Der Buntlandfunk und Ulrich Willems mal wieder

  • Zitat

    Ricke: Jetzt beklagen Sie ja eine mangelnde Handlungsbereitschaft bei der Politik. In der jüngeren Vergangenheit haben wir aber auch noch ein anderes Beispiel gehabt, das war die Beschneidungsdebatte in 2012. Da hat dann wirklich die Kanzlerin persönlich eingegriffen, da hat der Bundestag die Beschneidungserlaubnis ausdrücklich ins Gesetz geschrieben. Da war ja großer Handlungsbedarf. Braucht es diesen Druck, damit Politik überhaupt ins Handeln kommt?

    Zitat

    Willems: Lassen Sie uns noch mal ein kleines Gedankenexperiment machen, mit Blick auf die Beantwortung dieser Frage. Stellen Sie sich vor, es gäbe das Judentum in Deutschland nicht, es hätte den Nationalsozialismus und den Genozid an den Juden nicht gegeben. Glauben Sie, dass der Bundestag 2012 nach einjähriger Debatte ein Gesetz beschlossen hätte, das die Beschneidung eingeführt hätte, wenn nur die Muslime davon betroffen wären? Dieses Gesetz erklärt sich nicht durch Handlungsdruck, sondern erklärt sich durch die besondere deutsche Geschichte und die besondere Verantwortung gegenüber den jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik. Ich glaube, dass die Geschichte in einem anderen Szenario ganz anders ausgegangen wäre.

    Nach einjähriger Debatte? In welchem Film war Willems??? (Pino)

    Der Bundestag hat sich bereits 24 Tage nach Bekanntwerden des Kölner Urteils verbindlich festgelegt, ohne jede gründliche Auseinandersetzung mit der Thematik, einfach so, per Handabstimmung.


    Zitat

    Ich glaube, dass die Geschichte in einem anderen Szenario ganz anders ausgegangen wäre.

    Wie man ja z.B. in Norwegen, Dänemark und auf Island gesehen hat, LOL! :FP01

    Warum gibt man uninformierten Stußschwaflern eine Platform? Ist wie bei Relotius, sie sagen/schreiben das, was die Medien gerne hören möchten.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/christliche-pr…ticle_id=436017

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

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