ja nichts.

    Diesen Schritt zu wagen und sich einzugestehen: "Doch, es IST schlimm und egal, wer es tut, er verletzt das Kind und schädigt es" ist sehr schwer und fällt vor allem denen schwer, die schon als Kind dran glauben mussten. Weil sie es nicht anders kennen.

    Es geht - wenn man mal in Ruhe darüber nachdenkt - ja auch gar nicht darum, eine gesamte Kultur über den Haufen zu werfen, sondern einfach darum, ein Ritual ein wenig zu ändern: Die Entscheidung darüber dem Betroffenen selbst zu überlassen und nicht über ein Kind zu verfügen, sondern einem Erwachsenen die Wahl zu lassen zu sagen: "Ich will das für mich selbst!"
    Das mag für viele schon zu viel zu sein, aber da müssen wir hin. Und dazu würde es fürs erste schon mal reichen, wieder dorthin zu kommen, wo wir bis 2012 schon waren: Wenn das Gesetz, das die Verstümmelung von Jungen ausdrücklich erlaubt, abgeschafft würde, wären wir schon einen großen Schritt weiter.

    Du, TB 99, hast die große Chance, mitzuhelfen: Wenn Du selber mal einen Jungen hast, kannst Du aktiv dazu beitragen, dass wir eine Wende schaffen. Lass ihn ganz, lass ihn selbst entscheiden.
    Was hältst Du davon? Wie siehst Du das?

    Hallo Weguer

    Ich hätte mich klarer ausdrücken sollen, dass ich nicht aus religiösen gründen beschnitten wurde, sondern aufgrund einer Vorhautverengung.
    Auch mein Vater wurde, als er vier Jahre alt war, aufgrund einer Vorhautverengung operiert.

    Wenn ich mal einen Jungen habe, der das gleiche Problem hat, wie ich damals, dann würde ich mit ihm darüber sprechen und ihn nur dann beschneiden lassen, wenn auch er damit einverstanden ist.

    Eine Vorhautverengung kann man nicht nur mit einer Beschneidung heilen, sondern auch mit dehnen der Vorhaut, oder mit einsalben