Beiträge von werner


    ...mit dem Ziel, die Masturbation zu erschweren.)

    Man fragt sich, wieso dieser Vorsatz hier eigentlich so ungeprüft übernommen wird. Nach Ansicht der "evidenzbasierten Wissenschaft" sind doch mit der Beschneidung keinerlei sexuelle Einschränkungen verbunden, eher im Gegentum. Aber der Gesetzgeber geht wie selbstverständlich davon aus, dass Beschneidung die Masturbation erschwert (wenn er dies auch als Erziehungsziel missbilligt.)

    Zitat

    "For people who say that an infant won’t consciously remember the trauma of being circumcised, that much is probably true. We do have reason to think that unconscious [memories] and long term changes in brain functioning might be happening, but there’s more research that has to be done to understand the extent. And, of course, a lot of infants grow up to become men who don’t particularly care that they were circumcised, or that even happen to like their penises without a foreskin for whatever reason. I have no doubt about those two points. But there’s a third consideration, and that’s the existence of a large number of men who don’t remember the actual surgery, because they were just a few days old at the time, but who now look down at their genitals and compare what they see to the information that’s available to them on the internet, [who reflect on the norms of bodily integrity they have been raised with in the wider society], and who feel, as my friend feels, and as a lot of men that I’ve talked with about this feel, that they’ve been sexually harmed."

    http://www.academia.edu/5790352/Assess…e_about_respect


    Der Thread hält sich inhaltlich komplett an den Titel und ist aus meiner Sicht daher nicht OT.


    Schon der Titel bzw. der Anfangspost des Threads ist OT im Sinne des Forumthemas. Aber was soll's: ich gebe hier nur meine völlig unwesentliche persönliche Einzelmeinung zum Ausdruck. An der Tatsache, dass die Forumsleitung den Thread noch nicht gelöscht hat, erkennt man, dass sie meine Meinung nicht teilt, und das wird von mir selbstverständlich widerspruchslos akzeptiert.  ;)

    Vielleicht sollte man aber auch Kinder nicht unterschätzen und sie nur als kritiklose Konsumenten sehen, denen man widerstandslos eintrichtern kann, was man will. So werden Kinder heute in vielen Familien nicht mehr erzogen. Dann aber geht der Schuss nach hinten los, und die Kinder sind mindestens peinlich berührt, wenn nicht erschrocken oder sogar angeekelt von dem, was ihnen da als Mannbarkeitsritus vorgestellt wird. Nachvollziehen, warum die "ganze Welt" über den Verlust der Vorhaut dermassen vor Begeisterung aus dem Häuschen gerät, können in einem anderen Kulturkreis die Wenigsten, auch Kinder nicht.

    Lies' mal im Talk zu dieser Wikipedia-Seite:

    Zitat

    "I am concerned at some of the recent additions to this article, which have been cited by:
    <ul);"">[*]Chengzu, Liu (2011). "Health Care for Forskin Conditions". Epidemiology of Urogenital Diseases. Beijing: People's Medical Publishing House.[*]Xianze, Liang (2012). Tips on Puberty Health. Beijing: People's Education Press.[*]Guochang, Huang (2010). General Surgery. Beijing: People's Medical Publishing House.They talk about the concept of "prepuce redundant" (i.e. just having a slightly longer than usual foreskin) and how it requires medical intervention. One absurd statement reads: "Some males feel reluctant to keep the glans exposed for uncomfortable feeling of the glans chafing the underwear, which might partially explain the prevalence of untreated prepuce redundant". The last I checked, having a long foreskin (including one that still covers the glans when flaccid and erect) is totally normal and healthy as long as it is retractable. --TBM10 (talk) 10:09, 26 October 2013 (UTC)
    Agree. Unlike Phimosis, "prepuce redundant" is not a widely-acknowledged concept around the world, only popular in few countries like China. Moscowsky-talk- 15:51, 26 October 2013 (UTC)Indeed, my understanding of the phrase was actually the "redundant" foreskin left over after a circumcision. I have tried to deal with this wave of new information in the article and clarified some of it (which appears to be sourced from Chinese books which are unverifiable). What I was (and still am somewhat) concerned about was the possibility of a reader believing that "prepuce redundant" is abnormal and requires medical intervention, when in reality and in most parts of the world it is totally normal. My own personal experience, it does not impede or cause disruption at all. --TBM10 (talk) 16:29, 26 October 2013 (UTC)"

    Immerhin gibt es ja Millarden Menschen auf der Welt, die das auch nicht verstehen, aber durchaus nicht "religiös unmusikalisch" sind.

    Als Grundlage für das "Mensch-Sein" wird hier definiert der Bund mit Gott. Aber was sind dann diejenigen, die den nicht unterschreiben?

    Habermas hat aber auch - dem Sinne nach - gesagt, dass die Religionsgemeinschaften aufgefordert sind, sich in der öffentlichen Wertediskussion zu Wort zu melden. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er solche Wortmeldungen seitens der Religionen sogar für unabdingbar notwendig gehalten.

    Ich unterscheide zwischen den institutionalisierten Glaubenshierarchien und den Gläubigen selbst. Der Graben zwischen beiden Bereichen wird immer tiefer. Dies bedeutet m.A. aber nicht, dass die Gläubigen vom Glauben abfallen. Dafür gibt es etliche Anhaltspunkte, nicht nur die Kirchentage. Fatal ist, dass sich zunehmend radikale Richtungen in den Gemeinden einnisten. Das gilt für alle drei monotheistischen Religionen, im Judentum z.B. steht dafür der Chabad, es gilt aber auch für christliche und muslimische Gemeinden.

    Niedersächsischer Hartmannbund verurteilt möglichen Abrechnungsbetrug

    “Bei immer weniger geborenen Jungen, immer mehr Zirkumzisionen (Beschneidungen) zu Lasten der Krankenkassen, das spricht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für Abrechnungsbetrug”, so der Vorsitzende des Hartmannbundes in Niedersachsen Dr. Bernd Lücke.

    Auch wenn der niedersächsische Hartmannbund als einziger Ärzteverband die religiös motivierte Zirkumzision im alleinigen Entscheidungsrecht der Eltern sehe, so seien die Kosten dafür nicht von den Krankenkassen zu tragen. Dies entspreche der Entscheidung des deutschen Bundestages zur religiösen Zirkumzision.

    “Sollten die Zahlen stimmen, dass muslimische Jungen um ein vielfaches häufiger zu Lasten der Krankenkassen eine Zirkumzision erhalten als andere Jungen, so dürfte als erwiesen gelten, dass hier zu Lasten der Krankenkassen betrogen wird”, so Lücke.
    Lücke fordert die Krankenkassen auf, alle abgerechneten Fälle seitens des medizinischen Dienstes überprüfen zu lassen und Verdachtsfälle auf medizinisch nicht indizierte Leistungen den Staatsanwaltschaften zu melden.

    “Es wäre für das Zusammenleben der verschiedenen Religionen in Deutschland nicht förderlich, wenn derartigen Fehlentwicklungen nicht rechtzeitig der „Riegel vorgeschoben“ würde”, so Lücke heute in Hannover abschließend.

    Das Erscheinungsdatum ist übrigens drei Tage nach dem Artikel "Guter Schnitt" in der FAS.


    Und was hat er gegen den "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" stattfindenden Abrechnungsbetrug bis dato unternommen? Ausser einen Apell an "die" Krankenkassen? Gehört hat man jedenfalls nichts.
    Deshalb fordere ich Herrn Dr. Lücke hiermit auf, etwas Konkretes zu unternehmen und der Öffentlichkeit mitzuteilen. Wenn schon ein Ärzteverband Abrechnungsbetrug bei den eigenen Kollegen konstatiert, aber nichts unternimmt, kann man den Bund in die Tonne treten.

    Was hat denn das mit dem Thema zu tun....? :huh:

    Es geht um das Verhältnis von Religionsgemeinschaften und Kinderrechten - es geht NICHT um Religion an sich. Wir haben hier schon oft den Schulterschluss von Religionsgemeinschaften in der Beschneidungsdebatte kritisiert. Dieser besteht im Unwillen der Religionsgemeinschaften, sich von den Menschenrechten in die Suppe spucken zu lassen. Und jetzt wäre doch mal eine Solidaritätsaktion der anderen beiden monotheistischen Religionen mit dem Vatikan angesagt, oder?
    Ausserdem führt hier ein direkter Strang zu der Frage, warum das betreffende UN-Kinderrechtsgremium nicht auch die rituelle Beschneidung attackiert. Sie könnte das mit den gleichen Argumenten tun.

    Wieder hat sich eine Kinderrechtsgruppe in die Lehre einer Religionsgemeinschaft eingemischt. Das Kinderrechtsgremium rügte, dass die Religionsgemeinschaft "nicht mit aller Kraft gegen den Missbrauch von Kindern durch Geistliche vorgegangen" sei. Der Ruf der Religionsgemeinschaft "sei systematisch über das Wohl von betroffenen Kindern gestellt worden. Dies verletze die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen." Die Religionsgemeinschaft erwiderte, sie "sehe sich in der Pflicht, die Rechte des Kindes zu verteidigen und zu schützen".

    http://www.spiegel.de/panorama/vatik…r-a-951695.html ;)

    Der nicht- informierte Leser könnte ja auf den Gedanken kommen, mit "Strasse brennen" sei sowas ähnliches gemeint wie das, was gerade in der Ukraine passiert, oder im letzten Jahr in Ägypten oder in der Türkei. Aber das hast Du ja nicht gemeint.